Lebensdaten
1891 – 1968
Geburtsort
Freiburg im Breisgau
Sterbeort
Freiburg im Breisgau
Beruf/Funktion
Philologe ; Rassentheoretiker ; Publizist ; Historiker ; Hochschullehrer
Konfession
evangelisch, seit 1919 konfessionslos, 1933 Beitritt zur „Deutschen Glaubensbewegung“ Jakob Wilhelm Hauers (1881–1962)
Normdaten
GND: 12008581X | OGND | VIAF: 109162932
Namensvarianten
  • Günther, Hans Friedrich Karl
  • Günther, Hans F. K.
  • Günther, Hans Friedrich Karl
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Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Günther, Hans F. K., Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd12008581X.html [15.04.2024].

CC0

  • Hans F. K. Günther war der einflussreichste Rassentheoretiker der Zwischenkriegszeit und ein zentraler Protagonist der Nordischen Bewegung. Die große Popularität seiner „rassenkundlichen“ Schriften brachte ihm seit den 1920er Jahren den Beinamen „Rasse(n)-Günther“ und „Rassepapst“ ein. Im „Dritten Reich“ popularisierte er die NS-Rassenkunde und versuchte, ihr eine wissenschaftliche Grundlage zu verleihen.

    Lebensdaten

    Geboren am 16. Februar 1891 in Freiburg im Breisgau
    Gestorben am 25. September 1968 in Freiburg im Breisgau
    Konfession evangelisch, seit 1919 konfessionslos, 1933 Beitritt zur „Deutschen Glaubensbewegung“ Jakob Wilhelm Hauers (1881–1962)
    Hans F. K. Günther, Hauptstaatsarchiv Weimar (InC)
    Hans F. K. Günther, Hauptstaatsarchiv Weimar (InC)
  • Lebenslauf

    16. Februar 1891 - Freiburg im Breisgau

    - 1910 - Freiburg im Breisgau

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    Volksschule; Oberrealschule

    1910 - 1914 - Freiburg im Breisgau; Paris

    Studium der vergleichenden Sprachwissenschaften, Germanistik, Anthropologie, Biologie und Soziologie

    Universität

    1914 - Villingen (Schwarzwald)

    Reifeprüfung in Latein

    Realgymnasium

    1914 - Freiburg im Breisgau

    Promotion (Dr. phil.)

    Universität

    1914 - 1919

    Kriegsdienst; seit Ende 1914 Dienst im Roten Kreuz

    1919 - Karlsruhe

    Kriegsteilnehmerprüfung für das höhere Lehramt

    1919 - 1920 - Freiburg im Breisgau; Dresden

    Pädagogische Hilfskraft

    Gymnasium; Dreikönigschule (Reformrealgymnasium)

    1920 - 1930 - Deutschland; Schweden

    freier Schriftsteller

    1923 - Norwegen

    Übersiedlung

    1923 - Danzig

    Bearbeiter einer Schädelsammlung

    Museum für Vorgeschichte

    1924 - Uppsala (Schweden)

    Gastdozent

    Staatliches Institut für Rassenbiologie

    1925 - Uppsala

    Übersiedlung

    1926 - Lidingö bei Stockholm

    Übersiedlung

    1930 - Blasewitz bei Dresden

    Hilfslehrer

    Gymnasium

    1930 - 1935 - Jena

    ordentlicher Professor für Sozialanthropologie

    Universität

    1932 - 1945 - Freiburg im Breisgau

    Mitglied

    NSDAP

    1935 - 1939 - Berlin

    ordentlicher Professor für Rassenkunde, Völkerbiologie und Ländliche Soziologie

    Universität

    1939 - 1944 - Freiburg im Breisgau

    ordentlicher Professor für Rassenkunde und Bauerntumsforschung

    Universität

    1944 - Weimar

    Übersiedlung

    1945 - München; Oberbayern

    Flucht

    1945 - 1948 - Freiburg im Breisgau

    Entlassung aus dem Amt; Verhaftung durch die französische Militärregierung; Gefängnis- und Internierungshaft

    Internierungslager

    1949 - 1951 - Freiburg im Breisgau

    Entnazifizierungsverfahren

    1951 - 1968 - Freiburg im Breisgau

    Pensionierung durch die Badische Regierung; freier Schriftsteller

    25. September 1968 - Freiburg im Breisgau
  • Genealogie

    Vater Karl Wilhelm Günther städtischer Kammermusiker
    Großvater väterlicherseits Samuel Friedrich Günther Schneidermeister
    Großmutter väterlicherseits Friedericke Wilhelmine Caroline Günther, geb. Girr
    Mutter Mathilde Katharina Agnes Günther, geb. Kropff
    Großvater mütterlicherseits Jacob Heinrich Kropff Telegraph; Materialverwalter
    Großmutter mütterlicherseits Rosine Wilhelmine Mathilde Kropff, geb. Wankmüller
    zwei Geschwister N. N.
    1. Heirat Datum unbekannt
    Ehefrau Hedda Lembach geb. 1894 Schauspielerin, Autorin des Aufsatzes „Artgemäße und artfremde Kunstauffassung auf der deutschen Bühne“, in: Nationalsozialistische Monatshefte 4 (1933), S. 461–465.
    2. Heirat 1923 in Skien (Norwegen)
    Ehefrau Maggen Günther, geb. Blom 1893–1966 Pianistin
    Schwiegervater N. N. Studienrat
    Tochter Ingrid Ida Guzzoni, geb. Günther 1926–2014 verh. mit Giorgio Guzzoni
    Kind eine weitere Tochter
    Diese Grafik wurde automatisch erzeugt und bietet nur einen Ausschnitt der Angaben zur Genealogie.

    Günther, Hans F. K. (1891 – 1968)

    • Vater

      Karl Wilhelm Günther

      städtischer Kammermusiker

      • Großvater väterlicherseits

        Samuel Friedrich Günther

        Schneidermeister

      • Großmutter väterlicherseits

        Friedericke Günther

    • Mutter

      Mathilde Günther

      • Großvater mütterlicherseits

        Jacob Heinrich Kropff

        Telegraph; Materialverwalter

      • Großmutter mütterlicherseits

        Rosine Wilhelmine Mathilde Kropff

    • 1.·Heirat

      • Ehefrau

        Hedda Lembach

        geb. 1894

        Schauspielerin, Autorin des Aufsatzes „Artgemäße und artfremde Kunstauffassung auf der deutschen Bühne“, in: Nationalsozialistische Monatshefte 4·(1933), S.·461–465.

    • 2.·Heirat

      in

      Skien (Norwegen)

      • Ehefrau

        Hedda Lembach

        geb. 1894

        Schauspielerin, Autorin des Aufsatzes „Artgemäße und artfremde Kunstauffassung auf der deutschen Bühne“, in: Nationalsozialistische Monatshefte 4·(1933), S.·461–465.

  • Biografie

    Nach dem Besuch der Volks- und Oberrealschule studierte Günther von 1910 bis 1914 Vergleichende Sprachwissenschaften, Germanistik, Anthropologie, Biologie und Soziologie in Freiburg im Breisgau und Paris. Parallel dazu legte er am Realgymnasium Villingen die Reifeprüfung in Latein ab. 1914 wurde er bei dem Freiburger Sprachwissenschaftler Alfred Götze (1876‒1946) mit der Arbeit „Über die Quellenherkunft des Volksbuches von Fortunatus und seinen Söhnen“ zum Dr. phil. promoviert und meldete sich danach als Kriegsfreiwilliger.

    Infolge eines Gelenkrheumatismus bald entlassen, diente Günther bis Januar 1919 als Mitarbeiter im Roten Kreuz, absolvierte anschließend die Kriegsteilnehmerprüfung für das Höhere Lehramt und arbeitete 1920/21 als Hilfslehrer in Dresden. 1920 erschien sein erstes Buch „Ritter, Tod und Teufel. Der heldische Gedanke“, das die ersten ideologischen Grundüberzeugungen Günthers enthält und das Szenario eines rassisch degenerierten Deutschlands entwirft. Von den Freiburger Professoren August Weismann (1834–1914) und Eugen Fischer (1874–1967) sowie Ludwig Schemann (1852–1938) und dessen Gobineau-Vereinigung beeinflusst, berief sich Günther in seinen späteren Werken vereinzelt auch auf Houston Stewart Chamberlain (1855–1927), Francis Galton (1822–1911), Arthur de Gobineau (1816–1882) und Ludwig Ferdinand Clauß (1892–1974).

    Auf Anregung des Münchner Verlegers Julius Friedrich Lehmann (1864‒1935) verfasste Günther die v. a. in der Anthropologischen Abteilung des Dresdner Zwingers entstandene Schrift „Rassenkunde des deutschen Volkes“ (1922), die bis 1942 in 16 Auflagen große Verbreitung fand und die völkische wie nationalsozialistische Rassenideologie stark prägte. Im Herbst 1922 ging er als freier Schriftsteller nach Breslau, siedelte im Frühjahr 1923 nach Norwegen über und bearbeitete im Herbst desselben Jahres eine Schädelsammlung im Danziger Museum für Vorgeschichte. 1924 hielt Günther Gastvorlesungen an der Universität Uppsala, die vom Schwedischen Staatsinstitut für Rassenbiologie unter der Leitung von Hermann Lundborg (1868–1943) veranstaltet wurden. Darüber hinaus gab er Kurse in Anthropometrie an der Medizinischen Fakultät und siedelte im Herbst 1925 auf Einladung Lundborgs nach Uppsala über.

    Seit Mitte der 1920er Jahre legte Günther für den Münchner Lehmann-Verlag zahlreiche Schriften vor, darunter „Rassenkunde Europas“ (1925), „Rassengeschichte des hellenischen und römischen Volkes“ (1929), „Rassenkunde des jüdischen Volkes“ (1929) sowie die kostengünstige „Kleine Rassenkunde des deutschen Volkes“ (1929), von der bis 1945 rund 300 000 Exemplare verkauft wurden. In ihnen ging es Günther vorwiegend um die phänotypische Kennzeichnung verschiedener Rassen und seine „Rassensystematik“, die eine nordische, westische, dinarische, ostische, sowie seit 1924 eine ostbaltische und seit 1927 eine fälische (bzw. dalische) „Rasse“ umfasste. Die große öffentliche Resonanz der Schriften veranlassten den Botaniker Friedrich Merkenschlager (1892–1968) 1927 zur Gegenschrift „Götter, Helden und Günther. Eine Abwehr der Güntherschen Rassenkunde“. Bereits zuvor wurden Günthers Ausführungen v. a. zur „ostischen Rasse“ von Eugen Fischer und Fritz Lenz (1887–1976) kritisiert.

    Nach kurzer Tätigkeit als Aushilfslehrer an einem Gymnasium in Blasewitz bei Dresden wurde Günther trotz fehlender Habilitation im Mai 1930 durch den nationalsozialistischen thüringischen Volksbildungsminister Wilhelm Frick (1877–1946) zum ordentlichen Professor für Sozialanthropologie an die Universität Jena berufen. Dieser Schritt erfolgte gegen den Willen von Rektor und Senat und wurde in zahlreichen, fachlich breit gestreuten Gutachten kritisiert. Günther fand aber auch namhafte Fürsprecher, v. a. den Jenaer Zoologen Ludwig Plate (1862–1937). Am 15. November 1930 hielt Günther – u. a. in Anwesenheit von Wilhelm Frick, Adolf Hitler (1889–1945), Hermann Göring (1893–1946) und Paul Schultze-Naumburg (1869‒1949) – seine Antrittsvorlesung „Über die Ursachen des Rassenwandels der Bevölkerung Deutschlands seit der Völkerwanderungszeit“. Am 9. Mai 1931 überlebte er ein Attentat eines österreichischen Arbeitslosen unverletzt.

    Seit 1932 Mitglied der NSDAP, trat Günther im „Dritten Reich“ dem NS-Dozentenbund, der NS-Volkswohlfahrt, dem NS-Lehrerbund sowie dem Reichsluftschutzbund bei. 1935 folgte er einem Ruf an die Universität Berlin als Ordinarius für Rassenkunde, Völkerbiologie und Ländliche Soziologie. Im Oktober 1939 wechselte er an die Universität Freiburg im Breisgau, wo er bis 1944 Rassenkunde und Bauerntumsforschung lehrte. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Günther von der französischen Besatzungsmacht verhaftet, aus dem Amt entlassen und bis 1948 in Freiburg im Breisgau interniert. In seinem Entnazifizierungsverfahren wurde er 1949 als „Minderbelasteter“, 1951 dann als „Mitläufer“ eingestuft, legte er seit Mitte der 1950er Jahre zahlreiche seiner früheren Werke neu auf. 1969 erschien postum seine Autobiografie „Mein Eindruck von Adolf Hitler“, die kaum rezipiert wurde und in der sich Günther weiterhin als Anhänger der NS-Ideologie präsentierte.

  • Auszeichnungen

    1935 Staatspreis für Wissenschaft der NSDAP
    1936 Berufung in den Vorstand der Deutschen Philosophischen Gesellschaft
    1937 Rudolf-Virchow-Plakette der Berliner Gesellschaft für Ethnologie, Anthropologie und Urgeschichte
    1941 Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft
    1941 Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt
    1941 Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP
    1953 Mitglied der American Society of Human Genetics
  • Quellen

    Nachlass:

    nicht bekannt.

    Weitere Archivmaterialien:

    Universitätsarchive in Jena, Berlin (Humboldt-Universität) und Freiburg im Breisgau. (Personalakten)

    Bundesarchiv, Berlin-Lichterfelde, Bestand BDC. (Personalakten)

    Thüringisches Hauptstaatsarchiv Weimar, Personalakten; Akten des Thüringer Volksbildungsministeriums.

  • Werke

    Zur Herkunft des Volksbuchs von Fortunatus und seinen Söhnen, 1914. (Diss. phil.)

    Ritter, Tod und Teufel. Der heldische Gedanke, 1920, 51937.

    Rassenkunde des deutschen Volkes, 1922, 161942.

    Deutsche Rassenbilder. Tafel mit 32 Bildern und einer vergleichenden Übersicht körperlicher Merkmale der vier in Deutschland vorkommenden Rassen nach der Rassenkunde des deutschen Volkes, 1924.

    Rassenkunde Europas, 1925, 31929.

    Der Nordische Gedanke unter den Deutschen, 1925, 21927.

    Adel und Rasse, 1926, 21927.

    Rasse und Stil, 1926, 21927.

    Hans F. K. Günther/Eugen Fischer, Deutsche Köpfe nordischer Rasse, 1927, Neuausg. 1933.

    Platon als Hüter des Lebens, 1928, 21936, 31966.

    Rassengeschichte des hellenischen und römischen Volkes, 1929.

    Rassenkunde des jüdischen Volkes, 1929, 21931, Neuausg. 2002.

    Kleine Rassenkunde des deutschen Volkes, 1929, 41943.

    Volk und Staat in ihrer Stellung zu Vererbung und Auslese. Ein Vortrag, 1933.

    Die Verstädterung. Ihre Gefahren für Volk und Staat vom Standpunkte der Lebensforschung und der Gesellschaftswissenschaften, 1934, 41942.

    Die nordische Rasse bei den Indogermanen Asiens. Zugleich ein Beitrag zu Frage nach Urheimat und Herkunft der Indogermanen, 1934, Neuausg. 1982.

    Frömmigkeit nordischer Artung, 1934, 51943, 71989.

    Herkunft und Rassengeschichte der Germanen, 1935, 21937.

    Führeradel durch Sippenpflege. Vier Vorträge, 1936, 31941.

    Das Bauerntum als Lebens- und Gemeinschaftsform, 1939, 21941.

    Formen und Urgeschichte der Ehe. Die Formen der Ehe, Familie und Verwandtschaft und die Fragen einer Urgeschichte der Ehe, 1940, 21941, 31951, franz. 1952.

    Gattenwahl zu ehelichem Glück und erblicher Ertüchtigung, 1941, 31951.

    Bauernglaube. Zeugnisse über Glauben und Frömmigkeit der deutschen Bauern, 1942, 21965.

    Lebensgeschichte des Hellenischen Volkes, 1956.

    Lebensgeschichte des Römischen Volkes, 1957, 21966.

    Ludwig Winter (Pseudonym), Der Begabungsschwund in Europa, 1959.

    Heinrich Ackermann (Pseudonym), Entstellung und Klärung der Botschaft Jesu, 1961.

    Vererbung und Umwelt, 1967.

    Mein Eindruck von Adolf Hitler, 1969. (P)

  • Literatur

    Monografien:

    Fritz Merkenschlager, Götter, Helden und Günther. Eine Abwehr der Güntherschen Rassenkunde, 1927.

    Hans-Jürgen Lutzhöft, Der Nordische Gedanke in Deutschland 1920–1940, 1971.

    Peter Emil Becker, Sozialdarwinismus, Rassismus, Antisemitismus und Völkischer Gedanke. Wege ins Dritte Reich, Teil II, 1990.

    Volker Hasenauer, Rasse, Wahn und Wissenschaft. Hans F. K. Günthers Rassenkunde im eugenischen Diskurs der Jahre 1922–1945, 2003. (unveröff. Magisterarbeit, Universität Freiburg im Breisgau)

    Uwe Hoßfeld/Jürgen John/Oliver Lemuth/Rüdiger Stutz (Hg.), „Kämpferische Wissenschaft“. Studien zur Universität Jena im Nationalsozialismus, 2003.

    Clemens A. Stock, „... das Schöne und Gute in Menschengeschlechtern zu verleiblichen“. Hans F. K. Günthers Buch „Platon als Hüter des Lebens“. Werkkritik und historische Einordnung, Diss. med. 2004. (Onlineressource)

    Peter Schwandt, Hans F. K. Günther. Porträt, Entwicklung und Wirken des rassistisch-nordischen Denkens, 2008.

    Uwe Hoßfeld, Institute, Geld, Intrigen. Rassenwahn in Thüringen, 1930 bis 1945, 2014.

    Maja Hagemann, Herman Lundborg. Rätsel eines Rassenbiologen. Aus dem Schwedischen v. Krister Hanne, 2015.

    Alexandra Esche, Hitlers „völkische Vorkämpfer“. Die Entwicklung nationalsozialistischer Kultur- und Rassenpolitik in der Baum-Frick-Regierung 1930–1931, 2017.

    Aufsätze und Artikel:

    Lothar Stengel von Rutkowski, Hans F. K. Günthers Berufung nach Jena, in: Nationalsozialistische Monatshefte 1 (1930), S. 198 f.

    Fritz Lenz, Günthers Berufung nach Jena, in: Archiv für Rassen- und Gesellschaftsbiologie 23 (1931), S. 337–339.

    Lothar Stengel von Rutkowski, Hans F. K. Günther der Programmatiker des Nordischen Gedankens, in: Nationalsozialistische Monatshefte 6 (1935), S. 962–997 u. 1099–1114.

    Paul Schultze-Naumburg, Hans F. K. Günther zum 50. Geburtstage, in: Volk und Rasse 16 (1941), S. 21 f.

    Lothar Stengel von Rutkowski, Hans F. K. Günther 50 Jahre alt, in: Nationalsozialistische Monatshefte 12 (1941), S. 263–265.

    Susanne Zimmermann, Die Berufung von Hans F. K. Günther zum Professor für Sozialanthropologie an der Universität Jena im Jahre 1930, in: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 14 (1996), S. 489–497.

    Elvira Weisenburger, Der „Rassepapst“. Hans Friedrich Karl Günther, Professor für Rassenkunde, in: Michael Kißener/Joachim Scholtysseck (Hg.), Führer der Provinz. NS-Biographien aus Baden und Württemberg, 1997, S. 161–199.

    Uwe Hoßfeld, Die Jenaer Jahre des „Rasse-Günther“ von 1930 bis 1935. Zur Gründung des Lehrstuhles für Sozialanthropologie an der Universität Jena, in: Medizinhistorisches Journal 34 (1999), S. 47–103.

    Horst Ferdinand, Art. „Günther, Hans Friedrich Karl“, in: Baden-Württembergische Biographien 2 (1999), S. 176–180. (Onlineressource)

    Uwe Hoßfeld, „Er war Paul Schultze-Naumburgs bester Freund“. Eine Lebensskizze des Hans F. K. Günther („Rasse-Günther“), in: Schriftenreihe Saalecker Werkstätten, H. 3, 2001, S. 43–61.

    Uwe Hoßfeld, „Rasový papez“. Zivotopisná skica rasového badatele Hanse Fridricha Karla Günthera, in: Jaroslava Milotová (Hg.), Terezínské studie a dokumenty, 2005, S. 337–374.

    Steffen Kaudelka, Die Berufung Hans F. K. Günthers im Jahr 1930. Der Beginn der „Machtergreifung“ an der Universität Jena?, in: Matthias Steinbach (Hg.), „Klassische Universität“ und „akademische Provinz“. Studien zur Universität Jena von der Mitte des 19. bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts, 2005, S. 103–126.

    Lennart Olsson/Uwe Hoßfeld/Georgy S. Levit, German-Swedish Networks in Race Biology. Hans F. K. Günther and the Swedish Race Biology Institute, in: Uppsala Newsletter History of Science 38 (2006), S. 6 f.

    Amos Morris-Reich, Project, Method, and the Racial Characteristics of Jews. A Comparison of Franz Boas and Hans F. K. Günther, in: Jewish Social Studies 13 (2006/07), S. 136–169.

    Uwe Hoßfeld, Hans F. K. Günther, in: Michael Fahlbusch/Ingo Haar/Alexander Pinwinkler (Hg.), Handbuch der völkischen Wissenschaften, 2017, S. 248–253.

    Uwe Hoßfeld, Art. „Günther, Hans F. K.“, in: Rüdiger Stutz/Matias Mieth (Hg.), Jena. Lexikon zur Stadtgeschichte, 2018, S. 261.

    Uwe Hoßfeld, Art. „Die Jenaer ‚Rassen-Quadriga‘“, in: ebd. S. 498.

  • Onlineressourcen

  • Porträts

    Fotografie, ca. 1933, Abbildung in: Nationalsozialistische Monatshefte 6 (1935), H. 68, S. 968 (Einlage).

    Altersporträt, Abbildung in: Hans F. K. Günther, Mein Eindruck von Adolf Hitler, 1969.

    Fotografie, 1935, Digitales Bildarchiv des Bundesarchivs.

  • Autor/in

    Uwe Hoßfeld (Jena)

  • Zitierweise

    Hoßfeld, Uwe, „Günther, Hans F. K.“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.10.2022, URL: https://www.deutsche-biographie.de/12008581X.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA