Lebensdaten
1820 bis 1895
Geburtsort
Barmen
Sterbeort
London
Beruf/Funktion
sozialistischer Theoretiker
Konfession
evangelisch,Dissident
Normdaten
GND: 118530380 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Oswald, Friedrich (Pseudonym)
  • Ang-ghên, Phriđrich
  • Ăng-Ghen, Ph.
  • mehr

Verknüpfungen

Visualisieren

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Engels, Friedrich, Indexeintrag in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd118530380.html [27.08.2016].

CC0

Engels, Friedrich (Pseudonym Friedrich Oswald)

sozialistischer Theoretiker, * 28.11.1820 Barmen, 5.8.1895 London. (evangelisch, dann Dissident)

  • Genealogie

    V Friedrich s. (1); freie Ehen 1) 1845 Mary Burns ( 1863), irische Arbeiterin, 2) (am Sterbebett 1878 getraut) Lizzy Burns ( 1878, Schw der Mary Burns); kinderlos.

  • Leben

    E. Leben und Bedeutung ist bestimmt durch seine 1844 in Paris geschlossene Freundschaft mit Karl Marx. Sie basiert auf einer bemerkenswerten Übereinstimmung der Ansichten, die selbst wieder das Resultat einer parallelen Entwicklung in den revolutionären Jahren 1839-43 und einer regen Anteilnahme an den theologischen und politischen Auseinandersetzungen der Junghegelianer und den damals einströmenden kommunistischen Theorien ist.

    Als noch nicht 18jähriger kam E. im Juli 1838 aus einer pietistischen Umwelt in die kaufmännische Lehre nach Bremen. Seine Neigungen galten jedoch dem Dichten, der Musik und der Schriftstellerei. Seine ersten Versuche erschienen meist unter dem Pseudonym Friedrich Oswald, Gedichte und zeitkritische Beiträge in liberalen Blättern (Briefe aus dem Wuppertal, in: Gutzkows Literaturzeitschrift „Telegraph für Deutschland“, März 1839). E. war begeistert von Freiligrath, Gutzkow, dem Jungen Deutschland, E. M. Arndt, vor allem aber von Börne. Seine entscheidende Wandlung vollzog sich 1839, als der durchaus noch kirchliche E. sich durch Schleiermacher, vor allem aber durch D. F. Strauß aus der Orthodoxie löste und zur nach- und junghegelianschen Theologie und Geschichtsphilosophie kam und Börne ihn zum politischen Radikalismus führte. E. Ideal wurde eine Durchdringung von Börne und Hegel als Vermittlung von Leben und Philosophie. Auch das Zeitgeschehen erregte E. jetzt stärker; schon in seinen ersten zeitkritischen Beiträgen zeigten sich soziale Interessen, um 1840 auch schon sozialistische Züge.

    Zum Herbst 1841 ging E. als Einjährig-Freiwilliger zum Garde-Fußartillerie-Regiment nach Berlin, wohin ihn die rege Universität und der Junghegelianerkreis lockte, dem auch Marx in seiner Studentenzeit noch bis April 1841 angehört hatte. E. hörte Schellings Antrittsvorlesung (15.11.1841) und dessen erste gegen Hegel gerichtete Vorlesung über die Philosophie der Offenbarung, und er nahm sofort führend Anteil am junghegelianischen Kampf gegen Schelling („Schelling über Hegel“, Mitte Dezember im „Telegraph“, ferner die anonymen Broschüren „Schelling und die Offenbarung, Kritik des neuesten Reaktionsversuchs gegen die freie Philosophie“, März 1842, und „Schelling, der Philosoph in Christo, oder Die Verklärung der Weltweisheit zur Gottesweisheit“, Mai 1842), an der sich damals radikalisierenden Hegelkritik der linken Junghegelianer, der sogenannten „Freien“ (durch Mitarbeit an der „Rheinischen Zeitung“ April/Juli 1842) und an deren Kampf gegen den neuen reaktionären Kurs in Preußen anläßlich des Vorgehens gegen Bruno Bauer (travestierendes Pamphlet „Die frech bedräute, jedoch wunderbar befreite Bibel oder Triumph des Glaubens“, Sommer 1842, das bereits den starken Einfluß Feuerbachs und den betonten Atheismus zeigte). Bald aber distanzierte sich E. von der ihm zu theoretisch und zu individualistisch-anarchisch werdenden Entwicklung der „Freien“ (Kritik an Alexander Jungs „Vorlesungen über die moderne Literatur der Deutschen“, in: Deutsche Jahrbücher, Juli 1842), von denen sich auch Marx damals bereits entschiedener getrennt hatte. In diesen Berliner Kreis drangen 1842 Gedanken über soziale Revolution.

    Nach Beendigung der Militärzeit sollte E. in Manchester bei der Firma Ermen und Engels, an der sein Vater Mitinhaber war, die Lehre abschließen. In Köln suchte E. die Redaktion der Rheinischen Zeitung auf. Moses Heß wies ihn auf Englands Bedeutung für die künftige soziale Revolution und auf das Problem des Klassenkampfes hin; ein Halbjahr später nahm er für sich in Anspruch, E. zum Kommunismus bekehrt zu haben. Hier fand auch eine erste, etwas kühle Begegnung mit Marx statt, der diesem Berliner „Freien“ gegenüber sich mißtrauisch zurückhielt. In der Überzeugung, daß die Emanzipation der Menschheit nur durch Überwindung des Privateigentums durch die nahe soziale Revolution und nicht auf dem Wege der politischen Demokratie möglich sei, kam E. im November 1842 nach Manchester, dem Geburtsort der Anti-Kornzoll-Liga, einem Zentrum des Chartismus, den damaligen Brennpunkt des industriellen Fortschritts, der proletarischen Verelendung und der politischen und sozialen Spannungen Englands in den letzten Jahren, in einem Augenblick, als dort gerade der erste große Massenstreik zusammengebrochen war. E. studierte die Chartisten- und Arbeiterbewegung, kam mit O'Connor, Harney, O'Brien, Watts zusammen, besuchte|Owensche Massenversammlungen, Fabriken, Arbeiterviertel, beobachtete O'Connels irische Bewegung, suchte 1843 in London die deutschen Kommunisten Karl Schapper, Joseph Moll, Heinrich Bauer vom „Bund der Gerechten“ auf, studierte die englische sozialkritische Literatur (Shelley, Disraeli, Carlyle), das nationalökonomische Schrifttum und die sozialistischen Theoretiker und sammelte Material für eine Sozialgeschichte Englands. In der „Rheinischen Zeitung“, dem „Schweizer Republikaner“, dem Pariser „Vorwärts“ (1844) stellte er die englische Krisensituation dar, im Owen-Blatt „The New Moral World“ entwickelte er die Fortschrittlichkeit des theoretischen Kommunismus in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. In den 1½ Jahren in Manchester (bis August 1844) vollzog E. – spürbar schon seit den ersten Wochen – die entscheidende Wandlung zum unutopischen Kommunismus und revolutionären Aktivismus, und er betrachtete die ökonomischen Verhältnisse als Grundlage der politischen Spannungen. Die literarische Frucht dieser Zeit sind die Vorarbeiten für „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“ (1845) und die Beiträge für die „Deutsch-Französischen Jahrbücher“ aus dem Winter 1843/44: „Die Lage Englands, ‚Past and Present' by Thomas Carlyle“ und vor allem die „geniale Skizze“ (Marx 1859) „Umrisse zu einer Kritik der Nationalökonomie“. Diese Arbeit führte zum zunächst brieflichen Kontakt mit Marx.

    Die entscheidende Begegnung, die die bleibende enge Freundschaft und Zusammenarbeit begründete, fand Anfang September 1844 in Paris statt, wo E. seine Rückreise zehn Tage unterbrach. Beide stellten fest, wie nahe sie sich in ihren Anschauungen und Zielen gekommen seien und wie gut sie einander ergänzen könnten, der grüblerische, radikale Theoretiker und der dem praktischen Leben und der Ökonomie zugewandte, begabte Dilettant. Für ein gemeinsames Werk, das unter starkem Einfluß Feuerbachs vom Boden des „realen Humanismus“ den abstrakten Subjektivismus der Junghegelianer, insbesondere der Brüder Bauer und anderer Gefährten der Berliner Zeit, deren Organ 1843/44 die „Allgemeine Literatur-Zeitung“ war, aber auch Hegel selbst kritisieren sollte, steuerte E. noch in Paris einige Abschnitte (noch nicht ein Zehntel des Umfangs) bei (E. und K. Marx, „Die Heilige Familie oder Kritik der kritischen Kritik“, 1845). Im Winter 1844/45 schrieb E. in Barmen „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“ (1845, 2. Auflage mit neuem Vorwort 1892). Es beruht auf dem in Manchester gesammelten Material, eigenen Beobachtungen, dem englischen sozialkritischen Schrifttum und den parlamentarischen Enqueten, und es ist wohl E. bedeutendstes Werk geblieben, das für seine geistige Entwicklung von besonderem Interesse ist, weil es noch nicht ganz die Übereinstimmung mit Marx zum Ausdruck bringt und – wie schon „Die Umrisse zu einer Kritik der Nationalökonomie“ – Besonderheiten zeigt, die E. weitgehend bewahrt hat.

    In seiner Heimat trieb E. kommunistische Propaganda („Zwei Reden in Elberfeld“, Februar 1845, in: Rheinische Jahrbücher, 1845) zusammen mit Moses Heß, aber ohne Widerhall im Proletariat. Als es zu Konflikten mit den Behörden und seinem Vater kam, ging E. gegen Ostern nach Brüssel, wo der aus Paris ausgewiesene Marx schon seit Februar lebte. Im Sommer (Juli/August) unternahmen beide eine Studienreise nach London und Manchester; dann begann die gemeinsame „Selbstverständigung“ (bis August 1846), ihre Abrechnung mit den Junghegelianern und vor allem die Auseinandersetzung mit Feuerbach (das umfangreiche Manuskript „Die deutsche Ideologie, Kritik der nachhegelschen Philosophie in deren Repräsentanten Feuerbach, B. Bauer und Stirner und des deutschen Sozialismus in seinen verschiedenen Propheten“ wurde erst seit 1926 beachtet, 1932 erstmalig vollständig herausgegeben, maßgeblich in MEGA I, 5; Abdruck mit verkürztem wissenschaftlichem Apparat, Berlin 1957). Hier wurde von beiden der „historische Materialismus“ nach den verschiedensten Seiten bis in die praktisch-politischen Konsequenzen durchdacht. Sie suchten jetzt Einfluß auf die aufkeimende sozialistisch-kommunistische Bewegung durch ein von ihnen in Brüssel begründetes Korrespondenzbüro; sie kritisierten die verschiedensten „utopischen“ Richtungen, verkündeten ihren wissenschaftlich-kritischen Kommunismus als die Lehre von den wirklichen Bedingungen der Befreiung des Proletariats und wandten sich scharf gegen Hermann Kriege, Wilhelm Weitling, Moses Heß, Karl Grün, Karl Heinzen.

    Im August 1846 zog E. nach Paris, wo er unter den „Straubingern“, den dortigen deutschen Handwerkerkommunisten, die Proudhon-, Grün-, Heß- und Weitling-Einflüsse bekämpfte und Kontakt zu den französischen Theoretikern Proudhon, Cabet, Blanc, Flocon suchte. Er vertrat radikal die Notwendigkeit der gewaltsamen demokratischen Revolution. Ein Erfolg des Kampfes dieser Zeit war|Marx' Einfluß auf den Londoner „Bund der Gerechten“, dessen führende Köpfe sich im Winter 1846/47 zur neuen Theorie des Kommunismus von Marx und E. bekannten. E. sprengte im Juni 1847 den bisherigen „Bund der Gerechten“ und wirkte an seiner Umgestaltung zum „Bund der Kommunisten“ mit. Als Programm entwarf er im November 1847 die „Grundsätze des Kommunismus“. Anfang Dezember nahmen Marx und E. am Bundeskongreß in London teil, wo Marx sich endgültig durchsetzte und den Auftrag zur Abfassung des „Manifestes der kommunistischen Partei“ erhielt, für das dieser E. „Grundsätze“ verwendete und das dann unter beider Namen Anfang Februar 1848 in London erschien.

    Ende Januar 1848 wurde E. aus Frankreich ausgewiesen, kehrte Ende März von Brüssel nach Paris, wohin bereits das Londoner Zentralkomitee des Kommunistenbundes verlegt war, und Ende April ins Rheinland zurück, wo Marx und er seit Juni aus der Neuen Rheinischen Zeitung ein Organ zur Aufrüttelung des liberalen Bürgertums schufen. E. verfolgte besonders das revolutionäre Geschehen im Ausland. Er erwartete von einem deutschen Volkskrieg gegen Rußland den Sturz der alten Mächte; er hoffte vergebens auf den Ausbruch der Revolution in England, auf den Sieg der Pariser Arbeiter, auf Widerstand der Frankfurter und Berliner Nationalversammlung gegen die erstarkende Reaktion. Im September trat E. stärker im Rheinland hervor – dabei auch erste Begegnung mit Lassalle –, mußte dann fliehen und ging über Brüssel und Paris in die Schweiz, wo er Kontakte mit den dortigen Arbeitervereinen suchte; Januar 1849 kehrte er nach Köln zurück. Als im Rheinland im Frühjahr die Revolution neu aufflackerte, beteiligte er sich führend in Wuppertal. Drohender Verhaftung entzog er sich Mitte Mai und ging ins pfälzisch-badische Aufstandsgebiet. Nach kurzer Festnahme beteiligte er sich als Adjutant August von Willichs am weiteren Aufstand – damals Begegnung mit Gottfried Kinkel – und nahm am letzten Rückzug in die Schweiz teil. In Genf lernte er Wilhelm Liebknecht kennen. Oktober/November gelangte er über Genua zu Schiff nach London, wo sich Marx bereits niedergelassen hatte, um in der „Revue“ der Neuen Rheinischen Monatsschrift die bürgerliche Demokratie zu bekämpfen und die zweite Revolution zu schüren. In London sammelten sich die revolutionären Emigranten und die alten Mitglieder der Zentralbehörde des Kommunistenbundes. Marx und E. gerieten hier bald in die völlige Isolierung; die „Revue“ ging 1850 ein. Vergebens hoffte E. auf eine neue Wirtschaftskrise und mit ihr auf den Ausbruch der von ihm schon seit Jahren erwarteten englischen Revolution. In diesem Londoner Jahr stellte E. kritische Betrachtungen zur jüngsten Vergangenheit an: „Die deutsche Reichs-Verfassungskampagne“ (gleichzeitig mit Marx' „Klassenkämpfe in Frankreich“ in der „Revue“ erschienen), „Der englische Zehnstundentag“ und als historische Erläuterung „Der deutsche Bauernkrieg“. Für die nächsten 20 Jahre kehrte E. nach Manchester in den „hündischen Commerz“ zurück; er war als Prokurist der deutschen Firma, seit 1864 als Teilhaber mit guten Einkünften tätig, so daß er Marx kräftig unterstützen konnte. Er entlastete ihn auch dadurch, daß er weitgehend dessen journalistische Verpflichtungen übernahm, unter anderem für New York Tribune, die Neue Oder-Zeitung und die Wiener Presse. Die wichtigsten Artikel sind in „Gesammelte Schriften von Marx und E. 1852-62“ (herausgegeben von D. Rjasanow, 1917) enthalten (erschienen nur 2 Bände bis 1855). Die Artikelserie „Revolution und Kontre-Revolution in Deutschland“, die noch 1896 von Kautsky und Marx' Tochter als Schrift von diesem in Übersetzung herausgebracht wurde, stammte aus E. Feder (1851/52 im New York Tribune).

    Die Auflösung des Kommunistenbundes (1852) gab Marx und E. größere Freiheit für eigene Arbeit. E. beschäftigte sich mit militärischen Fragen und verfolgte aufmerksam die Weltpolitik, den Aufstieg Napoleons III., die orientalische Frage, den Panslawismus, den Krimkrieg, die Nationalitätenprobleme. 1854/55 bereitete er eine Arbeit „Deutschland und das Slawentum“ gegen Panslawismus und russischen Revolutionsoptimismus vor; damals beschäftigten ihn auch Fragen des frühen Agrarkommunismus und der ökonomischen Grundlage der orientalischen Reiche. Seit der Neuen Ära in Preußen nahm er wieder lebhafteren Anteil an den deutschen Verhältnissen. Als der italienische Krieg drohte, nahm er im Februar/März 1859 in der anonymen Schrift „Po und Rhein“ im großdeutsch-nationalen Sinne gegen die populäre proösterreichische Politik Stellung und trat für Preisgabe der Lombardei an ein geeintes Italien ein. Nachdem sich Lassalle für Napoleon III. und eine „friderizianische“ Politik gegen Österreich zum Erwerb Schleswig-Holsteins eingesetzt hatte, warnte E. (Februar 1860, „Savoyen, Nizza und der Rhein“) vor Bonapartismus und Zarismus. Aufmerksam verfolgte E. dann den amerikanischen Sezessionskrieg, sowohl von der militärischen Seite her (Volkskriegsprobleme|in „Essays addressed to Volunteers“, London 1861) als auch wegen der wirtschaftlichen Folgen, die Marx und Engels selbst finanziell deutlich zu spüren bekamen. Beim polnischen Aufstand 1863 setzte E. Hoffnungen auf Polens Wiederherstellung; er plante zusammen mit Marx eine Schrift „Deutschland und Polen“. Im Londoner „Commonwealth“ griff E. im Frühjahr 1866 die Polenfrage im Zusammenhang mit dem Nationalitätenproblem und der Verneinung des Panslawismus erneut auf (nur die ersten Teile gedruckt). 1864 machte E. eine Reise durch Schleswig-Holstein.

    Nach Lassalles Tod (1864) und der Gründung des „Sozialdemokrat“, herausgegeben von J. B. von Schweitzer und Liebknecht, nahmen Marx und E. wieder stärkeren Anteil an der deutschen Arbeiterbewegung. E. wandte sich zur Beeinflussung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins gegen den Lassalle-Kurs, den von Schweitzer und Sophie Gräfin Hatzfeld diktatorisch fortsetzten, in „Die preußische Militärfrage und die deutsche Arbeiterpartei“ (1865): Marx und E. blieben – außer bei Liebknecht – ohne Widerhall in Deutschland.

    In seiner Preußen- und Bismarckabneigung irrte sich E. in Beiträgen für Manchester Guardian in seinen Kriegsprognosen von 1866, erkannte aber nach Königgrätz schnell die Aussichten der Arbeiterbewegung im entstehenden Reich. Nach Erscheinen des „Kapital“ suchte E. 1867/68 durch mehrere anonyme Anzeigen in großen Tageszeitungen die Aufmerksamkeit des deutschen Bürgertums auf dies Werk zu lenken; eine kleine ursprünglich für die „Gartenlaube“ bestimmte Marx-Biographie erschien 1869 in der „Zukunft“. Die Beziehungen zu der 1868/69 entstehenden deutschen Sozialdemokratie blieben trotz starker Anteilnahme gering.

    Nachdem E. zum 1.7.1869 aus der Firma ausgeschieden war, unternahm er eine Irlandreise und bereitete ein geschichtlich-soziologisches Werk über die irische Frage vor. Im Herbst 1870 siedelte er nach London über, wo er nur wenige Minuten von Marx entfernt wohnte. Für die Pall Mall Gazette schrieb E. 60 Artikel über die Kriegsvorgänge (in deutscher Übersetzung „Der Deutsch-Französische-Krieg 1870/71“, Berlin 1957). Nach dem Sturze Napoleons wechselten seine Sympathien auf die französische Seite; er warnte dringend vor der Annexion Elsaß-Lothringens und vor einer vorzeitigen Erhebung des französischen Proletariats gegen die bürgerliche Republik. Er setzte Hoffnungen auf den französischen Volkskrieg und auf englisches Eingreifen gegen Rußland. Für diese Ziele trat E. Februar/März 1871 auch im Generalrat der Internationale ein, dem er seit kurzem angehörte. Der fast aller europäischer Sprachen Kundige versah dort das Sekretariat für Belgien, Dänemark und Portugal, 1871 auch für Spanien und Italien.

    Seitdem im Süden Europas Bakunins Einfluß nach 1868 und besonders nach Mazzinis Tod (1872) gewachsen war, drohte eine Spaltung der Internationale, die Marx und E. zentraler im Londoner Generalrat zusammenzufassen suchten. Sie erreichten 1872 Bakunins Ausschluß und die Verlegung des Generalrats nach New York. 1873 suchte E. durch die „Allianz“-Broschüre („L'Alliance de la demokratie socialiste et l'Assoziation internationale des travailleurs“), ein bissiges Pamphlet gegen Bakunin, diesen als russischen Lockspitzel bloßzustellen, der sich jetzt ganz aus dem politischen Leben zurückzog. Eine Rettung der Internationale wurde nicht mehr erreicht (letzte Sitzung in New York 1876). Als Johann Philipp Becker 1876 und 1882 die (2.) Internationale als Föderation der sozialistischen Arbeiterorganisation der verschiedenen Länder neu gründen wollte, widersetzte sich E.; er schaltete sich erst ein, als seit 1888 die deutschen Sozialisten und die britischen Gewerkschaften internationale Arbeiterkongresse zur Erörterung des Arbeiterschutzes planten, ohne eine Einigung zu erzielen. E. suchte die drohende Spaltung zu verhindern und das Kommunistische Manifest als Programm der 2. Internationale durchzusetzen. Erst in Brüssel gelang 1891 die Einigung mit den englischen Gewerkschaften und den belgischen Possibilisten gegen die Anarchisten, nicht ohne den Einfluß, den E. auf die deutschen und französischen Marxisten von London her ausübte.

    Wegen der Gefahren, die E. für die sozialistische Arbeiterbewegung nach 1871 sah, bemühte er sich jetzt um so mehr, die theoretischen Grundlagen des Kommunismus zu verbreitern, indem er Marx zur Vollendung des „Kapital“ drängte und selbst – auch zu dessen Entlastung – stärker brieflich und publizistisch hervortrat. Er bekämpfte 1872 im Leipziger „Volksstaat“ den Proudhonismus, der in Deutschland durch Arthur Mülberger (Die Wohnungsfrage, 1872) wieder auflebte, durch eine Artikelserie „Zur Wohnungsfrage“ (überarbeiteter Neudruck mit neuem Vorwort 1887), in der E. die Zwangsläufigkeit der Proletarisierung von Stadt und Land betonte, die auch durch Eigenheim-|und Wohnungsbesitz nicht kleinbürgerlich aufzuhalten sei.

    Nach der Verlegung des Generalrats (1872) gewann E. wieder Zeit zu eigenen wissenschaftlichen Arbeiten, die aber stark durch die inneren Kämpfe der deutschen Sozialdemokratie abgelenkt und mitbestimmt wurden. Er strebte ein universales, wissenschaftlich-philosophisches System des dialektischen Materialismus an, durch das er Marx' „politische Ökonomie“ naturwissenschaftlich zu fundieren und zu einer allgemeinen, Natur, Geschichte und Gesellschaft umfassenden Wissenschaftslehre auszubauen suchte; zugleich wollte er das Weltanschauungsbedürfnis der Arbeiterbewegung vor einer materialistischen Popularphilosophie bewahren – dahin gehört der 1873 gefaßte Plan eines „Anti-Büchner“ – die noch starken Reste des „Lassalle-Kults“ ausrotten und das Gothaer Einigungsprogramm von 1875 bekämpfen, besonders als nach dem Verbot des Lassalleschen Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (Juni 1874) dessen Anhänger auf Fusion mit den Eisenachern und zu Kompromissen mit dem Staat drängten und der Einfluß von Eugen Dühring auf die jungen Köpfe der Berliner Sozialdemokratie bedrohlich wurde.

    Nur mühsam konnten Marx und E., die von den deutschen Freunden als nörgelnde und die Verhältnisse nicht mehr genügend kennende Emigranten empfunden wurden, ihren theoretischen Einfluß behaupten. 1876/78 schrieb E. den „Anti-Dühring“, zunächst als Beiträge im „Vorwärts“, 1878 als Buch erschienen („Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft"); erst 1882 erschien die Sonderausgabe von drei Kapiteln („Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“), übte eine Breitenwirkung aus und half den „Marxismus“ formen. Aus den Jahren 1873/76 stammten auch die ersten Vorarbeiten zur „Dialektik der Natur“, die E. 1881/82 weiterführte; sie wurden erst seit 1925 aus dem Nachlaß veröffentlicht (sorgfältig in der MEGA und in der „Bücherei des Marxismus-Leninismus“, 18, 1952). Dieser Torso von etwa 120 Entwürfen blieb nicht ohne Einfluß auf den Stalinismus.

    Seit dem Sozialistengesetz (1878) nahm E. besonderen Anteil an parteitaktischen Fragen, aber erst nach Jahren gewann er stärkeres Vertrauen zur deutschen Parteiführung. Seine Kritik kam scharf in dem „Zirkular an die Parteiführer“ vom 21.10.1879 zum Ausdruck, in dem E. sich entschieden gegen den sogenannten „Dreisternartikel“ wandte, der anonym – unter Beteiligung von Eduard Bernstein – im 1. Bande des „Jahrbuch für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik“ 1879 erschienen war.

    Nach Marx' Tode (14.3.1883) blieb E. in England, um sich dort ungestörter vom politischen Kampf theoretischen Arbeiten – zunächst dem Abschluß des 2. Bandes des „Kapital“ – widmen zu können.

    So konnte er im Juni 1884 das umfangreiche Werk „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates. Im Anschluß an Morgans Forschungen“ abschließen, dessen Vorarbeiten – zusammen mit Studien zu einer Urgeschichte der Deutschen (1952 als Band 35 der „Bücherei des Marxismus-Leninismus“ unter dem Titel „Zur Geschichte und Sprache der deutschen Frühzeit“ veröffentlicht) – schon in die Jahre 1881/82 gehören. Es ist die instruktivste Anwendung der materialistischen Geschichtsauffassung auf die Frühformen der menschlichen Gesellschaft. 1886 beschäftigte sich E. anläßlich einer Besprechung der Dissertation von C. N. Starcke, „Ludwig Feuerbach“ (1885) für die Neue Zeit (1888 überarbeitet zu E. wohl bekanntester und wirksamster Schrift „Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie“) erneut mit den Ausgangsfragen des wissenschaftlichen Sozialismus. Er versuchte hier, den ursprünglichen Ansatz der „materialistischen Geschichtsauffassung“ im Feuerbach-Teil der Deutschen Ideologie von 1845/46 zu einer auf dem neuesten Erkenntnisstand der Wissenschaft beruhenden, Natur und Geschichte umfassenden materialistischen Dialektik auszubauen, die, durch mancherlei Zeitströmungen beeinflußt, sich in den Grundgedanken kaum mehr mit den früheren charakteristischen Anschauungen von Marx und E. vereinbaren läßt. Diese Neuerungen, die bei E. nach Marx' Tod immer stärker wieder hervortreten und die sich nicht ohne weiteres als folgerichtige Weiterführung auffassen lassen, haben sowohl dem „Marxismus“ der deutschen Sozialdemokratie als auch dem dialektischen und historischen Materialismus Lenins und Stalins ein eigentümliches Engels-Gepräge verliehen.

    Im Winter 1887/88 plante E. eine Darstellung der deutschen Entwicklung in den letzten 30 Jahren und arbeitete zunächst an einer aufreizenden Schrift über die Rolle der politischen Gewalt in der Geschichte, ein Problem, das er von der ökonomischen und soziologischen Seite schon im Anti-Dühring dargestellt hatte und jetzt auf die deutsche Gegenwart und „ihre Gewaltpraxis von Blut|und Eisen“ anwandte; die unvollendete Arbeit hat Bernstein unter dem Titel „Gewalt und Ökonomie bei der Herstellung des neuen Deutschen Reiches“ in der „Neuen Zeit“ 1896 veröffentlicht (Neuausgabe in „Über die Gewaltstheorie“, 1946).

    Nach Bismarcks Sturz und dem Erlöschen der Sozialistengesetze nahm E. an der neuen Entwicklung der deutschen Sozialdemokratie, der er selbst nie angehört hat, und der 2. Internationale regen Anteil, wobei er besorgt war, die Marxsche Linie sowohl gegen staatssozialistisch-reformistische (Eduard Bernstein) als auch gegen zu radikale und anarchistische Strömungen zu stärken. Er hatte besonderes Vertrauen zu Bebel und Kautsky, weniger zu Liebknecht. Er gewann den vorherrschenden Einfluß auf das Erfurter Programm (Oktober 1891), unter anderem durch Veröffentlichung von Marx' Randglossen zum Gothaer Kompromißprogramm (Neue Zeit IX, 1, 1891). Er förderte den Bruch mit G. von Vollmar, der in Bayern das kleine und mittlere Bauerntum für die Sozialdemokratie gewinnen wollte, durch die Schrift „Die Bauernfrage in Frankreich und Deutschland“ (Neue Zeit XIII, 1, 1894). E. warnte vor offenem Kampf gegen den Staat und hoffte auf die zunehmende sozialistische Unterwanderung der Armee. Sein „Testament“ an die Arbeiterbewegung stellte sein für den Druck etwas entgiftetes Vorwort vom März 1895 für die Neuausgabe von Marx' „Klassenkämpfe in Frankreich“ dar. Seit der französisch-russischen politischen Annäherung befürchtete er den Ausbruch eines Weltkrieges, der sich vielleicht durch Stärkung der internationalen, besonders der deutsch-französischen Solidarität der Arbeiterschaft, durch Demokratisierung und Systemsturz in Rußland und auch durch europäische Abrüstung verhindern ließe. E. sah aber durchaus die Schwierigkeiten und warnte vor einem Kriege, an dem sich das deutsche Proletariat zur Verteidigung der nationalen Existenz Deutschlands beteiligen müsse. Diese Probleme sind erörtert in E. Vorwort vom März 1891 zur Neuausgabe von Marx' „Der Bürgerkrieg in Frankreich“ (die Adressen des Generalrats von 1870/71) und „Der Sozialismus in Deutschland“ (Neue Zeit X, 1, 1892) und „Kann Europa abrüsten?“ (ebenda März 1893).

    An dem Züricher Kongreß der 2. Internationale 1893 nahm E. als Ehrenvorsitzender kurz und ohne besondere Mitwirkung teil. Nach der Rückkehr von dieser Reise auf den Kontinent, die ihn noch bis Wien geführt hatte, brachte er die Bearbeitung des 3. Bandes des „Kapital“ im November 1894 zum Abschluß. Nach kurzer Krankheit starb er in London. Von seinem beträchtlichen Vermögen hatte er eine erhebliche Summe für die deutsche Sozialdemokratie bestimmt, der auch seine Bibliothek und sein und Marx' literarischer Nachlaß zufielen; dieser befindet sich heute im Internationalen Institut für Sozialgeschichte in Amsterdam, nicht – wie oft behauptet wird– im Moskauer Marx-Engels-Lenin-Archiv.

  • Werke

    Bibliogrr.:  E. Drahn, F. E., in: Hdwb. d. Staatswiss. III, 41926, Sp. 728-30 (zahlr. Nachrufe 1895 u. Gedenkschrr. 1920); Marx, E., Lassalle, Ein Verz. ihrer Schrr. u. d. Werke üb. ihre Ideen, hrsg. v. R. L. Prager, bearb. v. G. Mayer u. E. Drahn, 3 T., 1924; E. Czóbel u. P. Hajdu, Die Lit. üb. Marx, E. u. üb. Marxismus seit Beginn d. Weltkrieges (bis Sept. 1925), in: Marx-Engels-Archiv 1,1926, S. 467-527; F. L. Seewann, Bibliogr. Angaben üb. Veröff. v. Schrr. v. E. u. üb. E. (1925-Frühj. 1945), in: F. E. der Denker, Basel 1945, S. 335 bis 51 (P); Initiation bibliogr. à l'oeuvre de Marx et d'E., in: Desroches, Signification du marxisme, Paris 1949; Die Erstdrucke d. Werke v. Marx u. E., Bibliogr. d. Einzelausg., mit Anhang: Gesamtverz, d. seit 1946 in der DDR ersch. Schrr. v. Marx u. E. (bis Dez. 1954), 1955 (mit sorgfältigen Lücken); M. Rubel, Bibliogr. des oeuvres de K. Marx avec en appendice un répertoire des oeuvres de F. E., Paris 1956 (151 Titel, darunter d. Briefveröff., unvollst.); G. Lehmbruck, Kleiner Wegweiser z. Studium d. Sowjetideologie, 21958 (Lit. ber.); P. Ludz, Zur Situation d. MarxF in Westeuropa, in: Kölner Zs. f. Soziol. u. Sozialpsych. 10, 3, 1958, S. 446-99; H.-J. Lieber, Zur Situation d. MarxF in d. Sowjet. Besatzungszone Deutschlands, ebd. 10, 1958, S. 658-73.– Gesamtausgg.: Ges. Schrr. v. K. Marx u. F. E. 1852-62, hrsg. v. D. Rjasanow, 1917, 21920(nur 2 Bde. bis 1855); Œuvres complètes de F. E., übers, v. H. Bracke (= A. M. Desrouisseaux), Paris 1923; K. Marx i F. E., Sotchinenia, Moskau 1931 ff. (russ. Ausg. d. Marx-Engels-Lenin-Inst., berechnet auf 59 Bde., ersch. außer Briefen 1931/36 d. kleineren Schrr. u. Art. a. d. J. 1850-70 u. 1873-83, vgl. M. Rubel, Le sort de l'œuvre de Marx et d'E. en URSS, in: La Revue socialiste 56, Paris 1952, S. 327-49); K. Marx/F. E., Hist.-krit. Gesamtausg., Werke, Schrr., Briefe (MEGA), hrsg. v. W. V. Adoratskij, Abt. I (Schrr.), 7 Bde. (bis 1848), 1932-35, Inhaltsvergleichsregister d. Marx-Engels-Gesamtausgg., besorgt v. G. Hertel, 1957; K. Marx/F. E., Werke, hrsg. v. Inst. f. Marxismus-Leninismus b. Zentralkomitee d. SED, Berlin, bisher 3 Bde. (bis 1845/46). 1956 ff. (P; Parallelausg. z. neuen russ. „Gesamtausgabe“, nicht als vollst. Ausg. geplant).– Sammlungen: K. Marx/F. E., Ausgew. Schrr. in 2 Bänden, besorgt v. V. Adoratskij, Zürich 1934, 8Berlin 1958; K. Marx/F. E., Civil war in the United States. New York 1937; K. Marx/F. E., Revolution in Spain, ebd. 1939; K. Marx/F. E., The Russian menace to Europe, a collection, Glencoe/Ill. 1952; K. Marx/F. E., Kleine ökonom. Schrr., Ein Sammelbd., 1955.– Die imDietz- Verlag Berlin seit 1946 erschienenen Slgg. u. Einzelausgg. sind nicht bes. aufgeführt, vgl. (bis Dez. 1954) „Die Erstdrucke“, S. 53-59, u. Verlagskat. „Die Klassiker d. Marxismus-Leninismus“. – Briefsammlungen: K. Marx/F. E., Ausgew. Briefe, Zürich 1934, 2Berlin 1953; K. Marx/F. E., Briefwechsel, 4 Bde., 1949/50 (unveränd. Nachdruck, jedoch ohne Vorwort, der Moskauer Sonderausg. 1935/39 der MEGA III, 1-4 v. 1929/31). – Die Briefveröff. bis 1955 b. M. Rubel (s. oben), S. 255-57; inzwischen: F. E.s Briefwechsel mit K. Kautsky, 2. (erweit.) Aufl., hrsg. v. B. Kautsky, 1955; K. Marx/F. E., Briefe üb. „Das Kapital“, 1956; F. E., P. et L. Lafargue, Correspondance, übers, v. E. Bottigelli, 3 Bde., Paris 1956/58; F. E., Briefe an Bebel, 1958.

  • Literatur

    R. Mondolfo, Il materialismo storico in F. E., Genua 1912, 2Florenz 1952 (franz. u. engl. Übers.); Gust. Mayer, F. E., Eine Biogr., I, Berlin 1920, 2Haag 1934, II, ebd. 1934; D. B. Rjasanow (= D. B. Goldendach), K. Marx and F. E., übers. aus d. Russ. v. J. Kunitz, New York 1927; K. Marx, Chronik seines Lebens in Einzeldaten, zus. gest. v. Marx-Engels-Lenin-Inst. Moskau, 1934 (m. zahlr. Angaben üb. E.); M. Trumer, Le matérialisme historique chez Marx et E., Paris 1934; R. Seeger, F. E., die rel. Entwicklung d. Spätpietisten u. Frühsozialisten, 1935; F. E. der Denker, Aufs. aus d. Großen Sowjet-Enzykl., Basel 1945 (Abdruck v.: F. E. der Denker u. Revolutionär, Zürich 1935); G. Lukacs, K. Marx u. F. E. als Lit.historiker, 1948; G. Morgenstern, Stud. z. „dialekt. Denken“ b. Marx u. E., phil. Diss. Freiburg i. Br. 1950 (ungedr.); K. Kupisch, Vom Pietismus z. Kommunismus, 1953 (auch in: Der Anfang 18, 1953, S. 9-70); A. Cornu, K. Marx u. F. E., Leben u. Werk I (1818-44), 1954; H. Bollnow, E.s Auffassung v. Rev. u. Entwicklung in s. „Grundsätzen d. Kommunismus“ (1847), in: Marxismusstud., Schrr. d. Ev. Stud.gemeinschaft, I, 1954, S. 77-144; ders., E. u. d. Marxismus, in: Aspekte soz. Wirklichkeit, Soz. wiss. Abh., 7, 1958, S. 71-93; W. A. Schulze, Die Stellung v. F. E. in d. Frühgesch. d. Marxismus, phil. Diss. Freiburg i. Br. 1955 (ungedr.); P. Naville, Le nouveau Léviathan, I. De l'aliénation à la jouissance. La genèse de la sociologie du travail chez Marx et E., Paris 1957; E. Drahn, F. E., in: Hdwb. d. Staatswiss. III, 41926, Sp. 727-30; H. Winkmann, F. E., in: Staatslex., hrsg. v. d. Görresges., II, 1958, Sp. 1190-93; I. Fetscher, F. E., in: RGG, 31958; P. Demetz, Marx, E. u. die Dichter, 1959 (P).

  • Autor

    Hermann Bollnow
  • Empfohlene Zitierweise

    Bollnow, Hermann, "Engels, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 521-527 [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118530380.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

Artikel noch nicht erschlossen.