Lebensdaten
1896 bis 1944
Geburtsort
Ludwigsburg (Württemberg)
Sterbeort
Berlin-Plötzensee
Beruf/Funktion
Widerstandskämpfer ; Prokurist
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 11948661X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hofacker, Caesar von

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Zitierweise

Hofacker, Cäsar von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd11948661X.html [21.11.2017].

CC0

  • Genealogie

    V Eberhard v. H. (württ. Adel 1909, 1861-1928), württ. Gen.-Lt. u. Kdr. d. 26. Inf.-Div. (s. L), S d. Cäsar v. H. (württ. Personaladel, 1831–96), württ. Landoberstallmeister, u. d. Anna Freiin Varnbüler v. Hemmingen;
    M Albertine (1872–1946), T d. Alfred Gf. v. Uxküll-Gyllenband u. d. Valerie Gfn. v. Hohenthal (E d. GFM August Gf. Neidhardt v. Gneisenau, 1831, s. NDB VI);
    Ur-Gvv Karl v. H. (württ. Personaladel, 1794–1866), 1825-29 Regierungskommissär a. d. Univ. Tübingen, württ. Obertribunalrat u. Präs. d. Kassationshofs in Stuttgart (s. L);
    Ur-Groß-Ov Ludwig (s. 2);
    - Berlin 1927 Ilse-Lotte (* 1898), T d. Kaufm. Otto Pastor in Krefeld u. d. Helene Engels (Groß-N d. sozialist. Theoretikers Frdr. Engels, 1895, s. NDB IV);
    2 S, 3 T.

  • Leben

    Nachdem H. als Jagdflieger am 1. Weltkrieg teilgenommen hatte, studierte er Jura, promovierte 1925 und war seit 1936 als Prokurist in der Berliner Verwaltungsstelle der Vereinigten Stahlwerke tätig. Seit Ausbruch des Krieges wieder Soldat an verschiedenen Frontabschnitten, wurde er nach der Besetzung Frankreichs zum Leiter des Referates „Eisen und Stahl“ bei der Militärverwaltung in Paris ernannt. Er bemühte sich in dieser Stellung um eine loyale Zusammenarbeit mit der französischen Wirtschaft. Durch den ihm befreundeten Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg wurde H. 1942 über den Stand der Berliner Widerstandspläne unterrichtet. Im Herbst 1943 ließ er sich in den persönlichen Stab Heinrich von Stülpnagels versetzen, um mit ihm zusammen die Vorbereitungen für den Umsturz in Paris treffen zu können. Gleichzeitig hielt H. die Verbindung zu dem Kreis um seine Vettern Stauffenberg in Berlin aufrecht. Seiner Überzeugungskraft gelang es, Rommel am 9.7.1944 endgültig als Mitverschworenen zu gewinnen. Am 20.7.1944 versuchte H. gemeinsam mit Stülpnagel, den Generalfeldmarschall von Kluge zu bewegen, sich der in Paris bereits gelungenen Aktion anzuschließen, jedoch vergeblich. Nach seiner Verhaftung am 25. 7. vertrat H. in den Vernehmungen und vor dem Volksgerichtshof vorbehaltlos seine Überzeugung. Er wurde in Plötzensee hingerichtet als „Haupt der Verschwörung in Frankreich“.

  • Literatur

    H. Gollwitzer, Du hast mich heimgesucht bei Nacht, 1954;
    H. Rothfels, Die dt. Opposition gegen Hitler, 1958, S. 194, Anm. 69;
    A. Leber, Für u. wider, 1962;
    E. Zeller, Geist d. Freiheit, 1963;
    W. v. Schramm, Aufstand d. Generale, 1964. - Zu Ur-Gvv Karl:
    G. Schmidgall, in: Btrr. z. Tübinger Studentengesch. 1, 1938; - zu V Eberhard:
    H. Möller, Gesch. d. Ritter d. Ordens Pour le Mérite I, 1935.

  • Portraits

    Phot. in: A. Leber, Das Gewissen entscheidet, 1957, u. in „20. Juli 1944“, Sonderausg. d. „Parlament“, 1954.

  • Autor

    Sophie von Buch
  • Empfohlene Zitierweise

    Buch, Sophie von, "Hofacker, Cäsar von" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 375 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd11948661X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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