Lebensdaten
1875 bis 1933
Geburtsort
Ichenheim (Baden)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Vererbungsforscher ; Pflanzenzüchter ; Pflanzengenetiker ; Professor in Berlin
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 119276194 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Baur, Erwin
  • Baur, E.
  • Baur, Erwin Rudolf

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Zitierweise

Baur, Erwin, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119276194.html [20.06.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Wilhelm Baur (1839–1910), Apotheker in Ichenheim;
    M Anna, T des Leo Siefert und der Maria Anna Merkel;
    Gvv Franz Xaver Baur (1798–1891), Apotheker in Salem;
    Gmv Karoline Herzer.

  • Leben

    B. studierte Medizin und Botanik in Heidelberg, Freiburg und Kiel. Nach der Doppel-Promotion machte er längere Reisen als Schiffsarzt nach Südamerika, die ihn zum Studium der Pflanzenwelt und zu botanisch-landwirtschaftlichen Vererbungsforschungen anregten. 1904 habilitierte er sich für Botanik in Berlin, 1911 wurde er als Ordinarius für Botanik an die Landwirtschaftliche Hochschule Berlin berufen. 1914 hatte er eine Austauschprofessur in Madison (USA) inne. Nach seiner Rückkehr gründete er das erste Institut für Vererbungslehre in Friedrichshagen, 1922 ein erweitertes Institut in Dahlem und schließlich 1929 das Kaiser-Wihelm-Institut für Pflanzenzüchtung und Vererbungsforschung in Dahmsdorf, das durch seine Züchtungsarbeiten bald einen internationalen Ruf bekam. Die Grundlage seiner pflanzenzüchterischen Arbeiten bildeten umfangreiche Bastardierungsversuche an verschiedenen Rassen und Arten des Löwenmauls (Anthirrhinum), sowie die mustergültige Analyse der Erbfaktoren dieser Pflanze. Aus dem reichen wissenschaftlichen Material entstanden wertvolle praktische Züchtungsarbeiten, die Züchtung der bitterstoffreien Lupine sowie vor allem Immunitätszüchtungen, die für eine Reihe von Kulturgewächsen wesentliche Verbesserungen brachten. B. war Dr. h. c. der Universität Upsala und Professor h. c. der Universität Buenos Aires.

  • Werke

    Die wiss. Grundlagen d. Pflanzenzüchtung, 51924; Einführung in d. experimentelle Vererbungslehre, 111930; Hdb. d. Vererbungswiss. (mit M. Hartmann), 1928; Hrsg.: Ztschr. f. induktive Abstammungs- u. Vererbungslehre; Ztschr. Züchtungskde.; Ztschr. Der Züchter; Bibliotheca Genetica.

  • Literatur

    Dem Andenken an E. B., in: Ztschr. Die Naturwiss., 1934, Sonderh. 17/18;
    E. Tschermak-Seysenegg, in: Alm. d. Ak. d. Wiss. Wien 84, 1934, S. 243-46;
    Nachrufe 1934 in allen größeren landwirtschaftl. u. naturwiss. Fachztschrr. d. In- u. Auslandes.

  • Portraits

    Bronzebüste v. G. Kappen, 1933 (Berlin, Saatgut-Erzeugungs-Ges.).

  • Autor/in

    Otto E. Heuser
  • Empfohlene Zitierweise

    Heuser, Otto E., "Baur, Erwin" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 669-670 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119276194.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA