Wolf, Friedrich

Lebensdaten
1888 – 1953
Geburtsort
Neuwied/Rhein
Sterbeort
Lehnitz bei Oranienburg
Beruf/Funktion
Schriftsteller ; Dramatiker ; Drehbuchautor ; Kulturpolitiker ; Arzt ; Dichter ; Publizist ; Librettist
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 118634674 | OGND | VIAF: 9855141
Namensvarianten

  • Wolf, Fritz
  • Baetz, Christian( Pseudonym)
  • Rüedi, Hans( Pseudonym)
  • Isegrimm, Dr.( Pseudonym)
  • Wolf, Friedrich
  • Wolf, Fritz
  • Baetz, Christian( Pseudonym)
  • baetz, christian
  • Rüedi, Hans( Pseudonym)
  • rüedi, hans
  • Isegrimm, Dr.( Pseudonym)
  • isegrimm, dr.
  • Fr. W.
  • Wolff, Friedrich
  • Vorufu, Furīdorihi
  • Volʹf, Fridrich
  • Wolf, Fryderyk
  • Volʹf, Fridrikh
  • Volpʹi, Pʹridrix
  • Fu li de li xi Wo er fu
  • Fulidelixi-Woerfu
  • Woerfu, Fulidelixi
  • Rüedi, Hans
  • Dr. Isegrimm
  • 弗裏德利希·沃爾夫
  • 弗里德利希·沃尔夫

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Zitierweise

Wolf, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118634674.html [25.01.2026].

CC0

  • Wolf, Friedrich (eigentlich Fritz, Pseudonym Christian Baetz, Hans Rüedi, Dr. Isegrimm)

    | Schriftsteller, Kulturpolitiker, Arzt, * 23.12.1888 Neuwied/Rhein, † 5.10.1953 Lehnitz bei Oranienburg, ⚰ Berlin-Lichtenberg, Zentralfriedhof Friedrichsfelde. (bis 1913 jüdisch)

  • Genealogie

    V Max (eigtl. Mei[e]r) (1860–1919), aus Nordeck b. Marburg/Lahn, Kaufm. in N.;
    M Ida (1866–1926), T d. Emil Meyer (1836–1893), Textilfabr. in N., u. d. Johanna Löwenthal (1839–1901), aus Schierstein b. Wiesbaden;
    Om Moritz Meyer (1872–1942 KZ Mauthausen), Landger.rat, später Heilpraktiker u. Landwirt in Hechingen;
    1) Koblenz 1914 1921 Kaethe (Käthe) Gumpold (1888–1961), aus Erfurt, Doz., 1924 Priesterin d. anthroposoph. Christengemeinschaft in Stuttgart, emigrierte 1939 n. England, 1942 in London, 1954 in Schottland, 2) Ludwigsburg 1922 Else (1898–1973), Kindergärtnerin in Remscheid (s. W, L), T d. Otto Dreibholz ( v. 1920), Fabr. in R., u. d. Paula N. N., 1928–35 Liselotte (Lotte) (1912–2008, 1] 1935–37 Lorenz Lochthofen, 1907–89, emigrierte 1930 in d. UdSSR, Journ., Doz. an d. Parteischule in Engels, 1937–56 inhaftiert u. in Verbannung, 1958 in d. DDR, Techn. Dir. in Gotha, Betriebsleiter in Erfurt, 1963–67 Mitgl. d. ZK d. SED, 2] 1959 Richard Strub, 1913–84, Elektrotechniker aus Basel), Kindergärtnerin in Stuttgart, Sekr. W.s, emigrierte 1934 mit W. in d. UdSSR, Übers. in Moskau, Päd.studium u. Verlagslektorin in Engels (UdSSR), 1938–54 inhaftiert u. in Verbannung, 1954–64 Lehrerin in d. DDR, Vfn. v. Memoiren (s. W), T d. Martin Rayß (1874–1921), Architekt in Kaiserslautern, u. d. Laura N. N. ( 1963), 1938–41 Ruth Herrmann (1906–1983), Ausbildung in Säuglings- u. Kindergymnastik, seit 1934 Mitgl. d. KPD-Widerstandsgruppe ihres Schwagers Gert Kaden/Caden (1891–1990), 1938 Flucht n. Frankr., 1941 n. Kuba, 1942 Mitbegr. d. in Kuba tätigen „Komitees Dt. Antifaschisten“, 1946–48 Verlagslektorin in Ost-Berlin, später in Dresden im Kultur- u. Bildungsbereich tätig, T jüd. Kaufleute in Berlin, 1951–53 Irmgard (1925–2008, um 1958 Karl-Heinz Naumann, 1935–2020, Pianist, Prof. f. Klavier an d. Hochschule f. Musik „Carl Maria v. Weber“ in Dresden), Tanzpäd. in Dresden, T d. Max Schaaf, Prokurist in Dresden, u. d. Erna Fasold (1893–1952), Verw.angest. in Dresden;
    1 S aus 1) Lukas (* 1919), Schreiner, später Kunsterzieher, Photogr. in d. USA, zuletzt in Schoharie (New York), 1 T aus 1) Johanna (1915–1970er Jahre), 2 S aus 2) Markus (s. 2), Konrad (s. 3), aus Beziehung mit Liselotte Rayß (s. o.) 1 T Lena Rayß (* 1934, ⚭ N. N. Simonow), Übers. in Moskau, aus Beziehung mit Ruth Herrmann (s. o.) 1 T Catherine (Cathi, Kathrin, Kati) Herrmann (1940–88 Suizid, N. N. Gittis), Journ., emigrierte v. Frankr. n. Kuba, seit 1946 in d. SBZ/DDR, in Dresden, Ost-Berlin, später in Havanna (Kuba);
    aus Beziehung mit Irmgard Schaaf (s. o.) 1 S Thomas Naumann (* 1953), Physiker, um 1975–2020 wiss. Mitarb. am Inst. f. Hochenergiephysik (seit 1992 Dt. Elektronen-Synchrotron [DESY]) in Zeuthen b. Berlin u. am Europ. Zentrum f. Kernforsch. (CERN) in Genf, ab 1996 Doz. an d. Univ. Leipzig, 2006–20 Hon.prof. ebd.

  • Biographie

    W. wuchs in einer bürgerlich-jüd. Kaufmannsfamilie auf, besuchte in Neuwied die Isr. Elementarschule, seit 1899 das Kgl. Gymnasium und schloß sich der Wandervogel-Bewegung an (u. a. Fußwanderung n. Süditalien 1908). Nach dem Abitur 1907 ging er an die Münchner Akademie der Bildenden Künste und begann 1908 in Tübingen ein Medizinstudium, das er im Folgejahr in Bonn und seit 1910 in Berlin fortsetzte. 1912 legte er das med. Staatsexamen ab und wurde in Bonn mit der Arbeit „Die multiple Sklerose im Kindesalter“ zum Dr. med. promoviert. In Bonn und Meißen war W. als Krankenhausarzt und beim Norddt. Lloyd auf der Route nach Kanada als Schiffsarzt tätig, bevor er nach Kriegsbeginn 1914 als Truppenarzt an der Westfront eingesetzt wurde. Nach Verwundungen und Kriegsdienstverweigerung 1918 kam er|in ein Genesungsheim im Erzgebirge, wurde anschließend Lazarettarzt in Dresden und nach dem Krieg Mitglied der USPD sowie des sächs. Zentralen Arbeiter- und Soldatenrats. 1920 beteiligte er sich als Stadtarzt in Remscheid am Kampf gegen die Kapp-Putschisten. Auf dem Barkenhoff in der Künstlerkolonie Worpswede nahm W. mit seiner Ehefrau Kaethe und der Lebensgefährtin und späteren zweiten Ehefrau Else am sozialistischen Siedlungsexperiment des Kunstmalers Heinrich Vogeler (1872–1942) teil, zog aber bereits 1921 nach Südwestdeutschland um und war in Hechingen, Höllsteig bei Ludwigshafen/Bodensee und seit 1927 in Stuttgart als Arzt für Naturheilkunde und Homöopathie tätig.

    Als Anhänger der Lebensreform verfaßte er ein naturheilkundliches Hausbuch (Die Natur als Arzt u. Helfer, 1928, ⁴1933, 1935 indiziert, Nachdr. 1988, ²2003). 1928 trat W. der KPD bei und wurde Mitglied des Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller. Der „gewerbsmäßigen Abtreibung“ beschuldigt, wurde er 1931 kurzzeitig verhaftet und unternahm im selben Jahr auf Einladung der sowjet. Regierung seine erste UdSSR-Reise. Nach der NS-Machtübernahme 1933 emigrierte er mit seiner Familie über Österreich, die Schweiz und Frankreich in die Sowjetunion (Vermögenseinzug durch d. NS-Staat 1934, Ausbürgerung 1937). Auf dem Weg zu den Internationalen Brigaden im Span. Bürgerkrieg hielt er sich 1938 wieder in Frankreich auf und war dort 1939–41 im Lager Le Vernet interniert, bevor er nach Moskau zurückkehrte. Hier war er 1943 Mitbegründer des „Nationalkomitees Freies Deutschland“.

    Seit 1945 wirkte W. in der SBZ/DDR als Kulturpolitiker am Aufbau des Rundfunks und des Theater- und Filmwesens mit (Mitgl. d. SED 1946) und war u. a. Mitbegründer der DEFA und der dt. Abteilung des PEN-Clubs. 1949 wurde er zum Chef der Diplomatischen Mission der DDR in Polen berufen und war dort 1950/51 als erster Botschafter der DDR akkreditiert. Danach lebte er in Lehnitz, wo er seit 1948 ein Haus besaß (heute F.-W.-Gedenkstätte m. Orig.mobiliar).

    Nach der Publikation von Lyrik und Kurzprosa vor 1914 wandte sich W. vornehmlich der Dramatik zu und erzielte mit dem Ehedrama „Das bist du“ (UA Dresden 1919) einen ersten Bühnenerfolg. Seine frühen Werke (Der Unbedingte, 1919; Tamar, 1921, UA Frankfurt/M. 1922) werden dem Expressionismus zugerechnet. Während das vielfach gespielte Theaterstück „Der arme Konrad“ (1924, 1929, 1946 u. ö., russ. 1941; UA Stuttgart 1924) mit dem Bauernkrieg noch einen historischen Stoff hatte, setzte sich W. in dem Stück „Kolonne Hund“ (1927, UA Hamburg 1927) mit dem Scheitern des sozialistischen Siedlungsexperiments in Worpswede auseinander. Im Mittelpunkt der nach seinem KPD-Beitritt entstandenen, ebenfalls erfolgreich inszenierten Dramen stehen aktuelle soziale und politische Themen: In „Cyankali“ (1929, 1983; UA Berlin 1929, Verfilmungen 1930 u. DDR 1977) behandelte er die Abtreibungsproblematik, in „Tai Yang erwacht“ (1930, 1947; UA Berlin 1930) den Klassenkampf in China und in „Die Matrosen von Cattaro“ (1930, 1958, ¹⁸1972, russ. 1933, 1941, engl. 1935, kroat. 1947; UA Berlin 1931, Verfilmung DDR 1978) einen Matrosenaufstand am Ende des 1. Weltkriegs. Seiner Absicht, mit Theaterstücken Einfluß auf Politik und Gesellschaft auszuüben, hatte W. 1928 in einem Vortrag mit dem Schlagwort „Kunst ist Waffe“ (gedr. 1969) Ausdruck verliehen.

    W. bekanntestes Werk entstand im franz. Exil: In dem Theaterstück „Professor Mamlock“ (u. d. T. Doktor Mamlocks Ausweg, Tragödie d. westl. Demokr., Moskau u. Zürich 1935 [2 Ausgg.], zahlr. Nachdrr., engl., russ., norweg. 1935, tschech. 1957 u. slowak. 1958; UA Warschau 1934 [jidd.], dt.sprachige EA Zürich 1934, dt. EA Berlin 1946, Verfilmungen UdSSR 1938, DDR 1961), das rasch internationale Resonanz fand und – unter Protesten der NS-Regierung – auf großen Bühnen des Auslands inszeniert wurde, thematisierte W. als einer der ersten die Verfolgung dt. Juden. Im sowjet. Exil entstanden vornehmlich Prosatexte, u. a. der Emigrantenroman „Zwei an der Grenze“ (1938, 1959, russ. 1939, slowak. 1949, japan. 1955, ungar. 1966). Nach der Rückkehr konnte W. in der SBZ/DDR nicht an seine Erfolge als Theaterautor anknüpfen; seine Agitationsdramatik geriet in den Schatten von Bertolt Brechts (1898–1956) epischem Theater. Aufmerksamkeit fanden der Film über den IG Farben-Konzern „Der Rat der Götter“ (DDR 1950), für den W. das Drehbuch schrieb, sowie ein Szenario von ihm für den Spielfilm „Thomas Müntzer, Ein Film deutscher Geschichte“ (DDR 1956).

    In der Bundesrepublik gab es vor 1990 keine nennenswerte Rezeption der Werke W.s.

  • Auszeichnungen

    |Orden d. Roten Sterns (UdSSR, 1943);
    Nat.preis d. DDR II. Kl. (1949, f. „Prof. Mamlock“);
    Nat.preis d. DDR I. Kl. (1950, f. d. Drehbuch zu „Der Rat der Götter“);
    Kommandeurskreuz d. Ordens „Polonia Restituta“ (1951);
    Prof. h. c. (1948);
    Vors. d. Bundes Dt. Volksbühnen (1948);
    Mitgl. d. Dt. Ak. d. Künste, Berlin(-Ost (1950);
    Vors. d. Dt.-Poln. Freundschaftsges. (1951);
    Vorstandsmitgl. d. Dt. Schriftst.verbands (1951);
    F.-W.-Theater, Eisenhüttenstadt (seit 1955);
    |F.-W.-Theater Neustrelitz (1954–1991);
    zahlr. Schulu. Straßenbenennungen. in d. DDR;
    F.-W.-Ges. (seit 1992);
    F-W.-Poliklinik, Berlin-Lichtenberg (1976–1990).

  • Werke

    Weitere W Fahrt, 1920;
    Die schwarze Sonne, 1921, Neuausg. 1946;
    Elemente, 1922;
    Mohammed, 1924;
    Das Heldenepos d. Alten Bundes, Aufgespürt in dt. Worten v. F. W., 1925;
    Der Sprung durch d. Tod, 1925;
    Der Mann im Dunkel, 1925;
    Kreatur, 1926;
    Die Zeche zahlt Koritke, UA Stuttgart 1927;
    Kampf im Kohlenpott, 1928, 1931;
    Der Kranke u. d. Krankenvers., 1928;
    John D. erobert d. Welt, Hörspiel, 1930, UA Berlin 1932;
    SOS … rao rao … Foyn [ … ], 1930, Hörspiel, Produktion Funk-Stunde Berlin, 1929, CD 2013 (älteste vollst. erhaltene Produktion d. dt. Hörspielgesch.);
    Hörspiele, 1930;
    Die Jungens v. Mons, 1931 (UA Berlin 1931);
    Bauer Baetz, 1932, russ. 1933;
    Floridsdorf, 1935 (UA Toronto 1936);
    Das trojan. Pferd, 1937, russ. 1937;
    Das Schiff auf d. Donau, 1938, 1960 (UA Ost-Berlin 1955);
    KZ Vernet, 1941, engl. 1942;
    Beaumarchais, 1941, 1946 u. ö., chines. 1954 (UA Berlin 1946);
    Heimkehr d. Söhne, 1944, 1946, bulgar. 1945, chines. 1956;
    Was d. Mensch säet, 1945;
    Doktor Wanner, 1945, russ. 1945;
    Patrioten, 1946, russ. 1943;
    Drei Dramen, 1946;
    Der Russenpelz, 1946, Neuausg. 1988;
    Wie Tiere d. Waldes, 1947 (UA Leipzig 1948);
    Der Rat d. Götter, 1965 (Drehbuch, DDR 1950);
    Bummi, 1951, ²⁴1982, japan. 1992;
    Bgm. Anna, 1950 (UA Dresden 1950);
    Menetekel oder d. fliegenden Untertassen, 1953;
    Ausgew. Gedichte, Ausw. v. W. Pollatschek, 1954;
    Dramen, 1956;
    Fabeln, hg. v. Else Wolf u. W. Pollatschek, 1957;
    Briefe, hg. v. dens., 1958, Ausgew. Werke, hg. v. dens., 16 Bde., 1959–68, Bde. 1–6 Neudr. 1988;
    Briefwechsel, hg. v. dens., 1968 (Ausw.);
    Briefe, Eine Ausw., hg. v. dens., 1969;
    Lucie u. d. Angler v. Paris, 1958 u. ö., slowak. 1953;
    Else Wolf u. B. Struzyk (Hg.), Dramen u. Prosa, 2 Bde., 1973;
    dies., „Auf wieviel Pferden ich geritten …“, Der junge F. W., Eine Dok., 1988 (Briefe, autobiogr. Texte, Abb. v. Zeichnungen W.s, P.);
    W., Ein Lesebuch f. unsere Zeit, Ausw. v. K. Hammer, 1961, ⁸1981;
    Dramen, 1978 (mit Aufss. W.s);
    Du bleibe! Ein Lesebuch, hg. v. C. Berger u. S. Hoffmann, 2003;
    Märchen f. gr. u. kleine Kinder, ²⁶1986, Neuausg. 2015, chin. 1955, slowen. 1956, japan. 1957, ungar. 1957, rumän. 1973;
    Die Weihnachtsgans Auguste, 1986 u. ö., zuletzt 2016;
    R. Herlinghaus (Hg.), F. W. u. d. Film, Aufss. u. Briefe 1920–53, 1988;
    Das Osterhasenfell, 1972, 2017;
    Verfilmungen: Cyankali, 1930, DDR 1977;
    Prof. Mamlock, UdSSR 1938, DDR 1961 (Regie: Konrad Wolf);
    Die Matrosen v. Cattaro, DDR 1978;
    Die Weihnachtsgans Auguste, DDR 1964, 1988;
    Vertonungen: Der arme Konrad, 1951;
    Lilo Herrmann, 1953 (Musik: P. Dessau);
    Tonträger: Die Weihnachtsgans Auguste, Schallplatte 1962 u. ö.;
    CD 2000 u. ö.;
    Die Matrosen v. Cattaro, Schallplatte 1970;
    Prof. Mamlock, Schallplatte 1980;
    Nachlaß: F.-W.-Archiv, Ak. d. Künste, Berlin (u. a. Tagebb.);
    zu Lotte Strub-Rayß: Verdammt u. entrechtet, Stuttgart, Basel, Moskau, 16 Jahre Gulag u. Verbannung, Autobiogr., hg. v. K. Rayß, 2018.

  • Literatur

    L W. Pollatschek, F. W., Eine Biogr., 1963 (P);
    ders., F. W., Leben u. Schaffen, 1974 (P);
    Else Wolf u. K. Hammer, „Cyankali“ v. F. W., Eine Dok.;
    1978;
    Stuttgart im Dritten Reich, F. W., Die J. in Stuttgart 1927–33, Ein Bsp., Ausst.kat. 1983;
    K. Hammer, Weltanschaul. Entwicklung u. ästhet. Konzeption F. W.s v. d. Anfängen bis 1929, Diss. Jena 1984;
    H. Haarmann u. K. Siebenhaar, Lebensform u. Tendenzkunst, Zum Frühwerk F. W.s, in: IASL 10, 1985, S. 113–34;
    L. Hohmann, F. W., Bilder e. dt. Biogr., 2 Ausgg. 1988 (P);
    H. Müller (Hg.), F. W., Weltbürger aus Neuwied, Selbstzeugnisse [ … ], 1988;
    ders., Wer war W.?, F. W. (1888–1953) in Selbstzeugnissen, Bilddok. u. Erinnerungen, 1988 (P);
    ders., Der frühe F. W., Kindheitsmuster u. Lebenslinien, Ein Btr. z. Erbeaneignung, Diss. masch. HU Berlin 1989;
    ders. F. W., Dt. Jude, Schriftst., Sozialist, 2009 (P);
    M. Kienzle u. D. Mende, „Her mit d. hellen, gesunden, wohnl. Eigenheim!“, Dr. F. W., Stuttgart, Zeppelinstr. 43, 1988 (P);
    „Mut, nochmals Mut, immerzu Mut!“, Protokollbd. d. Internat. F.-W.-Symposiums Neuwied 1988, hg. v. Volkshochschule Neuwied u. F.-W.-Archiv Lehnitz, 1989;
    C. Berger, F. W. 1953, Eine unvollst. Biogr. rückwärts, 2006 (P);
    S. G. Hoffmann, Der andere W., Fremde Einblicke in Leben u. Werk F. W.s, 2011;
    BHdE I;
    Mann für Mann;
    Killy1+2;
    Kosch, Lit.-Lex.³ (W, L);
    Metzler Autorenlex. (P);
    Metzler-Lex. DDR-Lit. (P);
    Metzler Lex. d. dt.-jüd. Lit. (P);
    Lex. sozialist. Lit. (P);
    Dok.film: Verzeiht, daß ich e. Mensch bin, F. W., Fragen an seine Kinder, Erinnerungen v. Zeitgenossen, Regie: L. Hohmann, DDR, 1988;
    F. W., Kommunist u. Lebemann, Buch u. Regie: A. Morgenthaler, MDR, 2018;
    zu Lotte Rayss: H.-J. Seidel, L. R. (1912–2008), e. Stuttgarterin im Gefolge v. F. W. (…), 2015.

  • Porträts

    |Aktmodell f. anatom. Wandtafeln d. Univ. Tübingen (1911) u. f. zwei Sportler-Plastiken (Bronze) v. L. Habich, 1931 (Rückseite d. Neuen Aula, Hölderlinstr., Tübingen), Abb. in: Hohmann, 1988 (s. L), S. 40 u. 44 f.;
    Selbstbildnisse, Zeichnungen, 1910/18, Abb. ebd., S. 48 u. 84;
    2 Bildnisse in Öl?, 1919, u. 2 Holzschnitte, 1947 v. C. Felixmüller, Abb. ebd., S. 90 u. 267, u. in: „Auf wieviel Pferden (…), 1988 (s. W), S. 220;
    Photogr. v. H. Erfurth, 1921, Abb. in: Hohmann, 1988 (s. L), S. 132;
    Ölgem. v. E. Viehweger, 1972, Abb. in: Müller, 2009 (s. L), S. 4;
    Büste v. W. Bullert, 1954 (1976–86 Poliklinik „F. W.“, Berlin-Fennpfuhl, Verbleib unbekannt);
    5 Abgüsse e. Bronzebüste v. L. Engelhardt, 1977–84 (1986–2014 Gesundheitszentrum Polikum, ehem. Poliklinik „F. W.“, Berlin-Fennpfuhl, seit 2015 Anton-Saefkow-Bibl., Berlin-Fennpfuhl;
    F.-W.-Theater, Eisenhüttenstadt, 1988;
    Sanatorium „Dr. F. W.“, Bad Klosterlausnitz, 1988;
    F.-W.-Gedenkstätte, Lehnitz, 1988;
    seit 1989 vor d. ehem. F.-W.-Theater, 1991–2000 Landestheater Mecklenburg, seitdem Landestheater Neustrelitz);
    Briefmarkenblock d. DDR-Post, 1988.

  • Autor/in

    Thomas Diecks
  • Zitierweise

    Diecks, Thomas, "Wolf, Friedrich (eigentlich Fritz, Pseudonym Christian Baetz, Hans Rüedi, Dr. Isegrimm)" in: Neue Deutsche Biographie 28 (2024), S. 395-397 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118634674.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA