Jahoda, Marie

Lebensdaten
1907 – 2001
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Keymer (Sussex, England)
Beruf/Funktion
Sozialpsychologin ; Sozialforscherin ; politische Aktivistin ; Psychologin ; Soziologin ; Sozialwissenschaftlerin ; Hochschullehrerin
Konfession
jüdisch, seit 1925 konfessionslos
Normdaten
GND: 118866451 | OGND | VIAF: 12310208
Namensvarianten

  • Jahoda-Lazarsfeld, Marie / geschiedene
  • Albu, Marie / verheiratete
  • Mauthner, M. / Pseudonym
  • Jahoda, Marie
  • Jahoda-Lazarsfeld, Marie / geschiedene
  • Albu, Marie / verheiratete
  • Mauthner, M. / Pseudonym
  • Jahoda, M.
  • Albu, Marie
  • Mautner, M.
  • Jahodová, Marie
  • Jahoda-Lazarsfeld, Marie
  • Lazarsfeld-Jahoda, Marie
  • Jahoda, Marie Lazarsfeld-
  • b14

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Zitierweise

Jahoda, Marie, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118866451.html [06.04.2026].

CC0

  • Jahoda, Marie (geschiedene Marie Jahoda-Lazarsfeld, verheiratete Marie Albu)

    Pseudonym: M. Mauthner

    1907 – 2001

    Sozialpsychologin, Sozialforscherin, politische Aktivistin

    Marie Jahoda wirkte seit den 1930er Jahren als Pionierin der empirischen Sozialforschung in Österreich, den USA und Großbritannien an der Schnittstelle zwischen Psychologie und Soziologie. Unten den zahlreichen von ihr bearbeiteten Forschungsthemen ragt die Untersuchung „Die Arbeitslosen von Marienthal“ (1933) über die sozialpsychologischen Folgen von Erwerbsarbeit und Arbeitslosigkeit hervor. Daneben untersuchte sie den Antisemitismus und die Auswirkungen des McCarthyismus auf Akademiker in den USA.

    Lebensdaten

    Geboren am 26. Januar 1907 in Wien
    Gestorben am 28. April 2001 in Keymer (Sussex, England)
    Konfession jüdisch, seit 1925 konfessionslos
    Marie Jahoda, Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich (InC)
    Marie Jahoda, Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich (InC)
  • 26. Januar 1907 - Wien

    1918 - 1926 - Wien

    Schulbesuch (Abschluss: Matura)

    Realgymnasium Albertgasse

    1926 - 1928 - Wien

    Ausbildung zur Volksschullehrerin (Abschluss: Lehrbefähigung für Volksschulen)

    Pädagogisches Institut der Stadt

    1926 - 1932 - Wien

    Studium der Psychologie und Philosophie

    Universität

    ca. 1930 - ca. 1934 - Wien

    zeitweise Bibliothekarin

    Arbeiterbücherei im Karl-Marx-Hof

    1931 - 1937 - Wien

    Mitarbeiterin, zeitweilig Leiterin

    Österreichische Wirtschaftspsychologische Forschungsstelle

    1932 - Wien

    Promotion (Dr. phil.)

    Universität

    1933 - 1934

    Vorstandsmitglied

    Vereinigung sozialistischer Schriftsteller

    Herbst 1936 - Juli 1937 - Wien

    Verhaftung; Untersuchungshaft

    Polizeigefängnis Roßauer Lände; Landesgericht für Strafsachen

    1937 - 1945 - Südwales; London

    Exil; Stipendiatin; Projektmitarbeiterin

    u. a. Subsistence Production Scheme (Selbsthilfeprojekt für arbeitslose Bergarbeiter; P. E. Game Ltd. (Marktforschung); Radio Rotes Wien des British Foreign Office; National Institute of Social and Economic Research

    1945 - 1948 - New York City

    Forschungsassistentin Max Horkheimers (1895–1973) im Studies in Prejudice-Projekt

    American Jewish Committee

    1948 - 1949 - New York City

    Forschungsassistentin

    Bureau of Applied Social Research

    1949 - 1956 - New York City

    Associate Professor, seit 1953 Full Professor of Social Psychology

    New York University (NYU)

    1949 - 1956 - New York City

    Co-Direktorin

    Research Center for Human Relations der NYU

    1957 - 1958 - London

    Sabbatical

    1958 - 1965 - London

    Senior Lecturer in Psychology

    Brunel College of Technology

    1965 - 1973 - Brighton (England)

    Professor of Social Psychology

    University of Sussex

    1974 - 1995 - Brighton

    Senior Research Consultant; Visiting Professor

    Science Policy Research Unit der University of Sussex

    28. April 2001 - Keymer (Sussex, England)

    Herkunft und Ausbildung

    Jahoda wurde in eine assimilierte jüdische Familie der bürgerlichen Mittelschicht geboren. Der Vater war Anhänger des Sozialreformers Josef Popper-Lynkeus (1838–1921), die Mutter wurde durch den Ersten Weltkrieg zur Pazifistin. Jahoda besuchte von 1918 bis 1926 ein privates Mädchen-Gymnasium in Wien und engagierte sich in der Vereinigung sozialistischer Mittelschüler (VSM). Am 1. Mai 1926 sprach sie als Maturantin bei einer der von der Sozialdemokratischen Partei Österreichs veranstalteten Kundgebungen, was ihr eine Maßregelung des Schuldirektors eintrug.

    Zum Wintersemester 1926/27 schrieb sich Jahoda sowohl an der Universität Wien als auch am Pädagogischen Institut der Stadt Wien ein, an dem sie die Ausbildung zur Grundschullehrerin 1932 abschloss. Das Universitätsstudium der Psychologie und Philosophie beendete Jahoda 1932 bei Charlotte Bühler (1893–1974) und Karl Bühler (1879–1963) mit der Dissertation „Lebensgeschichtliche Protokolle der arbeitenden Klassen 1850–1930“ (gedr. 2017). Während ihres Studiums veröffentlichte Jahoda in sozialdemokratischen Organen über Fragen der Schulreform und in dem Magazin „Arbeit und Wirtschaft“ über Arbeitsfreude und Kapitalismus (1927). Sie hielt zwischen 1927 und 1934 regelmäßig Vorträge in sozialdemokratischen Vereinen und Parteisektionen über Lebensziele und Lebensformen des modernen Mädchens sowie Schule und Politik, nahm an einem Kongress sozialistischer Individualpsychologen teil, fungierte als Sekretär der VSM und organisierte sog. Ferienkolonien für Kinder und Jugendliche.

    Marienthal-Studie und Emigration

    Unter der Leitung ihres ersten Ehemanns Paul Lazarsfeld (1901–1976) führte Jahoda 1931/32 in Niederösterreich eine sozialpsychologische Untersuchung zur Arbeitslosigkeit durch, deren Ergebnisse sie im Frühjahr 1933 u. d. T. „Die Arbeitslosen von Marienthal. Ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langdauernder Arbeitslosigkeit“ veröffentlichte. Aus politischen Opportunitätsgründen verzichtete der Hirzel Verlag in Leipzig auf die Nennung der jüdisch klingenden Verfassernamen und gab stattdessen die herausgebende Institution an. Die Studie erhielt trotz der widrigen politischen Umstände rasch wissenschaftliche Anerkennung als eine der ersten sozialwissenschaftlichen Untersuchungen über die Folgen der Massenarbeitslosigkeit. Besondere Beachtung fand der Befund, dass die materielle Verelendung keineswegs Rebellion, sondern Apathie zur Folge hatte. Der lebendige Stil der ethnografisch dichten Schilderungen beeindruckte auch spätere Leser, die mit den zeitgenössischen Beobachtungen und Interpretationen weniger vertraut waren.

    1933 übernahm Jahoda von Lazarsfeld, der als Stipendiat der Rockefeller Foundation nach New York City übersiedelte, die Leitung der Österreichischen Wirtschaftspsychologischen Forschungsstelle in Wien. Nachdem im Februar 1934 alle sozialdemokratischen Organisationen verboten worden waren, gehörte Jahoda zum Führungszirkel der illegalen Partei Revolutionäre Sozialisten (RS), benutzte die Forschungsstelle als Postadresse für die RS und versteckte politische Aufzeichnungen in einem Bankschließfach. Nach einer Hausdurchsuchung in der Forschungsstelle wurde sie im Herbst 1936 wegen „Unterstützung der staatsfeindlichen Verbindung der Revolutionären Sozialisten“ festgenommen, verbrachte acht Monate in Untersuchungshaft und wurde im Juli 1937 unter der Bedingung, das Land zu verlassen, auf freien Fuß gesetzt.

    Im September 1937 emigrierte Jahoda nach England, wo sie als Sozialforscherin und politische Aktivistin tätig wurde. Unterstützt durch Stipendien und von Hilfsorganisationen übernahm sie weitere Aufträge zur Erforschung der Arbeitslosenselbsthilfe und von Fabriksarbeiterinnen, über die sie erste englischsprachige Abhandlungen verfasste. Zeitweilig wirkte sie an einem von britischer Seite betriebenen Radiosender „Radio Rotes Wien“ mit.

    Noch vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs reiste Jahoda in die USA, wo ihre Tochter und andere Familienmitglieder lebten. Aufgrund von Vorbehalten gegen jüdische Emigranten unter den Funktionären der Sozialistischen Partei Österreich und fehlender beruflicher Aussichten kehrte sie nicht nach Österreich zurück.

    Wissenschaftlicher Werdegang

    1945 wurde Jahoda Forschungsassistentin in einem von Max Horkheimer (1895–1973) geleiteten Projekt des American Jewish Committee, in dessen Rahmen sie mit dem Psychoanalytiker Nathan W. Ackerman (1908–1971) die Studie „Anti-semitism and Emotional Disorder. A Psychoanalytic Interpretation“ (1950) vorlegte, worin sie die These eines latenten Antisemitismus vertraten, der aus Unsicherheit über die eigene Person und Identität genährt werde.

    Nach ihrem Ausscheiden aus der Forschungsgruppe im Sommer 1948 arbeitete Jahoda für das Bureau of Applied Social Research der Columbia University, u. a. mit ihrem ersten Ehemann. Entscheidender wurde die Zusammenarbeit mit Robert K. Merton (1910–2003), mit dem sie Forschungen zur inter-ethnischen Integration durchführte. 1949 wechselte sie als Associate Professor, seit 1953 als Full Professor of Social Psychology an die New York University (NYU) und veröffentlichte Aufsätze zu den Auswirkungen der politischen Hysterie auf Wissenschaftler während der sog. McCarthy-Ära. Jahoda war die führende Autorin eines der ersten Lehrbücher der empirischen Sozialforschung („Research Methods in Social Relations“, 2 Bde., 1951/52).

    Trotz großer beruflicher Erfolge beschloss Jahoda während eines Sabbaticals 1957/58, nach England zurückzugehen. 1958 als Senior Lecturer in Psychology am Brunel College of Technology in London angestellt, wechselte sie 1965 als Gründungsprofessorin für Sozialpsychologie an die University of Sussex, der sie über ihre Emeritierung 1973 hinaus verbunden blieb. In dieser Zeit kehrte Jahoda zum Thema der Folgen von Arbeitslosigkeit zurück, arbeitete aber auch im Rahmen der Science Policy Research Unit über Zukunftsforschung, Sigmund Freuds (1856–1939) Theorien und interethnische Beziehungen.

    Wirkung und Rezeption

    Jahoda untersuchte aktuelle soziale Probleme mit empirischen Methoden. Fragen aus wissenschaftsinterner Perspektive hielt sie für weniger wichtig. Seit den 1950er Jahren fand sie in den USA, dann in Großbritannien und später in deutschsprachigen Ländern sowohl in der Sozialpsychologie als auch in der Soziologie Beachtung. Wegen der breiten Palette von Themen und Fragestellungen, die sie im Laufe ihres Lebens bearbeitete, wurde sie sowohl von jenen rezipiert, die sich mit Fragen der Konformität, der Integration von ethnischen Minderheiten und den latenten Funktionen von Erwerbsarbeit auseinandersetzten als auch von Zeithistorikern und Wissenschaftshistorikern, die Jahoda nicht nur als Zeitzeugin beachteten. Obwohl Jahoda in mehr als einem Umfeld jeweils die erste Frau war, die ein Sozialforschungsinstitut leitete bzw. zur Professorin ernannt wurde, gehörte sie nicht zu den Exponentinnen der (zweiten) Frauenbewegung der 1960er und folgenden Jahre. Die mehrfachen Ortswechsel führten zu einer begrenzten Zahl von Schülern. 1994 wurde eine nach Jahoda benannte Gastprofessur für Internationale Geschlechterforschung an der Universität Bochum eingerichtet; 2019 folgte hier die Gründung des Marie-Jahoda-Center for International Gender Studies. 2017 wurde unter der Leitung von Johann Bacher (geb. 1959), Waltraud Kannonier-Finster (geb. 1950) und Meinrad Ziegler (geb. 1951) eine deutschsprachige Ausgabe der Werke Jahodas begonnen, als deren erster Band die bis dahin unveröffentlichte Dissertation erschien.

    1973 Dr. h. c., University of Sussex (England)
    1973 Dr. h. c., University of Leicester (England)
    1975 Commander of the Order of the British Empire
    1980 Kurt Lewin Memorial Award Granted der Society for the Psychological Study of Social Issues
    1985 Dr. h. c., Universität Bremen
    1988 Dr. h. c., University of Stirling (Schottland)
    1992 auswärtiges Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences, Cambridge (Massachusetts, USA)
    1993 Preis der Stadt Wien für Geistes- und Sozialwissenschaften für das Jahr 1993
    1993 Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
    1994–2019 Marie-Jahoda-Gastprofessur, Universität Bochum
    1998 Dr. h. c., Universität Linz
    1998 Dr. h. c., Universität Wien
    1998 Jahoda-Tor, Universität Wien
    2003 Marie Jahoda-Schule, Wien
    2008 Marie-Jahoda-Gasse, Wien-Hernals
    2019 Marie-Jahoda-Center for International Gender Studies, Universität Bochum
    2021 Marie-Jahoda-Hof, Wien-Landstraße

    Nachlass:

    Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich, Graz. (weiterführende Informationen) (Nachlassverzeichnis als Onlineressource)

    Monografien:

    Lebensgeschichtliche Protokolle der arbeitenden Klassen 1850–1930. Dissertation 1932 hg. v. Johann Bacher/Waltraud Kannonier-Finster/Meinrad Ziegler, 2017. (Diss. phil.)

    Marie Jahoda/Paul F. Lazarsfeld/Hans Zeisel, Die Arbeitslosen von Marienthal. Ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langdauernder Arbeitslosigkeit, 1933, Neuaufl. 1975, engl. 1971, franz. 1981, korean. 1983, ital. 1986, span. 1996, norweg. 1997, ungar. 1999, poln. 2007, tschech. 2013, schwed. 2014. (weiterführende Informationen)

    Marie Jahoda/Nathan W. Ackerman, Anti-Semitism and Emotional Disorder. A Psychoanalytic Interpretation, 1950.

    Marie Jahoda/Morton Deutsch/Stuart W. Cook, Research Methods in Social Relations. With Especial Reference to Prejudice, 2 T., 1951/52.

    Current Concepts of Positive Mental Health, 1958.

    Race Relations and Mental Health, 1960.

    The Education of Technologists. An Explanatory Case Study at Brunel College, 1963.

    Christopher Freeman/Marie Jahoda u. a., Die Zukunft aus dem Computer? Eine Antwort auf „Die Grenzen des Wachstums“, 1973.

    Freud and the Dilemma of Psychology, 1977.

    Employment and Unemployment. A Socio-psychological Analysis, 1982.

    Aufsätze:

    The Migration of Psychoanalysis. Its Impact on American Psychology, in: Donald Fleming/Bernard Bailyn (Hg.), The Intellectual Migration. Europe and America, 1930–1960, 1968, S. 420–445.

    Sozialwissenschaft und soziale Realität. Ein persönliches Plädoyer, in: Friedrich Stadler (Hg.), Bausteine wissenschaftlicher Weltauffassung. Lectures Series/Vorträge des Instituts Wiener Kreis 1992–1995, 1997, S. 41–53.

    Nationalismus und Weltprobleme, in: Friedrich Stadler (Hg.), Wissenschaft als Kultur. Österreichs Beitrag zur Moderne, 1997, S. 19–27.

    Herausgeberschaften:

    Marie Jahoda/Richard Christie, Studies in the Scope and Method of „The Authoritarian Personality“. Continuities in Social Research, 1954.

    Marie Jahoda/Neil Warren, Attitudes. Selected Readings, 1966.

    Marie Jahoda/Christopher Freeman, World Futures. The Great Debate, 1978.

    Autobiografisches und Interviews:

    Ich habe die Welt nicht verändert. Gespräch mit Marie Jahoda, in: Mathias Greffrath (Hg.), Die Zerstörung einer Zukunft. Gespräche mit emigrierten Sozialwissenschaftlern, 1979, S. 95–136.

    The Psychology of the Invisible. An Interview, in: New Ideas in Psychology 4 (1986), Nr. 1, S. 107–118.

    „Ich habe die Welt nicht verändert.“ Lebenserinnerungen einer Pionierin der Sozialforschung, hg. v. Steffani Engler/Brigitte Hasenjürgen, 1997.

    Wie kommt man durchs Leben, Frau Jahoda, in: Die Zeit v. 10.6.1999, S. 10 f.

    Rekonstruktionen meiner Leben, hg. v. Johann Bacher/Waltraud Kannonier-Finster/Meinrad Ziegler, 2024. (autobiografische Texte, Korrespondenz, P)

    Werkausgabe:

    Werkausgabe in Einzelbänden, hg. v. Johann Bacher/Waltraud Kannonier-Finster/Meinrad Ziegler, bislang 5 Bde., seit 2017.

    Bibliografie:

    Reinhard Müller, Lebenslauf und Bibliografie Marie Jahoda, in: Marie Jahoda, Lebensgeschichtliche Protokolle der arbeitenden Klassen 1850–1930. Dissertation 1932 hg. v. Johann Bacher/Waltraud Kannonier-Finster/Meinrad Ziegler, 2017, S. 363–385.

    Werkbibliographie Marie Jahoda, Universität Hannover. (Onlineressource)

    Monografien:

    Christian Fleck, Rund um „Marienthal“. Von den Anfängen der Soziologie in Österreich bis zu ihrer Vertreibung, 1990.

    Reinhard Müller (Hg.), Marie Jahoda. 1907–2001. Pionierin der Sozialforschung. Katalog zur Ausstellung des Archivs für die Geschichte der Soziologie in Österreich an der Universitätsbibliothek Graz vom 3. Juni bis zum 2. August 2002, 2002. (Qu, P)

    Klaus Kocks/Sabine Meck, Empirische Sozialforschung: nicht beweisen, entdecken! Milieus, Motive, Methoden der Marie Jahoda, 2005.

    Aufsätze und Beiträge:

    Christian Fleck, Marie Jahoda (geb. 1907). Lebensnähe der Forschung und Anwendung in der wirklichen Welt, in: Claudia Honegger/Theresa Wobbe (Hg.) Frauen in der Soziologie. Neun Porträts, 1998, S. 258–286, 326–333 u. 382–387.

    Monika Schlegel, Marie Jahoda. Reale Welt als Herausforderung, in: Rosemarie Nave-Herz (Hg.), Die Geschichte der Familiensoziologie in Portraits, 2010, S. 127–152.

    Christian Fleck, Marie Jahoda. Ein Porträt, in: Johann Bacher/Waltraud Kannonier-Finster/Meinrad Ziegler (Hg.), Marie Jahoda. Lebensgeschichtliche Protokolle der arbeitenden Klassen 1850–1930. Dissertation 1932, 2017, S. 267–361.

    Christian Fleck, Lazarsfeld’s Wives, or: What happened to Women Sociologists in the 20th Century, in: International Review of Sociology 31 (2021), H. 1, S. 49–71.

    Christian Fleck, Politisch engagiert, am Beispiel Marie Jahoda, in: Johann Bacher/Waltraud Kannonier-Finster/Meinrad Ziegler (Hg.), Akteneinsicht. Marie Jahoda in Haft, 2022, S. 167–230.

    110 Fotografien, 1902–1997, Nachlass, Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich, Graz.

    Fotografie v. Barbara Gindl (geb. 1962), 24.11.1993, Österreichische Nationalbibliothek, Wien, Bildarchiv und Grafiksammlung, APA_19931124_PD0006. (Onlineressource)

    Fotografie v. Hans Klaus Techt, 12.6.1995, Österreichische Nationalbibliothek, Wien, Bildarchiv und Grafiksammlung, APA_19950612_PD0003. (Onlineressource)

    Denkmal v. Catrin Bolt (geb. 1979), 2016, Arkadenhof der Universität Wien.

  • Autor/in

    Christian Fleck (Graz)

  • Zitierweise

    Fleck, Christian, „Jahoda, Marie“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.04.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118866451.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA