Hoegner, Wilhelm

Lebensdaten
1887 – 1980
Geburtsort
Neuhausen (heute München)
Sterbeort
München-Harlaching
Beruf/Funktion
Jurist ; Politiker ; Landgerichtsrat ; Minister ; Staatsanwalt ; Richter
Konfession
römisch-katholisch, seit 1918 konfessionslos
Normdaten
GND: 118551922 | GND-Explorer | OGND | VIAF
Namensvarianten

  • Hoegner, Wilhelm Johann Harald
  • Urs Liechti / Pseudonym
  • Georg Ritter / Pseudonym
  • Hans Ritter / Pseudonym
  • Rudolf Ritter / Pseudonym
  • Hoegner, Wilhelm
  • Hoegner, Wilhelm Johann Harald
  • Urs Liechti / Pseudonym
  • Georg Ritter / Pseudonym
  • Hans Ritter / Pseudonym
  • Rudolf Ritter / Pseudonym
  • Engelhardt
  • Ritter, Hans
  • Hoegner, W.
  • Ritter, Garibaldi
  • Liechti, Urs
  • Bertschi
  • b12
  • b13
  • b14
  • b15
  • b16
  • Georg Ritther / Pseudonym
  • Hans Ritther / Pseudonym
  • Rudolf Ritther / Pseudonym
  • Ritther, Hans
  • Ritther, Garibaldi

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Zitierweise

Hoegner, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd118551922.html#indexcontent [11.07.2026].

CC0

  • Hoegner, Wilhelm Johann Harald

    Pseudonyme: Urs Liechti; Georg Ritter; Hans Ritter; Rudolf Ritter

    1887 – 1980

    Jurist, Politiker

    Wilhelm Hoegner war als SPD-Mitglied seit 1919 und Landtagsabgeordneter seit 1924 ein entschiedener Gegner der erstarkenden NSDAP und musste 1933 aus Deutschland fliehen. 1945/46 und von 1954 bis 1957 war er der einzige sozialdemokratische Ministerpräsident im Nachkriegs-Bayern. Der Verfassungsjurist Hoegner gilt als Vater der Bayerischen Verfassung von 1946. Mit seinen föderalistischen Positionen war er Außenseiter in der SPD.

    Lebensdaten

    Geboren am 23. September 1887 in Neuhausen (heute München)
    Gestorben am 5. März 1980 in München-Harlaching
    Grabstätte Friedhof am Perlacher Forst in München
    Konfession römisch-katholisch, seit 1918 konfessionslos
    Wilhelm Hoegner, Imago Images (InC)
    Wilhelm Hoegner, Imago Images (InC)
  • 23. September 1887 - Neuhausen (heute München)

    1898 - 1907 - Burghausen (Oberbayern); seit 1904 München

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    Humanistisches Gymnasium; seit 1904 Ludwigsgymnasium

    1907 - 1911 - Berlin; München; Erlangen

    Studium der Rechtswissenschaften

    Universität

    1911 - Erlangen

    Promotion (Dr. iur.)

    Universität

    1914 - Erlangen

    Erstes juristisches Staatsexamen

    Universität

    1914 - 1917

    Referendar

    1917 - München

    Zweites juristisches Staatsexamen

    1918 - 1920 - München

    Zulassung und Tätigkeit als Rechtsanwalt

    1919

    Mitglied

    SPD

    1920 - 1924 - München

    III. Staatsanwalt

    Staatsanwaltschaft München I

    1924 - 1933 - München

    Abgeordneter der SPD

    Bayerischer Landtag

    1925 - 1929 - München

    Amtsrichter

    Amtsgericht

    1929 - 1930 - München

    II. Staatsanwalt

    Staatsanwaltschaft München I

    1930 - 1933 - Berlin

    Abgeordneter der SPD

    Reichstag

    1.1.1933 - 1.5.1933 - München

    Landgerichtsrat; Entlassung aus dem bayerischen Justizdienst

    Landgericht München I

    1933 - Innsbruck

    Flucht

    1934 - Anfang Juni 1945 - Zürich

    Exil; Journalist, Schriftsteller und Übersetzer

    1938

    Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft

    6.6.1945 - München

    Rückkehr

    1945 - München

    Beauftragter Fritz Schäffers (1888–1967) für den Wiederaufbau der bayerischen Justizverwaltung

    Bayerische Staatsregierung

    Juni 1945 - September 1945 - München

    Senatspräsident

    Oberlandesgericht München

    28.9.1945 - 21.12.1946 - München

    Ministerpräsident; seit Oktober 1945 auch Staatsminister der Justiz

    Bayerische Staatsregierung

    1945 - 1947 - München

    Vorsitzender

    SPD-Landesverband Bayern

    8.5.1946 - 24.6.1946 - München

    Vorsitzender

    Vorbereitender Verfassungsausschuss

    15.7.1946 - 30.11.1946 - München

    Mitglied

    Verfassunggebende Landesversammlung

    16.7.1946 - 13.11.1946 - München

    Mitglied

    Verfassungsausschuss der Verfassunggebenden Landesversammlung

    1946 - 1970 - München

    Abgeordneter der SPD

    Bayerischer Landtag

    1946 - 1970 - München

    Honorarprofessor für Bayerisches Verfassungsrecht

    Universität

    21.12.1946 - 20.9.1947 - München

    Staatsminister der Justiz und stellvertretender Ministerpräsident

    Bayerische Staatsregierung

    1947 - 1950 - München

    Senatspräsident

    Oberlandesgericht

    1948 - 1950 - München

    Generalstaatsanwalt

    Bayerisches Oberstes Landesgericht

    18.12.1950 - 14.12.1954 - München

    Staatsminister des Innern und stellvertretender Ministerpräsident

    Bayerische Staatsregierung

    14.12.1954 - 16.10.1957 - München

    Ministerpräsident (Rücktritt)

    Bayerische Staatsregierung

    1958 - 1962 - München

    Vorsitzender

    SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag

    1958 - 1970 - München

    stellvertretender Präsident

    Bayerischer Landtag

    1961 - 1962 - Bonn

    Abgeordneter der SPD

    Bundestag

    5. März 1980 - München-Harlaching

    alternativer text
    Wilhelm Hoegner (links), BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Timpe (InC)

    Ausbildung und politische Tätigkeit vor 1933

    Hoegner besuchte seit 1898 das Humanistische Gymnasium Burghausen (Oberbayern), seit 1904 das Münchner Ludwigsgymnasium, an dem er 1907 das Abitur erhielt. Anschließend studierte er Rechtswissenschaften in Berlin, München und Erlangen, wo er 1911 bei Philipp Allfeld (1852–1940) mit einer strafrechtlichen Arbeit zum Dr. iur. promoviert wurde und 1914 das Erste juristische Staatsexamen ablegte; das Zweite juristische Staatsexamen absolvierte er 1917 in München. Am Ersten Weltkrieg nahm Hoegner, der sich als Freiwilliger gemeldet hatte, wegen Untauglichkeit nicht teil. Nach der Anwaltszulassung 1918 und anschließender Tätigkeit als Rechtsanwalt in München trat er 1920 als III. Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft München I in den bayerischen Justizdienst ein, zuletzt war er bis zu seiner Entlassung am 1. Mai 1933 Landgerichtrat am Landgericht München I.

    Als Mitglied der SPD seit 1919, bayerischer Landtagsabgeordneter von 1924 bis 1932, kurzzeitig auch 1933, sowie als Reichstagsabgeordneter von 1930 bis 1933 profilierte sich Hoegner als scharfer Kritiker und Gegner des Nationalsozialismus. Maßgeblich auf seine Initiative erfolgte 1924 die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses des Bayerischen Landtags zur Aufarbeitung des Hitlerputsches und des Hitler-Prozesses. Unzufrieden mit den Ergebnissen und den beschönigenden Tendenzen des offiziellen Untersuchungsberichts, legte Hoegner 1928 anonym die vom bayerischen SPD-Landesausschuss herausgegebene Gegendarstellung „Hitler und Kahr. Die Napoleonsgrößen von 1923“ vor, worin quellengestützt der bayerischen Justiz Rechtsversagen und Rechtsbruch im Umgang mit Adolf Hitler (1889–1945) attestiert und die Verflechtungen zwischen Militär, Polizei, Justiz und Rechtsextremismus aufgezeigt wurden.

    Exil 1933 bis 1945

    Seit dem 9. März 1933 von den NS-Machthabern per Haftbefehl gesucht, ging Hoegner in den Untergrund, floh im Juli 1933 nach Innsbruck, wo er als Sekretär der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei arbeitete, und reiste im Februar 1934 in die Schweiz. 1938 wurde die Familie Hoegner ausgebürgert. Im schweizerischen Exil, wo er ohne offizielle Arbeitserlaubnis nur als Journalist, Schriftsteller und Übersetzer arbeiten durfte, war Hoegner im Austausch mit dem ebenfalls emigrierten Münchner Staats- und Verfassungsrechtler Hans Nawiasky (1880–1961) und Politikern wie Otto Braun (1872–1955), Joseph Wirth (1979–1956) und Heinrich Brüning (1885–1970) sowie mit US-amerikanischen Geheimdienstkreisen. In diesen Jahren verfasste er zahlreiche verfassungsrechtliche Gutachten, Gesetzentwürfe, den Entwurf einer neuen Reichsverfassung sowie Pläne für eine künftige Neugestaltung eines föderalen Deutschlands. Nach seiner Rückkehr nach München Anfang Juni 1945 wurde Hoegner von dem am 28. Mai 1945 von der US-amerikanischen Militärregierung zum vorläufigen Ministerpräsidenten ernannten Fritz Schäffer (1888–1967) mit dem Wiederaufbau der bayerischen Justizverwaltung beauftragt, gleichzeitig wurde er Senatspräsident am Oberlandesgericht München. Am 28. September 1945 setzte die Militärregierung Schäffer ab und Hoegner als neuen Ministerpräsidenten ein, der seit Oktober 1945 zusätzlich bayerischer Staatsminister der Justiz war.

    Politik nach 1945

    Hoegners politische Agenda nach 1945 basierte auf seiner Erfahrung mit der Schweizer Kantonsverfassung und ihren basisdemokratischen Elementen, weshalb er sich zu einem überzeugten Föderalisten gewandelt hatte. Mit seinen konzeptionellen verfassungs- und staatsrechtlichen Vorarbeiten erlangte Hoegner maßgeblichen Einfluss auf die Entstehung der Bayerischen Verfassung vom 8. Dezember 1946: Nach dem Auftrag der Militärregierung zur Ausarbeitung einer Verfassung vom 8. Februar 1946 konzipierte er einen „Vorentwurf einer Verfassung des Volksstaates Bayern“, der Beratungsgrundlage für den unter Hoegners Vorsitz vom 8. Mai bis 24. Juni 1946 tagenden Vorbereitenden Verfassungsausschuss und die Tätigkeit der am 30. Juni 1946 gewählten Verfassunggebenden Landesversammlung wurde. Hoegners föderal-demokratische Haltung wurde zur Basis einer modernen Verfassung, die u. a. die Staatlichkeit Bayerns prägte, den basisdemokratischen Volksentscheid einführte, die kommunale Selbstverwaltung stärkte und dem Naturschutz und der Bewahrung des bayerischen Kulturguts Verfassungsrang einräumte. Die Rechte der Kirchen, insbesondere im Schulsektor, blieben erhalten und die Wirtschaftsbestimmungen der Verfassung weitestgehend frei von sozialistischen Elementen. Daneben waren Hoegners Hauptaufgaben während seiner ersten Amtszeit die Entnazifizierung nach dem am 5. März 1946 in der US-Zone eingeführten Befreiungsgesetz sowie die Durchführung der ersten demokratischen Wahlen im Nachkriegsbayern.

    Nach Annahme der Bayerischen Verfassung und der ersten Landtagswahl am 1. Dezember 1946 wurde Hoegner in einer Koalitionsregierung aus CSU, SPD und Wirtschaftlicher Aufbau-Vereinigung (WAV) stellvertretender Ministerpräsident und Justizminister. Auf Druck weiter Teile der SPD-Parteibasis in Bayern, die durch diese Koalitionsbeteiligung ihr sozialdemokratisches Profil geschwächt sah, sowie auf Betreiben der SPD-Parteizentrale in Hannover und Kurt Schumachers (1895–1952) persönlich wurde diese Koalition gegen Hoegners erklärten Willen am 15. September 1947 von der SPD aufgekündigt.

    Zwischenzeitlich erneut Senatspräsident am Oberlandesgericht und Generalsstaatsanwalt beim Bayerischen Obersten Landesgericht, wurde Hoegner nach der Landtagswahl vom 26. November 1950 Staatsminister des Innern und stellvertretender Ministerpräsident im III. Kabinett des Ministerpräsidenten Hans Ehard (1887–1980), einer Großen Koalition aus CSU, SPD und dem Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE). Hoegners Schwerpunkte als Innenminister lagen auf der demokratischen Reform des Kommunalrechts (Gemeindeordnung v. 25.1.1952, Landkreisordnung v. 16.2.1952, Bezirksordnung v. 27.7.1953), einer umfassenden Gesetzesbereinigung zur Verringerung der Zahl sämtlicher seit 1802 erlassenen und noch gültigen bayerischen Rechtsvorschriften, der Polizeigesetzgebung (Polizeiaufgabengesetz v. 16.10.1954), dem Kampf gegen verfassungsfeindliche Bestrebungen sowie auf politischer und staatsbürgerlicher Bildung.

    Diese Prioritäten setzten sich in Hoegners zweiter Amtszeit als Ministerpräsident seit dem 14. Dezember 1954 fort. Die überraschend nach der Landtagswahl vom November 1954 gebildete Viererkoalition aus SPD, Bayernpartei, FDP und BHE leitete unter Hoegners Führung ein umfassendes Modernisierungsprogramm für den Freistaat ein, u. a. die grundlegende Reform der Volksschullehrerausbildung und die Stärkung der politischen Bildungsarbeit durch Gründung der bayerischen Landeszentrale für Heimatdienst 1955 und der Akademie für politische Bildung in Tutzing 1957. 1955 wurde der Einstieg in die Kernforschung und friedliche Nutzung der Kernenergie beschlossen, 1956 ein 10-Jahresplan zur Förderung von Wissenschaft und Forschung vorgelegt und die bereits unter der Vorgängerregierung begonnene Ausarbeitung eines Landesplanungsgesetzes zur Entwicklung von Industrie und Infrastruktur in Bayern vorangetrieben. Nach dem Sieg der Unionsparteien und dem Absturz der Kleinparteien in der Bundestagswahl vom 15. September 1957 traten am 8. Oktober 1957 die Kabinettsmitglieder von GB/BHE und Bayernpartei aus der Regierung aus, Hoegner erklärte am selben Tag seinen Rücktritt. Bis 1962 blieb er als Parlamentarier der SPD im Bayerischen Landtag und dem Bundestag tätig.

    Hoegner spielte innerhalb der bundesdeutschen Sozialdemokratie eine Sonderrolle. Er hatte nur von 1945 bis 1947 als bayerischer SPD-Landesvorsitzender ein Parteiamt inne, von 1958 bis 1962 war er SPD-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag. Visionäre Politikkonzepte blieben ihm weitgehend fremd, die Parteiarbeit stieß bei ihm auf nur verhaltenes Interesse. Mit seinen föderalistischen Überzeugungen, die auch zu seiner Kritik am Grundgesetz im Mai 1949 führten, dem er letztlich aber zustimmte, sowie mit seiner pragmatischen Koalitionspolitik und seinem ausgeprägten bayerischen Identitäts- und Geschichtsbewusstsein blieb Hoegner der straff zentral organisierten SPD, insbesondere Schumacher, Erich Ollenhauer (1901–1963) und Waldemar von Knoeringen (1906–1971), suspekt.

    1948 Bayerischer Staatsrat
    1952 Ehrenbürger der Stadt Vohburg an der Donau
    1953 Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
    1956 Großkreuz des Verdienstordens der Italienischen Republik
    1957 Bayerischer Verdienstorden
    1957 Großes Silbernes Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich
    1957 Ehrenbürger der Stadt München
    1957 Ehrenbürger der Stadt Burghausen
    1957 Medaille Bene merenti in Gold der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München
    1961 Bayerische Verfassungsmedaille in Gold
    1981 Wilhelm-Hoegner-Straße, München-Neuperlach
    1981 Wilhelm-Hoegner-Weg, Regensburg
    1987 Wilhelm-Hoegner-Preis der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag (jährlich)

    Nachlass:

    Archiv des Instituts für Zeitgeschichte, München, ED 120.

    Weitere Archivmaterialien:

    Bayerisches Hauptstaatsarchiv, München, StK 11 649, StK 19 977, MJu 26 802, StK BVO 1.

    Staatsarchiv München, Polizeidirektion München 17 941, Gymnasium Burghausen 78–83.

    Stadtarchiv München, DE 1992, PMB H 145 Hoegner Georg Michael, DE 1992 Standesamt München II Nr. 1086 (Sterbebucheintrag Hoegner Wilhelm), De 1992 Standesamt München I Nr. 1357 1918 (Heiratsbucheintrag Hoegner), DE 992 Standesamt München-Neuhausen Nr. 267 1887 (Geburtenbucheintrag Hoegner Wilhelm).

    Universitätsarchiv München, E II 1754 (Personalakte des Senats), L TX 26. (Personalakte der Fakultät)

    Archiv des Bayerischen Landtags, München, Abgeordnetenakten 236.

    Stadt und Stiftsarchiv Aschaffenburg, Nachlass Jean u. Rudi Stock, NL 77–19 u. 77–173. (Hinweise zur Familie)

    Gedruckte Quellen:

    Die Protokolle des Vorbereitenden Verfassungsausschusses in Bayern (8. März–24. Juni 1946), eingel. u. komm. v. Karl-Ulrich Gelberg, 2004. (Onlineressource)

    Stenographische Berichte über die Verhandlungen des Verfassungs-Ausschusses der Bayerischen Verfassunggebenden Landesversammlung, Bd. 1: 1.–12. Sitzung, 16. Juli 1946– 5. August 1946 (Onlineressource), Bd. 2: 13.–24. Sitzung, 7. August 1946–28. August 1946 (Onlineressource), Bd. 3: 25.–37. Sitzung, 29. August 1946–13. November 1946. (Onlineressource).

    Verhandlungen der Bayerischen Verfassunggebenden Landesversammlung 15. Juli bis 30. November 1946. (Onlineressource)

    Die Protokolle des Bayerischen Ministerrats 1945–1954. Das Kabinett Hoegner I 28. September 1945 bis 21. Dezember 1946, hg. v. der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften u. der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, bearb. v. Karl-Ulrich Gelberg, 2 Bde., 1997. (Onlineressource)

    Die Protokolle des Bayerischen Ministerrats 1945–1962. Das Kabinett Hoegner II 14. Dezember 1954 bis 8. Oktober 1957, Bd. 1 15.12.1954–27.12.1955, hg. v. der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften u. der Generaldirektion der Staatlichen Archive, bearb. v. Oliver Braun, 2025. (Onlineressource)

    Die bedingte Strafaussetzung nach dem Vorentwurf (verglichen mit der bedingten Begnadigung), 1911. (Diss. iur.)

    [Anonym], Hitler und Kahr. Die Napoleonsgrößen von 1923. Ein im Untersuchungsausschuß des Bayerischen Landtags aufgedeckter Justizskandal, hg. v. Landesausschuß der SPD in Bayern, 2 T., 1928.

    Wodans Wiederkunft. Ein lustiger Reisebericht aus einer traurigen Zeit, 1936. (Roman, publiziert unter dem Pseudonym Urs Liechti) (zugangsbeschränkte Onlineressource)

    Vorentwurf einer Verfassung des Volksstaates Bayern, in: Karl-Ulrich Gelberg (Bearb.), Quellen zur politischen Geschichte Bayerns in der Nachkriegszeit, Bd 1, 2002, S. 80–95.

    Lehrbuch des Bayerischen Verfassungsrechts, 1949. (zugangsbeschränkte Onlineressource)

    Leitfaden für Staatsbürgerkunde, 1951, 51961.

    Die verratene Republik. Geschichte der deutschen Gegenrevolution, 1958, Neuausg. u. d. T. Die verratene Republik. Deutsche Geschichte 1919–1933, 1979.

    Der schwierige Außenseiter. Erinnerungen eines Abgeordneten, Emigranten und Ministerpräsidenten, 1959, 21975.

    Flucht vor Hitler. Erinnerungen an die Kapitulation der ersten deutschen Republik, 1977.

    Monografien:

    Albrecht Graf Montgelas/Carl Nützel, Wilhelm Hoegner. Eine Lebensbeschreibung, 1957. (P)

    Franz Josef Baumgärtner, Wilhelm Hoegner, 1957. (P)

    Peter Kritzer, Wilhelm Hoegner. Politische Biographie eines bayerischen Sozialdemokraten, 1979. (W, P)

    Bernhard Taubenberger, Licht übers Land. Die bayerische Viererkoalition 1954–1957, 2002.

    Aufsätze:

    Gerhard A. Ritter, Wilhelm Hoegner (1887–1980), in: Ferdinand Seibt (Hg.), Gesellschaftsgeschichte. Festschrift für Karl Bosl zum 80. Geburtstag, Bd. II, 1988, S. 337–360.

    N. N., Art. „Hoegner, Wilhelm“, in: Die CSU 1945–1948. Protokolle und Materialien zur Frühgeschichte der Christlich-Sozialen Union, hg. im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte v. Barbara Fait/Alf Mintzel unter Mitarb. v. Thomas Schlemmer, Bd. 3, 1993, S. 1880 f.

    Karl-Ulrich Gelberg/Michael Stephan, Ministerpräsident Wilhelm Hoegner (18. September 1945 bis 21. Dezember 1946 und 14. Dezember 1954 bis 16. Oktober 1957), in: „Das schönste Amt der Welt“. Die bayerischen Ministerpräsidenten von 1945 bis 1993, hg. v. der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, 1999, S. 44–68.

    Hildegard Kronawitter, Bayerischer Patriot, Gefühlssozialist und erfolgreicher Ministerpräsident. Wilhelm Hoegner, in: Einsichten und Perspektiven. Bayerische Zeitschrift für Politik und Geschichte 1 (2005), H. 2, S. 34–57. (Onlineressource)

    Hermann Rumschöttel, Wilhelm Hoegner (1887–1980), in: Katharina Weigand (Hg.), Große Gestalten der bayerischen Geschichte, 2012, S. 441–459.

    Oliver Braun, …ein Bundesverfassungsgericht brauche man hier in Bayern nicht. Wilhelm Hoegner (1887–1980). Föderalist, Patriot, Sozialdemokrat, in: Rebellen – Visionäre – Demokraten, hg. v. Haus der Bayerischen Geschichte, 2013, S. 152–154.

    Hermann Rumschöttel, Wilhelm Hoegner. Mit Leidenschaft für ein demokratisches, gerechtes und modernes Bayern, in: Rainald Becker/Christof Botzenhart (Hg.), Die Bayerischen Ministerpräsidenten 1918–2018, 2024, S. 199–217.

    Lexikonartikel:

    N. N., Art. „Hoegner, Wilhelm“, in: Werner Röder/Herbert A. Strauss (Hg.), Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933, Bd. 1, 1980, S. 306.

    Oliver Hochkeppel, Art. „Hoegner, Wilhelm“, in: nsdoku.lexikon, hg. v. NS-Dokumentationszentrum München, 2025. (P) (Onlineressource)

    Fotografien, 1945–1970, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, München, StK-Fotos.

    Fotografien, 1946–1966, Archiv des Bayerischen Landtags, München, Bildarchiv.

    Fotografien, 1952–1967, Bayerische Staatsbibliothek, München, Bildarchiv. (Onlineressource)

  • Autor/in

    Oliver Braun (München)

  • Zitierweise

    Braun, Oliver, „Hoegner, Wilhelm“, in: NDB-online, veröffentlicht am 01.07.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118551922.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA