Lebensdaten
1934 – 1984
Geburtsort
Cammin (Pommern, heute Kamień Pomorski, Polen)
Sterbeort
Sheerness (Grafschaft Kent, Großbritannien)
Beruf/Funktion
Schriftsteller ; Übersetzer ; Lektor
Konfession
evangelisch-lutherisch
Normdaten
GND: 11855817X | OGND | VIAF: 12310347
Namensvarianten
  • Johnson, Uwe Klaus Dietrich
  • Johnson, Uwe
  • Johnson, Uwe Klaus Dietrich
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Zitierweise

Johnson, Uwe, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11855817X.html [28.01.2023].

CC0

  • Uwe Johnson gilt als literarischer Chronist der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. In seinen Texten verknüpfte er private Schicksale mit historischem Wandel und lotete so den Handlungsspielraum des Einzelnen in der Gesellschaft aus. Zwei seiner sprachlich und erzählerisch anspruchsvollen Romane gehören zum Kanon moderner Literatur: „Mutmassungen über Jakob“ (1959) und „Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl“ (4 Bde., 1970–1983).

    Uwe Johnson, Imago Images (InC)
    Uwe Johnson, Imago Images (InC)
  • Lebensdaten

    Geboren am 20. Juli 1934 in Cammin (Pommern, heute Kamień Pomorski, Polen)
    Gestorben am 23./24. Februar 1984 in Sheerness (Grafschaft Kent, Großbritannien)
    Grabstätte Sheppey Cemetery in Sheerness
    Konfession evangelisch-lutherisch
  • Lebenslauf

    20. Juli 1934 - Cammin (Pommern, heute Kamień Pomorski, Polen)

    1940 - 1944 - Anklam (Pommern)

    Schulbesuch

    Cothenius-Schule

    1944 - Februar 1945 - Kosten (heute Kościan, Polen)

    Schulbesuch

    Deutsche Heimschule

    1945 - 1946 - Recknitz (Mecklenburg)

    Schulbesuch

    Dorfschule

    1946 - 1948 - Güstrow (Mecklenburg)

    Schulbesuch

    Zentralschule

    1947 - 1949

    Mitglied

    Evangelischer Jugendkreis

    1948 - 1952 - Güstrow

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    John-Brinckman-Oberschule

    1949

    Mitglied

    Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands

    1949 - 1951

    Mitglied

    Freie Deutsche Jugend (FDJ)

    November 1950 - Dezember 1950 - Dobbertin

    FDJ-Lehrgang „ABC des FDJlers“ – Qualifizierung zum Zirkelleiter

    Bezirksjugendschule

    August 1952 - August 1954 - Rostock

    Studium der Germanistik

    Universität

    1954 - 1956 - Leipzig

    Studium der Germanistik, Philosophie, Psychologie und Anglistik; Diplomarbeit zu Ernst Barlachs „Der gestohlene Mond“

    Universität

    1957 - 1959

    Tätigkeit als freier Lektor und Übersetzer

    10.7.1959 - Berlin-West

    Übersiedlung

    Januar 1962 - September 1962 - Rom

    Stipendiat

    Villa Massimo

    1.6.1966 - 1967 - New York City

    Schulbuchlektor

    Harcourt Brace & World

    1967 - August 1968 - New York City

    Stipendiat

    Rockefeller Foundation

    1974 - Sheerness (Grafschaft Kent, Großbritannien)

    Übersiedlung

    1979 - Frankfurt am Main

    Frankfurter Poetik-Vorlesung

    Universität

    23./24.·Februar 1984 - Sheerness (Grafschaft Kent, Großbritannien)
  • Genealogie

    Vater Erich Ernst Wilhelm Hans Johnson 26.7.1900–1948 (für tot erklärt) Tierzuchtwart und Kontrollassistent am Tierzuchtamt Greifswald, beschäftigt an der Molkerei Anklam; 1945 aus ungeklärten Gründen verhaftet und in die Ukraine deportiert
    Großvater väterlicherseits Friedrich Ludwig Ernst Karl Johnson 13.9.1871–1934 selbstständiger Schmied
    Großmutter väterlicherseits Maria Friederike Karoline Johnson, geb. Moeller unbekannt unbekannt
    Mutter Erna Johanna Helene Johnson, geb. Sträde 15.3.1909–23.2.1963 Angestellte bei der Deutschen Reichsbahn
    Großvater mütterlicherseits August Sträde 11.8.1879–1941/42 Bauer
    Großmutter mütterlicherseits Berta Sträde, geb. Winter 20.1.1879–2.6.1948 Bäuerin
    Geschwister eine Schwester
    Heirat 28.2.1962 in Frankfurt am Main
    Ehefrau Elisabeth Johnson , geb. Schmidt geb. 1935
    Tochter Katharina Elisabeth Johnson geb. 20.11.1962
    Schwägerin Jutta Maria Schmidt 1937–1967
  • Biografie

    alternativer text
    Uwe Johnson (Mitte), BArch / Bildarchiv (InC)

    Aufwachsen in zwei Systemen

    Johnson wuchs im pommerschen Anklam auf und wurde dort eingeschult. Mit dem Übergang auf das Gymnasium zur fünften Klasse musste er im Sommer 1944 auf eine Deutsche Heimschule wechseln, ein nationalsozialistisches Internat in Kosten (heute Kościan, Polen). Im Februar 1945 kehrte er mit einem Flüchtlingstreck nach Anklam zurück, von wo aus die Familie nach Mecklenburg floh, zuerst nach Recknitz, dann nach Güstrow. Johnson erlebte den Wechsel von nationalsozialistischer zu sozialistischer Indoktrination in der Schule. In Güstrow beteiligte er sich am Evangelischen Jugendkreis und war in der Freien Deutschen Jugend (FDJ) aktiv. 1950 wurde er Zeuge eines Schauprozesses in Güstrow, bei dem Schüler seiner Schule wegen „Verschwörung zur Vorbereitung eines Kriegs“ zu Zuchthausstrafen verurteilt wurden.

    1952 nahm Johnson in Rostock ein Germanistikstudium auf. Als er von der FDJ aufgefordert wurde, eine staatliche Verleumdungskampagne gegen die evangelische Junge Gemeinde zu unterstützen, warf er auf einer Versammlung der Regierung der DDR Verfassungsbruch vor. Von Exmatrikulation bedroht, wechselte er 1954 an die Universität Leipzig und begann, an seinem ersten Roman zu schreiben, in dem er seine Erlebnisse und Beobachtungen literarisierte.

    Intellektuelle und literarische Prägung

    In Leipzig knüpfte Johnson für ihn wesentliche Freundschaften, so zu den Linguisten Manfred Bierwisch (geb. 1930) und Klaus Baumgärtner (1931–2003), die später die Entwicklung des Fachs in Ost und West prägten, zu Joachim Menzhausen (1930–2019), dem nachmaligen Leiter des Grünen Gewölbes in Dresden, und zu dem Musikwissenschaftler Eberhardt Klemm (1929–1991). Aus dem Austausch während des Studiums entwickelten sich bis an Johnsons Lebensende geführte Briefwechsel.

    Johnson hörte Philosophie bei Ernst Bloch (1885–1977) und studierte Literatur bei Hans Mayer (1907–2001). 1956 beendete er sein Studium mit einer Diplomarbeit über Ernst Barlach (1870–1938). Danach reichte er seinen ersten Roman bei mehreren Verlagen in der DDR ein. Obwohl dessen literarisches Potenzial erkannt wurde und der Stil beeindruckte, zensierten ihn alle Lektoren. Auch der Suhrkamp Verlag in Frankfurt am Main lehnte das Manuskriptab. Das Werk erschien erst postum 1985 unter dem Titel „Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“.

    Westwärts

    1956 siedelten Johnsons Mutter und Schwester in die Bundesrepublik über. Johnson blieb in der DDR, lebte von Verlagsgutachten, Gelegenheitsarbeiten und finanzieller Unterstützung seiner Freunde. Mit Bierwisch übertrug er das Nibelungenlied in neuhochdeutsche Prosa (1960) und begann, einen neuen Roman zu schreiben: „Mutmassungen über Jakob“. Zu dessen Erscheinen 1959 im Suhrkamp Verlag zog er nach West-Berlin. Johnson war der erste von Siegfried Unseld (1924–2002) entdeckte Autor, nachdem jener die Verlagsleitung nach dem Tod Peter Suhrkamps (1891–1959) übernommen hatte; 1962 wurde Unseld Johnsons Trauzeuge.

    In „Mutmassungen über Jakob“ entwerfen Freundin und Freunde sowie ein Hauptmann der Staatssicherheit in Gesprächen und Monologen ihr Bild von dem gestorbenen Eisenbahner Jakob, um zu erfahren, wer Jakob war und wie er zu Tode kam. Der Roman wurde von der literarischen Öffentlichkeit enthusiastisch aufgenommen, Johnson zu einer Tagung der Gruppe 47 eingeladen. Aus Begegnungen u. a. mit Ingeborg Bachmann (1926–1973), Martin Walser (geb. 1927), Hans-Magnus Enzensberger (geb. 1929) und Günter Grass (1927–2015) entstanden Freundschaften. Johnson bereiste 1961 für einige Monate die USA und besuchte das „International Seminar“ an der Harvard University, bevor er 1962 sein Stipendium für die Villa Massimo in Rom antrat. Hier lernte er Max Frisch (1911–1991) kennen, zu dem sich ein enges, produktives Verhältnis entwickelte.

    Johnsons zweiter Roman, „Das dritte Buch über Achim“ (1961), wurde als Buch zum Mauerbau gelesen. Ein westdeutscher Journalist reist in die DDR und scheitert dort mit dem Versuch, die Biografie eines ostdeutschen Radrennfahrers zu schreiben. Das Erzählen imitiert ein Gespräch über die Reise. In der Folge legte sich die Kritik bei Johnson auf das Etikett „Dichter der beiden Deutschland“ fest. Die weiteren Arbeiten festigten diesen von Johnson ungeliebten Ruf: Er besprach Sendungen des DDR-Fernsehens für den West-Berliner „Tagesspiegel“, gab einen Band des ostdeutsch vereinnahmten Bertolt Brecht (1898–1956) heraus und verfasste seinen nächsten Roman „Zwei Ansichten“, in dem es um ein Liebespaar in Ost- und West-Berlin geht, das durch den Bau der Mauer getrennt wird. Der Roman erzählt von dem Versuch, die Mauer zu überwinden, von den „Städten Berlin“, von der Macht der Medien, vom Alltag im Kalten Krieg. Auf Vermittlung der Verlegerin Helen Wolff (1906–1994) zog Johnson mit seiner Familie 1966 nach New York, wo er an einem deutschsprachigen Lesebuch für die High School arbeitete, ein Stipendium der Rockefeller Foundation erhielt und wichtige neue Freundschaften schloss, u. a. mit Hannah Arendt (1906–1975). Im August 1968 kehrte die Familie nach West-Berlin zurück.

    Weltliteratur

    Zwischen 1968 und 1983 schuf Johnson vor dem Hintergrund seiner Erlebnisse in den USA das Werk „Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl“ (4 Bde.,1970–1983), in der eine alleinerziehende Mutter in New York ihrer Tochter im Verlauf des Jahres 1967/68 Tag für Tag die Geschichte ihrer Mecklenburger Familie erzählt. Der Bogen reicht vom frühen 20. Jahrhundert bis zum Vietnamkrieg und zum Prager Frühling im August 1968. Die Verbindung von Historie und Familiengeschichte bestimmt formal wie inhaltlich den Roman. Durch die Wiederaufnahme von Figuren und Episoden aus dem vorangegangenen Werk stiftete Johnson einen Kosmos für sein gesamtes Schaffen.

    1974 zog Johnson mit seiner Familie nach Sheerness in der Nähe von London. Während die Arbeit an „Jahrestage“ stockte, lektorierte und schrieb er an anderen Texten. So verfasste er 1979 für den Band 1.000 der edition suhrkamp die Geschichte „Ein Schiff“ und für Max Frisch die „Skizze eines Verunglückten“ (1982). Beide Texte dienten auch der Selbstverständigung. 1979 hielt er die Frankfurter Poetikvorlesungen, in deren Buchfassung „Begleitumstände“ (1980) er die Trennung von seiner Frau öffentlich machte. Eine Lesereise zur Vollendung der „Jahrestage“ 1983 brach Johnson aus gesundheitlichen Gründen ab.

    Rezeption

    In der öffentlichen Wahrnehmung trägt Johnson das Etikett „Dichter der beiden Deutschland“, das ihm nie zusagte. Er war durch seinen Umzug von Ost nach West und seine Werke abonniert auf das deutsch-deutsche Thema, dabei stellen Johnson-Forscher mittlerweile ganz andere Fragen an seine Texte.

    Die Erstrezeption der Texte Johnsons lässt sich nicht vom Kalten Krieg trennen. Auch nachdem er seinen Blick thematisch längst erweitert hatte und in New York und England lebte, nahm man ihn in der Bundesrepublik in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg als Autor der deutschen Teilung, v. a. der DDR, wahr. In der DDR hingegen reduzierte man Johnson bis zu seinem Tod auf den „Republikflüchtling“. Erst danach ließ man zu, dass sein Werk sowohl literarisch besprochen als auch – in Teilen – verlegt werden konnte: Durch die Veröffentlichung des Bandes „Eine Reise wegwohin und andere kurze Prosa“ wurde 1989 zum ersten Mal Prosa von Johnson offiziell in der DDR verfügbar.

    Seit 2006 bzw. 2010 widmen sich das Uwe-Johnson-Literaturhaus in Klütz (Mecklenburg) und die in Rostock ansässige Uwe Johnson-Gesellschaft der Erschließung und Verbreitung von Johnsons Werk; seit 2017 erscheint die Uwe Johnson-Werkausgabe. Im selben Jahr entstand im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern als erster Band der Reihe „Das flache Land – Literarische Lesebücher“ das „Literarische Lesebuch Uwe Johnson“, das an Schulen eingesetzt werden soll. Auch als Hörfassungen stehen einige Romane Johnsons zur Verfügung.

  • Auszeichnungen

    1947–1949 Mitglied des Evangelischen Jugendkreises
    1949 Mitglied im Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands
    1949–1951 Mitglied der Freien Deutschen Jugend (FDJ)
    1960 Fontane-Preis der Stadt Berlin-West
    1962 Internationaler Verleger-Preis „Prix Formentor“
    1962 Stipendium der Villa Massimo, Rom
    1967 Ernennung zum „Knight of Mark Twain“ durch den Mark Twain Circle of America
    1969 Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland
    1969 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin-West
    1971 Georg-Büchner-Preis
    1972–1974 Vizepräsident der Akademie der Künste, Berlin-West
    1975 Wilhelm-Raabe-Preis der Stadt Braunschweig
    1977–1979 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt
    1979 Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck
    1983 Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln
    1984 (jährlicher) Uwe-Johnson-Preis für Literatur, Neubrandenburg
    1994 Uwe-Johnson-Bibliothek, Güstrow
    2006 Uwe-Johnson-Literaturhaus in Klütz (Mecklenburg)
    2010 Uwe Johnson-Gesellschaft, Rostock
    2011 Johnsonweg, Leipzig-Probstheida
    • Quellen

      Nachlass:

      Uwe Johnson-Archiv Rostock, Depositum der Johannes und Annitta Fries Stiftung an der Universität Rostock. (hierzu: Eberhard Fahlke, „Erinnerung umgesetzt in Wissen“. Spurensuche im Uwe Johnson-Archiv, in: Uwe Johnson, „Für wenn ich tot bin“, hg. v. Siegfried Unseld/Eberhard Fahlke, 1991, S. 73–143)

      Weitere Archivmaterialien:

      Universitätsarchiv Rostock, 01.11.1 Johnson, Uwe.

      Archiv der Universität Leipzig, StuA001656 bzw. PrüfA00323. (Studien- und Prüfungsakte)

    • Werke

      Werke:

      Mutmassungen über Jakob, 1959.

      Herman Melville, Israel Potter. Seine fünfzig Jahre im Exil. Übers. v. Uwe Johnson, 1960.

      Das Nibelungenlied. In Prosa übertragen v. Manfred Bierwisch u. Uwe Johnson, 1960.

      Das dritte Buch über Achim, 1961.

      John Knowles, In diesem Land. Deutsch v. Uwe Johnson, 1963.

      Karsch, und andere Prosa, 1964.

      Zwei Ansichten, 1965.

      Bertolt Brecht, Me-Ti. Buch der Wendungen, 1965. (Hg.)

      Jahrestage 1. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl, 1970.

      Jahrestage 2. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl, 1971.

      Jahrestage 3. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl, 1973.

      Eine Reise nach Klagenfurt, 1974.

      Hans Mayer/Uwe Johnson (Hg.), Das Werk von Samuel Beckett. Berliner Colloquium, 1975.

      Berliner Sachen. Aufsätze, 1975.

      Max Frisch, Stich-Worte. Ausgesucht v. Uwe Johnson, 1975.

      Von dem Fischer un syner Fru. Ein Märchen nach Philipp-Otto Runge mit sieben Bildern von Marcus Bethmer, einer Nacherzählung und mit einem Nachw. v. Uwe Johnson, 1976.

      Margret Boveri, Verzweigungen. Eine Autobiographie, 1977. (Hg.)

      Begleitumstände, 1980.

      Skizze eines Verunglückten, 1982.

      Jahrestage 4. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl, 1983, Neuauflagen Bd. 1–4, 1988, 1993 u. 2013.

      Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953, 1985.

      Der 5. Kanal, 1987.

      Norbert Mecklenburg (Hg.), Uwe Johnson. Versuch, einen Vater zu finden/Marthas Ferien. Text und Tonkassette, 1988.

      Eberhard Fahlke (Hg.), Uwe Johnson. Porträts und Erinnerungen, 1988.

      Eberhard Fahlke (Hg.), „Ich überlege mir die Geschichte…“. Uwe Johnson im Gespräch, 1988.

      Jürgen Grambow (Hg.), Uwe Johnson. Eine Reise wegwohin und andere kurze Prosa, 1989.

      Jürgen Grambow (Hg.), Uwe Johnson. Vergebliche Verabredung. Ausgewählte Prosa, 1992.

      Bernd Neumann (Hg.), Uwe Johnson. „Entwöhnung von einem Arbeitsplatz“. Klausuren und frühe Prosatexte, 1992.

      Bernd Neumann (Hg.), „Wo ist der Erzähler auffindbar?“ Gutachten für Verlage 1956–1958, 1992.

      Eberhard Fahlke (Hg.), Uwe Johnson. Inselgeschichten, 1995.

      Norbert Mecklenburg (Hg.), Uwe Johnson. Heute Neunzig Jahr, 1996.

      Klaus Baumgärtner (Hg.), „Sofort einsetzendes Geselliges Beisammensein“. Rechenschaft über zwei Reisen, 2004.

      Burkhard Veigel (Hg.), Uwe Johnson. Ich wollte keine Frage ausgelassen haben. Gespräche mit Fluchthelfern, 2010.

      Aufsätze und Artikel:

      Über eine Haltung des Protestierens, in: Kursbuch 9 (1967), S. 177 f.

      Rede zur Verleihung des Georg-Büchner-Preises, in: Büchner-Preis Reden 1951–1971, 1972, S. 217–240.

      Vorschläge zur Prüfung eines Romans, in: Eberhard Lämmert/Hartmut Eggert/Karl-Heinz Hartmann/Gerhard Hinzmann/Dietrich Scheunemann/Fritz Wahrenburg (Hg.), Romantheorie. Dokumentation ihrer Geschichte in Deutschland seit 1880, Bd. 2, 1975, S. 398–403.

      Ich über mich. Vorstellung bei der Aufnahme in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, in: Die Zeit Nr. 46 v. 4.11.1977, S. 46.

      Ein Schiff, in: Jürgen Habermas (Hg.), Stichworte zur „Geistigen Situation der Zeit“, 1979, S. 799–814.

      „habe aber nie die Absicht gehabt, durch Partheischriften den Tageslärm zu vermehren“, in: Literarische Vereinigung Braunschweig (Hg.), Wilhelm-Raabe-Preisträger. Vier Ansprachen. Werner Bergengruen, Hans Erich Nossack, Walter Kempowski, Uwe Johnson. Ein Bericht: Hermann Hesse, 1981, S. 39–45, Wiederabdruck in: Eberhard Fahlke (Hg.), „Ich überlege mir die Geschichte…“. Uwe Johnson im Gespräch, 1988, S. 72–75.

      Ein Brief aus New York, in: Michael Bengel (Hg.), Uwe Johnsons „Jahrestage“, 1985, S. 30–34.

      Ach, Sie sind ein Deutscher!, in: Eberhard Fahlke (Hg.), Uwe Johnson. Inselgeschichte, 1995, S. 9–11.

      Briefwechsel:

      Johannes Bobrowski, Briefwechsel mit Uwe Johnson, in: Roland Berbig/Erdmut Wizisla (Hg.), „Wo ich her bin…“. Uwe Johnson in der D.D.R., 1993, S. 133–138.

      Lotte Köhler, Aus dem Briefwechsel mit Uwe Johnson, in: Roland Berbig/Erdmut Wizisla (Hg.), „Wo ich her bin…“. Uwe Johnson in der D.D.R., 1993, S. 139–145.

      Briefe an Charlotte Luthe [1952/ 1953]. Mit einem Vorwort von Günter Holtz, in: Neue Deutsche Literatur 41 (1993), H. 8, S. 78–95.

      „Good Morning, Mrs. Bachmann“. Uwe Johnson schreibt Ingeborg Bachmann aus ihrer Wohnung in Rom. Das unveröffentlichte Dokument einer Freundschaft. In: du. Die Zeitschrift der Kultur 9 (1994), S. 56–62.

      Eberhard Fahlke (Hg.), Uwe Johnson – Max Frisch. Der Briefwechsel. 1964–1983, 1999.

      Eberhard Fahlke/Raimund Fellinger (Hg.), Uwe Johnson – Siegried Unseld. Der Briefwechsel, 1999.

      Erdmut Wizisla (Hg.), „Leaving Leipsic next week“. Briefe an Jochen Ziem [1955–1968]. Texte von Jochen Ziem, 2002.

      Eberhard Fahlke/Thomas Wild (Hg.), Hannah Arendt – Uwe Johnson. Der Briefwechsel 1967–1975, 2004.

      Eberhard Fahlke/Gesine Treptow (Hg.), Uwe Johnson – Walter Kempowski. „Kaum beweisbare Ähnlichkeiten“. Der Briefwechsel, 2006.

      Erdmut Wizisla (Hg.), „Liebes Fritzchen“ – „Lieber Groß-Uwe“. Uwe Johnson – Fritz J. Raddatz: Der Briefwechsel, 2006.

      Arno Barnert (Hg.), Uwe Johnson – Anna Grass – Günter Grass. Der Briefwechsel, 2007.

      Henning Marmulla/Claus Kröger (Hg.), „fuer Zwecke der brutalen Verstaendigung“. Hans Magnus Enzensberger – Uwe Johnson. Der Briefwechsel, 2009.

      Autobiografisches:

      Einer meiner Lehrer, in: Walter Jens/Fritz J. Raddatz (Hg.), Hans Mayer zum 60. Geburtstag. Eine Festschrift, 1967, S. 118–126.

      Vita, in: Reinhard Baumgart (Hg.), Über Uwe Johnson, 1970, S. 175.

      Begründung für die Wahl einer Fachrichtung und des Berufes, in: Eberhard Fahlke (Hg.), „Die Katze Erinnerung“. Uwe Johnson – Eine Chronik in Briefen und Bildern, 1994, S. 46.

      Darstellung meiner Entwicklung. Faksimile und Transkription, in: Johnson-Jahrbuch 4 (1997), S. 11–14.

      Werkausgabe:

      Holger Helbig/Ulrich Fries/Katja Leuchtenberger (Hg.), Rostocker Ausgabe. Historisch-kritische Ausgabe der Werke, Schriften und Briefe Uwe Johnsons, 22 Bde. in 43 Teilbdn., seit 2017.

      Bibliografie:

      Nicolai Riedel, Uwe Johnson-Bibliographie 1959–1998, 1999.

      Bibliografie inklusive der Übersetzungen von Johnsons Werken. (Onlineressource)

    • Literatur

      Reinhard Baumgart (Hg.), Über Uwe Johnson, 1970.

      Heinz Ludwig Arnold (Hg.), Text+Kritik. Zeitschrift für Literatur. Uwe Johnson, H. 65/66, 1980, Neufassung 2001.

      Rolf Michaelis, Kleines Adreßbuch für Jerichow und New York. Ein Register zu Uwe Johnsons Roman „Jahrestage“, 1984.

      Internationales Johnson-Forum. Beiträge zum Werkverständnis und Materialien zur Rezeptionsgeschichte, 1989–2006.

      Roland Berbig/Erdmut Wizisla (Hg.), „Wo ich her bin…“. Uwe Johnson in der D.D.R., 1993.

      Johnson-Jahrbuch, seit 1994. (P)

      Johnson-Studien, seit 1996. (P)

      Norbert Mecklenburg, Die Erzählkunst Uwe Johnsons. „Jahrestage“ und andere Prosa, 1997.

      Gary Lee Baker, Understanding Uwe Johnson, 1999.

      Michael Hofmann, Uwe Johnson, 2001. (P)

      Uwe Neumann, Johnson-Jahre. Zeugnisse aus sechs Jahrzehnten, 2007.

      Katja Leuchtenberger, Uwe Johnson. Suhrkamp-BasisBiographie, 2010. (P)

      Lexikonartikel:

      Nicolai Riedel, Art. „Johnson, Uwe“, in: Bernd Lutz, Metzer Autoren Lexikon, 21997, S. 416–419. (P)

      Ulrich Krellner, Art. „Johnson Uwe“, in: Michael Opitz/Michael Hofmann (Hg.), Metzler Lexikon DDR-Literatur, 2009, S. 148–150.

      Nicolai Riedel, Art. „Johnson Uwe“, in: Konrad Feilchenfeldt (Hg.), Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert, Bd. 23, 2014, Sp. 515–529. (W, L)

    • Onlineressourcen

    • Porträts

      Kohlezeichnung von Günter Grass (1927–2015), 1961, Abbildung auf den Titeln der Johnson-Studien.

      12 Porträts von Diether Ritzert (1927–1987), entstanden 1962 in der Villa Massimo.

      10 Gemälde (Öl/Leinwand) von Andreas Lemberg (geb. 1951), 1993–1995, Abbildung auf den Umschlägen der Johnson-Jahrbücher 1–10.

      Stele von Wieland Förster (geb. 1930), 2006, Domplatz, Güstrow.

  • Autor/in

    Holger Helbig (Rostock) / Stefanie Kohl (Rostock)

  • Zitierweise

    Helbig, Holger / Kohl, Stefanie, „Johnson, Uwe“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.10.2022, URL: https://www.deutsche-biographie.de/11855817X.html#dbocontent.

    CC-BY-NC-SA