Lebensdaten
1926 – 1973
Geburtsort
Klagenfurt
Sterbeort
Rom
Beruf/Funktion
Schriftstellerin ; Musikerin ; Librettistin
Konfession
evangelisch-lutherisch
Normdaten
GND: 118505602 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Pseudonym: Keller, Ruth (1954/55)
  • Bachmann, Ingeborg
  • Pseudonym: Keller, Ruth (1954/55)
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Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Bachmann, Ingeborg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118505602.html [27.02.2024].

CC0

  • Mit ihrer Lyrik und Erzählprosa, ihren Hörspielen, Libretti und Essays war die österreichische Dichterin Ingeborg Bachmann eine der führenden Autorinnen ihrer Generation in der deutschsprachigen Literatur nach 1945. Zu Lebzeiten v. a. als Lyrikerin gewürdigt, trat nach ihrem frühen Tod durch Nachlasseditionen und feministische Lektüren das als kritische Zeit- und Gesellschaftsreflexion konzipierte Prosawerk (Leitmotiv „Todesarten“) in das Zentrum anhaltend lebhafter Rezeption.

    Lebensdaten

    Geboren am 25. Juni 1926 in Klagenfurt
    Gestorben am 17. Oktober 1973 in Rom
    Grabstätte Friedhof Annabichl in Klagenfurt
    Konfession evangelisch-lutherisch
    Ingeborg Bachmann, BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Timpe (InC)
    Ingeborg Bachmann, BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Timpe (InC)
  • Lebenslauf

    25. Juni 1926 - Klagenfurt

    1932 - 2.2.1944 - Klagenfurt

    Schulbesuch (Abschluss: Matura)

    Volksschule; Ursulinen-Gymnasium

    1944 - 1945 - Klagenfurt

    Abiturientenkurs

    Lehrerbildungsanstalt

    1945 - 1950 - Innsbruck (1945/46); Graz (1946); Wien (1946–1950)

    Studium der Philosophie, Nebenfächer Germanistik, Psychologie (Kunstgeschichte, Jura)

    Universität

    1950 - Wien

    Promotion (Dr. phil.)

    Universität Wien

    1951 - 1953 - Wien

    Script-Writer, dann Redakteurin

    US-amerikanischer Radiosender Rot-Weiß-Rot

    1953 - 1957 - Wien; Neapel; Rom

    freie Schriftstellerin

    1957 - 1958 - München; Neapel

    Fernseh-Dramaturgin

    Bayerischer Rundfunk

    1958 - 1963 - Zürich; Rom

    freie Schriftstellerin

    1963 - 1965 - Berlin

    freie Schriftstellerin; Stipendiatin

    Ford-Foundation (1963/64)

    1965 - 1973 - Rom

    freie Schriftstellerin

    17. Oktober 1973 - Rom
  • Genealogie

    Vater Matthias Bachmann 1895–1973 Volksschullehrer
    Mutter Olga Bachmann, geb. Haas 1901–1998
    Schwester Isolde Moser, geb. Bachmann geb. 1928 Nachlassverwalterin Bachmanns
    Bruder Heinz Bachmann geb. 1939 Geologe; Nachlassverwalter Bachmanns
    Heirat ledig
    Kinder keine
    Diese Grafik wurde automatisch erzeugt und bietet nur einen Ausschnitt der Angaben zur Genealogie.

    Bachmann, Ingeborg (1926 – 1973)

    • Vater

      Matthias Bachmann

      1895–1973

      Volksschullehrer

    • Mutter

      Olga Bachmann

      1901–1998

    • Schwester

      Isolde Moser, geb. Bachmann

      geb. 1928

      Nachlassverwalterin Bachmanns

    • Bruder

      Heinz Bachmann

      geb. 1939

      Geologe; Nachlassverwalter Bachmanns

    • Heirat

  • Biografie

    alternativer text
    Ingeborg Bachmann, BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Timpe (InC)

    Jugend, Studium und literarische Anfänge (1926–1950)

    Schon in ihren Schuljahren am Ursulinen-Gymnasium in Klagenfurt begann Bachmann literarisch zu schreiben, verfasste Gedichte und Prosa, komponierte Lieder und entwarf Dramen. Der Einmarsch von Hitlers Truppen in Klagenfurt wurde für sie rückblickend zum symbolischen Begründungsdatum ihrer Autorschaft als einem „Schreiben nach Auschwitz“. In diesem Sinne galt die Auseinandersetzung mit den Verflechtungen von Individual- und Zeitgeschichte im Zeichen gesellschaftlicher Gewalt als eine der „Problemkonstanten“ ihres Werks.

    1944/45 wurde der Kärntner Heimatschriftsteller Josef Friedrich Perkonig (1890–1959) zu einem literarischen Mentor, dem Bachmann den Prosalyrikzyklus „Briefe an Felician“ (1945) widmete. Im Sommer 1945 bestätigte dagegen die Begegnung mit dem britischen Offizier Jack Hamesh (geb. um 1920), Sohn exilierter jüdischer Österreicher aus Wien, das im „Kriegstagebuch“ (1944/45) dokumentierte Erlebnis der Befreiung durch die Alliierten. Mit neuen Gedichten, einem Dramenentwurf und Prosastücken (erste Veröffentlichung „Die Fähre“, 31. Juli 1946) gelangte sie an die Schwelle zum Hauptwerk.

    Vom September 1945 bis zur Promotion zum Dr. phil. am 23. März 1950 studierte Bachmann in Innsbruck, Graz und Wien Philosophie und schrieb 1949 bei dem Neopositivisten Victor Kraft (1880–1975) ihre Dissertation „Die kritische Aufnahme der Existentialphilosophie Martin Heideggers“. Der Wechsel nach Wien markierte zugleich ihren Eintritt in das literarische Leben der Wiener Nachkriegsjahre, in dem Repräsentanten der älteren Generation und jüdische Remigranten – wie Rudolf Felmayer (1897–1970), Hermann Hakel (1911–1987) und Hans Weigel (1908–1991) – als literarische Mentoren fungierten. Am 16. März 1948 lernte sie Paul Celan (1920–1970) kennen, mit dem sie in der Folge eine schwierige, intermittierende Liebesbeziehung (bis 1958) und ein literarischer Dialog verband, der bis in ihren Roman „Malina“ (1971) reichte. Die Begegnung mit diesem Überlebenden des Holocaust bekräftigte jenes literarische Ethos, das sie später in die Formel „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“ fasste. Anfang 1949 publizierte Bachmann erstmals frühe, durch existenzialistische Zeitkritik geprägte Gedichte und eine Reihe parabolischer Erzählungen. In dieser Zeit arbeitet sie auch an ihrem verschollenen ersten Roman „Stadt ohne Namen“.

    Literarischer Durchbruch (1951–1962)

    Nach der Promotion übernahm Bachmann kurzzeitig die Vertretung einer Assistentenstelle an der Universität Wien und verschiedene Gelegenheitsarbeiten. Im Herbst 1951 fand sie eine Anstellung beim US-amerikanischen Sender Rot-Weiß-Rot (bis Juli 1953), die den Beginn ihrer literarischen Arbeit für den Rundfunk bezeichnet. In dieser Zeit entstand auch ihr erstes Hörspiel „Ein Geschäft mit Träumen“ (28. Februar 1952). Ende 1950 markierten Fahrten nach Paris und London den Beginn einer intensiven Reisetätigkeit, mit der Bachmann ihre vielfältige Vernetzung in Literatur und Musikkultur vorantrieb, von der die Briefeditionen Zeugnis geben.

    Die Teilnahme an Tagungen der in der westdeutschen Nachkriegsliteratur führenden „Gruppe 47“ seit Mai 1952, die ihr 1953 für Gedichte aus ihrem ersten Lyrikband „Die gestundete Zeit“ (1953) ihren renommierten Preis verlieh, führte Bachmann über die Wiener Literaturszene hinaus und bekräftigte im Sommer 1953 die Entscheidung für eine Existenz als freie Schriftstellerin und den Aufbruch aus Wien. Von August 1953 bis August 1957 lebte sie überwiegend in Italien. Mit der lyrischen Neufassung des Textbuchs zu Tatjana Gsovskys (1901–1993) Ballett-Pantomime „Ein Monolog des Fürsten Myschkin“ nach Fjodor M. Dostojewskis (1821–1881) Roman „Der Idiot“, zu der Hans Werner Henze (1926–2012) die Musik geschrieben hatte, begann im Sommer 1953 die künstlerische Zusammenarbeit mit dem Komponisten, die in die Libretti für Henzes Opern „Der Prinz von Homburg“ (1958) und „Der junge Lord“ (1964) mündete. Neben dem zweiten Gedichtband „Anrufung des Großen Bären“ (1956) entstanden darüber hinaus literarische und philosophische Essays u. a. zu Franz Kafka (1883–1924), Robert Musil (1880–1942), Marcel Proust (1871–1922) und Ludwig Wittgenstein (1889–1951) sowie das Hörspiel „Die Zikaden“ (1955). 1954/55 veröffentlichte Bachmann unter dem Pseudonym Ruth Keller auch „Römische Reportagen“. Die ihr gewidmete Titelstory des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ vom 18. August 1954 und die Würdigung ihres zweiten Lyrikbandes mit dem Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen am 26. Januar 1957 verweisen auf den öffentlichen Erfolg der Autorin, freilich um den Preis ihrer Stilisierung zur „auratischen Lyrikerin“ (Kurt Bartsch). Da nur wenige ihrer späteren Gedichte zu Lebzeiten veröffentlicht wurden, entstand der falsche Eindruck eines Gattungswechsels von der Lyrik zur Erzählprosa.

    Von September 1957 bis Mai 1958 übernahm Bachmann noch einmal eine Anstellung als Dramaturgin beim Bayerischen Fernsehen in München und schrieb mit „Der gute Gott von Manhattan“ (BR/NDR, 29. Mai 1958) das letzte ihrer drei Hörspiele. In Paris lernte sie am 3. Juli 1958 Max Frisch (1911–1991) kennen, mit dem sie von November 1958 bis Ende 1962 abwechselnd in Zürich (Uetikon am See) und Rom zusammenlebte. In diesen Jahren entstanden u. a. die Erzählungen des Bandes „Das dreißigste Jahr“ (1961), ihre Übertragungen von Gedichten des italienischen Lyrikers Giuseppe Ungarettis (1888–1970) (1961) sowie die Frankfurter Vorlesungen „Probleme zeitgenössischer Dichtung“, mit denen Bachmann im Wintersemester 1959/60 die Reihe der Poetik-Vorlesungen an der Universität Frankfurt eröffnete.

    Die Trennung von Frisch führte im Herbst 1962 in Verbindung mit Gesundheitsproblemen zu einer psycho-physischen Krise und wiederholten Klinikaufenthalten, bei denen es auch um die Therapie ihrer Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit ging.

    Berlin und Rom (1963–1973)

    Von April 1963 bis Oktober 1965 lebte Bachmann in Berlin, zunächst mit einem Jahresstipendium der Ford Foundation. Mit dem österreichischen Autor Adolf Opel (1935–2018) unternahm sie 1964 Reisen nach Prag und über Griechenland nach Ägypten und in den Sudan. Die neuen Erfahrungen flossen u. a. in die Fragmente eines „Wüstenbuchs“ sowie in den Berlin-Text „Ein Ort für Zufälle“ ein, mit dem sie sich am 17. Oktober 1964 in Darmstadt für die Verleihung des renommierten Georg Büchner-Preises bedankte. Der literarische Neuansatz des Jahres 1962, ein als kritische Sittengeschichte der (österreichischen) Gesellschaft und Nachkriegszeit angelegter Roman mit dem Titel „Todesarten“, wurde nun in ein umfangreicheres „Todesarten“-Projekt aus mehreren Texten erweitert, die um Geschlechter- und Gewaltbeziehungen kreisen. Zu Bachmanns Lebzeiten publiziert wurden allerdings nur der Roman „Malina“ (1971), der als „Ouvertüre“ eines Romanzyklus zum Thema „Todesarten“ angelegt ist, sowie die parallel und kontrapunktisch entstandenen Erzählungen der Sammlung „Simultan“ (1972). Andere seither aus dem Nachlass edierte „Todesarten“-Texte wie der Roman „Das Buch Franza“, der Goldmann/Rottwitz-Roman sowie die Erzählungen „Requiem für Fanny Goldmann“ und „Gier“ blieben Fragment.

    Im November 1965 zog Bachmann neuerlich nach Rom, wo sie bis zu ihrem Tod 1973 lebte. Vier ihrer späten poetologischen Gedichte (darunter „Keine Delikatessen“ und „Böhmen liegt am Meer“) erschienen 1968 im Heft 15 der Zeitschrift „Kursbuch“, das vor dem Hintergrund der Studentenunruhen polemisch den „Tod der Literatur“ erklärte. Späte Essays sind u. a. dem Psychologen Georg Groddeck (1866–1934), Sylvia Plath (1932–1963), Thomas Bernhard (1931–1989) und Bertolt Brecht (1898–1956) gewidmet. 1967 nahm Bachmann die Übertragung von Gedichten Anna Achmatowas (1889–1966) durch den früheren NS-Dichter Hans Baumann (1914–1988) zum Anlass, vom Piper-Verlag zu Suhrkamp zu wechseln. Anlässlich einer Lesereise im Mai 1973 nach Polen besuchte sie die Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau. In der Dankesrede zur Verleihung des Anton Wildgans-Preises am 2. Mai 1972 in Wien pointierte sie noch einmal ihr sprach- und gesellschaftskritisches Literaturverständnis. In der Nacht vom 25. auf den 26. September 1973 zog sich Bachmann in ihrer Wohnung schwere Brandverletzungen zu, an denen sie (in Verbindung mit den Auswirkungen des Medikamentenentzugs) am 17. Oktober 1973 im Krankenhaus Sant’Eugenio in Rom starb.

    Wirkung

    Bachmann ist eine moderne Klassikerin der deutschsprachigen Literatur, für manche eine „deutschsprachige Literaturlegende“ (Volker Weidermann), auf jeden Fall jedoch eine Schlüsselfigur im literarischen Leben der Nachkriegsjahrzehnte, deren Wirkung bis in die Gegenwart ausstrahlt. Seit 1977 vergibt die Stadt Klagenfurt mit dem jährlichen Ingeborg-Bachmann-Preis im Rahmen der „Tage der deutschsprachigen Literatur“ eine der wichtigsten Auszeichnungen für deutschsprachige Autorinnen und Autoren. Mehrere Gedichte Bachmanns wurden vertont, u. a. die „Nachtstücke und Arien“ und die „Lieder von einer Insel“ durch Hans Werner Henze (1926–2012) , die „Lieder auf der Flucht“ durch Aribert Reimann (geb. 1936) sowie „Enigma“ und „Böhmen liegt am Meer“ durch Thomas Larcher (geb. 1963). Ihr Hörspiel „Die Radiofamilie“ wurde von Stephan Teuwissen (geb. 1959) für das Theater bearbeitet (Uraufführung Schauspielhaus Zürich, 2013) und ihr Roman „Malina“ (1991, Regie: Werner Schroeter, 1945–2010, Drehbuch: Elfriede Jelinek, geb. 1946) sowie die Erzählungen „Drei Wege zum See“ (1976, Regie und Drehbuch: Michael Haneke, geb. 1942) und „Das Gebell“ (1976, Regie: Wolfgang Glück, geb. 1929) verfilmt. 2016 widmete sich Regisseurin Ruth Beckermann (geb. 1952) in ihrem Film „Die Geträumten“ der Beziehung zwischen Bachmann und Celan, 2022/23 würdigte die Österreichische Nationalbibliothek, Wien, die Autorin mit der Ausstellung „Ingeborg Bachmann. Eine Hommage“.

  • Auszeichnungen

    1953 Preis der Gruppe 47
    26.1.1957 Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen, Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung
    1957 korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt
    1959 Hörspielpreis der Kriegsblinden für „Der gute Gott von Manhattan“
    1963/64 Stipendiatin der Ford-Foundation im Gästehaus der Akademie der Künste, Berlin
    1964 Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt
    1968 Österreichischer Staatspreis
    1972 Anton-Wildgans-Preis der Österreichischen Industrie
    1976 Ingeborg-Bachmann-Preis der Stadt Klagenfurt (jährlich)
    2016 Aufnahme des Nachlasses in der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien, in das Memory of the World-Register der UNESCO
    Juni 2018 Gedenkstein mit der Inschrift „Wohin aber gehen wir“ von Herbert Unterberger (geb. 1944), Obervellach (Kärnten), Dorfplatz
    2021 Ingeborg-Bachmann-Kuppel, Entwurf Armin Guerino (geb. 1961), Neuer Platz, Klagenfurt
    August 2021 Beschluss des Stadtrats zur Einrichtung eines Ingeborg-Bachmann-Museums im ehemaligen Elternhaus, Klagenfurt, Henselstraße 26
    Benennung zahlreicher Schulen, Plätze und Straßen nach Bachmann
  • Quellen

    Nachlass:

    Österreichische Nationalbibliothek, Wien. (weiterführende Informationen)

    Christine Koschel/Inge von Weidenbaum, Registratur des literarischen Nachlasses von Ingeborg Bachmann, hg. v. Robert Pichl, 1981.

    Monika Albrecht/Dirk Göttsche, Ingeborg Bachmanns „Todesarten“-Projekt. Neue Teilregistratur des literarischen Nachlasses in der Österreichischen Nationalbibliothek. Mit einer Konkordanz, Leitung Robert Pichl, 1995.

  • Werke

    Einzelausgaben:

    Ein Geschäft mit Träumen, 1952, Erstausstrahlung Rot-Weiß-Rot, 28.2.1952. (Hörspiel)

    Die gestundete Zeit. Gedichte, 1953, 21957.

    Die Zikaden, 1955, Erstausstrahlung NWDR Hamburg 23.3.1955 (Hörspiel, Musik: Hans Werner Henze)

    Anrufung des Großen Bären, 1956. (Gedichte)

    Der gute Gott von Manhattan. Hörspiel, 1958, Erstausstrahlung BR/NDR, 29.5.1958.

    Das dreißigste Jahr. Erzählungen, 1961.

    Giuseppe Ungaretti, Gedichte. Italienisch und deutsch. Übertragung u. Nachw. v. Ingeborg Bachmann, 1961.

    Gedichte, Erzählungen, Hörspiel, Essays, 1964.

    Ein Ort für Zufälle. Mit Zeichnungen von Günter Grass, 1965.

    Malina. Roman, 1971.

    Simultan. Neue Erzählungen, 1972.

    Die kritische Aufnahme der Existentialphilosophie Martin Heideggers, hg. v. Robert Pichl, 1985, Taschenbuchausg. 2022. (Diss. phil. Wien 1949)

    Briefe an Felician, 1991.

    Römische Reportagen, hg. v. Jörg-Dieter Kogel, 1998. (P)

    Letzte, unveröffentlichte Gedichte, Entwürfe und Fassungen. Ed. u. Komm. v. Hans Höller, 1998.

    Ich weiß keine bessere Welt. Unveröffentlichte Gedichte, hg. v. Isolde Moser/Heinz Bachmann/Christian Moser, 2000.

    Kriegstagebuch. Mit Briefen von Jack Hamesh an Ingeborg Bachmann, hg. v. Hans Höller, 2010. (P)

    Die Radiofamilie, hg. v, Joseph McVeigh, 2011.

    Interviews und Tonträger:

    Ingeborg Bachmann liest Gedichte und Prosa, 1963. (Schallplatte)

    Wir müssen wahre Sätze finden. Gespräche und Interviews, hg. v. Christine Koschel/Inge von Weidenbaum, 1983. (P)

    Erklär mir, Liebe. Gedichte 1948–1957, 2003. (CD)

    Die gestundete Zeit. Frühe Gedichte und Prosa, 2004. (CD)

    Anrufung des Großen Bären. Gedichte und Prosa 1956 bis 1961, 2005. (CD)

    Werk- und Briefausgaben:

    Werke, 4 Bde., hg. v. Christine Koschel/Inge von Weidenbaum/Clemens Münster, 1978, Sonderausg. 1982, 1984, Taschenbuchausg. 2010. (P)

    Todesarten-Projekt. Kritische Ausgabe, 4 Bde. in 5 Bdn., hg. v. Monika Albrecht/Dirk Göttsche, 1995.

    Kritische Schriften, hg. v. Monika Albrecht/Dirk Göttsche, 2005. (P)

    Die Werke und Briefe Ingeborg Bachmanns (Salzburger Edition), hg. v. Hans Höller/Uta Degner/Irene Fußl, seit 2017:

    „Male Oscuro“. Aufzeichnungen aus der Zeit der Krankheit. Traumnotate, Briefe, Brief- und Redeentwürfe, hg. v. Isolde Schiffmüller/Gabriella Pelloni, 2017.

    Das Buch Goldmann, hg. v. Marie Luise Wandruszka, 2017.

    Ingeborg Bachmann/Hans Magnus Enzensberger, „schreib alles was wahr ist auf“. Der Briefwechsel, hg. v. Hubert Lengauer, 2018.

    Das dreißigste Jahr, hg. v.Rita Svandrlik/Silvia Bengesser/Hans Höller, 2020.

    Ingeborg Bachmann/Ilse Aichinger/Günter Eich, „halten wir einander fest und halten wir alles fest!“. Der Briefwechsel, hg. v. Irene Fußl/Roland Berbig, 2021.

    Ingeborg Bachmann/Max Frisch, „Wir haben es nicht gut gemacht“. Der Briefwechsel. Mit Briefen von Verwandten, Freunden und Bekannten, hg. v. Hans Höller/Renate Langer/Thomas Strässle/Barbara Wiedemann, 2022. (P)

    Weitere Briefausgaben:

    Ingeborg Bachmann/Hans Werner Henze, Briefe einer Freundschaft, hg. v. Hans Höller, 2004. (P)

    Ingeborg Bachmann/Paul Celan, Herzzeit. Der Briefwechsel. Mit den Briefwechseln zwischen Paul Celan und Max Frisch sowie Ingeborg Bachmann und Gisèle Celan-Lestrange, hg. v. Bertrand Badiou/Hans Höller/Andrea Stolle/Barbara Wiedemann, 2008. (P)

    Bibliografien:

    Otto Bareiss/Frauke Ohloff, Ingeborg Bachmann. Eine Bibliographie, 1978.

    Karl F. Stock/Rudolf Heilinger/Marylène Stock (Hg.), Bachmann-Bibliographien. Selbständige und versteckte Bibliographien zu Leben und Werk der Dichterin Ingeborg Bachmann, 2016.

  • Literatur

    Theo Mechtenberg, Utopie als ästhetische Kategorie. Eine Untersuchung der Lyrik Ingeborg Bachmanns, 1978.

    Heinz Ludwig Arnold (Hg.), Text + Kritik-Sonderband Ingeborg Bachmann, 1984. (P)

    Hans Höller, Ingeborg Bachmann. Das Werk. Von den frühesten Gedichten bis zum „Todesarten“-Zyklus, 1987.

    Kurt Bartsch, Ingeborg Bachmann, 1988, 21997.

    Christine Koschel/Inge von Weidenbaum (Hg.), Kein objektives Urteil – nur ein lebendiges. Texte zum Werk von Ingeborg Bachmann, 1989.

    Monika Albrecht, „Die andere Seite“. Untersuchungen zur Bedeutung von Werk und Person Max Frischs in Ingeborg Bachmanns „Todesarten“, 1989.

    Andreas Hapkemeyer, Ingeborg Bachmann. Entwicklungslinien in Werk und Leben, 1990.

    Constanze Hotz, „Die Bachmann“. Das Image der Dichterin. Ingeborg Bachmann im journalistischen Diskurs, 1990.

    Andrea Stoll, Erinnerung als ästhetische Kategorie des Widerstandes im Werk Ingeborg Bachmanns, 1991.

    Hartmut Spiesecke, Ein Wohlklang schmilzt das Eis. Ingeborg Bachmanns musikalische Poetik, 1993.

    Michael Matthias Schardt (Hg.), Über Ingeborg Bachmann. Rezensionen – Porträts – Würdigungen (1952–1992). Rezeptionsdokumente aus vier Jahrzehnten, 1994.

    Holger Gehle, NS-Zeit und literarische Gegenwart bei Ingeborg Bachmann, 1995.

    Almut Dippel, „Österreich – das ist etwas, das immer weiter geht für mich“. Zur Fortschreibung der „Trotta“-Romane Joseph Roths in Ingeborg Bachmanns „Simultan“, 1995.

    Barbara Agnese, Der Engel der Literatur. Zum philosophischen Vermächtnis Ingeborg Bachmanns, 1996.

    Thomas Beck, Bedingungen librettistischen Schreibens. Die Libretti Ingeborg Bachmanns für Hans Werner Henze, 1997.

    Monika Albrecht/Dirk Göttsche (Hg.), „Über die Zeit schreiben“. Literatur- und kulturwissenschaftliche Essays zu Ingeborg Bachmanns „Todesarten“-Projekt, 3 Bde., 1998–2004.

    Corina Caduff, „dadim dadam“. Figuren der Musik in der Literatur Ingeborg Bachmanns, 1998.

    Leslie Morris, „Ich suche ein unschuldiges Land“. Reading History in the Poetry of Ingeborg Bachmann, 1999.

    Hans Höller, Ingeborg Bachmann, 1999.

    Sigrid Weigel, Ingeborg Bachmann. Hinterlassenschaften unter Wahrung des Briefgeheimnisses, 1999.

    Ariane Huml, Silben im Oleander, Wort im Akaziengrün. Zum literarischen Italienbild Ingeborg Bachmanns, 1999.

    Christine Kanz, Angst und Geschlechterdifferenz. Ingeborg Bachmanns „Todesarten“-Projekt in Kontexten der Gegenwartsliteratur, 1999.

    Jost Schneider, Die Kompositionsmethode Ingeborg Bachmanns. Erzählstil und Engagement in „Das dreißigste Jahr“, „Malina“ und „Simultan“, 1999.

    Joachim Eberhardt, „Es gibt für mich keine Zitate“. Intertextualität im dichterischen Werk Ingeborg Bachmanns, 2002.

    Andrea Kresimon, Ingeborg Bachmann und der Film. Intermedialität und intermediale Prozesse in Werk und Rezeption, 2004.

    Elke Schlinsog, Berliner Zufälle. Ingeborg Bachmanns „Todesarten“-Projekt, 2005.

    Sara Lennox, Cemetery of the Murdered Daughters. Feminism, History, and Ingeborg Bachmann, 2006.

    Arturo Larcati, Ingeborg Bachmanns Poetik, 2006.

    Susanne Kogler/Andreas Droschel (Hg.), Die Saite des Schweigens. Ingeborg Bachmann und die Musik, 2006.

    Gabriele E. Otto, Weibliches Erzählen? Entwicklungen der Erzählverfahren in Ingeborg Bachmanns Prosa, 2009.

    Arturo Larcati/Isolde Schiffermüller (Hg.), Ingeborg Bachmanns Gedichte aus dem Nachlass. Eine kritische Bilanz, 2010.

    Wilhelm Hernecker/Manfred Mittermayer (Hg.), Mythos Bachmann. Zwischen Inszenierung und Selbstinszenierung, 2011.

    Hans Höller/Arturo Larcati, Ingeborg Bachmanns Winterreise nach Prag. Die Geschichte von „Böhmen liegt am Meer“, 2016.

    Joseph McVeigh, Ingeborg Bachmanns Wien 1946–1953, 2016. (P)

    Ina Hartwig, Wer war Ingeborg Bachmann? Eine Biographie in Bruchstücken, 2017. (P)

    Monika Albrecht/Dirk Göttsche (Hg.), Bachmann-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, 2002, 2., erw. Aufl. 2020.

    Michael Hansel/Kerstin Putz (Hg.), Ingeborg Bachmann. Eine Hommage, 2022. (P)

    Spielfilm:

    Ingeborg Bachmann. Reise in die Wüste, 2023, Regie: Margarethe von Trotta, mit Vicky Krieps als Ingeborg Bachmann und Ronald Zehrfeld als Max Frisch.

  • Onlineressourcen

  • Porträts

    Bronzebüste von Marco Tomasi, 2006, Norbert-Artner-Park, Klagenfurt. (2020 gestohlen)

    Grafitto von Jef Aérosol (geb. 1957), 2010, Musilhaus, Klagenfurt. (Onlineressource)

    Fotografien, in: Andreas Hapkemeyer, Ingeborg Bachmann. Bilder aus ihrem Leben. Mit Texten aus ihrem Werk, 1982, 21987.

    Fotografien, in: Helmut Böttiger, Ingeborg Bachmann. Leben in Bildern, 2013.

  • Autor/in

    Monika Albrecht (Vechta) / Dirk Göttsche (Nottingham, Großbritannien)

  • Zitierweise

    Albrecht, Monika / Göttsche, Dirk, „Bachmann, Ingeborg“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.07.2023, URL: https://www.deutsche-biographie.de/118505602.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA