Lebensdaten
1891 – 1970
Geburtsort
Ronsdorf (heute Wuppertal-Ronsdorf)
Sterbeort
Los Angeles
Beruf/Funktion
Philosoph ; Hochschullehrer
Konfession
evangelisch-lutherisch, seit 1920 konfessionslos
Normdaten
GND: 118519158 | OGND | VIAF: 73895990
Namensvarianten
  • Carnap, Paul Rudolf
  • Carnap, Rudolf
  • Carnap, Paul Rudolf
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Carnap, Rudolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118519158.html [15.04.2024].

CC0

  • Rudolf Carnap war ein Hauptvertreter des Wiener Kreises und wirkte nach seiner Emigration in die USA 1936 als Professor für Philosophie an der University of Chicago und seit 1953 an der University of California in Los Angeles. In diesen Ämtern avancierte er zu einer Schlüsselfigur des logischen Empirismus und der analytischen Philosophie. Carnap fasste Philosophie streng wissenschaftlich auf und setzte mathematische Methoden zur präziseren Fassung von Begriffen und als Leitfaden für rationale Entscheidungsfindung ein.

    Lebensdaten

    Geboren am 18. Mai 1891 in Ronsdorf (heute Wuppertal-Ronsdorf)
    Gestorben am 14. September 1970 in Los Angeles
    Grabstätte in Los Angeles
    Konfession evangelisch-lutherisch, seit 1920 konfessionslos
  • Lebenslauf

    18. Mai 1891 - Ronsdorf (heute Wuppertal-Ronsdorf)

    1899 - 1909 - Barmen (Wuppertal); Elberfeld (Wuppertal)

    Schulbesuch

    Grundschule; Humanistisches Gymnasium

    1909 - 1910 - Jena

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    Gymnasium

    1910 - 1914 - Jena; Freiburg im Breisgau

    Studium der Philosophie, Mathematik und Physik

    Universität

    1914 - 1918 - Ostfront; Westfront; Berlin

    Kriegsdienst; seit 1917 als Funktechniker

    Deutsches Heer

    1919 - 1920 - Jena

    Abschluss des Studiums (Erstes Staatexamen)

    Universität

    1919 - 1926 - Gut Wiesneck (Buchenbach bei Freiburg im Breisgau)

    Privatgelehrter

    1921 - Jena

    Promotion (Dr. phil.)

    Universität

    1926 - 1931 - Wien

    Habilitation für Philosophie; Privatdozent; Mitglied des Wiener Kreises

    Universität

    1931 - 1935 - Prag

    außerordentlicher Professor für Philosophie

    Deutsche Universität

    1935 - 1952 - Chicago

    Professor für Philosophie

    Universität

    1936 - Cambridge (Massachusetts, USA)

    Gastprofessor für Philosophie

    Harvard University

    1940 - 1941 - Cambridge (Massachusetts, USA)

    Gastprofessor für Philosophie

    Harvard University

    1950 - Urbana (Illinois, USA)

    Gastprofessor für Philosophie

    University of Illinois

    1952 - 1954 - Princeton (New Jersey, USA)

    Forschungsaufenthalt

    Institute for Advanced Study

    1954 - 1962 - Los Angeles (Kalifornien, USA)

    Professor für Philosophie

    University of California

    1963 - 1970 - Europa; Mexiko; Hawaii

    längere Reisen

    14. September 1970 - Los Angeles
  • Genealogie

    Vater Johannes Sebulon Carnap 1826–1898 Bandfabrikant in Ronsdorf (heute Wuppertal-Ronsdorf)
    Großvater väterlicherseits Elias Sebulon Carnap 1789–1859 Bandwirker in Ronsdorf
    Großmutter väterlicherseits Christian Katharina Carnap geb. 1785
    Mutter Anna Carnap, geb. Dörpfeld 1852–1924 Grundschulpädagogin
    Großvater mütterlicherseits Friedrich Wilhelm Dörpfeld 1824–1893 Pädagoge
    Großmutter mütterlicherseits Christine Dörpfeld 1825–1871
    Schwester Agnes Kaufmann 1890–1976
    1. Heirat 27.8.1917 in Freiburg im Breisgau
    Ehefrau Elisabeth Carnap, geb. Schöndube 1895–1987 Grafologin
    Schwiegervater Heinrich Schöndube 1861–1927 Großgrundbesitzer, Landwirt und Unternehmer
    Schwiegermutter Luisa Schöndube geb. 1869
    Tochter Annemarie Bauer, geb. Carnap 1918–2007
    Tochter Hanneliese Carnap 1920–2016
    Sohn Johannes Carnap 1922–2012
    Tochter Eline Carnap geb. 1926 leibliche Tochter des Broder Christiansen (1869–1958), Philosoph, Sprachwissenschaftler
    leibliche Tochter Birgit Gramm 1927–2019 Tochter des Josef Gramm (1878–1961), Kunsthistoriker, und der Dorothea (Maue) Gramm (1896–1975)
    leiblicher Sohn Gerhard Gramm 1929–2013 Dr.; Sohn des Josef Gramm und der Dorothea (Maue) Gramm
    Scheidung 12.11.1929 in Freiburg im Breisgau
    2. Heirat 8.2.1933 in Prag
    Ehefrau Elisabeth Maria immaculata Ignatia (Ina) Carnap, geb. Stöger 1904–1964
    Schwiegervater Otto Franz Stöger, Edler von Marenbach 1864–1920 Sektionschef im österreichischen Ministerium für Landesverteidigung, Wien
    Schwiegermutter Maria Stöger 1871–1931
    Onkel mütterlicherseits Wilhelm Dörpfeld 1853–1940 Archäologe; Architekt
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    Carnap, Rudolf (1891 – 1970)

  • Biografie

    Carnap wuchs in Ronsdorf im Wuppertal auf und wurde von seiner Mutter häuslich unterrichtet. Sie vermittelte ihm eine von ihrem Vater, dem Pädagogen Friedrich Wilhelm Dörpfeld (1824–1893), konzipierte aufgeklärt-protestantische, dem Pietismus nahestehende Weltsicht, nach der ethische Entscheidungen nicht äußeren Autoritäten, sondern allein der persönlichen Einstellung verpflichtet seien. Nach dem Tod des Vaters übersiedelte die Familie 1899 nach Barmen (heute Wuppertal-Barmen). Carnap besuchte das Gymnasium Elberfeld und nach dem Umzug nach Jena 1909 ein dortiges Gymnasium. Hier fand er Anschluss an die deutsche Jugendbewegung in der Gestalt des Serakreises um den Verleger Eugen Diederichs (1867–1930).

    Seit 1910 studierte Carnap Physik, Mathematik und Philosophie in Jena und Freiburg im Breisgau, u. a. bei Gottlob Frege (1848–1925) und Heinrich Rickert (1863–1936). Er las Klassiker der Philosophie und Literatur ebenso wie die Schriften zeitgenössischer Wissenschaftler-Philosophen, widmete sich v. a. den Aktivitäten der u. a. gegen die Rituale der Korporationen auftretenden Freideutschen, einer Variante der Jugendbewegung, und verpflichtete sich zeitlebens deren Ideal einer auf freier Selbstbestimmung und toleranter Zusammenarbeit gegründeten Gesellschaftsordnung. 1914 meldete sich Carnap freiwillig zum Fronteinsatz, entwickelte sich aber bald zum Pazifisten und Sozialisten. Das letzte Kriegsjahr verbrachte er in Berlin im Innendienst, wo er pazifistische Rundbriefe versandte und sich unmittelbar nach Kriegsende im Umfeld der Berliner Revolution mit Gleichgesinnten zu einer Gruppe Sozialistischer Freideutscher zusammentat.

    Politisch desillusioniert, zog sich Carnap 1919 als Privatgelehrter auf das schwiegerelterliche Gut Wiesneck bei Freiburg im Breisgau zurück, nahm als Zaungast an den reformpädagogischen Experimenten seiner Schwägerin Grete Schöndube (geb. 1896/97) teil, unterrichtete an Volkshochschulen und sammelte, während er zeitgenössische Philosophie, vom Empiriokritizismus und Neukantianismus bis zur Phänomenologie studierte, einen kleinen Kreis von wissenschaftsphilosophisch Interessierten um sich, darunter der Pädagoge Wilhelm Flitner (1889–1990) und der Kunsthistoriker und Vordenker der Neuen Sachlichkeit Franz Roh (1890–1965). Dies führte zu ersten Kontakten mit der philosophischen Avantgarde – u. a. zu Moritz Schlick (1882–1936) und Hans Reichenbach (1891–1953) – sowie zu Bertrand Russell (1872–1970).

    Carnap, der 1921 bei dem Neukantianer Bruno Bauch (1877–1942) an der Universität Jena mit der Dissertation „Der Raum. Ein Beitrag zur Wissenschaftslehre“ zum Dr. phil. promoviert worden war, zählte 1923 zu den Organisatoren der sog. Erlanger Tagung, einem Pilotprojekt zur Wissenschaftsphilosophie, und knüpfte Kontakte zur Bauhaus-Szene, z. B. Sigfried Giedion (1888–1968), Carola Giedion-Welcker (1893–1979) und László Moholy-Nagy (1895–1946). Außerdem entwickelte er die Grundideen für sein erstes Hauptwerk „Der logische Aufbau der Welt“, mit dem er sich 1926 auf Einladung Schlicks an der Universität Wien habilitierte. Anhand von „Ähnlichkeitserinnerungen“ und nur auf die formale Struktur von Begriffen gestützt, versuchte Carnap in diesem Buch ein „Konstitutionssystem“ zu entwerfen, das alle Begriffe, von „eigenpsychischen“ und „physischen“ bis zu „fremdpsychischen“ und „geistigen“, zueinander in Beziehung setzt und anhand einer einzigen Grundrelation definiert.

    Carnap modifizierte dieses Projekt während seiner Zugehörigkeit zum Wiener Kreis, erst als Privatdozent in Wien, seit 1931 als außerordentlicher Professor in Prag. In der Protokollsatzdebatte des Wiener Kreises ging es um die Frage, welche Form die einer empirischen Wissenschaft zugrundeliegenden Beobachtungssätze haben sollten, nachdem man erkannt hatte, dass diese keine unumstößlich gegebenen Sinnesdaten darstellen, sondern fallible Befunde einer stets intersubjektiv zu überprüfenden, Irrtum und Betrug ausgesetzten Wahrnehmung. Anregungen seines Freundes Otto Neurath (1882–1945) folgend, verwarf Carnap in dieser Debatte die Idee einer Begründung der Wissenschaften im Eigenpsychischen und setzte an deren Stelle die „physikalistische“ Basis, also Aussagen über wahrnehmbare Objekte und deren Eigenschaften, die physikalische Vorgänge ebenso beschreiben wie psychische: letztere anhand von fremdpsychischen Erlebnisprotokollen und neurowissenschaftlichen Befunden.

    In formallogischer Hinsicht orientierte sich Carnap an den Ansätzen Kurt Gödels (1906–1978) und Alfred Tarskis (1901–1983), die zur Ausarbeitung einer Semantik der Wissenschaftssprache führten und zur Formulierung eines „logischen Toleranzprinzips“, wonach es nicht die eine Logik gibt, sondern eine grenzenlose Vielfalt möglicher „formaler Rahmenwerke“, die sich nicht als wahr oder falsch, sondern nur als mehr oder weniger fruchtbar bzw. gewinnbringend für die Wissenschaften erweisen können. Diese „wissenschaftliche Weltauffassung“ war anti-metaphysisch, weil sie jede Form der politischen, moralischen, ästhetischen und wissenschaftlichen Einstellung als nicht rein epistemisch zu rechtfertigen identifizierte.

    Obwohl nicht rassisch verfolgt, sah Carnap seit Beginn der 1930er Jahre keine Zukunft für sich in Europa und emigrierte 1936 in die USA, einem Ruf an die University of Chicago folgend. Hier wurde er rasch zu einer Schlüsselfigur des logischen Empirismus und der analytischen Philosophie. Als Lehrer inspirierte er führende Vertreter dieser Richtung, allen voran Willard Van Orman Quine (1908–2000), und entwickelte seine formale Philosophie, auf der Grundlage seines zweiten entstandenen Hauptwerks „Logische Syntax der Sprache“ (1934) weiter. Gegen Ende seines Lebens – nach einem zweijährigen Aufenthalt am Institute for Advanced Study in Princeton (New Jersey, USA) war er seit 1954 als Professor an der University of California in Los Angeles (Kalifornien, USA) tätig – trat das philosophische Projekte der „induktiven Logik“ in das Zentrum seines Interesses. Carnap entwickelte Maßstäbe zur rationalen Abschätzung von nicht unmittelbar wissenschaftlich zu rechtfertigenden Annahmen, auf der Grundlage der vorhandenen empirischen und mathematischen Evidenz. Das darauf aufbauende politische Credo des „wissenschaftlichen Humanismus“ verbindet Rationalität und planvolles Handeln mit der Idee freier Selbstentfaltung und der Kritik exzessiver staatlicher Kontrolle.

    Zu Carnaps Schülern zählen Quine, Herbert Feigl (1902–1988), Carl Gustav Hempel (1905–1997), Richard C. Jeffrey (1926–2002), Ruth Anna Putnam (1927–2019), Howard Stein (geb. 1929) und David Kaplan (geb. 1933). Carnaps Philosophie galt für mehrere Jahrzehnte als Paradebeispiel eines verfehlten, dogmatischen Empirismus. Aus den Kreisen der Analytischen Philosophie gehörte Quine zu ihren Kritikern, von außerhalb waren es u. a. Max Horkheimer (1895–1973) und Martin Heidegger (1889–1976), dessen Werk Carnap als „gänzlich unverstehbar“ etikettiert hatte und das bis heute als radikale Antithese zu Carnaps rational-aufklärerischer Philosophieauffassung gilt. In den 1980er Jahren setzte eine Carnap-Renaissance ein. Heute gilt er als einer der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Sein Werk wird in der Analytischen Philosophie und Wissenschaftstheorie breit rezipiert und historisch aufgearbeitet. Carnaps Einflüsse auf heutige philosophische Debatten erstrecken sich auf die Metalogik (logischer Pluralismus), Metaphysikkritik (Framework Relativism), Conceptual Engineering und Explikation, Logizismus und mathematischen Strukturalismus, induktive Logik sowie auf den moralischen Nonkognitivismus; diskutiert werden auch die politischen Implikationen von Carnaps wissenschaftlichem Humanismus.

  • Auszeichnungen

    1916 Eisernes Kreuz II. Klasse
    1936 Dr. h. c., Harvard University, Cambridge (Massachusetts, USA)
    1963 Dr. h. c., University of California at Los Angeles
    1965 Dr. h. c., University of Michigan, Ann Arbor
  • Quellen

    Nachlass:

    ULS Archives & Special Collections, University of Pittsburgh, Rudolf Carnap Papers. (ca. 100.000 Seiten Manuskripte, Briefe, Karteikarten sowie Sonderdrucke u. Teile der Bibliothek)

    University of California, Los Angeles, Young Research Library, Special Collections Department, Rudolf Carnap Papers, Collection No 1029. (ca. 10.000 Seiten Manuskripte u. Briefe sowie 52 Boxen mit Sonderdrucken u. Büchern)

    Weitere Archivmaterialien:

    Universitätsarchiv Wien. (Personalakte)

  • Werke

    Monografien und Sammelbände:

    Der Raum. Ein Beitrag zur Wissenschaftslehre, in: Kant-Studien Ergänzungshefte, Nr. 56, 1922. (Diss. phil.)

    Der logische Aufbau der Welt, 1928, engl. 1967. (Habilitationsschrift)

    Scheinprobleme in der Philosophie, 1928.

    Abriß der Logistik, mit besonderer Berücksichtigung der Relationstheorie und ihrer Anwendungen, 1929.

    Verein Ernst Mach [Rudolf Carnap/Otto Neurath], Wissenschaftliche Weltauffassung. Der Wiener Kreis, 1929.

    Logische Syntax der Sprache, 1934, engl. 1937.

    Foundations of Logic and Mathematics, 1939.

    Meaning and Necessity, 1947, 21956, dt. Bedeutung und Notwendigkeit, 1972.

    Logical Foundations of Probability, 1950, 21962, dt. Induktive Logik und Wahrscheinlichkeit, bearb. v. Wolfgang Stegmüller, 1959.

    The Philosophy of Rudolf Carnap, hg. v. Paul Arthur Schilpp, 1963. (darin: Carnap’s Intellectual Autobiography, S. 3–84 u. Replies and Systematic Expositions, S. 859–1013)

    Philosophical Foundations of Physics. An Introduction to the Philosophy of Science, hg. v. Martin Gardner, 1966, 21974 u. d. T. An Introduction to the Philosophy of Science.

    Rudolf Carnap/Richard C. Jeffrey (Hg.), Studies in Inductive Logic and Probability I, 1971. (darin: Inductive Logic and Rational Decisions, S. 5–31 u. A Basic System of Inductive Logic, Part I, S. 33–165)

    Studies in Inductive Logic and Probability II, hg. v. Richard C. Jeffrey, 1980. (darin: A Basic System of Inductive Logic, Part II, S. 7–155)

    William Van Orman Quine/Rudolf Carnap, Dear Carnap. Dear Van. The Quine-Carnap Correspondence and Related Work, hg. u. eingel. v. Richard Creath, 1990.

    Untersuchungen zur allgemeinen Axiomatik, hg. v. Thomas Bonk/Jesús Mosterin, 2000.

    Tagebücher 1908–1919, hg. v. Christian Damböck, 2022.

    Tagebücher 1920–1935, hg. v. Christian Damböck, 2022

    Tagebücher 1936–1952, hg. v. Christian Damböck. (in Vorbereitung)

    Rudolf Carnap/Otto Neurath, Briefwechsel. Auswahledition, hg. v. Christian Damböck/Johannes Friedl/Ulf Höfer. (in Vorbereitung)

    Aufsätze und Artikel:

    Überwindung der Metaphysik durch logische Analyse der Sprache, in: Erkenntnis 2 (1932), S. 219–241.

    Über Protokollsätze, in: Erkenntnis 3 (1932), S. 215–228.

    Theoretische Fragen und praktische Entscheidungen, in: Natur und Geist 2 (1934), S. 257–260.

    Testability and Meaning, in: Philosophy of Science 3 (1936), H. 4, S. 419–471 u. 4 (1937), H. 1, S. 1–40.

    Empiricism, Semantics, and Ontology, in: Revue Internationale de Philosophie 4 (1950), H. 11, S. 20–40.

    The Methodological Character of Theoretical Concepts, in: Herbert Feigl/Michael Scriven (Hg.), The Foundations of Science and the Concepts of Psychology and Psychoanalysis, 1956, S. 38–76.

    The Aim of Inductive Logic, in: Ernest Nagel/Patrick Suppes/Alfred Tarski (Hg.), Logic, Methodology, and Philosophy of Science. Proceedings of the 1960 International Congress, 1962, S. 303–318.

    Inductive Logic and Inductive Intuition, in: Imre Lakatos (Hg.), The Problem of Inductive Logic, 1968, S. 258–314.

    Willy Hochkeppel, Interview mit Rudolf Carnap (1964), in: Rudolf Carnap, Mein Weg in die Philosophie, 1993, S. 134–148.

    Value Concepts (1958), in: Synthese 194 (2017), H. 1, S. 185–194.

    Early Writings, hg. v. A. W. Carus/Michael Friedman/Wolfgang Kienzler/Alan Richardson/Sven Schlotter, 2019.

    Bibliografie:

    Arthur J. Benson (Bearb.), Bibliography of the Writings of Rudolf Carnap [bis 1961], in: Paul Arthur Schilpp (Hg.), The Philosophy of Rudolf Carnap, 1963, S. 1017–1070.

  • Literatur

    Monografien und Sammelbände:

    Jaakko Hintikka (Hg.), Rudolf Carnap. Logical Empiricist, 1975.

    Nicholas Rescher (Hg.), The Heritage of Logical Empiricism, 1985.

    J. Alberto Coffa, The Semantic Tradition from Kant to Carnap. To the Vienna Station, 1991.

    David Bell/Wilhelm Vossenkuhl, Wissenschaft und Subjektivität. Der Wiener Kreis und die Philosophie des 20. Jahrhunderts, 1992.

    Rudolf Haller/Friedrich Stadler, Wien – Berlin – Prag. Der Aufstieg der wissenschaftlichen Philosophie, 1993.

    Ronald N. Giere/Alan W. Richardson (Hg.), Origins of Logical Empiricism, 1996.

    Friedrich Stadler, Studien zum Wiener Kreis, 1997.

    Alan W. Richardson, Carnap’s Construction of the World, 1998.

    Michael Friedman, Reconsidering Logical Positivism, 1999.

    Thomas Mormann, Rudolf Carnap, 2000.

    Steve Awodey/Carsten Klein (Hg.), Carnap Brought Home. The View from Jena, 2004.

    George Reisch, How the Cold War Transformed Philosophy of Science. To the Icy Slopes of Logic, 2005.

    Michael Friedman/Richard Creath (Hg.), The Cambridge Companion to Carnap, 2007.

    Alan Richardson/Thomas Uebel (Hg.), The Cambridge Companion to Logical Empiricism, 2007.

    A. W. Carus, Carnap and Twentieth-Century Thought. Explication as Enlightenment, 2007.

    Thomas Uebel, Empiricism at the Crossroads. The Vienna Circle’s Protocol Sentence Debate, 2007.

    Pierre Wagner (Hg.), Carnap’s Logical Syntax of Language, 2009.

    Anne Siegetsleitner (Hg.), Logischer Empirismus, Werte und Moral. Eine Neubewertung, 2010.

    Richard Creath (Hg.), Rudolf Carnap and the Legacy of Logical Empiricism, 2012.

    Pierre Wagner (Hg.), Carnap’s Ideal of Explication and Naturalism, 2012.

    Greg Frost-Arnold, Carnap, Tarski, and Quine at Harvard. Conversations on Logic, Mathematics, and Science, 2013.

    Stephan Blatti/Sandra Lapointe (Hg.), Ontology After Carnap, 2016.

    Christian Damböck (Hg.), Influences on the „Aufbau“, 2016.

    Christian Damböck/Gereon Wolters (Hg.), Der junge Carnap in historischem Kontext. 1918–1935, 2021.

    Christian Damböck/Günther Sandner/Meike Werner (Hg.), Logischer Empirismus, Lebensreform und die deutsche Jugendbewegung, 2022.

    Thomas Uebel/Christoph Limbeck-Lilienau (Hg.), The Routledge Handbook of Logical Empiricism, 2022.

    Sean Morris (Hg.), The Philosophical Project of Carnap and Quine, 2023.

    Alan Richardson/Adam T. Tuboly (Hg.), Interpreting Carnap. (in Vorbereitung)

    Christian Damböck/Georg Schiemer (Hg.), Carnap Handbuch. (in Vorbereitung)

    Aufsätze:

    Michael Heidelberger, Zerspaltung und Einheit. Vom logischen Aufbau der Welt zum Physikalismus, in: Hans-Joachim Dahms (Hg.), Philosophie, Wissenschaft, Aufklärung. Beiträge zur Geschichte und Wirkung des Wiener Kreises, 1985, S. 144-189.

    Michael Friedman, Carnap’s „Aufbau” Reconsidered, in: Nous 21 (1987), S. 521-545.

    Sahotra Sarkar (Hg.), Carnap. A Centenary Reappraisal, in: Synthese 93 (1992), S. 1-295.

    Georg Schiemer (Hg.), Carnap on Logic, in: Synthese 194 (2017), S. 1-252.

    A.W. Carus (Hg.), Carnap’s Metaphilosophy, in: The Monist 101 (2018), H. 4, S. 363-486.

  • Onlineressourcen

  • Porträts

    Fotografien, ULS Archives & Special Collections, University of Pittsburgh, Rudolf Carnap Papers. (Nachlass Rudolf Carnap)

  • Autor/in

    Christian Damböck (Stössing)

  • Zitierweise

    Damböck, Christian, „Carnap, Rudolf“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.01.2024, URL: https://www.deutsche-biographie.de/118519158.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA