Lebensdaten
1872 bis 1941
Geburtsort
Breslau
Sterbeort
Oxford
Beruf/Funktion
Verleger ; Galerist
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 118869000 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Cassirer, Bruno
  • Kassirer, Bruno

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Zitierweise

Cassirer, Bruno, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118869000.html [18.11.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Jul. (1841–1924), KR;
    M Julie, T des Siegfr. Cassirer (1812-97 [s. Genealogie 2]) u. der Henriette Fischer;
    B Fritz (1871–1926), Musikschriftsteller u. Opernkomponist in Elberfeld u. Berlin;
    1898 Else (Cousine, ca. 1943), Schw des Paul (s. 3) u. Rich. s. (4);
    T Sophie ( Rich. Walzer, Altphilologe u. Arabist, Prof. in Oxford), Agnes ( Günther Hell [George Hill], führt den Verlag in Oxford weiter)

  • Leben

    C. studierte an den Universitäten Berlin und München. 1898 gründete er mit seinem Vetter Paul siehe (3) den Kunstsalon und die Verlagsbuchhandlung B. & P. C. in Berlin, trennte sich jedoch 1901 wieder von ihm, um im gleichen Jahre den Verlag B. C. zu gründen, während er die Kunsthandlung seinem Vetter überließ und sich verpflichtete, eine bestimmte Zeit über keinen Kunstsalon ins Leben zu rufen. Sein Verlag widmete sich der bildenden Kunst, der Dichtung sowie der Philosophie. Er veröffentlichte wertvolle Monographien über die Meister des Impressionismus sowie illustrierte Bücher von Max Slevogt, Max Liebermann und anderen. Verlagslektoren waren Christian Morgenstern und 1928 bis 1938 Max Tau. 1902-33 verlegte man die anfangs von Emil Heilbut und Cäsar Flaischlen, seit 1906 von Karl Scheffler redigierte Zeitschrift „Kunst und Künstler“. In der philosophischen Abteilung des Verlages kamen die von seinem Vetter Ernst siehe (2) besorgte Kant-Gesamtausgabe wie auch dessen eigene Bücher und die von Hermann Cohen heraus. Im Dezember 1938 emigrierte C. nach England und gründete im Mai 1939 als Kunstverlag, der die Tradition des Berliner Hauses fortführen sollte, die Firma B. C. (Publishers) Ltd. in London. Mitten in den Vorbereitungen für die ersten Bücher starb er. - C. war langjähriger Vorsitzender des Trabrenn-Vereins Mariendorf e. V., dessen Trabrennbahn er in die Höhe brachte. Nach 1918 war er Vorsitzender der „Obersten Behörde für Traber-Zucht und -Rennen“ des Trabrenn-Vereins Mariendorf und des Deutschen Traberzüchter-Vereins. Er besaß berühmte Rennställe bei Spandau und Templin und hat den Berliner Trabrenn-Sport durch den Import amerikanischen Blutes hervorragend gefördert.

  • Literatur

    Vom Beruf d. Verlegers, Festschr. f. B. C., 1932 (Zeichnung v. →Max Liebermann);
    B. Hettwer (Hrsg.), 1878-1928, Jubiläums-Traber-Jb., 1928;
    G. Kummetz-F. Petermann, 75 J. Berliner Trabrennsport, 1935;
    K. Scheffler, Die fetten u. d. mageren Jahre, 1946;
    M. Tau, Glaube an d. Menschen. 1948;
    K. H. Salzmann, Die Verlage P. u. B. C., Ein Stück Berliner Kulturgesch., in: Berliner Hh., 1949, Nr. 5, S. 503-08;
    ders., in: Börsenbl. f. d. Dt. Buchhandel, Frankfurt a. M., Beil. Aus d. Antiquariat, 22.9.1950, S. A 757 f.;
    Ch. Morgenstern, Ein Leben in Briefen, hrsg. v. M. Morgenstern, 1952;
    Enc. Jud. V (auch f. B Fritz);
    Rhdb. I (P).

  • Portraits

    Ölgem. v. Max Liebermann (verschollen).

  • Autor/in

    Karl H. Salzmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Salzmann, Karl H., "Cassirer, Bruno" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 167-168 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118869000.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA