Lebensdaten
1813 – 1901
Geburtsort
Nürnberg
Sterbeort
Erlangen
Beruf/Funktion
Historiker ; Abgeordneter ; Hochschullehrer ; Gymnasiallehrer ; Herausgeber
Konfession
evangelisch-lutherisch
Normdaten
GND: 11657075X | OGND | VIAF: 19809136
Namensvarianten
  • Hegel, Karl von
  • Hegel, Carl
  • Hegel, Friedrich Wilhelm Karl Ritter von
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Zitierweise

Hegel, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11657075X.html [31.01.2023].

CC0

  • Karl Hegel gehörte in Europa zu den anerkanntesten Stadthistorikern seiner Zeit. Im Rahmen der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften leitete er die Edition „Die Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis ins 16. Jahrhundert“ (27 Bde., 1862–1899), eines der großen geschichtswissenschaftlichen Forschungsprojekte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

    Karl Hegel, 1833 (InC)
    Karl Hegel, 1833 (InC)
  • Lebensdaten

    Geboren am 7. Juni 1813 in Nürnberg
    Gestorben am 5. Dezember 1901 in Erlangen
    Begraben Neustädter Friedhof (aufgelöst) in Erlangen
    Konfession evangelisch-lutherisch
  • Lebenslauf

    7.·Juni 1813 - Nürnberg

    1822 - 1830 - Berlin

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    Königliches Französisches Gymnasium

    1830 - 1837 - Berlin; Heidelberg

    Studium der Theologie, Philosophie und Geschichte

    Universität Berlin; Universität Heidelberg

    24.8.1837 - Berlin

    Promotion (Dr. phil.)

    Universität Berlin

    31.3.1838 - Berlin

    Lehramtsprüfung; Erwerb der „unbedingten facultas docendi“ für preußische Gymnasien

    Königlich Wissenschaftliche Prüfungskommission

    1838 - 1839 - Italien

    Bildungs- und Studienreise

    Herbst 1839 - 1840 - Berlin

    Probejahr als Lehrer

    Cöllnisches Gymnasium

    1840 - 1841 - Berlin

    Hilfslehrer

    Cöllnisches Gymnasium

    1841 - 1848 - Rostock

    außerordentlicher Professor für Geschichte

    Universität Rostock

    1848 - 1856 - Rostock

    ordentlicher Professor für Geschichte und Politik

    Universität Rostock

    1848 - 1849 - Schwerin

    Chefredakteur

    Mecklenburgischen Zeitung

    1850 - Erfurt

    Abgeordneter

    Unionsparlament

    1856 - 1901 - Erlangen

    ordentlicher Professor für Geschichte

    Universität Erlangen

    5.·Dezember 1901 - Erlangen
  • Genealogie

    Vater Georg Wilhelm Friedrich Hegel 27.8.1770–14.11.1831 Journalist; Philosoph; Gymnasialdirektor, Schulrat; ordentlicher Professor an den Universitäten Heidelberg und Berlin; Heirat am 15.9.1811 in Nürnberg
    Großvater väterlicherseits Georg Ludwig Hegel 1733–1799 Rentkammer-Sekretär, zuletzt Rentkammer-Expeditionsrat in Stuttgart
    Großmutter väterlicherseits Maria Magdalena Hegel, geb. Fromm 1741–1783
    Mutter Marie (Maria) Helena Susanna Hegel, geb. Tucher von Simmelsdorf 1791–1855
    Großvater mütterlicherseits Jobst Wilhelm Karl Freiherr Tucher von Simmelsdorf 1762–1813 Ratsherr in Nürnberg
    Großmutter mütterlicherseits Susanna Maria Freifrau Tucher von Simmelsdorf, geb. Haller von Hallerstein 1769–1832
    Halbbruder Georg Ludwig Friedrich Fischer 1807–1831 Korporal im niederländischen Kolonialdienst; zuletzt in Djakarta
    Bruder Thomas Immanuel Christian Hegel 1814–1891 Jurist; preußischer Verwaltungsbeamter, Konsistorialpräsident der Provinz Brandenburg
    Schwägerin Friederike Hegel, geb. Flottwell 1822–1861
    Heirat 28.5.1850 in Nürnberg
    Ehefrau Susanna Maria Caroline Henriette Hegel, geb. Freiin Tucher von Simmelsdorf 1826–1878
    Schwiegervater Johann Sigmund Carl Freiherr Tucher von Simmelsdorf 1794–1871 königlich bayerischer Major à la suite; Bruder der Marie Helena Susanna Freifrau Tucher von Simmelsdorf (s. o.); Geschlechtsältester; erster Chef der seit 1855 bestehenden Freiherrlich von Tucher’schen Brauerei in Nürnberg
    Schwiegermutter Marie Magdalena Karoline Katharina Tucher von Simmelsdorf, geb. Grundherr von Altenthann und Weyherhaus 1802–1876
    Tochter Anna Maria Caroline Klein, geb. Hegel 1851–1927
    Schwiegersohn Felix Christian Klein 1849–1925 Mathematiker; Professor in Erlangen, München (TH), Leipzig und Göttingen
    Tochter Friederike Caroline Luise Lommel, geb. Hegel 1853–1924
    Schwiegersohn Eugen Ritter von Lommel 1837–1899 bayerischer Personaladel 1892; Physiker; Professor in Hohenheim, Erlangen und München (LMU)
    Tochter Bertha Maria Henriette Hegel 1855–1929
    Sohn Georg Sigmund Emanuel Hegel 1856–1933 königlich bayerischer Oberst
    Schwiegertochter Maria Hegel, geb. von Rücker 1870–1936 Arzttochter
    Tochter Sophie Louise Hegel 1861–1940 Deutschlehrerin in einem englischen Internat in Malvern (Worcestershire)
    Sohn Wilhelm Sigmund Hegel 1863–1945 Dr. phil.; Chemiker; Kaiserlicher Geheimer Regierungsrat am Reichspatentamt in Berlin
    Schwiegertochter Ottilie Hegel, geb. Klinger 1870–1930 Pfarrerstochter
    Sohn Friedrich August Hegel 1864–1865
    Sohn Gottlieb Friedrich Hegel 1867–1874
    Neffe Willi (Wilhelm) Hegel 1849–1925 preußischer Verwaltungsbeamter; Landrat des Kreises Jerichow I; Regierungspräsident von Gumbinnen und Allenstein; Oberpräsident der Provinz Sachsen; 1887–1890 Mitglied des Reichstags
  • Biografie

    alternativer text
    Karl von Hegel, 1901 (InC)

    In Nürnberg als Sohn des Philosophen, Rektors des Egidiengymnasiums, Lokalschulrates und Schulreformers Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770–1831) geboren, wuchs Hegel zusammen mit seinem ein Jahr jüngeren Bruder Immanuel Hegel (1814–1891) in der ehemaligen Reichsstadt und ab 1816 in Heidelberg auf, wo sein Vater Philosophieprofessor wurde. Nach dessen Berufung an die Berliner Universität zwei Jahre später begann sein Schulbesuch in der preußischen Hauptstadt zunächst in einer Knabenschule, ab 1822 auf dem Königlichen Französischen Gymnasium, das er mit einem glänzenden Zeugnis im September 1830 verließ. Einen Monat später erhielt er die noch von seinem Vater als Rektor der Universität unterzeichnete Immatrikulationsurkunde als Student der Philosophie und hörte außer bei ihm v. a. Vorlesungen anderer Philosophen (u. a. Karl Ludwig Michelet (1801–1893), Gustav Heinrich Hotho (1802–1873)), der Theologen (u. a. Friedrich Daniel Schleiermacher (1768–1834), Philipp Konrad Marheineke (1780–1846)) und der Philologen (u. a. Karl Lachmann (1793–1851), August Boeckh (1785–1867)).

    Obwohl es Studenten aus dem Königreich Preußen nach dem Hambacher Fest verboten war, in Heidelberg zu studieren, wechselte Hegel zum Sommersemester 1834 an die großherzoglich-badische Universität und studierte dort, ohne immatrikuliert zu sein, mit Genehmigung des Rektors u. a. bei dem Philologen Friedrich Creuzer (1771–1858), dem Juristen Anton Friedrich Justus Thibaut (1772–1840), dem Theologen Carl Daub (1765–1836) und bei dem Historiker Friedrich Christoph Schlosser (1776–1861), auf den – nach Hegels eigenen Worten – seine Hinwendung zur Geschichtswissenschaft zurückging und bei dem er begann, sich mit Dante Alighieri (1349-1428/32) zu beschäftigen. In seinen vier Heidelberger Semestern entstand seine lebenslange Freundschaft mit dem Literaturhistoriker Georg Gottfried Gervinus (1805–1871) und dem Juristen Georg Beseler (1809–1888), die wenig älter als er waren. Zurück an der Berliner Universität beendete Hegel dort sein Studium, legte seine lateinisch verfaßte Inauguraldissertation über Aristoteles und Alexander den Großen vor und wurde im August 1837 zum Dr. phil. promoviert. Im März 1838 folgten die mit Auszeichnung bestandene Lehramtsprüfung und die Erlangung der „unbedingten facultas docendi“ für die Gymnasien im Königreich Preußen.

    Bevor Hegel eine Berufstätigkeit aufnahm, begab er sich 1838/39 für ein gutes Jahr auf eine Bildungs- und Studienreise nach Italien und nutzte mit finanzieller Unterstützung des preußischen Kultusministeriums einen mehrmonatigen Aufenthalt in Florenz zu Studien in Archiven und Bibliotheken, deren Erträge die Grundlage für seine 1847 erschienene zweibändige „Geschichte der Städteverfassung von Italien“ bildeten, die national wie international breit rezipiert wurde und mit der er sein Ansehen als führender Städtehistoriker begründete. Im Herbst 1839 begann am Cöllnischen Gymnasium zu Berlin sein Probejahr, an das sich für nur wenige Monate eine Tätigkeit als Hilfslehrer anschloß, in der er in den oberen Schulklassen Deutsch und Französisch und in den unteren Latein und Griechisch unterrichtete. Nebenbei seinen wissenschaftlichen Neigungen folgend, schied er zu Beginn des Jahres 1841 auf eigenen Wunsch aus dem Schuldienst aus und nahm zum bevorstehenden Sommersemester den Ruf auf eine außerordentliche Professur der Geschichte an der Universität Rostock an. An der mecklenburgischen Landesuniversität wurde er 1848 – bevor er bis Herbst 1849 für ein Jahr das Amt des Chefredakteurs der neugegründeten „Mecklenburgischen Zeitung“ ausübte – Ordinarius für Geschichte und Politik. In den akademischen Jahren 1854/55 und 1855/56 bekleidete er für jeweils ein Jahr das Amt des Rektors seiner Universität. Ausdruck seines hohen Ansehens nicht nur als Professor, sondern auch als vielfältig tätiger politischer Publizist war 1850 seine Wahl ins Erfurter Unionsparlament, wo er als gemäßigt liberaler Anhänger der konstitutionellen Monarchie den Wahlkreis Schwerin vertrat.

    Beruflicher Einstand

    Im selben Jahr heiratete Hegel seine Cousine Susanna Maria von Tucher (1826–1878), die aus derselben Nürnberger Patrizierfamilie stammte wie seine Mutter. Nicht zuletzt seiner Frau zuliebe nahm er, der zuvor verschiedene Angebote deutscher Universitäten abgelehnt hatte, 1856 den Ruf auf einen Lehrstuhl für Geschichte an der Universität Erlangen an, der von König Maximilian II. Joseph (1811–1864) im Zuge seiner besonderen wissenschaftspolitischen Förderung der Geschichtswissenschaft im Königreich Bayern neu geschaffen worden war. In Erlangen wurde er – wie schon in Rostock – zum „ersten wirklichen Historiker modernen Stils“ (Theodor Kolde (1850–1913)), d. h. zum Vertreter des durch Quellenkritik und Methodenbewußtsein definierten Historismus, wirkte in Absprache mit seinem Münchener Kollegen Heinrich von Sybel (1817–1895) an dringend notwendigen Reformen des Geschichtsstudiums und der staatlichen Abschlußprüfungen mit und gründete 1872 das Historische Seminar. Obwohl er nie in militärischen oder zivilen preußischen Diensten gestanden hatte, galt er in Erlangen als „Preuße“, der – als Anhänger einer „kleindeutschen“ Lösung des Problems der deutschen Einheit – noch 1866 aus diesem Grund bei der Prorektorwahl der königlich bayerischen Universität scheiterte, aber dann 1870 mit sehr großer Mehrheit gewählt wurde und sein einjähriges Amt mit einer politischen Rede über „Die deutsche Sache und die deutschen Hochschulen“ antrat.

    Erlanger Zeit

    Mit dem Beginn seiner fast ein halbes Jahrhundert währenden Erlanger Zeit gewann Hegel als Historiker mit vielfältigen Aktivitäten und zahlreichen Publikationen auch außerhalb der Universität immer mehr an Ansehen, ablesbar an zahlreichen Mitgliedschaften in Akademien der Wissenschaften und geschichtswissenschaftlichen Institutionen verschiedener Art (u. a. Monumenta Germaniae Historica, Berlin, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg) sowie an Auszeichnungen und Ehrungen. Dass er 1858 zu den 18 Gründungsmitgliedern der Historischen Kommission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften in München gehörte und von da an für die Edition der „Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis ins 16. Jahrhundert“ verantwortlich war, hat sein Wirken am nachhaltigsten geprägt. Unter seiner Leitung erschienen von 1862 bis 1899 insgesamt 27 Bände, von denen er vier (Chroniken der Reichsstadt Straßburg und der Bischofsstadt Mainz) alleine bearbeitete und an zwei von drei Bänden mit Chroniken seiner Geburtsstadt Nürnberg als Bearbeiter beteiligt war. Die Städtechroniken-Edition gehörte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den geisteswissenschaftlichen Großunternehmungen wie sie z. B. mit den Monumenta Germaniae Historica 1819, dem Corpus Inscriptionum Graecarum 1825, dem Corpus Inscriptionum Latinarum 1853 oder auch der Edition der Deutschen Reichstagsakten 1858 begonnen worden waren.

    Stadtgeschichtsforschung

    Das Städtechroniken-Projekt war Ausdruck des wachsenden bürgerlichen Selbstverständnisses vor dem Hintergrund eines sich stärker konturierenden nationalen Bewusstseins im 19. Jahrhundert. Zugleich war es ein frühes Beispiel erfolgreicher fächerübergreifender Forschung mit großer Bedeutung nicht nur für die Geschichtswissenschaft insgesamt, sondern auch z. B. für die Sprachwissenschaft und die Rechtsgeschichte, und es machte mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes in den Bereichen von Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterführung neue Formen der Forschungsorganisation möglich. Über das Zusammenwirken mit Historikern wie Theodor von Kern (1836–1873) und Karl Lamprecht (1856–1915) sowie dem Germanisten Matthias Lexer (1830–1892) und dem Rechtshistoriker Ferdinand Frensdorff (1833–1931) hinaus kam es zur engen Zusammenarbeit mit zahlreichen Stadtarchivaren und Bibliothekaren überall in Deutschland, mit denen Hegel engen persönlichen und brieflichen Kontakt pflegte.

    Parallel zu seiner editorischen und wissenschaftsorganisatorischen Tätigkeit legte Hegel immer wieder kleinere und größere Werke zur europäischen Stadtgeschichte vor, u. a. 1891 – 78jährig – seine zweibändige Monografie „Städte und Gilden der germanischen Völker im Mittelalter“ und 1898 seine „Entstehung des Deutschen Städtewesens“. Sie trugen mit dazu bei, dass sein Erlanger Kollege Richard Fester (1860–1945) ihn, der zu seinen Lebzeiten großes nationales und internationales Ansehen erworben hatte, bei seiner Beerdigung als „Städtehegel“ ehrte. Im Schatten seines von ihm sehr verehrten Vaters stehend, wogegen er Zeit seines Lebens – nicht zuletzt durch seine Abkehr von der Philosophie und seine Hinwendung zur Geschichtswissenschaft – ankämpfte, geriet Hegel zu Beginn des 20. Jahrhunderts weitgehend in Vergessenheit, als das historische Interesse mehr der deutschen National- und der Weltgeschichte als der Stadtgeschichte galt. An Universitäten hinterließ Hegel keine Schüler, und auf seinem Erlanger Lehrstuhl folgte ihm direkt kein Kollege. Die Leitung der Städtechroniken-Abteilung der Historischen Kommission blieb drei Jahre vakant, bis sie von Georg von Below (1858–1927) bis 1926 und von Joseph Hansen (1862–1943) bis 1943 übernommen und dann 1968 geschlossen wurde. Bis dahin erschienen insgesamt nur noch zehn Bände „Chroniken der deutschen Städte“. Erst mit der Entdeckung großer Teile seines sich verstreut in Familienbesitz befindenden Nachlasses, insbesondere seiner umfangreichen Korrespondenz, findet Hegel seit Beginn des 21. Jahrhunderts wieder großes Interesse.

  • Auszeichnungen

    1855 Mitglied des Gelehrtenausschusses des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg
    1857 Korrespondierendes Mitglied der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen
    1871 Auswärtiges Mitglied der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen
    1858 Ordentliches Mitglied der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München
    1859 Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zu München
    1867 Dr. iur. utr. h. c. der Juristischen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg
    1872 Ritterkreuz Erster Klasse des bayerischen Sankt Michaelsordens
    1875 Mitglied der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica, Berlin
    1876 Korrespondierendes Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin
    1876 Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst
    1877 Mitglied des Verwaltungsausschusses des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg
    1881 Ablehnung der Ehrenpromotion zum Dr. jur. der Universität Göttingen
    1883 Ehrendiplom des Mainzer Vereins für Althertum und Geschichte
    1887 Korrespondierendes Mitglied der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften zu Wien
    1887 Mitglied der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde
    1889 Ritterkreuz des Königlichen Verdienstordens der Bayerischen Krone
    1891 Ehrenmitglied des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg
    1891 Adelsmatrikel des Königreichs Bayern
    1893 Königlich Bayerischer Geheimer Rat
    1935 Gedenktafel am Haus Loschgestraße 15 in Erlangen (abgegangen)
    seit 2007 Karl-Hegel-Gedächtnisvorlesungen an der Universität Erlangen-Nürnberg
    • Quellen

      Nachlass:

      Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg (Teilnachlass).

      Privatbesitz (Teilnachlass).

      Gedruckte Quellen:

      Karl Hegel, Leben und Erinnerungen. Mit einem Portrait in Heliogravüre, 1900.

      Regina Baar, Flucht ins Land der Schönheit. Briefwechsel zwischen Georg Gottfried Gervinus und Karl Hegel auf ihrem Weg aus den politischen Konflikten des deutschen Vormärz nach Italien – und zurück (1837–1839), 2008. (P)

      Helmut Neuhaus, Karl Hegels Gedenkbuch. Lebenschronik eines Gelehrten des 19. Jahrhunderts, 2013. (P)

      Die Brautbriefe Karl Hegels an Susanna Maria von Tucher. Aus der Verlobungszeit des Rostocker Geschichtsprofessors und der Nürnberger Patriziertochter 1849/50, hg. v. Helmut Neuhaus, 2018. (P)

      Die Brautbriefe Susanna Maria von Tuchers an Karl Hegel. Aus der Familiengeschichte der Nürnberger Patrizierfamilie Tucher von Simmelsdorf 1849/50, hg. v. Helmut Neuhaus, 2022.

      Marion Kreis/Helmut Neuhaus (Bearb.), Die wissenschaftliche Korrespondenz des Historikers Karl Hegel. Vollständige und ausschließlich digitale Edition, Einleitung, Kommentar und Register (in Arbeit seit 2017).

    • Werke

      Editionen:

      Georg Wilhelm Friedrich Hegel’s Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte, 1840.

      Die Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis ins 16. Jahrhundert. 27 Bde., 1862–1899. (Bd. 1, 3, 8, 9, 17, 18 v. Karl Hegel bearbeitet)

      Chronicon Moguntinum, 1885. (Onlineressource) (weiterführende Informationen).

      Briefe von und an Hegel. 2 Bde., 1887.

      Schriften:

      De Aristotele et Alexandro Magno, 1837. (Diss. phil.)

      Geschichte der Städteverfassung von Italien seit der Zeit der römischen Herrschaft bis zum Ausgang des zwölften Jahrhunderts. 2 Bde., 1847, Nachdr. 1964 u. 2009, ital. 1861.

      Geschichte der meklenburgischen Landstände bis zum Jahr 1555 mit einem Urkunden-Anhang, 1856, Nachdr. 1968.

      Die Ordnungen der Gerechtigkeit in der florentinischen Republik, 1867.

      Die Chronik des Dino Compagni. Versuch einer Rettung, 1875.

      Verfassungsgeschichte von Cöln im Mittelalter (Separatabdruck aus den Chroniken der deutschen Städte, Bd. 1/3). 1877.

      Über den historischen Werth der älteren Dante-Commentare. Mit einem Anhang zur Dino-Frage, 1878.

      Verfassungsgeschichte von Mainz im Mittelalter (Separatabdruck aus den Chroniken der deutschen Städte, Mainz, Bd. 2, Abtheilung 2), 1882.

      Städte und Gilden der germanischen Völker im Mittelalter. 2 Bde., 1891, Nachdr. 1962.

      Die Entstehung des Deutschen Städtewesens, 1898.

    • Literatur

      Monografien:

      Karl Hegel. Historiker im 19. Jahrhundert, hg. v. Helmut Neuhaus, 2001. (P)

      Marion Kreis, Karl Hegel. Geschichtswissenschaftliche Bedeutung und wissenschaftsgeschichtlicher Standort, 2012. (P)

      Aufsätze:

      Heinrich Dannenbauer, Karl Hegel. Professor der Geschichte. 1813–1901, in: Lebensläufe aus Franken, Bd. 5, 1936, S. 142–150.

      Helmut Neuhaus, Karl Hegel (1813–1901) – ein (fast) vergessener Historiker des 19. Jahrhunderts, in: Armin Kohnle/Frank Engehausen (Hg.), Zwischen Wissenschaft und Politik. Studien zur deutschen Universitätsgeschichte. Festschrift für Eike Wolgast zum 65. Geburtstag, 2001, S. 309–328.

      Helmut Neuhaus, Karl Hegel und Erlangen, in: Jahrbuch für fränkische Landesforschung 62 (2002), S. 259–277.

      Helmut Neuhaus, Im Schatten des Vaters. Der Historiker Karl Hegel (1813–1901) und die Geschichtswissenschaft im 19. Jahrhundert, in: Historische Zeitschrift 286 (2008), S. 63–89.

      Helmut Neuhaus, Das „Gedenkbuch“ Karl Hegels, in: Helmut Neuhaus (Hg.), Erlanger Editionen. Grundlagenforschung durch Quelleneditionen. Berichte und Studien, 2009, S. 427–440.

      Carla Meyer, Zur Edition der Chroniken in den „Chroniken der Deutschen Städte“, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 97 (2010), S. 1–29. (Onlineressource)

      Helmut Neuhaus, Zeitzeuge des 19. Jahrhunderts: der Historiker Karl Hegel (1813–1901), in: Archiv für Kulturgeschichte 96 (2014), S. 57–80.

      Helmut Neuhaus, Der Mittelalter-Historiker Karl Hegel, in: Claudia Alraum u. a. (Hg.), Zwischen Rom und Santiago. Festschrift für Klaus Herbers zum 65. Geburtstag, 2016, S. 383–395.

      Helmut Neuhaus, Karl Hegel in Mecklenburg von 1841 bis 1856, in: Mecklenburgische Jahrbücher 135 (2020), S. 221–246.

      Marion Kreis, Karl Hegels editorische Praxis im Spiegel seiner Korrespondenz seit den 1850er Jahren, in: Matthias Berg/Helmut Neuhaus (Hg.), Briefkultur(en) in der deutschen Geschichtswissenschaft zwischen dem 19. und 21. Jahrhundert, 2021, S. 335–349.

      Nachrufe:

      Robert Davidsohn, Necrologia. Carlo Hegel. Paolo Scheffer-Boichorst, in: Archivio Storico Italiano. Quinta Serie, Bd. 29, 1902, S. 161–176.

      Ernst Dümmler, in: Neues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde 27, 1902, S. 524 f.

      Richard Fester, Gedenkworte im Auftrag der philosophischen Fakultät der Universität Erlangen am Grabe gesprochen (Sonderdruck aus der Beilage zur Allgemeinen Zeitung Nr. 285 v. 11.12.1901), 1901.

      Ferdinand Frensdorff, Karl Hegel, in: Nachrichten von der Königl. Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen. Geschäftliche Mitteilungen. 1902, H. 1, 1902, S. 52–72.

      Theodor Kolde, in: Deutsche Geschichtsblätter. Monatsschrift zur Förderung der landesgeschichtlichen Forschung 3, 1902, S. 188 f.

      Georg Freiherr von Kress, Karl von Hegel, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 15, 1902, S. 175–183. (Onlineressource)

      N. N., in: Almanach der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften 52, 1902, S. 304 f.

      Ulrich Stutz, Karl Hegel, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte 36, Germanistische Abtheilung 23, 1902, S. XXXIII–XXXIX.

      N. N., in: Sitzungsberichte der philosophisch-philologischen und der historischen Classe der k. b. Akademie der Wissenschaften zu München, Jahrgang 1902, 1903, S. 99–101. (Onlineressource)

      Lexikonartikel:

      Niklot Klüßendorf, Hegel, in: Biographisches Lexikon für Mecklenburg, hg. v. Sabine Pettke, Bd. 2, 1999, S. 120–126. (P)

      Georg Seiderer, Hegel, Karl Ritter von, in: Stadtlexikon Nürnberg, hg. v. Michael Diefenbacher und Rudolf Endres, 1999, 22002, S. 428. (Onlineressource)

      Helmut Neuhaus, Hegel, Karl von, in: Erlanger Stadtlexikon, hg. v. Christoph Friederich, Berthold Frhr. von Haller/Andreas Jakob, 2002, S. 348 f. (Onlineressource)

      Die Professoren und Dozenten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen 1743–1960, im Auftrag des Rektors hg. v. d. Universitätsbibliothek, bearb. v. Clemens Wachter unter Mitwirkung v. Astrid Ley u. Josef Mayr, Teil 3, 2009, S. 85 f. (Onlineressource).

    • Onlineressourcen

    • Porträts

      Gemälde (Öl/Leinwand) v. Jakob Schlesinger (1793–1855), 1833 (seit 2017 als Dauerleihgabe in der Kunstsammlung der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg), Abbildung als Frontispiz in: Karl Hegel. Historiker im 19. Jahrhundert, hg. v. Helmut Neuhaus, 2001.

      Marmorrelief von Wilhelm von Rümann (1850–1906); 1901 (seit 2017 als Dauerleihgabe in der Kunstsammlung der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg), Abbildung in: Karl Hegel. Historiker im 19. Jahrhundert, hg. v. Helmut Neuhaus, 2001.

      Fotografie v. Friedr[ich] Müller, undatiert, Universitätsarchiv Rostock, Personalakte, Abbildung in: Helmut Neuhaus, Karl Hegels Gedenkbuch. Lebenschronik eines Gelehrten des 19. Jahrhunderts, 2013, S. 219.

      Fotografie, um 1900, Frontispiz der Memoiren.

      Fotografie im „Goldenen Buch der Universität [Erlangen]“, Universitätsarchiv Erlangen-Nürnberg, Abbildung in: Helmut Neuhaus, Karl Hegels Gedenkbuch. Lebenschronik eines Gelehrten des 19. Jahrhunderts, 2013, S. S. 229.

  • Autor/in

    Helmut Neuhaus (Erlangen)

  • Zitierweise

    Neuhaus, Helmut, „Hegel, Karl“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.10.2022, zuletzt geändert am 01.01.2023, URL: https://www.deutsche-biographie.de/11657075X.html#dbocontent.

    CC-BY-NC-SA