Lebensdaten
1829 bis 1909
Geburtsort
Solingen
Sterbeort
Bonn
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe ; Alttestamentler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 11603839X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kamphausen, Adolf
  • Kamphausen, A.
  • Kamphausen, Adf. Herm. Heinr.
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Zitierweise

Kamphausen, Adolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11603839X.html [21.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Adolph Hermann Daniel ( 1867), Lehrer in S., 1836-65 in Barmen, S d. Lehrers Walter in Mörmter b. Xanten;
    M Johanna Reiche ( 1870) aus Duisburg;
    1) 1868 Emmy ( 1873), T d. prakt. Arztes Bruch in Köln, 2) 1878 Alwine, T d. Oberförsters Schreiber in Brühl; Vt d. 1. Ehefrau Max Bruch ( 1920), Komponist (s. NDB II);
    2 T aus 1).

  • Leben

    K. studierte von 1849 an Theologie in Bonn, wo er 1855 zum Licentiatus theol. promovierte und sich habilitierte. 1855-59 war er als Privatdozent, vor allem aber als Privatsekretär von Ch. K. J. Bunsen in Heidelberg tätig. Nach Bonn zurückgekehrt, wurde er 1863 Extraordinarius, 1868 Ordinarius als Nachfolger A. Köhlers (1893/94 Rektor, 1900 emeritiert). – Er vertrat die liberale Theologie seiner Zeit als Bibelkritiker und genoß wegen seiner unbestechlichen Wahrheitsliebe, auch wenn sie sich nicht selten schroff äußerte, Ansehen auch bei Gegnern. Seine Arbeitsweise ähnelte der seines Lehrers F. Bleek: möglichst vollständige Kenntnis des Materials und seiner Bearbeitungen, unablässiges um allseitige Gerechtigkeit bemühtes Abwägen des Für und Wider, Zurückhaltung mit eigenen Thesen. Seine Werke haben daher ihren Wert vor allem in der ebenso sorgfältigen wie kritischen Bestandsaufnahme. K.|stand der in seine Zeit fallenden Revolutionierung der alttestamentlichen Wissenschaft durch J. Wellhausen unvoreingenommener gegenüber als die Mehrzahl seiner Generationsgenossen. Sein größtes Anliegen und wohl auch sein Hauptverdienst war die Mitarbeit an dem Versuch, eine neue deutsche Bibel herzustellen, zuerst in Bunsens „Vollständigem Bibelwerk für die Gemeinde“, das zu einem großen Teil K.s Werk ist, später in der Revision der Lutherbibel; er war 1871-1900 Mitglied der theologischen Revisionskommission und kämpfte in ihr um eine möglichst große Berücksichtigung der Ergebnisse der exegetischen Wissenschaft.

  • Werke

    u. a. Das Lied Moses, 1862;
    Das Gebet d. Herrn, 1866;
    Die Chronol, d. hebr. Könige, 1883;
    Das Buch Daniel u. d. neuere Gesch.forschung, 1893;
    Die berichtigte Lutherbibel, 1894.

  • Literatur

    J. Smend u. E. Sachsse, Zur Erinnerung an A. K., 1909;
    R. Smend, in: Bonner Gel., Btrr. z. Gesch. d. Wiss. in Bonn, Ev. Theol., 1968, S. 92-102 (P);
    PRE (W).

  • Portraits

    Ölgem. v. A. Langen (Bonn, Univ.).

  • Autor/in

    Rudolf Smend
  • Empfohlene Zitierweise

    Smend, Rudolf, "Kamphausen, Adolf" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 92 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11603839X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA