Koeppen, Wolfgang

Lebensdaten
1906 – 1996
Geburtsort
Greifswald
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Schriftsteller ; Journalist ; Drehbuchautor ; Feuilletonredakteur am Berliner Börsen Courier
Konfession
nicht bekannt
Normdaten
GND: 118564471 | OGND | VIAF: 46763212
Namensvarianten

  • Koeppen, Wolfgang Arthur Reinhold / bis ca. 1923 Köppen
  • Koeppen, Wolfgang
  • Koeppen, Wolfgang Arthur Reinhold / bis ca. 1923 Köppen
  • Koepen, Wolfgang
  • Köppen, Wolfgang Arthur Reinhold
  • Keppen, Worufugangu
  • Keppen, Vol'fgang
  • Këppen, Volʹfgang
  • Kiopen, Volfgang
  • K'open, Volfgang
  • Kepens, Volfgangs
  • Kepenš, Volfgangs
  • Koeppen, Wolfgang Arthur Reinhold
  • Ḳopen, Ṿolfgang
  • Kepen, Volfgang
  • קפן, וולפגנג
  • ケッペン, ヴォルフガング
  • Coeppen, Wolfgang
  • Coeppen, Wolfgang Arthur Reinhold / bis ca. 1923 Köppen
  • Coepen, Wolfgang
  • Cöppen, Wolfgang Arthur Reinhold
  • Ceppen, Worufugangu
  • Ceppen, Vol'fgang
  • Cëppen, Volʹfgang
  • Ciopen, Volfgang
  • Cepens, Volfgangs
  • Cepenš, Volfgangs
  • Coeppen, Wolfgang Arthur Reinhold
  • Cepen, Volfgang

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Zitierweise

Koeppen, Wolfgang, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118564471.html [02.02.2026].

CC0

  • Koeppen, Wolfgang Arthur Reinhold (bis ca. 1923 Köppen)

    1906 – 1996

    Schriftsteller, Journalist, Drehbuchautor

    Neben seiner journalistischen Arbeit begann Wolfgang Koeppen in der späten Weimarer Republik Erzählungen zu veröffentlichen, seit 1934 auch Romane. Zwischen 1939 und 1957 verfasste er Filmexposés und Drehbücher für Spielfilme. Seine Hauptwerke, die Romane „Tauben im Gras“ (1951), „Das Treibhaus“ (1953) und „Der Tod in Rom“ (1954), sind bedeutende literarische Bestandsaufnahmen der Nachkriegsgesellschaft. Seit den 1950er Jahren veröffentlichte Koeppen auch Reisereportagen und Essays.

    Lebensdaten

    Geboren am 23. Juni 1906 in Greifswald
    Gestorben am 15. März 1996 in München
    Grabstätte Nordfriedhof in München-Schwabing
    Konfession nicht bekannt
    Wolfgang Koeppen, Imago Images (InC)
    Wolfgang Koeppen, Imago Images (InC)
  • 23. Juni 1906 - Greifswald

    1909 - Thorn (Westpreußen, heute Toruń, Polen)

    Übersiedlung mit der Mutter

    1912 - Ortelsburg (Masuren, heute Szczytno, Polen)

    Übersiedlung mit der Mutter

    1914 - Greifswald

    Flucht

    1915 - 1919 - Ortelsburg

    Rückkehr; Schulbesuch

    Reform-Realprogymnasium

    1919 - 1920 - Greifswald

    Übersiedlung; Schulbesuch

    Knabenmittelschule

    1920 - 1922 - Greifswald

    Buchhandelsgehilfe

    Buchhandlung Winter & Looke

    1922 - 1923 - u. a. Hamburg

    Kochjunge zur See; Gelegenheitsarbeiter

    1923 - 1923 - Putbus (Insel Rügen)

    Schauspieler-Volontär

    Fürstliches Schauspielhaus

    1923 - 1924 - Greifswald

    Inspizient; Charge

    Stadttheater

    1924 - Berlin

    Übersiedlung

    1926 - 1927 - Würzburg

    Dramaturgie- und Regievolontär

    Stadttheater

    1927 - 1932 - Berlin

    Gelegenheitsarbeiter; freiberuflicher Journalist

    u. a. Osram GmbH & Co. KG (Glühlampenfabrik); Die Rote Fahne; B.Z. am Mittag; Berliner Börsen-Kurier (Tageszeitungen)

    1932 - 1934 - Berlin

    freiberuflicher Mitarbeiter; seit September 1932 Feuilletonredakteur

    Berliner Börsen-Kurier (Tageszeitung)

    1934 - 1934 - Zürich; Venedig; Sizilien

    Reise

    1934 - 1938 - Den Haag

    Aufenthalt bei Freunden

    1939 - 1944 - Berlin; München

    Drehbuchautor

    1944 - 1996 - Feldafing am Starnberger See; München

    Übersiedlung

    1945 - 1945 - Feldafing

    Kriegsdienst (Volkssturm)

    1946 - 1948 - München

    Verlagslektor

    Herbert Kluger Verlag

    1947 - 1948 - München

    freiberuflicher Journalist

    Die Neue Zeitung (Tageszeitung)

    1955 - 1960 - u. a. Spanien; Russland; USA; Frankreich

    Reisen im Auftrag des Süddeutschen Rundfunks

    1982 - 1982 - Frankfurt am Main

    Gastdozent für Poetik

    Universität

    1986 - 1986 - New York City

    Lesereise

    15. März 1996 - München

    alternativer text
    Wolfgang Koeppen (rechts), BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Timpe (InC)

    Kindheit und Jugend in Pommern, West- und Ostpreußen

    Koeppen, der bereits um 1923 in Manuskripten diese Namensschreibweise wählte, hatte zeitlebens keinen Kontakt zu seinem Vater, der die Vaterschaft in den 1920er Jahren gerichtlich abstritt. Koeppen wuchs in Greifswald bei seiner unverheirateten Mutter und der Großmutter auf. Nach deren Tod übersiedelten Mutter und Sohn 1909 nach Thorn (Westpreußen, heute Toruń, Polen), wo sie bei einem Baurat lebten, dem die Schwester der Mutter den Haushalt führte. In diesem Haus empfing Koeppen wichtige Bildungseindrücke.

    Um 1912 übersiedelte Koeppen mit seiner Mutter nach Ortelsburg (Masuren, heute Szczytno, Polen), floh zu Beginn des Ersten Weltkriegs kurzzeitig nach Greifswald und besuchte nach seiner Rückkehr seit 1915 das Ortelsburger Reform-Realprogymnasium. Seit dem Frühjahr 1919 wieder in Greifswald wohnhaft, verließ er die dortige Knaben-Mittelschule nach der mit dem 14. Lebensjahr endenden Schulpflicht. Anschließend war er vorübergehend als Laufjunge in einer Greifswalder Buchhandlung, heuerte 1922/23 in Stettin (heute Szczecin, Polen) als Kochjunge auf einem Frachtschiff an und verdingte sich als Gelegenheitsarbeiter.

    Frühe künstlerische und journalistische Arbeit (1923–1933)

    Seit Sommer 1923 war Koeppen am Fürstlichen Schauspielhaus in Putbus auf Rügen als Charge und am Stadttheater Greifswald auch als Inspizient beschäftigt. 1924 erhielt er einen Vertrag als Regisseur am Wismarer Stadttheater, den er bald wieder kündigte. Der Verleger Kurt Wolff (1887–1963) lehnte einen Band mit Koeppens früher Lyrik im selben Jahr ab. Koeppen übersiedelte 1925 nach Berlin und hatte 1926/27 am Stadttheater Würzburg eine undotierte Stelle als Dramaturgie- und Regievolontär, ehe er nach Berlin zurückkehrte, wo er u. a. in der Glühbirnenfabrik Osram GmbH & Co. KG arbeitete und seit 1928 kürzere literarische (u. a. in „Die Rote Fahne“) und journalistische Texte, v. a. Film- und Theaterkritiken (u. a. in „Berliner Börsen-Courier“, „B.Z. am Mittag“), publizierte. Von 1932 bis zu dessen Einstellung Ende 1933 war er Mitglied der Feuilleton- und Theaterredaktion des „Berliner Börsen-Couriers“.

    Literarische Anfänge und Tätigkeit als Drehbuchautor in der NS-Zeit

    Vermittelt durch den Lektor Max Tau (1897–1976), der auf Koeppens erzählerisches Talent aufmerksam geworden war, ermöglichte der Verleger Bruno Cassirer (1872–1941) Koeppen 1934 eine längere Reise durch die Schweiz und Italien. In dieser Zeit entstanden Vorarbeiten für seinen ersten Roman, „Eine unglückliche Liebe“ (1934), in dem er seine unerwidert gebliebene Liebe zu der Schauspielerin Sybille Schloß (1910–2007) verarbeitete. Seit Herbst 1934 lebte Koeppen in Den Haag bei einer ihm aus Berlin bekannten Anwaltsfamilie, die kurz zuvor in das Exil gegangen war. In den Niederlanden schrieb er den Roman „Die Mauer schwankt“ (1935), in den Erinnerungen an die Kindheit in Masuren einflossen, und u. a. das lange verschollen geglaubte, erst postum aufgefundene Romanfragment „Die Jawang-Gesellschaft“ (2000).

    Nach der Rückkehr nach Deutschland 1938 wohnte Koeppen bald wieder in Berlin und arbeitete seit 1939 für Filmstudios als Verfasser von Filmexposés und – teils als Mitautor – von Drehbüchern für Spielfilme. Entgegen eigener Aussage, im Herbst 1943 im oberbayerischen Feldafing „in den Untergrund gegangen“ zu sein, übersiedelte er zwar dorthin, war aber weiterhin für den Film tätig. Für die Fertigstellung eines nie erschienenen Romans mit dem Titel „Mit Einsetzen der Flut“ war Koeppens Einberufung zur Wehrmacht auf Bitte des Universitas Verlags an die Reichsschrifttumskammer im April 1940 zurückgestellt worden; Anfang 1945 wurde er zum „Volkssturm“ eingezogen.

    Koeppen als Schriftsteller in der westdeutschen Nachkriegszeit

    Nach dem Zweiten Weltkrieg schlug Koeppen sich als Antiquitätenhändler durch, arbeitete als Lektor für den Münchner Verlag Herbert Kluger und schrieb 1947/48 für die „Neue Zeitung“ Feuilleton-Beiträge. Spätestens seit den 1970er Jahren gehörte er zum Münchner Freundeskreis um Horst Bienek (1930–1990).

    In der frühen Nachkriegszeit entstanden mit der Trilogie „Tauben im Gras“ (1951), dem 1987 unter der Regie von Peter Goedel (geb. 1943) als gleichnamigem Spielfilm produzierten Band „Das Treibhaus“ (1953) und „Der Tod in Rom“ (1954) in kurzer Folge Koeppens bedeutendste Romane. Deren mosaikartige Erzählweise erweckt den Eindruck der Simultaneität, die durch eine zufällig erscheinende Aneinanderreihung multiperspektivisch erzählter Episoden und Eindrücke erzeugt wird, durchzogen von assoziativen Gedankengängen in langen parataktischen Sätzen. Thematisch setzen sich die drei Romane mit individueller Isolation und gesellschaftlicher Desorientierung, aber auch mit Kontinuitäten seit der NS-Zeit und politischer Restauration in der frühen Bundesrepublik kritisch auseinander. In seinen Romanen „Der Sandkasten“ (2022), „Krähen im Park“ (2023) und „Innerstädtischer Tod“ (2024) nahm Christoph Peters (geb. 1966) inhaltlich und erzähltechnisch Bezug auf Koeppens Trilogie.

    In Essays über Reisen in die Sowjetunion, nach Frankreich und in die USA, die Koeppen in den 1950er und 1960er Jahren im Auftrag des Rundfunks unternahm, setzte er die in der Romantrilogie erprobte Erzählweise fort, wobei „Amerikafahrt“ (1959) zu seinen besten literarischen Arbeiten zählt. Aus dem Konvolut an Texten für einen geplanten, autobiografisch grundierten „großen Roman“, den Koeppen mit verschiedenen Arbeitstiteln bereits seit den 1950er Jahren in Briefen an seine Verleger Henry Goverts (1892–1988) und Siegfried Unseld (1924–2002) sowie Schriftstellerkollegen wie Hans Werner Richter (1908–1993) und Tau ankündigte und der zeitweise offenbar als Romantrilogie mit dem Gesamttitel „Die Scherzhaften“ konzipiert gewesen war, wurden zu Lebzeiten lediglich wenige Teile veröffentlicht, u. a. der schmale Band „Jugend“ (1976). In Koeppens Nachlass fand sich eine Vielzahl an autobiografischen Notizen, Prosaskizzen und Romanfragmenten, die seit dem Aufenthalt in den Niederlanden in den 1930er Jahren entstanden waren.

    Autorschaft der „Aufzeichnungen aus einem Erdloch“ (1948)

    1992 wurde bekannt, dass Koeppen Autor des 1948 unter dem Namen des Holocaust-Überlebenden Jakob Littner (1883–1950) veröffentlichten Prosatexts „Aufzeichnungen aus einem Erdloch“ war. Entgegen seiner Behauptung, über keinen Vorlagentext verfügt zu haben, konnte nach dem Auffinden des autobiografischen Berichts Littners über seine Verfolgung, Inhaftierung und Flucht als polnischer Jude während der NS-Zeit (Erstdruck 2002 u. d. T. „Mein Weg durch die Nacht“) nachgewiesen werden, dass Koeppen Littners Manuskript weitgehend folgte, es jedoch durch teils starke Bearbeitung „literarisierte“ und ihm den Charakter eines Tagebuchs gab.

    Rezeption

    Auch wenn seine Romantrilogie die zeitgenössische Kritik eher irritierte und großenteils negative Resonanz erfuhr, gilt Koeppen heute als einer der wichtigsten Repräsentanten der Literatur der frühen Bundesrepublik. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und fanden – wie „Tauben im Gras“ – Eingang in den Schulkanon. Der Erforschung und Verbreitung von Koeppens Werk dienen heute die 2000 von Günter Grass (1927–2015) und Peter Rühmkorf (1929–2008) gegründete Wolfgang-Koeppen-Stiftung und die Internationale Wolfgang-Koeppen-Gesellschaft sowie seit 2003 das Geburtshaus Koeppens, in dem das Literaturzentrum Vorpommern und das Koeppen-Archiv untergebracht sind.

    1961 Literaturpreis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie
    1961 Förderungspreis Literatur der Landeshauptstadt München
    seit 1961 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt
    1962 Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt
    1964 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin-West, seit 1993 Berlin, Sektion Literatur
    vor 1965 ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München
    1965 Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München
    1967 Dichterpreis der Stiftung zur Förderung des Schrifttums
    1967 Immermann-Preis der Stadt Düsseldorf
    1971 Andreas-Gryphius-Preis der Künstlergilde Esslingen
    seit 1972 Mitglied des Deutschen PEN-Zentrums (Bundesrepublik)
    1974 Erster Stadtschreiber von Bergen, Frankfurt am Main-Bergen-Enkheim
    1977 Hauptstipendiat des Europa-Forums für Literatur in der Friedrich Schiller-Stiftung
    1982 Kultureller Ehrenpreis der Landeshauptstadt München
    1982/83 Poetik-Dozent, Universität Frankfurt am Main
    1984 Arno-Schmidt-Preis der Arno Schmidt Stiftung Bargfeld
    1986 Pommerscher Kulturpreis
    1987 Franz-Nabl-Preis der Stadt Graz
    1990 Dr. h. c., Universität Greifswald
    1992 Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
    1994 Ehrenbürger der Stadt Greifswald
    1998 Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis der Universitäts- und Hansestadt Greifswald (zweijährlich)
    2000 Wolfgang-Koeppen-Stiftung, Lübeck
    2000 Internationale Wolfgang-Koeppen-Gesellschaft, Greifswald
    2003 Koeppenhaus. Literaturzentrum Vorpommern, Greifswald, Bahnhofstraße 4

    Nachlass:

    Wolfgang-Koeppen-Archiv, Koeppenhaus, Greifswald, betreut vom Germanistischen Institut der Universität Greifswald. (u. a. Manuskripte und Notizbücher, Koeppens Privatbibliothek, Korrespondenz, Fotografien) (weiterführende Informationen)

    Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar. (Korrespondenz, Manuskripte)

    Gedruckte Quelle:

    Horst Bienek, „Es gibt nur die Kunst, die Liebe und den Tod. Dazwischen gibt es nichts.“ Die Tagebücher 1951–1990, 2024.

    Eine unglückliche Liebe, 1934, Neuausg. 1960, Taschenbuch 1963 u. 1977, 72003, finn. 1962, franz. 1968, engl. 2003, norweg. 2008.

    Die Mauer schwankt, 1935, Neuausg. 1939 u. d. T. „Die Pflicht“, 1983, Taschenbuch 1986, ital. 1989.

    Jakob Littner, Aufzeichnungen aus einem Erdloch, 1948 (ohne Nennung Koeppens als Autor), Nachdr. 1985 (Vertrieb 1991 gerichtlich untersagt), Neuausg. 1992, 41993 u. d. T. „Jakob Littners Aufzeichungen aus einem Erdloch“ (mit Nennung Koeppens als Autor), Taschenbuch 1994 u. 2002 (m. e. Nachw. v. Alfred Elstermann), u. d. T. „Jakob Littner, Mein Weg durch die Nacht“, hg. v. Roland Ulrich/Reinhard Zachau, 2002 (unbearb. Originaltext v. Jakob Littner), niederl. 1992, russ. 2000, franz. 2002, ital. 2002, span. 2004, portug./galic. 2011 u 2002.

    Tauben im Gras, 1951, Neuausg. 1956, Taschenbuch 1966, 1969 u. 1974, 442016, Taschenbuch (DDR) 1983, franz. 1953, russ. 1972, 21990, finn. 1982, engl. 1988 u. 2020, niederl. 1995, slowen. 1996, norweg. 2005, hebr. 2006, span. 2011, griech. 2016, serb. 2018, pers. 2019, als Hörspiel, HR/WDR/SWR 2009, Bearbeitung/Regie: Leonhard Koppelmann.

    Das Treibhaus 1953, Neuausg. 1955, 1969 u. 1972, 192023, ungar. 1961, russ. 1966, lett. 1968, poln. 1972, slowak. 1981, finn. 1984, niederl. 1997, engl. 2001, span. 2005, als Spielfilm, WDR/BR/HR/SWF, 1987, Regie: Peter Goedel, als Hörspiel, HR/WDR/SWR 2009, Bearbeitung/Regie: Walter Adler.

    Der Tod in Rom, 1954, Taschenbuch 1963, 1971, 1975, 242023, Taschenbuch (DDR) 1956, 21957 u. 1977, engl. 1956, 1961 u. 1994, tschech. 1957, poln. 1957, serbokroat. 1958, ital. 1959, 2008, ungar. 1960 u. 1967, franz. 1962, 32022, niederl. 1964 u. 2016, slowak. 1966 u. 1981, ukrain. 1966, bulgar. 1967, 21982, lett. 1967, estn. 1968, litau. 1977, russ. 1978, slowen. 1979, span. 2002, katal. 2002, norweg. 2007, griech. 2024, als Hörspiel, HR/WDR/SWR 2009, Bearbeitung/Regie: Leonhard Koppelmann.

    Nach Rußland und anderswohin. Empfindsame Reisen, 1+21958, Taschenbuch 1961, 1973, 61995, russ. 2002.

    Amerikafahrt, 1+21959, Taschenbuch 1962 u. 1982, 41992, engl. 2012.

    Reisen nach Frankreich, 1+21961, Taschenbuch 1979, 51992.

    Romanisches Café. Erzählende Prosa, 1972, 92017, niederl. 1985, franz. 1992.

    Jugend, 1976, 202023, DDR 1978, poln. 1978, franz. 1979, tschech. 1981, bulgar. 1982, niederl. 1991, japan. 1992, engl. 2014, textgenetische Edition, hg. v. Katharina Krüger/Elisabetta Mengaldo/Eckhard Schumacher, 2016 (Onlineressource).

    Die elenden Skribenten. Aufsätze, hg. v. Marcel Reich-Ranicki, 1981, 21983, Taschenbuch 1984, 22006.

    Philipp Otto Runge, Vor dem Machandelboom. Nacherzählung u. Vorw. v. Wolfgang Koeppen, 1987.

    Angst. Erzählende Prosa, 1987.

    Morgenrot. Anfänge eines Romans, 1987.

    Es war einmal in Masuren, 1991, Taschenbuch 1995, 22006, poln. 1998.

    Ich bin gern in Venedig warum, 1994, Taschenbuch 1996, 32022.

    Ich ging Eulenspiegels Wege. Ein Lesebuch, 1996.

    Proportionen der Melancholie. Drei fränkische Stadtbilder. Nürnberg – Würzburg – Bayreuth, 1997.

    Ich?, hg. v. Sybille Brantl. Mit Porträts v. Nomi Baumgartl, 1997. (Bildband)

    Auf dem Phantasieroß. Prosa aus dem Nachlaß, hg. v. Alfred Estermann, 2000, Taschenbuch 2005.

    Die Erben von Salamis. Oder: Die ernsten Griechen, 2000.

    Muß man München nicht lieben?, hg. v. Alfred Elstermann, Vorw. v. Heinz Friedrich, 2001.

    Die Jawang-Gesellschaft, 2001.

    Übers Jahr vielleicht wieder in Venedig. Phantasien über eine Traumstadt, hg. v. Alfred Estermann, 2006.

    Liebesgeschichten, hg. u. mit e. Nachw. v. Hans-Ulrich Treichel, 2006.

    Werkausgaben:

    Tauben im Gras/Das Treibhaus/Der Tod in Rom, 1969, Neuausg. 1972, 1986 u. 2008, DDR 1983.

    Gesammelte Werke in sechs Bänden, hg. v. Marcel Reich-Ranicki in Zusammenarbeit mit Dagmar von Briel/Hans-Ulrich Treichel, 1986, Taschenbuch 1990.

    Die drei Romane, 1996.

    Werke in 16 Bdn., hg. v. Jörg Döring/Hans-Ulrich Treichel u. a., seit 2006, bislang 12 Bde.

    Briefwechsel:

    „Ich bitte um ein Wort“. Der Briefwechsel Wolfgang Koeppen – Siegfried Unseld, hg. v. Alfred Estermann, 2006.

    „… trotz allem, so wie du bist“. Wolfgang und Marion Koeppen. Briefe, hg. v. Anja Ebner, 2008.

    Bibliografie:

    Klaus Siblewski, Art. „Wolfgang Koeppen“, in: Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, S. 20–60.

    Alfred Elstermann, in: Eckart Oehlenschläger (Hg.), Wolfgang Koeppen, 1987, S. 385–470.

    Philip Koch, Auswahlbibliografie, in: Eckhard Schumacher/Katharina Krüger (Hg.), Wolfgang Koeppen (Text+Kritik 34 Neufassung), 2014, S. 96–104.

    Monografien und Sammelbände:

    Heinz Ludwig Arnold (Hg.), Wolfgang Koeppen (Text+Kritik 34), 1972, Neufassung, hg. v. Eckhard Schumacher/Katharina Krüger, 2014. (W)

    Ulrich Greiner, Wolfgang Koeppen, 1976, ²1984. (W)

    Hans-Ulrich Treichel, Fragment ohne Ende. Eine Studie über Wolfgang Koeppen, 1984.

    Eckart Oehlenschläger (Hg.), Wolfgang Koeppen, 1987. (W, L)

    Martin Hielscher, Wolfgang Koeppen, 1988.

    Christoph Haas, Wolfgang Koeppen. Eine Lektüre, 1998.

    Gunnar Müller-Waldeck/Michael Gratz (Hg.), Wolfgang Koeppen. Mein Ziel war die Ziellosigkeit, 1998. (W, L)

    Jörg Döring, „...ich stellte mich unter, ich machte mich klein…“. Wolfgang Koeppen 1933–1948, 2001.

    Tilmann Ochs, Kulturkritik im Werk Wolfgang Koeppens, 2004.

    Walter Erhart (Hg.), Wolfgang Koeppen & Alfred Döblin. Topographien der literarischen Moderne, 2005.

    Bernd Erhard Fischer/Angelika Fischer, Wolfgang Koeppen in Greifswald, 2005, ³2018.

    Günter Häntzschel (Hg.), Wolfgang Koeppen 1906–1996, 2006.

    Günter Häntzschel/Hiltrud Häntzschel, Wolfgang Koeppen, 2006.

    Stefan Eggert, „Abfahrbereit“. Wolfgang Koeppens Orte. Topographie seines Lebens und Schreibens, 2006.

    Jürgen Egyptien (Hg.), Wolfgang Koeppen, 2009.

    Walter Erhart, Wolfgang Koeppen. Das Scheitern moderner Literatur, 2012.

    Christiane Weidenfeld, Poetiken des Zufalls in Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ und Wolfgang Koeppens „Tauben im Gras“, 2013.

    Benedikt Wintgens, Treibhaus Bonn. Die politische Kulturgeschichte eines Romans, 2019.

    Mira Nagel, „...das Herz ging unruhig, verzagt, japste, ein gehetztes Wildtier“. Körpersemantiken in Wolfgang Koeppens Romanen, 2020.

    Gunnar Müller-Waldeck, Wolfgang Koeppen. Ein Zielloser auf dem Wege, 2023.

    Emilia Wojtczak, Die Auswirkung der Vaterlosigkeit auf das Werk Wolfgang Koeppens und Thomas Bernhards, 2024.

    Periodika:

    Günter Häntzschel/Ulrike Leuschner (Hg.), Jahrbuch der Internationalen Wolfgang Koeppen-Gesellschaft 1–4, 2001–2008.

    Flandziu. Halbjahresblätter für Literatur der Moderne 1–3, 2004–2006, NF 1–16, 2009–2024. (nach einer literarischen Figur Koeppens benannte, Koeppens Werk verpflichtete Literaturzeitschrift)

    Aufsätze und Beiträge:

    Alfred Estermann, Ein riesiger Steinbruch aus Anfängen. Wolfgang Koeppens literarischer Nachlaß. Ein Überblick, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 5. 12. 1998, „Bilder und Zeiten“, S. 1 f.

    Iris Denneler, „Im Ganzen war alles doch komplizierter“. Editionsphilologische Überlegungen zu Wolfgang Koeppens „Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch“ und Jakob Littners „Mein Weg durch die Nacht“, in: Zeitschrift für deutsche Philologie 123 (2004), H. 4, S. 574–604.

    Miroslaw Ossowski, Wolfgang Koeppen und Ortelsburg, in: Holger Böning (Hg.), Danzig und der Ostseeraum. Sprache, Literatur, Publizistik, 2005, S. 253–276.

    Maria Luisa Roli, Documento storico e finzione narrativa in „Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch“ di Wolfgang Koeppen, in: Alessandro Costazza (Hg.), Rappresentare la Shoah, 2005, S. 339–356.

    Michael Kimage, Munich/Manhattan Transfer. The Proximity of America in Wolfgang Koeppen’s „Tauben im Gras“, in: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 35 (2010), H. 2, S. 122–135.

    Klaus Siblewski, Wolfgang Koeppen, in: Hermann Korte (Hg.), Die frühen Jahre. Literatur der Bundesrepublik von 1945 bis 1960, 2017, S. 118–135.

    Dokumentarfernsehfilme:

    Ortelsburg – Szczytno. Es war einmal in Masuren, Deutschland 1990, Regie: Peter Goedel. (eigener Text eingesprochen v. Wolfgang Koeppen).

    Der letzte Magier. Wolfgang Koeppen, Deutschland 1996, Regie: Eva Demski.

    Fotografien v. Nomi Baumgartl (geb. 1950), Abbildungen in: Wolfgang Koeppen, Ich?, hg. v. Sybille Brantl, 1997. (Bildband)

    Fotografien, Wolfgang-Koeppen-Archiv, Koeppenhaus, Greifswald, betreut vom Germanistischen Institut der Universität Greifswald.

  • Autor/in

    Thomas Diecks (Berlin)

  • Zitierweise

    Diecks, Thomas, „Koeppen, Wolfgang“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.01.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118564471.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA