Horkheimer, Max
- Lebensdaten
- 1895 – 1973
- Geburtsort
- Zuffenhausen (heute Stuttgart)
- Sterbeort
- Nürnberg
- Beruf/Funktion
- Philosoph ; Soziologe ; Hochschullehrer
- Konfession
- jüdisch
- Normdaten
- GND: 118553615 | GND-Explorer | OGND | VIAF
- Namensvarianten
-
- Heinrich Regius / Pseudonym
- Horkheimer, Max
- Heinrich Regius / Pseudonym
- Regius, Heinrich
- Horkhaimeri, Mak̕s
- Horkheimer, M.
- Ma ke si Huo ke hai mo
- Makesi-Huokehaimo
- Hôrqheimer, M.
- Chorkchajmer, Maks
- Hūrkhāymir, Māks
- Chorkchaïmer, Max
- Horkhajmer, Maks
- Huokehaimo, Makesi
- Horkheimers, Makss
- Horukuhaimā, M.
- Horukuhaimā, Makkusu
- 马克斯・霍克海默
- 霍克海默, 马克斯
- הורקהיימר, מקס
- ホルクハイマー・マックス
- b23
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- Plessner, Helmuth
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Horkheimer, Max
Pseudonym: Heinrich Regius
1895 – 1973
Philosoph, Soziologe
Max Horkheimer gilt als Begründer jener philosophischen Gesellschaftstheorie, die unter dem Namen Frankfurter Schule Weltgeltung erlangte. Seine „Kritische Theorie“ wird geleitet vom „Interesse an der Aufhebung der Klassenherrschaft“ („Traditionelle und kritische Theorie“, 1937). Ihre Themen sind potenziell selbstzerstörerische Widersprüche in der bürgerlichen Gesellschaft und das Problem der Verwirklichung gesellschaftlicher Beziehungen jenseits des kapitalistischen Wertgesetzes.
Lebensdaten
Max Horkheimer, Universitätsarchiv Frankfurt am Main (InC) -
Autor/in
→Gerhard Schweppenhäuser (Würzburg)
-
Zitierweise
Schweppenhäuser, Gerhard, „Horkheimer, Max“, in: NDB-online, veröffentlicht am 01.07.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118553615.html#dbocontent
Leben
Horkheimer besuchte bis zur Untersekunda 1910 das Dillmann-Gymnasium in Stuttgart und absolvierte danach eine kaufmännische Ausbildung im väterlichen Zuffenhausener Unternehmen, in dem er 1914 die Funktion des Betriebsleiters mit Prokura übernahm. 1917 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. Nach kurzer Zeit für wehrdienstuntauglich erklärt, blieb Horkheimer bis Kriegsende in einem Sanatorium bei München. Sich der ihm vom Vater vorgezeichneten Karriere als Unternehmer verweigernd, holte er 1919 als Externer in München das Abitur nach und schlug mit seinem lebenslangen Freund Friedrich Pollock (1894–1970) eine akademische Karriere ein.
Von 1919 bis 1922 studierte Horkheimer Psychologie, Philosophie und Nationalökonomie in München, Freiburg im Breisgau und Frankfurt am Main, wo er 1922 bei dem Philosophen Hans Cornelius (1863–1947) mit der Arbeit „Zur Antinomie der teleologischen Urteilskraft“ zum Dr. phil. promoviert wurde und anschließend dort als dessen Assistent tätig war. 1925 habilitierte er sich mit einer Untersuchung von Immanuel Kants (1724–1804) „Kritik der Urteilskraft“ für Philosophie und lehrte seit 1926 als Privatdozent an der Universität Frankfurt am Main. Hier wurde er 1930 zum Ordinarius für Sozialphilosophie berufen und im folgenden Jahr zum Direktor des Instituts für Sozialforschung (IfS) ernannt. Im Januar 1933 besetzte die SA das Wohnhaus Horkheimers und Pollocks in Kronberg im Taunus; im März 1933 wurde das IfS, in dem auch das Frankfurter Psychoanalytische Institut untergebracht war, von der Polizei geschlossen und im Mai dem Nationalsozialistischen Studentenbund überlassen.
Pollock hatte das Stiftungsvermögen bereits vor der NS-Machtübernahme in die Niederlande transferiert. Horkheimers Kontakte ermöglichten es, dass das IfS, zunächst in einer Filiale in Genf, dann in seinen Zweigstellen in Paris und London weiterarbeiten konnte, ehe es 1934 in New York City an der Columbia University unter Horkheimers Leitung seine Arbeit fortsetzte. Daneben wirkte Horkheimer seit 1943 als Direktor der Wissenschaftlichen Abteilung des International Jewish Committee federführend an einem interdisziplinären Forschungsprojekt zum Antisemitismus mit, aus dem die von ihm mitherausgegebene Reihe „Studies in Prejudice“ (5 Bde., 1949–1951) hervorging.
1941 übersiedelte Horkheimer mit seiner Ehefrau nach Los Angeles-Pacific Palisades (Kalifornien, USA). 1949 kehrte er – gegen Pollocks Rat – nach Frankfurt am Main zurück und nahm den Ruf auf einen Lehrstuhl für Philosophie und Soziologie an der dortigen Universität an, der er von 1951 bis 1953 als Rektor vorstand. 1951 wurde das IfS wiedereröffnet.
Horkheimer war Mitglied der jüdischen B’nai B’rith-Loge und behielt sich vor, die Bundesrepublik wieder zu verlassen. Deshalb lehrte er zwischen 1954 und 1959 mehrfach als Gastprofessor für Soziologie an der University of Chicago (Illinois, USA) und behielt seine US-amerikanische Staatsbürgerschaft. 1957 übersiedelte er mit seiner Ehefrau und Pollock nach Montagnola bei Lugano (Kanton Tessin).
Werk
Horkheimers Quellen für seinen literarisch und wissenschaftlich vorgetragenen Protest gegen die kapitalistische Gesellschaft des 20. Jahrhunderts waren die sozial engagierte bürgerliche Literatur des 19. Jahrhunderts, die Philosophie der Aufklärung und Arthur Schopenhauers (1788–1860) sowie die Theorien von Karl Marx (1818–1883). Mit Pollock gehörte Horkheimer in den 1920er Jahren zum Kreis um Felix Weil (1898–1975), einem vermögenden Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler mit Kontakten zur KPD und führenden Linksintellektuellen, der 1924 als Mäzen die Gründung des marxistisch inspirierten IfS ermöglichte. Als Leiter des IfS, das sich zunächst der Erforschung der Geschichte des Sozialismus widmete, initiierte Horkheimer 1931 das damals einzigartige Projekt der interdisziplinären Zusammenarbeit von Gesellschaftswissenschaftlern und Philosophen an einer von Marx ausgehenden Theorie des gesamtgesellschaftlichen Verlaufs. Er grenzte sich von der sowjetmarxistischen Umformung der Marx’schen Theorie zu einer Herrschaftsideologie ab, unterstützte aber gleichzeitig Pollock bei dessen Projekt, in Zusammenarbeit mit Moskauer Forschern die Grundlagen für eine historisch-kritische Edition der Schriften von Marx und Friedrich Engels (1820–1895) zu schaffen.
Horkheimers Forschungsprogramm ging von der Grundüberlegung aus, dass die gesamtgesellschaftliche Entwicklung dem ökonomischen Bewegungsgesetz der Verwertung des Werts folge, das die liberalistische bürgerliche Marktwirtschaft in eine autoritär beherrschte Kommandowirtschaft monopolistischer Trusts transformiere. Die liberale Demokratie sei für die Herrschaft des Bürgertums zunächst unerlässlich, werde aber im weiteren historischen Verlauf ein Hindernis ökonomisch fundierter Herrschaft. Die politische und psychische Fixierung des Proletariats auf den bestehenden Zustand blockiere dessen revolutionäre Selbstbefreiung. In der Verbindung von Philosophie, Sozialpsychologie, Gesellschafts- und Kulturtheorie sei es möglich, die objektiven und subjektiven Faktoren zu begreifen, die dazu führen, dass sich die Lohnabhängigen autoritärer Herrschaft unterwerfen.
Seine Grundlagenreflexionen und materiale Studien der kritischen Theorie veröffentlichte Horkheimer zwischen 1932 und 1941 in der von ihm herausgegebenen „Zeitschrift für Sozialforschung“ (ZfS). Unter seiner Leitung entstand die kollektive Forschungsarbeit „Studien über Autorität und Familie“ mit Beiträgen u. a. von Erich Fromm (1900–1980) und Herbert Marcuse (1898–1979), die 1936 in Paris publiziert wurde.
Horkheimer gab seinem Projekt 1937 den Namen „Kritische Theorie“, um sich einerseits inhaltlich vom autoritären Sowjetmarxismus zu distanzieren und andererseits dem US-Geheimdienst, der die Institutsmitglieder bespitzelte, keinen Anlass zu geben, gegen die akademische Unterstützung des IfS vorzugehen. Vor dem Hintergrund seiner Annahme, dass sich die Welt zu einem in zwei Blöcke aufgeteilten, hermetischen Herrschaftszusammenhang zusammenzuschließen schien, umriss Horkheimer in den 1940er Jahren eine Theorie des „autoritären Staats“, den er nicht als historischen Bruch, sondern als fatale Konsequenz der wirtschaftsliberalistischen bürgerlichen Demokratie begriff. Mit Theodor W. Adorno (1903–1969), der ihm 1940 von New York City nach Los Angeles folgte, widmete er sich der geschichtsphilosophischen Untersuchung der Verstrickung von Vernunft und Herrschaft und ihrer Grundlage, der Naturbeherrschung. Die Verschiebung von der Ökonomie- zur Vernunft- und Herrschaftskritik führte ihn zur philosophischen Reflexion des Problems, ob ein handlungsmächtiges Menschheits-Subjekt überhaupt noch in reale Praxis überführt werden könne. Diese Frage prägte das mit Adorno verfasste, philosophisch wegweisende Werk „Dialektik der Aufklärung“ (1944/47), das als Programmschrift der Kritischen Theorie gilt, sowie seinen Band „Eclipse of Reason“ (1947, dt. 1967), in dem Horkheimer die These vertrat, dass die Entwicklung des abendländischen Konzepts der Vernunft in sich widersprüchlich verlaufen sei. Die „Formalisierung der Vernunft“ führe dazu, dass sie tendenziell darauf verzichtet, humane Zwecke zu bestimmen und sich darauf beschränkt, geeignete Mittel für Zwecke zu finden, die sie nicht mehr selbst setzt. Die „Substanz der Vernunft“ werde durch „die fortschreitende Rationalisierung“ aufgelöst. Vernunft werde „instrumentell“: reduziert auf ein Hilfsmittel, das den Individuen bei ihrer Selbsterhaltung und der bestehenden Gesellschaften bei der Optimierung der Naturbeherrschung dienlich ist.
Nach seiner Rückkehr setzte Horkheimer in Frankfurt am Main seine Studien zur Aufklärung fort. Dazu versammelte er um sich Intellektuelle wie Pollock, Adorno und seine Ehefrau Gretel Adorno (1902–1993), Ludwig von Friedeburg (1924–2010), Karl Heinz Haag (1924–2011), Peter von Haselberg (1908–1994) und Helmuth Plessner (1892–1985) sowie die Studenten Kurt Lenk (1929–2022), Oskar Negt (1934–2024), Christoph Oehler (1928–2001), Dietrich Osmer, Karl Sardemann, Alfred Schmidt (1831–2012), Gerhard Schmidtchen (1925–2022),Hermann Schweppenhäuser (1928–2015) und Manfred Teschner (1928–2019). Horkheimer ermutigte sie zu radikaler Kritik an der Restauration illiberaler Konzepte von Gesellschaft, Politik und Bildung, gegen die mit „Widerstandkraft“ und „Zivilcourage“ anzugehen sei, sowie zur Kritik an einer Auffassung von Wissenschaft, welche diese den Imperativen der „verwalteten Welt“ unterwirft und den emphatischen philosophischen Begriff der Wahrheit ad acta legt. Als geschickter Wissenschaftsorganisator und -politiker verschaffte er dem IfS mit Forschungsarbeiten zum politischen Bewusstsein der jungen Bundesrepublik, zum Betriebsklima in einem westdeutschen Industriekonzern, zur Ausbildung von Auswahloffizieren in der Bundeswehr und zum Verhältnis von Universität und Gesellschaft gesellschaftliche und akademische Geltung. Auch nach seiner Emeritierung betreute er in Frankfurt am Main mit Adorno Promotionen in Philosophie wie die von Günther Mensching (geb. 1942) über die philosophische Gesellschaftstheorie des französischen Materialismus.
In den letzten Lebensjahrzehnten galt Horkheimers philosophisches Interesse der Bewahrung und Erweiterung der inneren und äußeren Spielräume des Individuums. Autonome, urteils- und handlungsfähige Individuen seien in der Entfaltung und Blütezeit der bürgerlichen Gesellschaft als Subjekt liberalistischer Ökonomie und freiheitlich-demokratischer Politik notwendig gewesen. In der Epoche weltweit expandierender Rackets und Monopole, also der wirtschaftlichen Machtcliquen und ihrer totalitären politischen Gewährsleute, würden sie objektiv überflüssig. Der Gedanke einer Überschreitung alles Bestehenden, wie er sich in philosophischen und religiösen Konzepten der Transzendenz artikuliert findet, wurde Horkheimer nun immer wichtiger.
Wirkung
In seinen späten, nicht zur Publikation vorgesehenen Aphorismen artikulierte Horkheimer als philosophischer Schriftsteller seine pessimistische Sicht auf den geschichtlichen Verlauf und die Chancen von Demokratie und Freiheit in der „verwalteten Welt“. Gleichzeitig wirkte er öffentlich als aufklärerischer Pädagoge, der die Kraft zum Widerstand in den Individuen zu stärken suchte. In Reden, Rundfunkbeiträgen und Publikationen trat er seit 1949 für die Stabilisierung der freiheitlichen Demokratie und den Widerstand gegen antidemokratische Kontinuitäten ein.
In der DDR galt Horkheimer deswegen als Vertreter einer „anachronistischen“, „idealistischen und bürgerlich-liberalen“ Gesellschaftstheorie. In der Bundesrepublik hingegen beschäftigten sich theorieorientierte Studierende im Sozialistischen deutschen Studentenbund mit seinen Schriften aus den 1930er und 1940er Jahren, die in Raubdrucken verbreitet wurden, und initiierten in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre eine Rezeptionswelle der seither so bezeichneten Frankfurter Schule. Horkheimers Satz „Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen“ aus dem Jahr 1939 wurde zum epigrammatischen Leitmotiv der Studentenbewegung. Anders als Marcuse hielt Horkheimer aber gewalttätige Proteste in der parlamentarischen Demokratie weder für aussichtsreich noch für legitim. Er sah das anti-US-amerikanische Ressentiment und die antisemitischen Elemente in der westdeutschen Studentenbewegung. Folgerichtig distanzierte sich ihr aktivistischer Flügel von ihm, als er sich weigerte, an rituellen amerikafeindlichen Protesten teilzunehmen.
Seine (Frankfurter) Schüler – u. a. Heinz Maus (1911–1978), Lenk, Schmidt, Schweppenhäuser – hielten Horkheimers philosophische und politikwissenschaftliche Impulse bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts im Gespräch und führten sie fort. In der Gegenwart wird v. a. Horkheimers Theorie rezipiert, der zufolge im Zerfallsprozess bürgerlicher Demokratien bandenartige Akteure, genannt „Rackets“, dominant werden, die sich das gesellschaftliche Mehrprodukt nach Art mafiöser Schutzgelderpresser aneignen. Weiterhin sind seine Theorie des Antisemitismus, seine Kritik der Europapolitik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und, nicht zuletzt, die Spuren der jüdischen Überlieferung in Horkheimers Philosophie von Interesse.
| 1953 | Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main |
| 1960 | Ehrenbürger der Stadt Frankfurt am Main |
| 1970 | Bürgermedaille der Stadt Stuttgart |
| 1971 | Lessing Preis der Hansestadt Hamburg |
| 1973 | Max-Horkheimer-Straße, Wuppertal |
| 1974 | Max-Horkheimer-Anlage, Stuttgart-Zuffenhausen |
| 1975 | Max-Horkheimer-Straße, Leverkusen |
| 2011 | Max-Horkheimer-Kabinett, Stadtbibliothek Stuttgart |
| 2015 | Max-Horkheimer-Straße, Frankfurt am Main |
Nachlass:
Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, Archivzentrum. (weiterführende Informationen)
Monografien und Sammelbände:
Zur Antinomie der teleologischen Urteilskraft, 1922. (ungedr. Diss. phil.)
Über Kants Kritik der Urteilskraft als Bindeglied zwischen theoretischer und praktischer Philosophie, 1925. (Habilitationsschrift)
Anfänge der bürgerlichen Geschichtsphilosophie, 1930.
Dämmerung. Notizen in Deutschland, 1934. (unter Pseudonym)
Max Horkheimer/Erich Fromm/Herbert Marcuse, Studien über Autorität und Familie. Forschungsberichte aus dem Institut für Sozialforschung, 1936, Nachdr. 1987 u. 2005.
Theodor W. Adorno/Max Horkheimer, Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente, 1947, zahlr. Nachdr. seit 1969, Übers. in zahlreiche Sprachen, zuerst ital. 1966.
Eclipse of Reason, 1947, dt. u. d. T. Zur Kritik der instrumentellen Vernunft, 1967, Nachdr. 2007.
Theodor W. Adorno/Max Horkheimer, Sociologica II, 1962.
Zur Kritik der instrumentellen Vernunft. Aus den Vorträgen und Aufzeichnungen seit Kriegsende, hg. v. Alfred Schmidt, 1967.
Kritische Theorie. Eine Dokumentation, 2 Bde., hg. v. Alfred Schmidt, 1968, 72011, Übers. in Auswahl u. a. in das Englische, Spanische u. Französische.
Sozialphilosophische Studien. Aufsätze, Reden und Vorträge 1930–1972, 1972, Nachdr. 1982.
Gesellschaft im Übergang. Aufsätze, Reden und Vorträge 1942–1970, hg. v. Werner Brede, 1972, Nachdr. 1981
Notizen 1950 bis 1969 und Dämmerung. Notizen in Deutschland, hg. v. Werner Brede, 1974.
Aufsätze und Beiträge:
Zum Problem der Wahrheit, in: Zeitschrift für Sozialforschung 4 (1935), H. 3, S. 321–364.
Egoismus und Freiheitsbewegung. Zur Anthropologie des bürgerlichen Zeitalters, in: Zeitschrift für Sozialforschung 5 (1936), H. 2, S. 161–233.
Traditionelle und kritische Theorie, in: Zeitschrift für Sozialforschung 6 (1937), H. 2, S. 245–294.
Die Juden und Europa, in: Studies in Philosophy and Social Science 8 (1939), H. 1/2, S. 115–137.
Autoritärer Staat, in: Walter Benjamin zum Gedächtnis, 1942, S. 123–161.
The End of Reason, in: Studies in Philosophy and Social Science 9 (1942), H. 3, S. 336–388.
Marx heute, in: Der Fischer Almanach 82 (1968), S. 122–134.
Herausgeberschaften:
Zeitschrift für Sozialforschung, seit Jg. 8, 1939 u. d. T. Studies in Philosophy and Social Science, 1–9, 1932–1941. (weiterführende Informationen)
Max Horkheimer/Samuel H. Flowerman (Hg.), Studies in Prejudice, 5 Bde., 1949–1951.
Werkausgabe:
Gesammelte Schriften, hg. v. Alfred Schmidt/Gunzelin Schmid Noerr, 19 Bde., 1987–1996.
Briefausgaben:
Theodor W. Adorno/Max Horkheimer, Briefwechsel 1927–1969, 4 Bde., hg. v. Christoph Gödde/Henri Lonitz, 2003–2023.
Briefwechsel 1913–1973, in: Max Horkheimer, Gesammelte Schriften, hg. v. Alfred Schmidt/Gunzelin Schmid Noerr, Bd. 15–18, 1995/96.
Bibliografie:
Max Horkheimer, Bibliographie, in: Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg, Frankfurt am Main. (Onlineressource)
Monografien und Sammelbände:
Alfred Schmidt, Die Kritische Theorie als Geschichtsphilosophie, 1976.
Alfred Schmidt, Zur Idee der Kritischen Theorie. Elemente der Philosophie Max Horkheimers, 1979.
Alfred Schmidt/Norbert Altwicker (Hg.), Max Horkheimer heute. Werk und Wirkung, 1986.
Rolf Wiggershaus, Die Frankfurter Schule. Geschichte, Theoretische Entwicklung, Politische Bedeutung, 1988.
Gerhard Bolte, Von Marx bis Horkheimer. Aspekte kritischer Theorie im 19. und 20. Jahrhundert, 1995.
Zwi Rosen, Max Horkheimer, 1995.
Rolf Wiggershaus, Max Horkheimer zur Einführung, 1998.
Rolf Wiggershaus, Max Horkheimer. Begründer der „Frankfurter Schule“, 2014.
Ulrich Ruschig/Hans-Ernst Schiller (Hg.), Staat und Politik bei Horkheimer und Adorno, 2014.
Yael Kupferberg, Zum Bilderverbot. Studien zum Judentum im späten Werk Max Horkheimers, 2022.
Alex Demirović, Der nonkonformistische Intellektuelle. Von der kritischen Theorie zur Frankfurter Schule, 2023.
Gerhard Schweppenhäuser, Zur Aktualität von Max Horkheimer. Einführung in sein Werk, 2023.
Philipp Lenhard, Café Marx. Das Institut für Sozialforschung von den Anfängen bis zur Frankfurter Schule, 2024.
Aufsätze und Beiträge:
Hermann Schweppenhäuser, La scuola di Francoforte, in: Settanta. Mensile de cultura, politica, economia (1970), H. 3, S. 36 ff., dt. u. d. T. Die Frankfurter Schule. Max Horkheimer zum fünfundsiebzigsten Geburtstag, in: ders., Gesammelte Schriften, Bd. 4, hg. v. Thomas Friedrich/Sven Kramer/Gerhard Schweppenhäuser, 2026, S. 223–233.
Hermann Schweppenhäuser, Zum Begriff der instrumentellen Vernunft, in: Aktuelle Probleme der Subjektivität, hg. v. Hans Rademacher, 1983, S. 111–121.
Gunzelin Schmid Noerr, Gesten aus Begriffen. Interdisziplinärer Materialismus und das Verhältnis von Philosophie und Wissenschaften im Briefwechsel Max Horkheimers, in: Zeitschrift für kritische Theorie 1 (1995), H. 1, S. 57–92.
Christoph Türcke, Max Horkheimer und die Versuchungen der kritischen Theorie, in: Neue Rundschau 106 (1995), H. 3, S. 48–63.
Gunzelin Schmid Noerr, Arbeit am kulturellen Gedächtnis. Der Nachlass Max Horkheimers in der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, in: Zeitschrift für kritische Theorie 21 (2015), H. 40/41, S. 186–195.
Hauke Branding, Der Racketbegriff der Kritischen Theorie. Versuch eines Problemaufrisses, in: Zeitschrift für kritische Theorie 24 (2018), H. 46/47, S. 37–60.
Hans-Ernst Schiller, Totale Vergesellschaftung. Kritische Gesellschaftstheorie nach Marx, in: Zeitschrift für kritische Theorie 26 (2020), H. 50/51, S. 130–154.
Moritz Rudolph, Kritik der europäischen Einigung nach Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Franz L. Neumann, in: ebd., S. 155–185.
Herta Nagl-Docekal, Nach einer erneuten Lektüre. Max Horkheimer, „Die Sehnsucht nach dem ganz Anderen“, in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie 68 (2020), H. 5, S. 659–688.
Per Jepsen, „Widerstand aber ist die Seele der Schopenhauerschen Philosophie“. Max Horkheimer und die Staatsphilosophie Schopenhauers, in: Pessimistischer Liberalismus. Arthur Schopenhauers Staat, hg. v. Christina Kast, 2021, S. 173–187.
Lexikonartikel:
Jochen Zulauf, Art. „Horkheimer, Max“, in: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 353–356. (Onlineressource)
Peter Christian Lang, Art. „Horkheimer, Max“, in: Metzler Philosophen-Lexikon, hg. v. Bernd Lutz, 1995, S. 401–404.
Gerhard Schweppenhäuser, Art. „Horkheimer, Max“, in: Demokratische Wege. Deutsche Lebensläufe aus fünf Jahrhunderten, hg. v. Manfred Asendorf/Rolf von Bockel, 1997, S. 287–289.
Micha Brumlik, Art. „Horkheimer, Max“, in: Metzler Lexikon jüdischer Philosophen, hg. v. Andreas B. Kilcher/Otfried Fraisse, 2003, S. 385–387. (Onlineressource)
Rolf Wiggershaus, Art. „Horkheimer, Max“, in: Baden-Württembergische Biographien 6 (2016), S. 187–192. (Onlineressource)
Joseph C. Berendzen, Art. „Horkheimer, Max“, in: The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Fall 2024 Edition), hg. v. Edward N. Zalta/Uri Nodelman. (Onlineressource)
Fotografien, 1950er Jahre, Universitätsarchiv Frankfurt am Main.
Büste v. Knud Knudsen (1916–1998), 1966, Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, Geisteswissenschaftlicher Lesesaal.
Gedenktafel v. Edwin Hüller (1919–2009), 1990, Wohnhaus 1950–1963, Westendstraße 79, Frankfurt am Main.