Böhm, Karl

Lebensdaten
1894 – 1981
Geburtsort
Graz
Sterbeort
Salzburg
Beruf/Funktion
Dirigent ; Generalmusikdirektor ; Kapellmeister ; Komponist
Konfession
römisch-katholisch
Normdaten
GND: 118512528 | GND-Explorer | OGND | VIAF
Namensvarianten

  • Böhm, Karl August Leopold
  • Böhm, Karl
  • Böhm, Karl August Leopold
  • Boehm, Karl
  • Bohm, Karl
  • Böhm, Karl August Leopold
  • Böhm, Carl
  • Böhm, Carl August Leopold
  • Boehm, Carl
  • Bohm, Carl
  • Böhm, Carl August Leopold

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Zitierweise

Böhm, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd118512528.html#indexcontent [04.10.2026].

CC0

  • Böhm, Karl August Leopold

    1894 – 1981

    Dirigent, Generalmusikdirektor

    Karl Böhm war ein international gefeierter Dirigent, der seit 1919 als Kapellmeister in Graz und München, später als Generalmusikdirektor in Darmstadt, Hamburg und Dresden sowie bis 1956 als Direktor der Wiener Staatsoper tätig war. Während des „Dritten Reichs“ stellte er sich in den Dienst des NS-Regimes. Sein Repertoire konzentrierte sich weitgehend auf den österreichisch-deutschen Kanon von Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) bis Richard Strauss (1864–1949); er setzte sich aber auch für die Opern Alban Bergs (1885–1935) ein.

    Lebensdaten

    Geboren am 28. August 1894 in Graz
    Gestorben am 14. August 1981 in Salzburg
    Grabstätte Steinfeldfriedhof (Familiengrab) in Graz
    Konfession römisch-katholisch
    Karl Böhm, BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Timpe (InC)
    Karl Böhm, BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Timpe (InC)
  • 28. August 1894 - Graz

    ca. 1900 - 1913 - Graz

    privater Klavier- und Geigenunterricht

    1905/06 - 1913 - Graz

    Schulbesuch (Abschluss: Matura)

    Oeverseegymnasium

    1913 - 1914 - Wien

    privater Kompositionsunterricht bei Eusebius Mandyczewski (1857–1929)

    1913 - 1919 - Graz

    Studium der Rechtswissenschaften (drei juristische Staatsprüfungen)

    Universität

    4.4.1919 - Graz

    Promotion (Dr. iur.)

    Universität

    1916 - 1921 - Graz

    Korrepetitor, seit 1919 Zweiter, seit 1920 Erster Kapellmeister

    Grazer Stadttheater (heute Oper Graz)

    1921 - 1927 - München

    Kapellmeister

    Staatsoper

    1927 - 1931 - Darmstadt

    Generalmusikdirektor

    Hessisches Landestheater (heute Staatstheater)

    1931 - 1933 - Hamburg

    Generalmusikdirektor

    Stadttheater; Philharmonisches Orchester

    1934 - 1942 - Dresden

    Generalmusikdirektor

    Staatsoper (heute Semperoper)

    1943 - 1945 - Wien

    Direktor

    Staatsoper

    1945 - Wien; Österreich; Deutschland

    Entnazifierungsverfahren: Einstufung als politisch belastet; Amtsenthebung als Direktor der Wiener Staatsoper; Dirigierverbot (bis Frühjahr 1947)

    alliierte Militärregierung

    1947 - 1981 - u. a. Wien; Buenos Aires; Neapel; Rom; Mailand; Paris; London; Salzburg; New York City; Amsterdam; Bayreuth; Berlin-West; Tokio

    als Dirigent Konzertauftritte und Gastspielreisen

    1954 - 1956 - Wien

    Direktor

    Staatsoper

    14. August 1981 - Salzburg

    alternativer text
    Karl Böhm, BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Neumeister (InC)

    Musikalische Anfänge in Graz und Wien

    Böhm erhielt als Kind Klavier- und Geigenunterricht und studierte nach der Matura am Grazer Oeverseegymnasium 1913 ein Jahr Komposition und Musiktheorie in Wien bei Eusebius Mandyczewski (1857–1929); in dieser Zeit entstanden mehrere Dutzend Lieder, Klavier- und Chorwerke. Parallel dazu studierte Böhm Rechtswissenschaften an der Universität Graz, wo er nach den juristischen Staatsprüfungen 1919 zum Dr. iur. promoviert wurde. 1916 wurde er Korrepetitor am Grazer Stadttheater (heute Oper Graz) und stieg 1919 zum Zweiten, 1920 zum Ersten Kapellmeister auf.

    Kapellmeister und Generalmusikdirektor

    1921 berief Bruno Walter (1876–1962) Böhm als Kapellmeister nach München. Trotz Walters Wechsel nach Berlin im folgenden Jahr, blieb dieser einer der wichtigsten Förderer und Initiatoren für Böhms intensive Beschäftigung mit dem Werk Wolfgang Amadeus Mozarts (1756–1791). Böhm wurde 1927 Generalmusikdirektor in Darmstadt, wo er am Hessischen Landestheater ein breites, teils avantgardistisches Repertoire dirigierte, darunter v. a. Alban Bergs (1885–1935) „Wozzeck“ sowie Werke Paul Hindemiths (1895–1963), jeweils in Anwesenheit der Komponisten. Ferner nahm er vereinzelt Werke Josef Matthias Hauers (1883–1959), Ernst Kreneks (1900–1991), Gustav Mahlers (1860–1911) und Sergej Prokofjews (1891–1953) in seine Programme auf.

    1931 wurde Böhm Generalmusikdirektor in Hamburg, wo er v. a. als Dirigent der Opern Richard Wagners (1813–1883), Richard Strauss’ (1864–1949) und Giuseppe Verdis (1813–1901) hervortrat, was Einladungen der Wiener Staatsoper („Tristan und Isolde“, 28.3.1933), der Wiener Philharmoniker (Konzertabend, 29.4.1933) und der Dresdner Staatsoper („Tristan und Isolde“, 3.5.1933) nach sich zog. Nach persönlicher Intervention Adolf Hitlers (1889–1945) wurde Böhm am 1. Januar 1934 Nachfolger des aus dem Amt gedrängten Dresdner Generalmusikdirektors Fritz Busch (1890–1951). An der Staatsoper (heute Semperoper) setzte er sich v. a. für die Werke Strauss’ (1935 Uraufführung der „Schweigsamen Frau“, 1938 der „Daphne“) und Mozarts ein; hinzu kamen gelegentliche Erst- und Uraufführungen, etwa Rudolf Wagner-Régenys (1903–1969) „Der Günstling“ (1935) und Richard Mohaupts (1904–1957) „Die Wirtin von Pinsk“ (1938). Besonders profilierte sich Böhm in diesen Jahren als Interpret der Opern Wagners, die er zu repräsentativen Anlässen wie Hitlers Geburtstag 1933 („Meistersinger“, Hamburg), zum Auftakt der „Dritten Reichstheaterfestwoche“ 1936 („Rienzi“, München) und bei den Nürnberger Reichsparteitagen 1936 und 1937 (jeweils „Meistersinger“) dirigierte.

    Seiner Bereitwilligkeit, sich in den Dienst der nationalsozialistischen Kulturpolitik zu stellen, verdankte Böhm unmittelbar nach dem von ihm befürworteten „Anschluss“ Österreichs im März 1938 die erstmalige Einladung zu den Salzburger Festspielen. Als Kulturrepräsentant des Regimes hatte er sich mehrfach öffentlich im Sinne der NS-Ideologie geäußert und die kulturpolitischen Standpunkte Hitlers verklärt (u. a. Die Musikkrise beseitigt, in: Die Musik-Woche 4, H. 13 v. 27.3.1936); bei einer Veranstaltung im Wiener Konzerthaus am 30. März 1938 zeigte er vor Orchester und Publikum den „deutschen Gruß“. Böhm trat nie der NSDAP bei und ließ in privaten Notizen mitunter Skepsis gegenüber dem Regime erkennen. Dass er, wie u. a. von Fred K. Prieberg (1928–2010) erwähnt, dem Kampfbund für deutsche Kultur angehörte sowie förderndes Mitglied der SS war, ist nicht zweifelsfrei erwiesen. 1943 wurde Böhm Direktor der Wiener Staatsoper. Seine Aktivitäten verlagerten sich in der Folge zunehmend von der Administration auf die Konzertbühne; auch unternahm er zahlreiche Gastspielreisen, u. a. nach Italien, Bulgarien, Schweden, Ungarn und Rumänien. 1944 wurde Böhm für „unabkömmlich“ erklärt und in die „Gottbegnadeten-Liste“ aufgenommen. Bis zuletzt war er neben Wilhelm Furtwängler (1886–1954) und Herbert von Karajan (1908–1989) einer der prominentesten Dirigenten des „Dritten Reichs“.

    Nachkriegszeit, Entnazifizierung und internationale Dirigiertätigkeit

    Nach Kriegsende stufte die alliierte Militärregierung Böhm in seinem Entnazifizierungsverfahren als politisch belastet ein und enthob ihn seines Amts als Direktor der Wiener Staatsoper; sein 1945 erst für Wien, 1946 dann österreich- und deutschlandweit erlassenes Dirigierverbot wurde im Frühjahr 1947 aufgehoben. Jegliche Verantwortung für sein Handeln in der NS-Zeit und die alliierten Maßnahmen zur Entnazifizierung lehnte er entschieden ab (Tagebuch, 1946). Am 7. Juni 1947 dirigierte Böhm wieder an der Wiener Staatsoper, 1948 in Neapel und Rom sowie 1949 u. a. in Mailand, Paris und London. Von 1950 bis 1953 leitete er die Deutsche Spielzeit des Teatro Colón in Buenos Aires, wo er 1952 den „Wozzeck“ erstaufführte wie zuvor in Salzburg (Festspiele, 1951).

    Seit Mitte der 1950er Jahre grenzte Böhm sein Repertoire zunehmend auf jenen Kanon der österreichisch-deutschen Tradition ein, mit dem sein Wirken bis heute primär assoziiert wird. Den Schwerpunkt bildeten Mozart und Strauss, für deren Rezeption nach 1945 Böhm wichtige Impulse setzte. Im Falle Mozarts sind v. a. sein Einsatz für die bis dahin vernachlässigte Oper „Così fan tutte“, im Falle Strauss’ für die Opern „Ariadne auf Naxos“ und „Die Frau ohne Schatten“ zu nennen. Weitere Grundpfeiler seines Repertoires bildeten Ludwig van Beethoven (1770–1827), Franz Schubert (1797–1828), Johannes Brahms (1833–1897) und Anton Bruckner (1824–1896). 1954 trat Böhm seine zweite Amtszeit als Wiener Staatsoperndirektor an und führte im November 1955 das Opernfest zur Wiedereröffnung des Staatsoperngebäudes durch.

    1956 wurde Böhms Vertrag nach öffentlicher Kritik an seinen zeitraubenden internationalen Aktivitäten und aufgrund unterschiedlicher künstlerischer Auffassungen mit der Bundestheaterverwaltung aufgelöst. Böhm setzte danach seine Aktivitäten als Dirigent im In- und Ausland verstärkt fort. Am 31. Oktober 1957 debütierte er an der Metropolitan Opera in New York City, am 15. Mai 1959 mit dem Concertgebouworkest Amsterdam und am 24. Juli 1962 in Bayreuth, wo er zur ästhetischen Neuorientierung der Wagner-Festspiele beitrug. Im Oktober 1963 dirigierte Böhm im Rahmen eines Gastspiels der Deutschen Oper Berlin zur Eröffnung des Nissay-Theaters in Tokio, am 26. Juli 1970 wurde mit Beethovens „Fidelio“ unter seiner Leitung die umgebaute Felsenreitschule in Salzburg wiedereröffnet. Am 12. März 1981 trat Böhm in Wien mit Mozarts „Le Nozze di Figaro“ letztmals öffentlich auf. Kurz vor seinem Tod wirkte er an den Dreharbeiten zum Musikfilm „Elektra“ von Regisseur Götz Friedrich (1930–2000) mit.

    Musikalische Bedeutung und Rezeption

    Als Dirigent polarisierte Böhm bereits zu Lebzeiten. Während viele Kritiker seine interpretatorische wie charakterliche Geradlinigkeit schätzten, bezeichneten andere seinen Stil als uninspiriert, routiniert und „kapellmeisterlich“. Böhms Dirigate zeichneten sich durch eine sachliche, werkgetreue und nie ins Extreme strebende Herangehensweise aus. Mit seinem ausgeprägten Verständnis des Bühnenhandwerks erlangte er v. a. als Operndirigent hohes Ansehen. Insbesondere mit den Orchesterwerken Mozarts und Beethovens gilt sein nüchtern-linearer Zugang hingegen als weniger verträglich, aber auch mit den schattierungsbedürftigen Partituren Mahlers, die Böhm nach 1945 allerdings nur noch selten dirigierte. Seine Interpretationen der sehr idiomatisch instrumentierten Orchesterwerke von Strauss werden bis heute geschätzt. Reizvoll sind auch seine bislang wenig rezipierten Mitschnitte von modernem Repertoire, darunter Werke von Hindemith und Igor Strawinsky (1882–1971). Böhms Rolle während des „Dritten Reichs“ löste bis in seine letzten Lebensjahre keine ernsthaften öffentlichen Debatten aus; 1979 prozessierte er sogar erfolgreich gegen den Publizisten Adolf Opel (1935–2018), der ihn in einem Leserbrief mit einigen seiner (dokumentierten) Handlungen während der NS-Zeit konfrontiert hatte. Eine kritische wissenschaftliche Aufarbeitung dieses Teils seiner Biografie begann in den 1990er Jahren und dauert bis heute an.

    1933 Vorstandsmitglied der Vereinigung künstlerischer Bühnenvorstände e. V.
    1935 Titularprofessor
    1944 Aufnahme in die „Gottbegnadeten-Liste“ des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda
    1957 Mozart-Medaille der Mozartgemeinde Wien
    1958 Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
    1959 Goldene Medaille der Mozartstadt Salzburg
    1960 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
    1962 Anton-Bruckner-Ring des Vereins Anton Bruckner der Wiener Symphoniker
    1964 Ehrenring der Stadt Wien
    1964 Ehrenmitgliedschaft des Beethoven-Hauses Bonn
    1964 Generalmusikdirektor (letztmalige Vergabe in Österreich)
    1965 Ehrensenator der Universität Graz
    1967 Berliner Kunstpreis
    1968 Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper
    1969 Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien
    1970 Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst
    1974 Dr.-Karl-Renner-Preis der Stadt Wien
    1974–1981 Dr.-Karl-Böhm-Preis für junge österreichische Dirigenten (vier Vergaben)
    1976 Kommandeurkreuz der Ehrenlegion, Frankreich
    1978 Ehrenbürger der Stadt Wien
    1979 Karl-Böhm-Saal im Haus für Mozart, Salzburg (weiterführende Informationen)
    1980 Ehrenbürger der Stadt Graz
    1980 Ehrenmitglied des Stadttheaters Darmstadt
    1980 Dr.-Karl-Böhm-Allee, Graz/Schlossberg
    1991 500-Schilling-Gedenkmünze (weiterführende Informationen)
    1994 Dr.-Karl-Böhm-Weg, Salzburg-Parsch (weiterführende Informationen)
    seit 1998 Karl-Böhm-Interpretationspreis des Landes Steiermark (2015 Umbenennung in Großer Interpretationspreis, derzeit alle zwei Jahre vergeben)
    Gedenktafel am Geburtshaus, Kernstockgasse 21 (sog. Böhm-Schlössl), Graz (weiterführende Informationen)
    Gedenktafel am Wohnhaus, Himmelstraße 41, Wien-Döbling (weiterführende Infomationen)

    Teilnachlässe:

    Universitätsarchiv Salzburg, Sammlung Karl Böhm. (weiterführende Informationen)

    Privatbesitz Almaz Böhm, Salzburg. (u. a. Manuskripte von Liedkompositionen)

    Archiv der Kunstuniversität Graz. (Klavierstücke, Lieder, Chorsätze) (weiterführende Informationen)

    Weitere Archivmaterialien:

    Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, G 55 9/7. (Personalakte, ca. 1925–1931)

    Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, MK 6 0202. (Personalakt des Kultusministeriums, 1921–1961)

    Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, 2963. (Personalakt der Intendanz der Bayerischen Staatsoper, 1921–1928)

    Gedruckte Quellen:

    Ich erinnere mich ganz genau, hg. v. Hans Weigel, 1968. (Autobiografie)

    Martina Steiger (Hg.), Richard Strauss – Karl Böhm. Briefwechsel 1921–1949, 1999.

    Schriften:

    Die Musikkrise beseitigt!, in: Die Musik-Woche 4, H. 13 v. 27.3.1936, S. 5.

    Der Weg der heutigen Musik, in: Blätter der Kameradschaft der deutschen Künstler 11 (1939), S. 25–27. (Sonderheft zum 50. Geburtstag Adolf Hitlers am 20. April 1939)

    Interpretation Mozarts, in: W. A. Mozart, herausgegeben zur Mozartwoche des Deutschen Reiches in Zusammenarbeit mit dem Reichs-Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda und dem Reichsstatthalter in Wien, hg. v. Walter Thomas, 1941, S. 75–77.

    Mozart-Probleme, in: Österreichische Musikzeitschrift 2 (1947), H. 7/8, S. 185–187.

    Von einer neuen Staatsopern-Aera, in: Österreichische Musikzeitschrift 9 (1954), H. 3, S. 92 f.

    Die Wiedergeburt der Wiener Staatsoper, 1955.

    Bekenntnis zu Mozart, in: Musikerziehung 14 (1960/61), S. 44 f.

    Von der Würde der Festspiele, in: Österreichische Musikzeitschrift 17 (1962), H. 8, S. 341.

    Begegnung mit Richard Strauss, hg. v. Franz Eugen  Dostal, 1964.

    Zum Mozart-Stil, in: Österreichische Musikzeitschrift 24 (1969), H. 8, S. 433–435.

    Über die Musik Mozarts und ihre Interpretation, in: Musikerziehung 23 (1969), S. 119–122.

    Interviews:

    Der Kater auf dem Souffleurkasten, in: Harry Erwin Weinschenk (Hg.), Künstler plaudern, [1938], S. 44–49.

    Wenn nicht bald ein neuer Puccini kommt. Ein Wiener Gespräch [Karl Böhms] mit Gerhard Brunner, in: Musica. Zweimonatsschrift für alle Gebiete des Musiklebens 27 (1973), H. 4, S. 339–342.

    Wenn man die Partitur richtig liest. Karl Böhm in einem SN-Gespräch über ‚Don Giovanni‘ mit Klaus Adam, in: Salzburger Nachrichten, Festspielbeilage v. 23.7.1977, S. 3 f.

    „Ich bin und bleibe ein Einzelgänger“. Mit dem 84-jährigen Dirigenten sprach Felix Schmidt, in: Die Zeit, Nr. 51 v. 15.12.1978, S. 59 f.

    Felix Schmidt, Karl Böhm. Ich bin und bleibe ein Einzelgänger. Ein Gespräch (Auszüge), in: Das Orchester. Zeitschrift für Orchesterkultur und Rundfunk-Chorwesen 27 (1979), H. 3, S. 192–195.

    Kompositionen:

    Gedruckte Werke:

    Blütenschnee, Klavierlied, 1914.

    20 Lieder für Singstimme und Klavier, hg. v. Karlheinz Böhm, 2000.

    Ungedruckte Werke:

    ca. 15 Lieder für Singstimme und Klavier, 1913/14.

    Zwei Chorsätze für vierstimmigen Männerchor, 1914.

    Sonntagsmorgen. Phantasie für Klavier und Orgel (oder Harmonium), 1912.

    Sechs Kompositionen für Klavier solo, 1912/14.

    Werkverzeichnis:

    Thomas Wozonig, Art. „Böhm, Karl“, in: Dizionario enciclopedico universale della musica e dei musicisti. (in Vorbereitung)

    Diskografien:

    Franz Endler, Karl Böhm. Ein Dirigentenleben, 1981, S. 259–281. (Auswahl)

    Thomas Wozonig, Art. „Böhm, Karl“, in: Dizionario enciclopedico universale della musica e dei musicisti. (in Vorbereitung)

    Monografien und Sammelwerke:

    Margarete Roemer, Karl Böhm, 1966.

    Harold C. Schonberg, Die grossen Dirigenten, 1973, S. 286–288.

    Franz Endler, Karl Böhm. Ein Dirigentenleben, 1981.

    Karl Böhm an der Wiener Staatsoper. Eine Dokumentation, hg. v. Österreichischen Bundestheaterverband und der Direktion der Staatsoper, 1981.

    Oliver Rathkolb, Führertreu und gottbegnadet. Künstlereliten im Dritten Reich, 1991, S. 23, 99–105, 121–125, 176 u. 187. (P)

    Michael H. Kater, Die mißbrauchte Muse. Musiker im Dritten Reich, ²1999, S. 126–130 u. 369.

    Christoph Moor, „Und spurlos verschollen ist hiervon die Tradition“. Die Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte von Mozarts Jupiter-Sinfonie im Prisma der Wagnerschen Dirigier- und Interpretationsästhetik bis zum Einsetzen der historisch informierten Aufführungspraxis, 2019, S. 325–331. (ungedr. Diss., Universität Bern) (Onlineressource)

    Thomas Wozonig (Hg.), Karl Böhm. Biografie, Wirken, Rezeption, 2025. (P)

    Aufsätze und Beiträge:

    Erik Werba, Karl Böhm und die Salzburger Festspiele, in: Österreichische Musikzeitschrift 19 (1964), H. 8, S. 362–364.

    Clemens Höslinger, Auf der Suche nach dem ‚Wiener Mozartstil‘, in: Musikerziehung. Zeitschrift der Musikerzieher Österreichs 44 (1990), H. 1, S. 10–14.

    Kerstin Bartel, Zum 100. Geburtstag von Karl Böhm, in: Das Orchester. Zeitschrift für Orchesterkultur und Rundfunk-Chorwesen 42 (1994), H. 7/8, S. 41.

    Clemens Hellsberg, Karl Böhm und die Wiener Philharmoniker, in: Blätter der Wiener Philharmoniker (1994/95), S. 19–22.

    Thomas Seedorf, Werktreue und Texttreue. Mozart-Dirigenten des 20. und 21. Jahrhunderts, in: Stephan Mösch (Hg.), „Weil jede Note zählt“. Mozart interpretieren. Gespräche und Essays, 2020, S. 76–105.

    Alexander Pinwinkler, Prof. Dr. Karl Böhm, in: Peter F. Kramml/Sabine Veits-Falk/Johannes Hofinger (Red.), Die Stadt Salzburg im Nationalsozialismus, 2021, S. 39–56. (Onlineressource)

    Thomas Wozonig, „…eines der vielen Missverständniße der damaligen Zeit“. Der Karl-Böhm-Saal im Spiegel von Vergangenheitsbewältigung und Erinnerungskultur, in: Sigrid Brandt/Thomas Wozonig (Hg.), Wie sich Salzburg inszeniert, 2023, S. 315–339.

    Zeitungsartikel:

    Erik Werba, Karl Böhm zum 28. August 1969. Ein Geburtstagsbrief, in: Österreichische Musikzeitschrift 24 (1969), H. 8, S. 450 f.

    [Karl Heinz Ruppel], Karl Böhm ist 85!, in: Die Furche v. 29.8.1979.

    Heinz-Klaus Metzger, Karajan und Böhm sind maßlos überbewertet, in: Der Spiegel 47 v. 16.11.1980. (Onlineressource)

    Joachim Riedl, Wer war Karl Böhm?, in: Zeit Online v. 17.11.2005. (zugangsbeschränkte Onlineressource)

    Nachruf:

    Ernst Krause, Zum Tode von Karl Böhm, in: Richard Strauss-Blätter 6 (1981), S. 3–5.

    Lexikon- und Handbuchartikel:

    Ingo Harden, Art. „Böhm, Karl“, in: Ludwig Finscher (Hg.), Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Bd. 3, 22000, S. 249 f. (W, L)

    Fred K. Prieberg, „Art. „Böhm, Karl“, in: ders., Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945, 22009, S. 650–659. (CD-Rom)

    Gerhard Brunner, Art. „Böhm, Karl“, in: Grove Music Online. (zugangsbeschränkte Onlineressource)

    Elisabeth Hilscher/Karoline Hochstöger, Art. „Böhm, Familie“ (2002), in: Oesterreichisches Musiklexikon online, hg. v. Barbara Boisits. (Onlineressource)

    Fotografien, 1932–1979, Universitätsarchiv Salzburg, Sammlung Karl Böhm, SKB 8-11, Abbildungen in: Thomas Wozonig (Hg.), Karl Böhm. Biografie, Wirken, Rezeption, 2025, S. 13, 191, 193, 213, 311, 315, 325 u. 327.

    Fotografie v. Albert Hilscher (1892–1964), 1943, Österreichisches Nationalarchiv, Bildarchiv Austria, H 7 566/1, Abbildung in: Thomas Wozonig (Hg.), Karl Böhm. Biografie, Wirken, Rezeption, 2025, S. 375.

    Zeichnung v. George Krishizki (1924–2001), 1978, Privatbesitz Brian Crick (USA), Abbildung in: Thomas Wozonig (Hg.), Karl Böhm. Biografie, Wirken, Rezeption, 2025, Cover. (Onlineressource)

    Büste v. Peter Lipman-Wulf (1905–1993), 1979, Abbildung in: Thomas Wozonig (Hg.), Karl Böhm. Biografie, Wirken, Rezeption, 2025, S. 13.

    Fotografien v. Felicitas Timpe (1923–2006) und Werner Neumeister (1926–1997), Bayerische Staatsbibliothek München, Bildarchiv.

  • Autor/in

    →Thomas Wozonig (Graz)

  • Zitierweise

    Wozonig, Thomas, „Böhm, Karl“, in: NDB-online, veröffentlicht am 01.10.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118512528.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA