Lebensdaten
1786 bis 1862
Geburtsort
Ludwigsburg
Sterbeort
Weinsberg
Beruf/Funktion
Dichter ; Arzt
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 118561545 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kerner, Justinus Andreas Christian
  • Kerner, Andreas J.
  • Kerner, Andreas Justinus Christian
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Verknüpfungen

Visualisieren

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Aus dem Register von NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Kerner, Justinus, Indexeintrag in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd118561545.html [26.08.2016].

CC0

Kerner, Justinus

Dichter und Arzt, * 18.9.1786 Ludwigsburg, 21.2.1862 Weinsberg.

  • Genealogie

    Aus altwürtt. Beamtenfam.; V Christoph Ludwig (1744–99), Oberamtmann (Reg.rat) in L. u. Maulbronn, S d. Georg (1707–66), hohenzollern. Rat, Oberamtmann in Göppingen, u. d. Ludovike Böcklen; M Friederike Luise (1750–1817), T d. Joh. Friedrich Stockmayer (1724–77), Kammerprokurator und Regierungsrat in Stuttgart, und d. Wilhelmine Luise Herpfer; Tante-m Christiane ( Karl Elsäßer, 1746–1815, Prof. d. Rechte in Erlangen, dann an d. Hohen Carlsschule in Stuttgart, s. ADB VI); B Georg (1770–1812), Sekr. d. Diplomaten Karl Gf. Reinhard, seit 1803 Arzt in Hamburg (s. L), Louis (1773–1837), Garnisonspfarrer auf d. Feste Hohenasperg, Pfarrer in Hohenmemmingen, Karl (s. 2); Schw Christiane Ludovike ( Pfarrer Zeller in Wiernsheim), Wilhelmine (1782–1864, Pfarrer Joh. Jakob Steinbeis in Ölbronn); - Enzweihingen 1813 Friederike (1786–1854), T d. Philipp Friedrich Ehemann ( 1805), Präzeptor am Seminar Denkendorf, 1798 Stadtpfarrer in Großbottwar, u. d. Dorothea Kapff; 1 S, 2 T Theobald (s. 3), Marie (1813–86, Emil Niethammer, 1809–47, Stadtarzt v. Heilbronn), Emma (1822–95, Pfarrer Friedrich Gsell); N 2. Grades Hermann Hauff ( 1865), Redakteur, Wilhelm Hauff ( 1827), Schriftsteller (beide s. NDB VIII).

  • Leben

    K. verlebte seine Kinderjahre, von denen er 1849 in seinem „Bilderbuch aus meiner Knabenzeit“ eine anekdotenreiche, aber auch zeit- und kulturgeschichtlich reizvolle Schilderung gegeben hat, in Ludwigsburg. Zu seinen frühsten Erinnerungen zählten die abendlichen Besuche des aus der Haft entlassenen Dichters Ch. F. D. Schubart im Elternhaus. Die Übersiedlung nach Maulbronn, wo der Vater 1795 die Leitung der Oberamtei übernahm, brachte dem Knaben in der von neuem Leben erfüllten mittelalterlichen Klosteranlage und der sie umgebenden freien Natur eine seiner Phantasie und seinem Erkundungsdrang weit gemäßere Atmosphäre, als er sie in der leergewordenen Residenzstadt hatte finden können. Unterricht erteilten ihm Lehrer und ältere Schüler des Konvikts, in Mußestunden auch der Vater. Ein nervöses Magenleiden führte, durch falsche ärztliche Behandlung verschlimmert, zu einer schweren gesundheitlichen Krisis, bis nach fast einem Jahr dem Magnetiseur Eberhard Gmelin die Heilung gelang. Im „Bilderbuch“ hat K. aus dem damals in ihm geweckten Divinationsvermögen sein späteres Interesse für parapsychologische und okkulte Phänomene herleiten wollen. Der Tod des Vaters zwang die Familie 1799 zur Rückkehr nach Ludwigsburg. Dort besuchte K. zunächst das Gymnasium, mußte jedoch aus wirtschaftlichen Gründen 1802 eine Kaufmannslehre beginnen. Gegen die Eintönigkeit der Arbeit und die bedrückenden Zustände in der mit Gefängnis und Irrenanstalt verbundenen herzoglichen Tuchfabrik suchte er sich durch heimliches Verseschreiben zu schützen. Schließlich erwirkte ihm K. Ph. Conz im Herbst 1804 die Erlaubnis zum Studium in Tübingen. Seine wichtigsten medizinischen Lehrer wurden Ferdinand Gottlieb Gmelin, K. Fr. Kielmeyer und Johann Heinrich Ferdinand Autenrieth, durch den er zeitweilig Hölderlin als Patienten zur Beobachtung und Behandlung zugewiesen erhielt. Die schnell geschlossene Freundschaft mit Ludwig Uhland erweiterte sich bald zu einem Schwäbischen Romantikerkreis, dem unter anderem Heinrich Köstlin, Karl Mayer, Friedrich Kölle, Hermann Gmelin und Heinrich Breslau angehörten; K. A. Varnhagen von Ense trat im Winter 1808/09 hinzu. Ein Anfang 1807 gegründetes, allsonntäglich in dem von K. bewohnten „Neuen Bau“ handschriftlich ausgelegtes „Sonntagsblatt für gebildete Stände“ sollte der klassizistischen Richtung des von F. C. Weißer und F. Haug redigierten Cottaschen „Morgenblatts“ die künstlerischen Bestrebungen der jungen Generation gegenüberstellen. Die ersten gedruckten Gedichte K.s erschienen in Seckendorffs Musenalmanach (1807) und in Armins „Zeitung für Einsiedler“ (1808). Nachdem er Ende 1808 mit einer Untersuchung über die Funktion einzelner Teile des Gehörs promoviert hatte, reiste er im Frühjahr nach Hamburg, wo er in den von seinem Bruder Georg geleiteten Krankenanstalten Gelegenheit zur praktischen Fortbildung erhielt. Bei einem Besuch in Berlin machte er die Bekanntschaft Fouqués und Chamissos. Den Winter 1809/10 verbrachte er in Wien. Dort traf er wieder mit Varnhagen zusammen, verkehrte im Hause Friedrich Schlegels und begegnete auch Beethoven. Den poetischen Ertrag der Reise enthalten die „Reiseschatten von dem Schattenspieler Luchs“ (1811; Neuausgg. mit einem Nachwort von H. Hesse, 1913; von W. P. H. Scheffler, 1964). Nach seiner Rückkehr begann K. seine ärztliche Tätigkeit in Dürrmenz bei Mühlacker, übernahm jedoch schon im Januar 1811 die Stelle des Badearztes in Wildbad. Hier entstand, angeregt durch Grimmelshausens „Der erste Bärnhäuter“, das Schattenspiel „Der Bärenhäuter im Salzbade“, das erst 1835 mit Zusätzen in Lenaus „Frühlingsalmanach“ erschien; weiterhin besorgte er mit Unlands Hilfe einen „Poetischen Almanach auf das Jahr 1812“ (1811) und verfaßte die naturgeschichtlich-topographische Schrift „Das Wildbad im Königreich Württemberg“. 1812 wurde K. Unteramtsarzt in Welzheim (Schwäbischer Wald), 1815 Oberamtsarzt in Gaildorf, bevor er 1819 in Weinsberg seine bleibende Wirkungsstätte fand. In dem 1822 von ihm erbauten Arzthaus unterhalb der Burgruine Weibertreu, mit Garten, „Geisterturm“ und „Alexanderhäuschen“, pflegte er Jahrzehnte hindurch jene spätromantisch-biedermeierliche, halb idyllische, halb weltschmerzlerische Gastlichkeit, die ihn berühmter gemacht hat als seine Dichtungen. Ermöglicht wurde sie ihm nur durch die Lebenstüchtigkeit und selbstlose Liebe seiner Gattin Rikkele. Unter den Dichtern und Wissenschaftlern, die K. besuchten, oft auch längere Zeit bei ihm wohnten, befanden sich – außer den Jugendfreunden – Tieck, Arnim, Loeben, Wilhelm Müller, G. Schwab, Mörike, D. F. Strauß, F. Th. Vischer, Fr. List, G. H. Schubert und Ennemoser. Am nächsten standen ihm Lenau und Graf Alexander von Württemberg. Angehörige des hohen Adels beherbergte er ebenso wie wandernde Handwerksgesellen, Patienten und polnische Flüchtlinge. Die Freundschaft mit Uhland war mehrfach durch weltanschauliche und politische Gegensätze gefährdet, bewährte sich jedoch im rein Menschlichen bis zum Tode. K.s Neigung zu Schwermut und Lebensüberdruß, verstärkt durch die Furcht vor gänzlicher Erblindung, nahm nach dem Tod seiner Frau weiter zu und überschattete seine letzten Lebensjahre.

    Lied und Ballade waren die lyrischen Dichtarten, die K. unter dem Einfluß des „Wunderhorns“ früh ausbildete und über die er, sieht man von einigen Sonetten und den vielen Gelegenheitsgedichten seiner späten Sammlungen („Der letzte Blüthenstrauß“, 1852; „Winterblüthen“, 1859) ab, kaum hinausgelangt ist. Die begrenzten Variationsmöglichkeiten der Volksliedstrophe, anspruchslose Reime, vertraute oder zumindest unmittelbar verständliche Bilder genügten seinem Ausdrucksverlangen. Nur wenige Naturgedichte und Wanderlieder – darunter das volkstümlich gewordene „Wohlauf! noch getrunken/Den funkelnden Wein!“ – sprechen in steigendem Rhythmus Lebensfreude, Glückserfahrung und Lust an der Ferne aus; fast alle sind, wie die Klänge der Äolsharfe und der von K. meisterhaft gespielten Maultrommel, auf den Schmerz als den „Grundton der Natur“ gestimmt. In retardierendem, langsam fallendem Rhythmus wandeln sie die Themen Abschied („Alte Heimat“), Erinnerung an Verlorenes („Auf das Trinkglas eines verstorbenen Freundes“), Ruheverlangen („Zur Ruh, zur Ruh“) und Todesnähe ab („Der Wanderer in der Sägmühle“). Zur Erfahrung des Lebens als Verirrtsein eines hilflosen Kindes, als Krankheit und Sehnsucht nach Erlösung durch die Rückkehr in den mütterlichen Schoß der Natur trat ein Zivilisationspessimismus („Im Grase“, „Im Eisenbahnhofe“) hinzu, dem Gottfried Keller seine „Erwiderung“ („Dein Lied ist rührend, stiller Sänger“) entgegenstellte. K.s Balladendichtung bevorzugte totenmagische Motive („Die Mühle steht stille“), Sage („Der reichste Fürst“) und Legende („Der Geiger von Gmünd“). Sangbarkeit nach bekannten Melodien und Friedrich Silchers schlichte Vertonungen haben eine Anzahl K.scher Gedichte volkstümlich erhalten. Ihre „geheimnisvolle überirdische Kraft“, durch die „schon jedes Wort ein Sphärenton ist“, regte Robert Schumann zu seinem Zyklus „Zwölf Lieder von J. K.“ opus 35 (1840) an. Einzelkompositionen von Hugo Wolf und Richard Strauß sind ihm gefolgt.

    Die Camera obscura als Spielzeug der Kinderzeit, eine Vorführung von Ombres chinoises in Tübingen und das Hamburger Marionettentheater gaben die formalen Anreize zu den „Reiseschatten“, die als bedeutendste Prosadichtung der schwäbischen Romantik angesehen werden dürfen. „Schattenbriefe“ von der Reise 1809/10 bildeten ihre Vorstufe.|Der Titel bezeichnet die Stilform: das Phantasmagorische in der losen Reihung der „Vorstellungen“, die schnell vorüberziehende Bilder- und Szenenfolge, die Stimmungsumschwünge, den Wechsel von Märchenwelt und Alltagswirklichkeit, die Silhouettenhaftigkeit der Figuren, das Trennen und Ineinanderfließen. Als Schattenspiele im Sinne der gattungstheoretischen Forderungen Uhlands sind nur „König Eginhard“ und „Der Totengräber von Feldberg“ ausgeführt, mit dem „Krippenspiel von Nürnberg“ hat K. die primitive Form des unbewegten Einpersonen-Puppenspiels nachgebildet. Selbstbiographisches mischt sich in den erzählenden Teilen mit Themen der Volksbücher und Volksballaden, zeitgenössische Einwirkungen weisen auf Wackenroder, Tieck, Brentano und Jean Paul. Die meisten Lieblingsmotive der Romantik hat K. in den „Reiseschatten“ aufgegriffen und bunt durcheinander gemischt. Dabei räumte er drastisch komischen Szenen neben Stimmungslandschaften und altdeutschen Städtebildern breiten Raum ein. Er benutzte sie als Literatursatire gegen die „Plattisten“ des „Morgenblatts“, karikierte darin K. Ph. Conz als Poeten Haselhuhn und scheute selbst vor einer Verspottung Hölderlins in der Gestalt des wahnsinnigen Dichters Holder nicht zurück. Trotz dieser Taktlosigkeit in Form einer Groteske, die auch später in seinem ärztlichen Umgang mit Geisteskranken zuweilen hervortrat fehlte es ihm nicht an Gespür für Hölderlins poetischen Rang: Die erste Aufforderung zur Sammlung verstreuter oder ungedruckter Gedichte ist 1820 von ihm ausgegangen.

    Im „Deutschen Dichterwald“, dem zweiten und letzten Almanach der schwäbischen Romantik, veröffentlichte K. 1813 das Märchen „Goldener“. Uhlands erfreute Zustimmung verwandelte sich in entschiedene Ablehnung, als er das Manuskript der Erzählung „Der Wanderer zum Morgenrot“ erhielt, in deren 1. Kapitel das Märchen eingefügt war. Angeregt von Novalis, der romantisierten Theosophie Jakob Böhmes und G. H. Schuberts „Ansichten von der Nachtseite der Naturwissenschaft“ führte das Geschehen in ihr auf geheimnisvolle Weise aus dem Leiden an der Unvereinbarkeit des inneren und äußeren Lebens zur Verklärung der physischen Auflösung im Tode. Daß K. im Sterben den Sinn des Lebens finden wollte, erregte Uhlands heftigen Widerwillen. In der Umarbeitung für den Druck unter dem Titel „Die Heimatlosen“ (1816) mag K. zwar mesmeristische Züge gestrichen haben, doch blieb das beherrschende Motiv der sympathetischen Einflüsse und Wirkungen ungeschmälert erhalten. Von hier aus führte unmittelbar der Weg zu K.s okkultistischen Schriften. Indem er Somnambulismus, Siderismus, Wahrträume, Hellsehen und Visionen als Erscheinungsformen des höheren inneren Lebens auffaßte, geriet er in das schwerwiegende Dilemma, durch ärztliches Bemühen um Gesundung diesem höheren Leben mit dem Ziel der Zurückholung in das gemeine äußere Leben entgegenzuwirken, was in dem quälenden Bild vom aufgespießten Schmetterling zum Ausdruck kam. Andererseits mußte es auch humane Bedenken erregen, wenn er, um wissenschaftliches Beweismaterial zu gewinnen, Entrückungszustände bei den ihm anvertrauten Kranken absichtlich hervorzurufen und zu steigern suchte. 1826-28 lebte Friederike Hauffe, die „Seherin von Prevorst“, als Patientin in seinem Hause. Durch ihre von K. als Tatsachen bewerteten Schilderungen ihrer Visionen gelangte er zu der Überzeugung von der körperhaften Existenz einer Geisterwelt. Seine pneumatologischen Veröffentlichungen beschränkten sich vorwiegend auf die Mitteilung von Beobachtungen, Beschreibung von Experimenten und eine unkritisch ausgebreitete Dokumentation, während er die spekulativen Ausdeutungen, soweit sie über die im paulinischen Christentum angelegten Lehren vom „Nervengeist“ und von einem „Mittelreich“ hinausgingen, weithin A. C. A. Eschenmayer und J. Görres überließ.

  • Werke

    Weitere W Gedichte, 1826; Die Dichtungen, 1834; Dichtungen, 31841; Die lyr. Gedichte, 41848; Das Bilderbuch aus m. Knabenzeit, Erinnerungen a. d. J. 1786-1804, 1849, hrsg. v. Gerh. Fischer, 1957, mit e. Vorwort hrsg. v. E. Ackerknecht, 1957; Kleksographien, mit Ill. nach d. Vorlagen d. Vf., 1890; Gesch. zweier Somnambülen, 1824; Die Seherin v. Prevorst, Eröffnungen üb. d. innere Leben des Menschen u. üb. d. Hereinragen e. Geisterwelt in d. unsere, 1829, neu hrsg. u. mit e. Vorwort v. J. Bodamer, 1958, 31973; Bll. aus Prevorst. Originalien u. Lesefrüchte f. Freunde d. inneren Lebens, 1-12. Slg., 1831-39; Geschichten Besessener neuerer Zeit, 1834; Gesch. d. Mädchens v. Orlach, 1834 (Raubdr. aus: Geschichten Besessener, S. 20-58), neu hrsg. u. mit Einl. versehen v. H. Freimark, 1922; Eine Erscheinung aus d. Nachtgebiete d. Natur, 1836; Magikon, Archiv f. Beobachtungen a. d. Gebiete d. Geisterkde. u. d. magnet. u. mag. Lebens, 5 Bde., 1840-53; Die somnambülen Tische, 1853; Franz Anton Mesmer aus Schwaben, Entdecker d. tier. Magnetismus, 1856; Sämtl. poet. Werke, 4 Bde., hrsg. v. J. Gaismaier, 1905/06; Werke, 6 T. in 2 Bdn., hrsg. v. R. Pissin, 1914; Das Sonntagsbl. f. gebildete Stände, hrsg. v. B. Zeller, 1961; Gedichte, hrsg. v. E. Kunter, 1948; Gedichte, ausgew. u. mit e. Nachwort versehen v. E. Ackerknecht,|1958; Der Totengräber v. Feldkirch [sic!], 1934; Das Leben d. J. K., erz. v. ihm u. s. Tochter Marie, hrsg. v. K. Pörnbacher, 1967, S. 9-243 (P); Magikon, Bll. aus Prevorst, 1961 (bearb. v. d. Ges. f. Geistforschung Zürich mit weitgehenden Eingriffen in d. Text). - Briefe: J. K.s Briefwechsel mit s. Freunden, hrsg. v. Theobald Kerner (S) u. E. Müller, 2 Bde., 1897; J. K. - Ottilie Wildermuth, Briefwechsel 1853–62, hrsg. v. A. Wildermuth, 1927, 21960; J. K. u. s. Münchener Freundeskreis, Eine Slg. v. Briefen, hrsg. v. F. Pocci, 1928 (P); Aus d. Kreise d. schwäb. Romantik, Unveröff. Briefe v. J. K. (an Heinrich Köstlin), mitget. v. H.-O. Burger, in: Euphorion 30, 1929, S. 332-65; Letters of J. K. to Gf. Alexander v. Württemberg, ed. by L. A. Willoughby with an introduction by D. Hudson, 1938; Ein unbek. Briefwechsel J. K.s mit J. H. Fichte, hrsg. u. eingeh v. H. Ehret, 1962; Unlands Briefwechsel, hrsg. v. J. Hartmann, Bd. 1-4, 1911-16; Hölderlin, Sämtl. Werke, Stuttgarter Hölderlin-Ausg., VII: Dokumente, hrsg. v. A. Beck, 2. T., 1972, 3. T., 1974. - Hs. Nachlaß: Marbach, Dt. Lit.archiv (Bestandsverz. v. W. Volke, in: Jb. d. Dt. Schiller-Ges. 6, 1962, S. 554-615); Stuttgart, Württ. Landesbibl. (Bestandsverz. v. M. Müller, ebd. 8, 1964, S. 391). - Museum: Weinsberg, Kernerhaus (K. Seeber, Führer durch d. Kernerhaus in Weinsberg, 1966; Mitt. d. J. K.-Ver. Weinsberg, H. 1 ff., 1964 ff.).

  • Literatur

    ADB 15; W. Hagen, in: Lb. aus Schwaben u. Franken IX, 1963 (W, L, P); Th. Kerner (S), Das Kernerhaus u. s. Gäste, 21897; D. F. Strauß, J. K., Zwei Lb. a. d. J. 1839 u. 1862, Erl. u. Nachwort v. H. Niethammer, 1953; H. O. Burger, Schwäbische Romantik, 1928, S. 49-75, 138-54; H. Straumann, J. K. u. d. Okkultismus in d. deutschen Romantik, 1928; H. Büttiker, J. K., Ein Btr. z. Gesch. d. Spätromantik, Diss. Zürich 1952; E. Staiger, J. K. „Der Wanderer in d. Sägemühle“, in: ders., Die Kunst d. Interpretation, 1955, S. 215-21; B. Tecchi, Svevi Minori: J. K., in: Studi germanici (n. s.) II, 1964, n. 3, S. 3-37; A. P. Cottrell, J. K. „Der Grundton d. Natur“, in: The German Quarterly 39, 1966, S. 173-86; P. Lahnstein, Bürger u. Poet, Dichter aus Schwaben als Menschen ihrer Zeit, 1966, S. 117-52 (P); H. Gehrts, Das Mädchen v. Orlach, 1966; G. Storz, Schwäbische Romantik, 1967, S. 24 ff., 49-58; L. B. Jennings, Der aufgespießte Schmetterling, J. K. u. d. Frage d. psych. Entwicklung, in: Antaios 10, 1968/69, S. 109-31; ders., Probleme um K.s „Seherin v. Prevorst“, ebd., S. 132-38; W. Kretschmer, Rationale u. myst. Züge bei J. K., ebd., S. 139-54; H. Gehrts, Märchenwelt u. Kernerzeit, ebd., S. 155-183; H. Rölleke, J. K., L. Unland u. Des Knaben Wunderhorn, in: Zeiten u. Formen in Sprache u. Dichtung, Festschr. f. F. Tschirch, 1972, S. 278-89; H. Fröschle, J. K. u. L. Uhland, Gesch. e. Dichterfreundschaft, 1972; Goedeke VIII; Kosch, Lit.-Lex. - Zu B Georg:ADB 15; A. Wohlwill, G. K., 1886; W. Lang, Aus G. K.s Sturm- u. Wanderj., in: Von u. aus Schwaben, 1. H., 1885, S. 55-90.

  • Portraits

    Gem. v. A. Bruckmann, 1848 (Marbach, Schiller-Nat.mus., Leihgabe d. Staatsgal. Stuttgart), Abb. b. Rave; Gem. v. O. d'Albuzzi, 1852 (Weinsberg, Kernerhaus); - Zeichnungen: v. C. Müller, 1834 (Marbach, Schiller-Nat.mus.), Abb. b. Hagen, s. Lv. A. Duttenhofer, 1840 (ebd.), Abb. b. Könneke u. Wilpert, Literatur in Bildern; v. G. Zell, 1852 (ebd.), Abb. in: Dichter aus Schwaben, Führer durch d. Schiller-Nat.mus., 1964; v. F. Pocci, Abb. in: J. K. u. s. Münchener Freundeskreis, 1928.

  • Autor

    Adalbert Elschenbroich
  • Empfohlene Zitierweise

    Elschenbroich, Adalbert, "Kerner, Justinus" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 524-527 [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118561545.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

Kerner, Justinus

  • Leben

    Kerner: Justinus Andreas Christian K., Arzt und Dichter, wurde am 18. September 1786 zu Ludwigsburg als Sohn des dortigen Oberamtmanns und jüngerer Bruder von Georg K. (s. d.) geboren. Im J. 1795 zog die Familie nach Maulbronn und nach des Vaters vier Jahre später erfolgtem Tode wieder nach Ludwigsburg. K. trat bei der dortigen herzoglichen Tuchfabrik in die Lehre; durch Unterstützung des Tübinger Professors Conz wurde es ihm aber möglich gemacht, seinen Hang zum Studium der Natur zu befriedigen. Er studirte von 1804 an in Tübingen Medicin. Er war daselbst außer mit Varnhagen namentlich auch mit dem ein Jahr jüngeren Uhland eng befreundet, eine Freundschaft, welche auf gemeinsamer poetischer Neigung beruhte und trotz der weit auseinandergehenden Naturen und Gesinnungen beider Dichter, namentlich ihrer ganz verschiedenen politischen Ansichten, bis zum Tode festgehalten hat (beide starben im nämlichen Jahre). K. erwarb sich am 20. December 1808 den Grad eines Dr. med. mit einer Dissertation "De functione singularum partium auris", und trat hierauf im April 1809 eine längere wissenschaftliche Reise an, die ihn nach Hamburg und Wien führte. Im Mai 1810 kehrte er nach Württemberg zurück und ließ sich im October 1810 in Dürrmenz, im Januar 1811 in Wildbad als praktischer Arzt nieder. Im Januar 1812 ging K. nach Welzheim, wo er sich im Februar 1813 verheirathete, im Frühjahr 1815 als Oberamtsarzt nach Gaildorf und am 19. Januar 1819 in derselben Eigenschaft nach Weinsberg. Dort lebte er (von 1851 an im Ruhestand) in seinem 1822 erbauten eigenen Hause, das außer manchen Dichtern und Dichterfreunden, die seine grenzenlose Gastfreundschaft genossen, auch verschiedene von ihm zur Beobachtung und Kur aufgenommene Nervenkranke beherbergte, bis zu seinem Tode, der am 21. Februar 1862 in Folge einer Grippe eintrat.

    K. war als Schriftsteller sehr fruchtbar und zwar nicht allein auf dem Gebiete der Poesie, sondern ebenso sehr oder noch mehr auf dem seines praktischen Berufs. Als Nichtmediciner muß ich mich hier auf ein kurzes Referat beschränken. Resultate eingehender, durch den Aufenthalt Kerner's in Welzheim und Gaildorf veranlaßter Studien waren die Schriften: "Neue Beobachtungen über die tödtlichen Vergiftungen durch den Genuß geräucherter Würste" (1820) und "Das Fettgift, oder die Fettsäure und ihre Wirkung auf den thierischen Organismus" (1822), denen 1815 sein Aufsatz "Ueber das Wurstgift" in den "Tübinger Blättern für Naturwissenschaft und Arzneikunde". Bd. III, vorangegangen war. Mehr praktische Tendenz hatten die Schriften "Ueber die Besetzung der Physikate" (1817) und "Sendschreiben an die Bürger des Oberamts Weinsberg, in Betreff der uns drohenden Cholera" (1831; im selben Jahr gab K. eine Schrift des Arztes Harst über die Cholera heraus). Am bekanntesten ist aber der Arzt K. geworden durch seine spiritistischen Schriften. Auf irgend eine Discussion ihres Werthes oder Unwerthes kann ich freilich nicht eingehen. Nervöse Constitution, frühe ausgetretene Krankheitserscheinungen eigenthümlicher Art an der eigenen Person, ein melancholischer Zug zu den "Nachtseiten der Natur", der auch den Dichter K. kennzeichnet, sowie der Umstand, daß er selbst mehrere somnambüle Personen zur Behandlung bekam, darunter namentlich die durch ihn berühmt gewordene "Seherin von Prevorst" (einem Dorfe nicht weit von Weinsberg), die 1828—29|in seinem Haus wohnte — alles das mußte den gemüthvollen und leicht erregbaren Mann in die spiritistische Richtung bringen und darin bestärken, wozu noch die Verbindung mit dem Tübinger Philosophen Eschenmayer beitrug. Die lebhafte Phantasie und der Humor des Dichters mögen sich manchmal in diese Studien eingemischt und mit diesen Vorstellungen ihr Spiel getrieben haben; aber von der Anschuldigung bewußter Fälschung ist K. entschieden freizusprechen. In diese Richtung seiner Studien gehören: "Geschichte zweier Somnambülen", zuerst 1824; "Die Seherin von Prevorst", 1829, seither noch 4 mal aufgelegt; "Blätter aus Prevorst", 1.—12. Sammlung 1831—1839, die Fortsetzung davon bildet "Magikon. Archiv für Beobachtungen aus dem Gebiete der Geisterkunde und des magnetischen Lebens", 1.—5. Bd., 1840—1853; "Geschichten Besessener neuerer Zeit", 1834; "Gesichte des Thomas Ignaz Martin, Landmanns zu Gallardon, über Frankreich und dessen Zukunft", 1835; "Eine Erscheinung aus dem Nachtgebiete der Natur", 1836; "Nachricht von dem Vorkommen des Besefsenseyns", 1836; "Die somnambülen Tische", 1853; "Fr. A. Mesmer, der Entdecker des thierischen Magnetismus", 1856. — Auf festerem Boden steht K. in seinen Schriften über Geschichte und Landeskunde Württembergs. Noch mit seiner medicinischen Thätigkeit hängt zusammen: "Das Wildbad im Königreich Würtemberg", von 1813 bis 1839 viermal aufgelegt; die Schrift schildert außer dem berühmten Bade selbst auch die landschaftliche Umgebung. 1817 gab K. heraus: "Herzog Christophs (von Württemberg) Leben, geschrieben von seinem Beichtvater (nach dem Drucke von 1660)." Besonderes Verdienst erwarb er sich um die Auffrischung der localen Traditionen Weinsbergs. Wie er die Erinnerung an die Sage von der Weibertreue dadurch wach zu erhalten bemüht war, daß er die zerfallene Burg, soweit es möglich war, vor dem Untergang schützte, sie zugänglich machte und durch Anlagen verschönerte, so hat er auch das Andenken an den Bauernkrieg erneuert durch das Schriftchen "Die Bestürmung der württ. Stadt Weinsberg durch den hellen christlichen Haufen i. J. 1525" (1821, 2. Aufl. 1848). An den politischen Bewegungen seiner Zeit und seines Landes hat K. sich wenig betheiligt und lediglich als Gefühlspolitiker, weshalb seine vollständig entgegengesetzte Stellung auch das Freundschaftsverhältniß zu Uhland nicht zu trüben im Stande war. Vor Allem aber ist hier zu nennen Kerner's reizende autobiographische Schrift "Das Bilderbuch aus meiner Knabenzeit. Erinnerungen aus d. J. 1786—1804" (1849 erschienen). Sehr anziehend und romantisch geschrieben, voll Empfindung und Humor, ist das Buch zugleich eine Fundgrube altwürttembergischer Erinnerungen; leider hört es da auf, wo für den wissenschaftlichen Biographen der wichtigere Theil anfangen würde, bei Kerner's Abgang auf die Universität. — Als Kuriosum und Beweis für Kerner's große Geistesgewandtheit mag noch erwähnt sein, daß er für den Gebetswunderthäter Alexander Fürsten von Hohenlohe eine Anzahl von Fastenpredigten schrieb, welche dieser 1836 unter seinem eigenen Namen herausgab; wie denn auch in manchen seiner Gedichte der gläubig protestantische K. bewiesen hat, wie leicht es ihm gelang, sich in die Welt des Katholicismus zu versetzen. — Das eigentliche Centrum von Kerner's Wesen, seine höchste Begabung und seine dauernde Bedeutung liegt in der Poesie und innerhalb derselben wiederum in der Lyrik. Will man ihm seine Stelle in der Geschichte der deutschen Poesie anweisen, so muß man von der Romantik in ihrer späteren Periode ausgehen. In ihr liegt, wie Uhland's, so auch Kerner's Ausgangspunkt; nur daß die Wege beider weit auseinandergehen und zwar so, daß K. der echte Romantiker geblieben ist. Phantastischer Humor und grübelnde Mystik, liebevolles Umfassen der Dinge und tändelndes Spielen mit denselben, Weltflucht und Weltliebe wohnen bei ihm hart neben einander; was ihn aber vor anderen Romantikern rühmlich auszeichnet, ist ein|warmes und bei aller Neigung zur Melancholie stets unverbittertes, bei allem satirischen Humor wohlwollendes Gemüth, in dem diese Gegensätze ihre Versöhnung finden. Am meisten gehölt K. der Romantik in seinen erzählenden Werken an. In erster Linie sind da die "Reiseschatten" zu nennen, welche 1811 als Kerner's erstes Buch erschienen; eine durchaus phantastische Reihe von dissolving views, mit manchen persönlichen Beziehungen, als Ganzes allzu ungeordnet, aber im Einzelnen oft von bedeutender Schönheit. Neigen die "Reiseschatten" mehr nach der Seite des lustigen Humors, so ist das Märchen "Die Heimathlofen" (zuerst 1816 im Morgenblatt) bei nicht minderer Phantastik durchaus von der sentimentalen Gattung. Daran reihen sich zwei kleine, phantastische dramatische Arbeiten: "Der Bärenhäuter im Salzbade", worin K. seinen Geisterspuk selbst ironisirt (1837 aus Lenau's Frühlingsalmanach besonders abgedruckt), und "Der Bär" oder "Die Bärenritter", ein mit Uhland gemeinsam verfaßtes komisches Singspiel. — Gewiß am bedeutendsten ist K. als Lyriker; lyrisch gefärbt sind auch die erwähnten Schriften überall, wo die unmittelbare Empfindung zum Ausdruck kommt. Von K. "besorgt" war der "Poetische Almanach für 1812"; zu diesem wie zu dem 1813 erschienenen "Deutschen Dichterwald" haben außer K. namentlich die schwäbischen Freunde Uhland und Schwab beigesteuert. 1826 erschienen Kerner's "Gedichte", 1834 "Dichtungen" (vermehrt 1841), die "Lyrischen Gedichte" allein wieder 1847 und 1854; 1852 "Der letzte Blüthenstrauß", 1859 "Winterblüthen". Außer dem, was schon von Kerner's Dichtung im Allgemeinen gesagt wurde, ist für seine Lyrik besonders charakteristisch die fast zum Ueberdruß oft ausgesprochene Sehnsucht nach dem Tode, welche übrigens stets nur den Charakter sanfter Wehmuth und Ergebung, nie den der Zerrissenheit und des Pessimismus an sich trägt. Charakteristisch ist auch eine sehr rege, oft fast leidenschaftliche Naturempfindung, sowie eine Neigung zum Volksliede, der wir köstliche Lieder verdanken. Selten, aber nicht ohne Glück, schlägt K. auch den Ton ungebrochener Jugendlust oder munterer Schalkheit an. Daß in seinen erzählenden Gedichten romantische Stoffe vorwiegen, ist nach dem Gesagten natürlich; mit wie viel Geschick er in solchen sich bewegen konnte, mag der "Geiger zu Gmünd" beweisen. Was Gehalt und Form seiner Lieder betrifft, so hat K. die Kunst des Sichtens leider nicht so gut verstanden wie Uhland, und wir begegnen bei ihm manchem, was nur wenig befriedigen kann; immer aber ist noch Vieles übrig, was den Namen echter, gottbegnadeter Lyrik Vollauf verdient. K. bohrt sich mehr in die Empfindungen ein, läßt sich mehr fortreißen und schlägt wol auch manchmal stärkere Töne an als Uhland, wie er in Leben und Persönlichkeit der weichere und zugleich leidenschaftlichere von beiden war; mag er daher manchmal mehr Feuer und Wärme zu haben scheinen, so steht er an ruhiger Männlichkeit und künstlerischer Größe, welche die Empfindung nicht unterdrückt, aber mit weisem Maße ihren Ausdruck zu zügeln weiß, weit hinter Uhland zurück, und man mag sich gern dem geistreichen Worte von Strauß anschließen, daß Uhland innerhalb der Romantik wiederum der Klassiker, K. der Romantiker sei.

    • Literatur

      Kerner's Schriften sowie die über ihn sind sehr genau aufgeführt bei Goedeke, Grundriß, III. 312—320. Nachzutragen ist jetzt zu den ersteren: die Ausgabe der "Bärenritter" in Geibel's Münchner Dichterbuch von 1862, sowie "Ausgewählte poetische Werke", 2 Bde., Stuttg., Cotta 1878; zu den letzteren die anekdotenreiche Schrift von Kerner's Tochter Marie Niethammer, "Justinus Kerners Jugendliebe und mein Vaterhaus". Stuttg., Cotta 1877; sowie, als für Kerner's und Uhland's politische Stellung von Interesse, "Aus Briefen von Justinus Kerner an Ludw. Uhland, 1816—1819, 1848", in den Württemb. Vierteljahrsheften für Landesgeschichte, Bd. I, 217—223.

  • Autor

    Hermann Fischer.
  • Empfohlene Zitierweise

    Fischer, Hermann, "Kerner, Justinus" in: Allgemeine Deutsche Biographie 15 (1882), S. 643-645 [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118561545.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA