Lebensdaten
1920 – 2013
Geburtsort
Włocławek (Polen)
Sterbeort
Frankfurt am Main
Beruf/Funktion
Literaturkritiker ; Redakteur ; Journalist ; Musiker ; Schriftsteller ; Literaturwissenschaftler
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 118599194 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Reich, Marcel
  • Reich, Marceli
  • Ranicki, Marceli
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Reich-Ranicki, Marcel, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118599194.html [29.09.2022].

CC0

  • Kritische Würdigung

    Marcel Reich-Ranicki war der bedeutendste deutschsprachige Literaturkritiker nach dem Zweiten Weltkrieg. Als Leiter der Literaturredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Mitglied in zahlreichen Jurys, Redner und Buchautor übte er enormen Einfluss auf den Literaturbetrieb aus. Einer großen Öffentlichkeit bekannt wurde er v. a. durch seine streitbaren Auftritte in der Fernsehsendung „Das literarische Quartett“ seit 1988. Reich-Ranicki betrieb keine akademische Literaturanalyse, sondern versuchte, Belletristik für jedermann zugänglich zu machen.

    Lebensdaten

    Geboren am 2. Juni 1920 in Włocławek (Polen)
    Gestorben am 18. September 2013 in Frankfurt am Main
    Grabstätte Hauptfriedhof in Frankfurt am Main
    Konfession jüdisch
    Marcel Reich-Ranicki, Imago Images (InC)
    Marcel Reich-Ranicki, Imago Images (InC)
  • Lebenslauf

    2.·Juni 1920 - Włocławek (Polen)

    1927 - 1929 - Włocławek (Polen)

    Schulbesuch

    Deutsche Volksschule

    1929 - 1938 - Berlin

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    Volksschule Char­lottenburg; Werner-von-Siemens-Realgymnasium Schöneberg; Fichte-Gym­nasium Wilmersdorf

    1938

    am Studium gehindert; Verhaftung und Ausweisung nach Polen

    1938 - 1942 - Warschau

    bei seinen Eltern in War­schau, seit 1940 im Ghetto

    1942

    Deportation und Ermordung der Eltern

    KZ Treblinka

    1943

    Flucht mit der Ehefrau aus dem Warschauer Ghetto, Anschluss an polnische Armee und Kommunistische Partei

    1944 - 1948 - Lublin (Polen); Kattowitz (heute Katowice, Polen); Warschau; Berlin

    Tätigkeit für den polnischen Geheimdienst

    Ministerium für öffentliche Sicherheit (MBP)

    1948 - 1949 - London

    Vizekonsul, seit Sommer 1948 Konsul; zugleich weiter für das MBP tätig (1948 Hauptmann)

    Polnisches Außenministerium

    November 1949 - Warschau

    Rückkehr nach Polen

    Frühjahr 1950

    Entlassung aus dem MBP und Ausschluss aus der Kommunistischen Partei

    1950 - 1958 - Warschau

    Verlagslektor, freier Journalist und Kritiker, 1953/54 Publikationsverbot

    zahlreiche polnische Medien

    1957 - 1958

    Reisen in die DDR, die Bundesrepublik und nach Österreich

    Juli 1958 - Frankfurt am Main

    Übersiedlung

    1959 - 1973 - Hamburg

    freier Literaturkritiker, Anschluss an die „Gruppe 47“

    u. a. Die Zeit, Die Welt und NDR

    1973 - 1988 - Frankfurt am Main

    Leiter der Redaktion für Literatur und literarisches Leben

    Frankfurter Allgemeine Zeitung

    1988 - 2001 - Mainz

    Moderator und Kritiker („Das literarische Quartett“)

    ZDF

    18.·September 2013 - Frankfurt am Main
  • Genealogie

    Vater David (Dawid) Reich 1880–1942 Kaufmann/Fabrikant (Baustoffe), Insolvenz 1928; 1942 Deportation und Ermordung im KZ Treblinka
    Großvater väterlicherseits Markus Reich vermutlich Kaufmann
    Mutter Helene Reich, geb. Auerbach 1884–1942 Hausfrau; 1942 Deportation und Ermordung im KZ Treblinka
    Großvater mütterlicherseits Mannheim (Mena­chem) Auerbach 1848–1936 Rabbiner
    Schwester Gerda Böhm, geb. Reich 1907–2006 1939 Flucht nach Großbritannien
    Bruder Alexander Herbert Reich 1911–1943 promovierter Zahnarzt; ermordet im Arbeitslager Poniatowa bei Lublin
    Heirat 22.7.1942 in Warschauer Ghetto
    Ehefrau Teofila (Tosia) Reich-Ranicki, geb. Langnas 1920–2011 Künstlerin; Übersetzerin
    Schwiegervater Fajwel (Paweł) Langnas 1885–1940 Textilhändler und Tuchfabrikant in Łódź; Suizid im Warschauer Ghetto
    Schwiegermutter Emilia Langnas 1886–1942 ermordet im KZ Treblinka
    Sohn Andrzej (Andrew) Aleksander Ranicki 1948–2018 Mathematiker; 1977–1982 Assistenzprofessor an der Princeton University, 1995–2016 Professor für Algebraische Chirurgie (Algebraic Surgery) an der University of Edinburgh
  • Biografie

    alternativer text
    Marcel Reich-Ranicki (rechts), BSB / Bildarchiv (InC)

    Herkunft, Jugend und nationalsozialistische Verfolgung

    Geboren in der polnischen Grenzstadt Włocławek, wuchs Reich-Ranicki zweisprachig auf, mit starker Bindung an die deutsche Sprache. Beide Elternteile waren musisch interessiert und machten ihn mit klassischer Musik und Literatur vertraut, während die jüdische Religion im Familienalltag kaum eine Rolle spielte. Reich-Ranicki bekannte sich zeitlebens zur jüdischen Kultur, nicht aber zum jüdischen Glauben. Nachdem sein als Baustoff-Fabrikant tätiger Vater 1928 Insolvenz anmelden musste, übersiedelte die Familie nach Berlin, wo Reich-Ranicki – gefördert von Deutschlehrern, die auf Distanz zur NS-Ideologie blieben – im Frühjahr 1938 am Fichte-Gymnasium das Abitur ablegte. Ein Germanistikstudium wurde ihm von der Universität Berlin aufgrund seiner jüdischen Herkunft verweigert.

    Nach kurzer Tätigkeit als Lehrling in einer Exportfirma wurde Reich-Ranicki im Oktober 1938 im Rahmen der nationalsozialistischen „Polenaktion“ aus Deutschland ausgewiesen und ging nach Warschau, wohin seine Eltern bereits zurückgekehrt waren. Nach dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939 litt die Familie, die im November 1940 in das Warschauer Ghetto ziehen musste, unter Verfolgung und Demütigung. Reich-Ranicki verfasste für die Ghettozeitung „Gazeta Żydowska“ unter dem Pseudonym „Wiktor Hart“ erste Musikkritiken und leitete im „Judenrat“ des Ghettos das Übersetzungs- und Korrespondenzbüro. In dieser Funktion relativ geschützt, erlebte er im September 1942 die Deportation seiner Eltern in das Vernichtungslager Treblinka.

    Politische Tätigkeiten und publizistische Karriere nach 1945

    Nach der Flucht aus dem Warschauer Ghetto im Februar 1943 lebte Reich-Ranicki mit seiner Ehefrau bis September 1944 im Untergrund. 1944/45 im Bereich der Militärzensur für den polnischen Geheimdienst tätig, wurde er im Frühjahr 1946 nach Berlin entsandt, um dem Verbleib demontierter polnischer Industriegüter nachzuspüren, und trat im selben Jahr der polnischen kommunistischen Partei bei. Von Anfang 1948 bis November 1949 war er in London als Vizekonsul, dann als Konsul im diplomatischen Dienst tätig und arbeitete zugleich verdeckt für den Auslandsgeheimdienst des polnischen Ministeriums für öffentliche Sicherheit (MBP). Kurz nach seiner Rückkehr nach Warschau wurde er im Frühjahr 1950 aus dem MBP entlassen und aus der kommunistischen Partei ausgeschlossen.

    In der Folgezeit arbeitete Reich-Ranicki in Warschau als weiterhin marxistisch geprägter Kritiker und Lektor. Er schrieb v. a. über in der DDR lebende Schriftsteller wie Johannes R. Becher (1891–1958), Bertolt Brecht (1898–1956), Anna Seghers (1900–1983) und Friedrich Wolf (1888–1953), kam seit 1956 aber zunehmend in Kontakt mit westdeutschen Zeitungen und Autoren wie Heinrich Böll (1917–1985) und Günter Grass (1927–2015). Entschlossen, mit dem Sozialismus osteuropäischer Prägung zu brechen, übersiedelte er 1958 in die Bundesrepublik und ließ sich, nach kurzer Zeit in Frankfurt am Main in Hamburg nieder. Bis 1973 schrieb er als freier Kritiker v. a. für „Die Zeit“ und „Die Welt“ Rezensionen und Essays über die deutsche Literatur in West und Ost. Seit 1958 nahm er als Kritiker regelmäßig an Treffen der „Gruppe 47“ teil.

    Auf Einladung des neu berufenen Herausgebers der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), Joachim C. Fest (1926–2006), wurde Reich-Ranicki 1973 Leiter der Literaturredaktion und dominierte in den folgenden anderthalb Jahrzehnten das deutschsprachige Rezensionswesen. Sein enormes Wissen und seine Streitbarkeit, die Entschiedenheit seiner Urteile sowie die Verständlichkeit und Vielfalt seiner Texte sprachen das Publikum an. Zugleich bot Reich-Ranicki vielen Schriftstellern, Publizisten und Wissenschaftlern eine Plattform als Rezensenten und Essayisten. So wurden das Ressort und er selbst allmählich zu unumgänglichen Institutionen des Literaturbetriebs der Bundesrepublik. Reich-Ranicki hielt zahlreiche Vorträge, saß in vielen Jurys, veröffentlichte regelmäßig Bücher, übernahm mehrere Gastprofessuren und erwarb so hohes Renommee im In- und Ausland. Nach seinem Ausscheiden aus der FAZ-Redaktion 1988 etablierte Reich-Ranicki mit der von ihm moderierten Fernsehsendung „Das Literarische Quartett“ (ZDF, 1988–2001) ein neues Kritikformat und steigerte seine Popularität noch einmal. Im Januar 2012 hielt er auf Einladung des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (geb. 1948) seine letzte Rede zum Holocaust-Gedenktag im Deutschen Bundestag.

    Streitbarer „Anwalt der Literatur“

    Kritiker monierten, dass Reich-Ranicki in seinen Stellungnahmen zu Neuerscheinungen häufig zu negativ und zu rigoros urteilte und so literarische Karrieren vernichtete. Empirisch nachweisbar ist ein Übergewicht von Verrissen jedoch nicht. Im „Literarischen Quartett“ beurteilte Reich-Ranicki neue Literatur zwar meist strenger als seine Kritikerkollegen, gleichwohl überwiegend positiv. Er schrieb eine Vielzahl anerkennender und fördernder Essays, verstand sich selbst als „Anwalt der Literatur“ und wies den Vorwurf, Richter oder gar Scharfrichter zu sein, vehement von sich. Zu den von Reich-Ranicki besonders geschätzten und geförderten zeitgenössischen Autoren zählen die Lyriker Ulla Hahn (geb. 1945) und Peter Maiwald (1946–2008) sowie die Schriftsteller Hermann Burger (1942–1989) und Wolfgang Koeppen (1906–1996).

    Reich-Ranicki lehnte Literaturkritik ohne entschiedene Stellungnahme, subjektive Sicht und Verteidigung von Qualität gegen das Mittelmaß ab. Zugleich versuchte er stets nachvollziehbar zu machen, warum und wie er zu seiner Einschätzung gelangte. Dass er seine Leserinnen und Leser bzw. das Fernsehpublikum und dessen Anspruch auf Einordnung kultureller Phänomene immer im Auge behielt, erklärt zusammen mit seinem Witz, seinem Temperament und seiner unakademischen Sprache die große Popularität dieses Kritikers. Nicht ohne Lust an der Selbstdarstellung war er seit dem Erfolg des „Literarischen Quartetts“ häufiger Gast in Unterhaltungsshows, etwa in der Fernsehsendung „Wetten, dass …?“.

    Persönliche Konflikte und Maximen der Literaturkritik

    Ein besonderes Spannungsverhältnis verband Reich-Ranicki mit Grass, dessen Roman „Die Blechtrommel“ (1959) und weitere Werke er verkannte. Starke Ablehnung erfuhren auch die Schriftsteller Peter Handke (geb. 1942) und Martin Walser (geb. 1927), der Reich-Ranicki 2002 in seinem Roman „Tod eines Kritikers“ karikierte. Öffentliche Aufmerksamkeit erregte 2000 der Bruch mit der österreichischen Literaturkritikerin Sigrid Löffler (geb. 1942), die Äußerungen Reich-Ranickis im „Literarischen Quartett“ zu einem Roman Haruki Murakamis (geb. 1949) als verletzend und frauenfeindlich empfand.

    Reich-Ranicki entwickelte keine systematische Theorie der Literaturkritik. Aus seinen zahlreichen Interviews, Essays und Büchern lassen sich jedoch vier zentrale Maximen entnehmen: Literaturkritik solle erstens dem Lesepublikum dienen, nicht den Autorinnen und Autoren, und zweitens verständlich, unprätentiös und in der Lage sein, das Publikum anzusprechen. Sie müsse drittens, ebenso wie die Literatur selbst, unterhaltsam sein und stilistisch jene Lust am Lesen widerspiegeln, die sie wecken will, sowie viertens von einem festen Standpunkt aus argumentieren.

    Reich-Ranicki war stets auf journalistische Unabhängigkeit bedacht und stellte sich mehrfach öffentlich gegen die politische Linie der FAZ. Während des Historikerstreits 1986/87 überwarf er sich mit seinem langjährigen Förderer Fest. Auch zu seinem Nachfolger als Literaturchef Frank Schirrmacher (1959–2014) unterhielt er ein zunächst schwieriges Verhältnis.

    Reich-Ranicki gab zahlreiche Anthologien heraus, sowohl mit eigenen Essays und Rezensionen als auch mit Werken von Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Hier ragen die 50 Einzelbände des „Kanons“ heraus, mit dem er die aus seiner Sicht wichtigsten Romane, Erzählungen, Dramen, Gedichte und Essays deutscher Sprache vorstellen wollte. Seine Auswahl stieß erwartungsgemäß neben Zustimmung auch auf Kritik. Herkömmliche und erprobte Erzählformen, die den Erwartungen des Lesepublikums entgegenkamen, bedeuteten Reich-Ranicki zweifellos mehr als literarische Experimente der sogenannten Postmoderne. Ein Blick auf die Romane und Erzählungen des „Kanons“ zeigt seine Neigung zur realistischen Schreibweise etwa von Theodor Fontane (1819–1898) und Thomas Mann (1875–1955). Insgesamt war sein literarischer Geschmack an den Prosaisten und Lyrikern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts orientiert. Gleichwohl war das Spektrum der in der FAZ vorgestellten und besprochenen Stilrichtungen vielfältig und keineswegs auf die von Reich-Ranicki favorisierten Autorinnen und Autoren reduziert.

  • Ehrungen, Auszeichnungen und Mitgliedschaften

    1968–1992 Gastprofessor an den Universitäten St. Louis, Middlebury College, Stockholm, Uppsala, Düsseldorf, Karlsruhe
    1972–2007 Ehrendoktor der Universitäten Uppsala, Augsburg, Bamberg, Düsseldorf, Utrecht, München, Freie Universität Berlin, Tel Aviv, Humboldt-Universität Berlin
    1974 Honorarprofessor, Universität Tübingen
    1983 Wilhelm-Heinse-Medaille der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
    1986 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
    1987 Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck
    1989 „Bambi“ der Hubert Burda Media
    1995 Ludwig-Börne-Preis der Ludwig-Börne-Stiftung Frankfurt am Main
    2000 „Goldene Kamera“ der Fernsehzeitschrift „Hör zu“
    2002 Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main
    2003 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland mit Stern
    2004 Europäischer Kulturpreis Pro Europa
    2008 Henri-Nannen-Preis für journalistisches Lebenswerk
    2008 Deutscher Fernsehpreis (Annahme bei der Verleihung abgelehnt)
    • Quellen

      Nachlass:

      Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar.

      Weitere Archivmaterialien:

      Archiv des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF), Mainz: Zuschauerpost zur Sendung „Das literarische Quartett“.

      Gedruckte Quellen:

      Jochen Hieber (Hg.), „Lieber Marcel“. Briefe an Reich-Ranicki, 2000.

    • Werke

      Autobiografie:

      Mein Leben, 1999. (zahlreiche Neuauflagen, Übersetzungen in 18 Sprachen)

      Monografien und Sammelbände:

      Deutsche Literatur in West und Ost. Prosa seit 1945, 1963.

      Wer schreibt, provoziert. Kommentare und Pamphlete, 1966.

      Lauter Verrisse. Mit einem einleitenden Essay, 1970.

      Über Ruhestörer. Juden in der deutschen Literatur, 1973.

      Zur Literatur der DDR, 1974.

      Entgegnung. Zur deutschen Literatur der siebziger Jahre, 1979.

      Lauter Lobreden, 1985.

      Thomas Mann und die Seinen, 1987.

      Die Anwälte der Literatur, 1994.

      Der Fall Heine, 1997.

      Vom Tag gefordert. Reden in deutschen Angelegenheiten, 2001.

      Über Literaturkritik, 2002.

      Meine Geschichte der deutschen Literatur. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart, hg. v. Thomas Anz, 2014.

      Meine deutsche Literatur seit 1945, hg. v. Thomas Anz, 2015.

      Interviewbände und Gespräche:

      Zwischen Diktatur und Literatur. Marcel Reich-Ranicki im Gespräch mit Joachim Fest, hg. v. Karl B. Schnelting, 1984.

      Der doppelte Boden. Ein Gespräch mit Peter von Matt, 1992.

      Aus persönlicher Sicht. Gespräche 1999 bis 2006, hg. v. Christiane Schmidt, 2006.

      Das Literarische Quartett. Gesamtausgabe aller 77 Sendungen von 1988 bis 2001, 3 Bde., 2006.

      Herausgeberschaften:

      Frankfurter Anthologie. Gedichte und Interpretationen, 37 Bde., 1976–2014.

      Erzählte Gegenwart. Zehn Jahre Ingeborg Bachmann-Preis, 1986.

      Der Kanon. Die deutsche Literatur, 50 Bde. und vier Begleitbd., 2002–2006.

    • Literatur

      Walter Jens (Hg.), Literatur und Kritik. Aus Anlaß des 60. Geburtstages von Marcel Reich-Ranicki, 1980.

      Jens Jessen (Hg.), Über Marcel Reich-Ranicki. Aufsätze und Kommentare, 1985.

      Peter Wapnewski (Hg.), Über Marcel Reich-Ranicki, 1990.

      Volker Hage/Matthias Schreiber, Marcel Reich-Ranicki, 1995.

      Frank Schirrmacher (Hg.), Marcel Reich-Ranicki. Sein Leben in Bildern, 2000.

      Thomas Anz, Marcel Reich-Ranicki, 2004.

      Gerhard Gnauck, Wolke und Weide. Marcel Reich-Ranickis polnische Jahre, 2009.

      Uwe Wittstock, Marcel Reich-Ranicki. Die Biographie, 2015.

      Dieter Rebentisch, Art. „Reich-Ranicki, Marcel“, in: Frankfurter Personenlexikon, 2015. (Onlineressource)

      Volker Weidermann, Das Duell. Die Geschichte von Günter Grass und Marcel Reich-Ranicki, 2019.

      Peter Hoeres, Zeitung für Deutschland. Die Geschichte der FAZ, 2019.

      Gunter Reus, Marcel Reich-Ranicki. Kritik für alle, 2020.

    • Onlineressourcen

    • Porträts

      zahlreiche Fotografien in: Frank Schirrmacher (Hg.), Marcel Reich-Ranicki. Sein Leben in Bildern, 2000.

  • Autor/in

    Reus, Gunter (Hannover)

  • Zitierweise

    Reus, Gunter, „Reich-Ranicki, Marcel“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.10.2022, URL: https://www.deutsche-biographie.de/118599194.html#dbocontent.

    CC-BY-NC-SA