Lebensdaten
1866 bis 1947
Geburtsort
Leipzig
Sterbeort
Endorf (Oberbayern)
Beruf/Funktion
Kunsthistoriker
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 118521187 | OGND | VIAF

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Zitierweise

Clemen, Paul, Indexeintrag in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd118521187.html [01.10.2016].

CC0

Clemen, Paul

Kunsthistoriker, * 31.10.1866 Leipzig, 8.7.1947 Endorf (Oberbayern). (lutherisch)

  • Genealogie

    B Carl s. (1), Otto s. (2); Altenroda b. Goslar 1905 Lilli, T des Geh. Reg.rats Dr.-Ing. e. h. Herm. v. Wätjen (1851–1911) aus der bekannten Bremer Reederfamilie, u. der Clara (T des Malers Benjamin Vautier, 1829-98 [s. ADB LIV, ThB]); 1 S, 2 T, u. a. Wolfg. (* 1909), Anglist, Pedra, Graphikerin.

  • Leben

    C. habilitierte sich 1893 in Bonn und wurde im gleichen Jahr Provinzialkonservator der Rheinprovinz. 1898 zum außerordentlichen Professor der Kunstgeschichte in Bonn ernannt, erhielt er 1899 den Ruf als Professor der Kunst- und Literaturgeschichte an die Kunstakademie in Düsseldorf. 1902-36 wirkte er als Nachfolger C. Justis in Bonn und wurde der Schöpfer des dortigen kunsthistorischen Institutes (mit einer Bibliothek von rund 60 000 Bänden). 1907 lehrte er als Austausch-Professor an der Harvard-Universität. Während des 1. Weltkrieges war er der Organisator des Kunstschutzes. - C. ist der Begründer der rheinischen Denkmalspflege und ihr bahnbrechender Organisator. Der erst 24jährige übernahm 1890 die Inventarisation der Rheinischen Kunstdenkmäler und verwaltete zwei Jahrzehnte lang das Amt eines rheinischen Provinzialkonservators. Viele Bände des Inventars stammen aus seiner Feder, besonders die weit über eine Bestandsaufnahme hinausgehende, geistesgeschichtlich umfassende Darstellung „Der Dom zu Köln“ (1937). - Aus intimer Kenntnis der Denkmäler hat C. der rheinischen Kunstgeschichte erstmalig eine feste wissenschaftliche Basis gegeben und sie durch zahlreiche, zum Teil enzyklopädische Veröffentlichungen gefördert. Ein Fliegerangriff vernichtete 1944 das ganze Material für eine Gesamtgeschichte der rheinischen Kunst, die er auch durch große Ausstellungen (1902 Düsseldorf, 1904 Düsseldorf, 1925 Köln) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. - C. war ein musisch begabter, für alle Künste empfänglicher Gelehrter, ein bedeutender Redner und über die akademische Tätigkeit hinaus ein begeisternder Volksbildner. Trotz seiner überwiegenden Bindung an die mittelalterliche Geschichte widmete er auch der zeitgenössischen Kunst eine Reihe bemerkenswerter Studien (Rodin, Maillol, Stadthaus in Stockholm und so weiter).

  • Werke

    Weitere W Die roman. Wandmalereien d. Rheinlande, 1905; Die roman. Monumentalmalerei in d. Rheinlanden, 1916; Die got. Monumentalmalereien d. Rheinlande, 1930; Ausw. aus s. Schrr., hrsg. v. H. Lützeler, 1948 (P).

  • Literatur

    Festschr. z. 60. Geburtstag, 1926 (P); F. Gf. Wolff-Metternich, in: Österr. Zs. f. Denkmalpflege 1, 1947; H. Lützeler, P. C., 1948.

  • Autor

    Heinrich Lützeler
  • Empfohlene Zitierweise

    Lützeler, Heinrich, "Clemen, Paul" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 281 [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118521187.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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