Lebensdaten
1838 bis 1920
Geburtsort
Köln
Sterbeort
Berlin-Friedenau
Beruf/Funktion
Komponist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118674501 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bruch, Max Karl August
  • Bruch, M.
  • Bruch, Max Christian Friedrich
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Zitierweise

Bruch, Max, Indexeintrag in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd118674501.html [01.10.2016].

CC0

Bruch, Max Karl August

Komponist, * 6.1.1838 Köln, 2.10.1920 Berlin-Friedenau. (evangelisch)

  • Genealogie

    V August (1799–1861), Polizeirat in Köln, S des Christian Gottlieb (siehe Einleitung) und der Katharina Charlotte Frider. Umbscheiden; M Wilhelmine Almenräder (1799–1867), Musiklehrerin, Sopranistin; 1881 Clara Tuczek (1854–1919) aus nach Deutschland eingewanderter österreichischer Musikerfamilie, Sängerin; S Hans (1887–1913), Landschaftsmaler, Max Felix (1884–1943), Musiklehrer, Ewald (* 1890), Oberstleutnant, Gründer und Bearbeiter des Max Bruch-Archivs in Lövenich bei Köln; T Marg. (* 1882), Schriftstellerin, Mitarbeiterin Bruchs im Alter; N (2. Grades) Felix (1875–1954), Gymnasialprofessor in Köln-Mülheim, verdient um die Heimatforschung und die Max Bruch-Forschung.

  • Leben

    B. erhielt als ausgesprochene Frühbegabung von seiner Mutter in Köln und H. C. Breidenstein in Bonn das musikalische Rüstzeug zu seinen Erstlingskompositionen, wie der Kölner Sinfonie des Vierzehnjährigen und dem 1852 von der Frankfurter Mozartstiftung preisgekrönten Streichquartett, das ihm den Weg zum Studium bei F. Hiller und K. Reinecke in Köln öffnete. 1858 beschloß er die Lernjahre in Leipzig, um auf ausgedehnten Künstlerfahrten sowie wechselnden Lehrpositionen und Kapellmeisterstellen viele Städte des In- und Auslandes kennenzulernen. 1891-1910 leitete er als angesehener Professor die Meisterschule für Komposition an der Berliner Akademie, worauf er ganz seinem kompositorischen Schaffen lebte. Musikalische Beziehungen verbanden ihn mit F. David, J. Rietz, M. Hauptmann, J. Joachim, J. Brahms, H. Pfitzner und vielen anderen bedeutenden Musikern seiner Zeit. Hohe Auszeichnungen und Ehrenämter bezeugen die Achtung, die ihm die gesamte Musikwelt|zollte. Von ihm erhielt die Tradition Mendelssohns in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts neue, bis in die Gegenwart fortwirkende Impulse. Das aus romantischer Empfindung aufblühende klangschöne Melos bestimmt Gehalt und Form seiner Musik, die in ihren besten Werken die edle Einfachheit echt volkstümlicher Melodien prägt. B. gehört zu den meist aufgeführten deutschen Komponisten im Ausland, während sich in Deutschland eine Wiederbelebung des Interesses für B. ankündigt. Die Schwerpunkte seines Schaffens liegen im lyrischen Zauber oratorischer Gesänge und instrumentaler, oft folkloristisch gefärbter Solopartien. Das Erbe des romantischen Klassizismus hat durch B. eine letzte gültige Prägung gefunden. - Dr. h. c. Cambridge 1894, Dr. phil. h. c. et theol. Berlin 1918.

  • Werke

    u. a. Opern: Scherz, List u. Rache, op. 1, 1858; die Loreley, op. 16, 1862; Hermione, op. 40, 1872; Vokalwerke mit Orchester: Frithjof, op. 23, 1864; Odysseus, op. 41, 1872; Das Lied v. d. Glocke, op. 45, 1879; symphon. Werke: Sinfonie Es, op. 28, 1870; Suite nach russ. Volksmelodien, op. 79b, 1905; Konzertmusik f. Violine mit Orchester: Violinkonzerte g, op. 26, 1868, d, op. 44, 1878, d, op. 58, 1891; Serenade a, op. 75, 1900; neben Liedern, Männerchören u. Kammermusik erwähnenswert: Kol nidrei, Adagio nach hebrä. Melodien f. Violoncello, Orchester u. Harfe, op. 47, 1881; Doppelkonzert f. Klarinette, Bratsche u. Orchester, op. 88.

  • Literatur

    P. Bekker, in: Neue Musik-Ztg. 29, 1908, S. 154 (P); F. Gysi, M. B., Zürich 1922; F. Blume, in: DBJ II, S. 505-09 (u. Totenliste 1920, L); W. Kahl, in: MGG (W-Verz.); H. J. Moser, in: Musikgesch. in 100 Lb., 1952, S. 747-52. - Zu Hans B.: BJ XVIII (Totenliste 1913, L).

  • Portraits

    im M.-B.-Archiv, Lövenich b. Köln; Holzschnitt in: LIZ 58, 1872, S. 88; Daheim, 1892, Beil. Nr. 17; Neue Musik-Ztg. 42, 1921, S. 36 (Phot.).

  • Autor

    Alfons Ott
  • Empfohlene Zitierweise

    Ott, Alfons, "Bruch, Max" in: Neue Deutsche Biographie 24 (2010), S. 710-711 [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118674501.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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