Lebensdaten
1920 – 1996
Geburtsort
Lübeck
Sterbeort
Altenberge (Westfalen)
Beruf/Funktion
Philosoph ; Hochschullehrer ; Schriftsteller
Konfession
römisch-katholisch
Normdaten
GND: 118664123 | OGND | VIAF: 120134315
Namensvarianten
  • Axel Colly
  • Blumenberg, Hans
  • Axel Colly
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Blumenberg, Hans, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118664123.html [26.05.2024].

CC0

  • Hans Blumenberg war einer der bedeutendsten deutschen Philosophen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Werk umfasst geistes- und wissenschaftsgeschichtliche, anthropologische, hermeneutische, phänomenologische, technik- und religionsphilosophische Fragestellungen. Eine seiner folgenreichsten Innovationen war das Arbeitsfeld der Metaphorologie. Seine Schriften fanden auch durch ihre literarischen Qualitäten Beachtung.

    Lebensdaten

    Geboren am 13. Juli 1920 in Lübeck
    Gestorben am 28. März 1996 in Altenberge (Westfalen)
    Grabstätte in Kieler Bucht/Ostsee
    Konfession römisch-katholisch
    Hans Blumenberg (InC)
    Hans Blumenberg (InC)
  • Lebenslauf

    13. Juli 1920 - Lübeck

    1927 - 1931 - Lübeck

    Schulbesuch

    römisch-katholische Gemeindeschule

    1931 - 1939 - Lübeck

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    Gymnasium Katharineum

    1939 - 1940 - Paderborn; Frankfurt am Main (St. Georgen)

    Studium

    Philosophisch-theologische Hochschule

    1940 - 1942 - Lübeck

    selbstständige Studien; Mitarbeit im väterlichen Verlag

    1942 - Lübeck

    Hilfsarbeiter

    Norddeutsche Dornier-Werke GmbH

    1943 - 1945 - Lübeck

    kaufmännischer Angestellter

    Drägerwerk

    1945 - Zerbst

    Deportation in ein Arbeitslager

    Organisation Todt

    1945 - Lübeck

    Leben im Untergrund

    1945 - 1947 - Hamburg; Kiel

    Studium der Philosophie mit den Nebenfächern Griechisch und Deutsche Literatur

    Universität

    1947 - Kiel

    Promotion (Dr. phil.)

    Universität

    1948 - 1956 - Kiel

    Wissenschaftlicher Assistent

    Universität

    1950 - Kiel

    Habilitation für Philosophie

    Universität

    1956 - 1958 - Kiel

    Diätendozent

    Universität

    1957 - Kiel

    außerplanmäßiger Professor für Philosophie

    Universität

    1958 - 1960 - Hamburg

    außerordentlicher Professor für Philosophie

    Universität

    1960 - 1965 - Gießen

    ordentlicher Professor für Philosophie

    Universität

    1961 - 1974

    Mitbegründer und Teilnehmer

    Forschungsgruppe Poetik und Hermeneutik

    1965 - 1970 - Bochum

    ordentlicher Professor für Philosophie

    Universität

    1970 - 1985 - Münster

    ordentlicher Professor für Philosophie

    Universität

    28. März 1996 - Altenberge (Westfalen)
  • Genealogie

    Vater Josef Carl Blumenberg 1880–1949 Kunstverleger in Lübeck, katholisch
    Großvater väterlicherseits Konrad Christoph Blumenberg 1844–1928 Gärtner in Hildesheim
    Großmutter väterlicherseits Elisabeth Blumenberg, geb. Range 1848–1907 evangelisch
    Mutter Else Blumenberg, geb. Schreier, gesch. Nicolas 1882–1945 Buchhalterin, jüdisch, seit 1919 evangelisch, seit 1930 katholisch
    Großvater mütterlicherseits Samuel Schreier 1855–1905 Gastwirt und Kaufmann in Rosenberg (Oberschlesien) und Berlin, jüdisch
    Großmutter mütterlicherseits Charlotte Schreier, geb. Süssmann 1843–1916 aus Rosenberg (Oberschlesien), jüdisch
    Geschwister ein Bruder als Kind verstorben
    Heirat 26.7.1945 in Lübeck
    Ehefrau Ursula Elisabeth Margarete Gertrud Blumenberg , geb. Heinck 9.11.1922–2010 aus Lübeck, evangelisch
    Schwiegervater Karl Joachim Albert Heinck Schuhmacher in Lübeck
    Schwiegermutter Thekla Johanna (Hanni) Heinck, geb. Trilcke
    Sohn Markus Blumenberg 1946–2013 Dr., Geschäftsführer der Deutschen Keramischen Gesellschaft e.V. (DKG) und der Forschungsgemeinschaft der Deutschen Keramischen Gesellschaft e.V. (FDKG)
    Tochter Bettina Blumenberg geb. 1947 Schriftstellerin, Übersetzerin, Honorarprofessorin an der Akademie der Bildenden Künste München
    Sohn Caspar Balthasar Blumenberg geb. 1953 Rechtsanwalt in Hamm
    Sohn Tobias Blumenberg geb. 1959 Zahnarzt in Weingarten (Württemberg)
    Diese Grafik wurde automatisch erzeugt und bietet nur einen Ausschnitt der Angaben zur Genealogie.

    Blumenberg, Hans (1920 – 1996)

    • Vater

      Josef Carl Blumenberg

      1880–1949

      Kunstverleger in Lübeck, katholisch

      • Großvater väterlicherseits

        Konrad Christoph Blumenberg

        1844–1928

        Gärtner in Hildesheim

      • Großmutter väterlicherseits

        Elisabeth Blumenberg

        1848–1907

        evangelisch

    • Mutter

      Else Blumenberg

      1882–1945

      Buchhalterin, jüdisch, seit 1919 evangelisch, seit 1930 katholisch

      • Großvater mütterlicherseits

        Samuel Schreier

        1855–1905

        Gastwirt und Kaufmann in Rosenberg (Oberschlesien) und Berlin, jüdisch

      • Großmutter mütterlicherseits

        Charlotte Schreier

        1843–1916

        aus Rosenberg (Oberschlesien), jüdisch

    • Heirat

      in

      Lübeck

  • Biografie

    Blumenberg besuchte die römisch-katholische Gemeindeschule und den altsprachlichen Zweig des Gymnasiums Katharineum in Lübeck. Wegen seiner jüdischen Mutter galt er in der Terminologie der Nationalsozialisten als „jüdischer Mischling“ und durfte nach seinem Abitur als Jahrgangsbester 1939 nicht an regulären Hochschulen studieren. Stattdessen belegte er je ein Semester an den Philosophisch-Theologischen Hochschulen in Paderborn und Frankfurt am Main (St. Georgen), bevor er auch dort wegen seiner Herkunft relegiert wurde. Nach Hilfsarbeiterdiensten bei den Norddeutschen Dornier-Werken GmbH wurde er 1942 kaufmännischer Angestellter beim Lübecker Drägerwerk. Die kriegswichtige Produktion seines Arbeitgebers schützte ihn zunächst, dennoch wurde er im Februar 1945 zum Arbeitsdienst der Organisation Todt eingezogen und ins Lager Zerbst deportiert. Von Firmenchef Heinrich Dräger (1898–1986) zurückgefordert, kehrte Blumenberg nach Lübeck zurück und tauchte dort bis Kriegsende unter, u. a. bei der Familie seiner zukünftigen Ehefrau.

    1945/46 setzte Blumenberg sein Studium, nun offiziell mit dem Hauptfach Philosophie, an der Universität Hamburg fort, u. a. bei Ludwig Landgrebe (1902–1991) und Bruno Snell (1896–1986). 1947 wurde er bei dem nach Kiel gewechselten Landgrebe zum Dr. phil. promoviert. 1950 folgte die Habilitation, ebenfalls bei Landgrebe und nicht ohne Widerstände des Zweitgutachters Walter Bröcker (1902–1992); beide Qualifikationsarbeiten blieben zu Lebzeiten ungedruckt.

    In den 1950er Jahren war Blumenberg Assistent, dann Diätendozent an der Philosophischen Fakultät der Universität Kiel und entwickelte seine wissenschaftshistorischen und technikphilosophischen Hauptthesen in Einzelstudien, die v. a. in der interdisziplinären Zeitschrift „Studium Generale“ erschienen. Im Rahmen dieser Studien entstand seine „Metaphorologie“, deren Grundgedanken er zum ersten Mal 1958 in der von Hans-Georg Gadamer (1900–2002) geleiteten Senatskommission für Begriffsgeschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft vorstellte (Erstdruck 1960 im Archiv für Begriffsgeschichte). Die Metaphorologie ist einer von Blumenbergs wichtigsten Beiträgen zur Philosophie. Als Seitenstück zu der in dieser Zeit sich entfaltenden Begriffsgeschichte widmet sie sich den nicht explizit formulierten, weil selbstverständlichen Hintergrundannahmen im Denken einer Zeit; er erweiterte sie in den 1970er Jahren zu einer allgemeineren „Theorie der Unbegrifflichkeit“, für die er in mehreren Bänden (Schiffbruch mit Zuschauer, 1979; Die Lesbarkeit der Welt, 1981; Höhlenausgänge, 1989; Quellen, Ströme, Eisberge, 2012; Die nackte Wahrheit, 2019) Fallstudien lieferte.

    1958 folgte Blumenberg einem Ruf auf eine außerordentliche Professur an die Universität Hamburg, 1960 wechselte er auf eine ordentliche Professur nach Gießen, wo er das Institut für Philosophie neu aufbaute. 1961 war er mit dem Germanisten Clemens Heselhaus (1912–2000) und dem Romanisten Hans Robert Jauß (1921–1997) auch Mitbegründer der stilbildenden interdisziplinären Forschungsgruppe Poetik und Hermeneutik, in der Blumenberg anfangs zu den tonangebenden Denkern gehörte, die er aber 1974 verließ. 1965 erhielt Blumenberg einen wesentlich durch Hermann Lübbe (geb. 1926) vermittelten Ruf an die neu gegründete Ruhr-Universität Bochum. In Gießen und verstärkt in Bochum bemühte er sich in institutionellen Zusammenhängen um die Neugestaltung der deutschen Universität. So gehörte er u. a. dem Wissenschaftlichen Beirat der Gründungskommission für die Universität Bielefeld an. Nach seiner Berufung auf die Nachfolge Joachim Ritters (1903–1974) an die Universität Münster 1970 zog sich Blumenberg zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück und bot von der zweiten Hälfte der 1970er Jahre bis zur Emeritierung 1985 nur Vorlesungen, aber keine Seminare mehr an, was seiner Prominenz beim städtischen Publikum in Münster keinen Abbruch tat.

    Blumenbergs wissenschaftliche Buchpublikation setzte mit „Die Legitimität der Neuzeit“ (1966) und „Die Genesis der kopernikanischen Welt“ (1975) ein, die zu geistes- und wissenschaftsgeschichtlichen Standardwerken avancierten. Besonders der erste Teil von „Die Legitimität der Neuzeit“, eine intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Thesen zur Säkularisation, u. a. von Rudolf Bultmann (1884–1976), Hans Jonas (1903–1993), Karl Löwith (1897–1973), Odo Marquard (1928–2015) und Lübbe, rief starke Diskussionen hervor. Auf einige Repliken, etwa von Carl Schmitt (1888–1985), erwiderte Blumenberg in seiner überarbeiteten Fassung, die in den 1970er Jahren in drei separaten Bänden erschien. Beide Bücher waren wichtige Beiträge zu einer Interpretation der Epochenwende zur Neuzeit.

    Nach seinem Wechsel nach Münster gab Blumenberg u. a. die technikphilosophischen Überlegungen zugunsten eines anthropologischen Ansatzes auf, in dem der Mensch als Distanzwesen verstanden wird, das sich sein Leben v. a. deshalb erhalten kann, weil es sich seine Feinde mit verschiedenen Mitteln (angefangen beim Steinwurf und nicht endend beim Begriff) vom Leib halten kann. Diese Neuausrichtung wurde erst postum einem größeren Publikum bekannt, als die gedruckten Ausarbeitungen erschienen. Einflussreicher wurden zu Lebzeiten noch seine Studien zur Mythostheorie: Sein Band „Arbeit am Mythos“ (1979), der auf die Vorlage für ein Kolloquium der Gruppe „Poetik und Hermeneutik“ (1968, publiziert 1971) zurückging und in dem er den Mythos als Selbstbehauptungsinstanz des Menschen rehabilitierte, wurde ein größerer Erfolg als die wissenschaftsgeschichtlichen Bücher, die Blumenberg persönlich als wichtiger einschätzte. Deutlich wurden hier aber seine Bemühungen um eine Rehabilitierung der Rhetorik als Instrument zur Bewältigung des von ihm so genannten „Absolutismus der Wirklichkeit“. In diesem Rahmen entwickelte er eine Theorie der Bedeutsamkeit, die von Erich Rothacker (1888–1965) inspiriert war.

    Nach einer Publikationspause Anfang der 1980er Jahre, die als Folge eines Streits mit dem Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld (1924–2002) einsetzte, erschienen in dichter Folge fünf Bücher, darunter „Lebenszeit und Weltzeit“ (1986) als einziger zu Lebzeiten publizierter Band, in dem Blumenbergs intensive Auseinandersetzung mit Edmund Husserl (1859–1938) und der Phänomenologie öffentlich wurde. Wie im Fall der Anthropologie (Beschreibung des Menschen, 2006) erfolgte auch in diesem Bereich der größte Teil der Publikationen postum (Zu den Sachen und zurück, 2002; Theorie der Lebenswelt, 2010; Phänomenologische Schriften, 2018). Blumenberg bemühte sich dabei, Husserls Ansatz um anthropologische und historische Dimensionen zu erweitern.

    Im Laufe der 1970er Jahre begann Blumenberg, neben seinen großen Studien kleine Glossen zu schreiben, die von ihm so genannten „Unerlaubten Fragmente“. Deren Prinzip brachte er 1980 in seiner Dankesrede für den Sigmund-Freud-Preis für Wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt auf den Begriff der „Nachdenklichkeit“, einer Art Anti-Methode, die sich klaren Definitionen und umstandsloser Verwertbarkeit entziehen will und dafür den assoziativen Umweg sucht, der spielerisch eine Reihe von Implikationen aus Fabeln, Anekdoten, Briefen und anderen kleineren Formen ausarbeitet. Schon in den frühen 1950er Jahren war Blumenberg als Intellektueller öffentlich aufgetreten und hatte für seinen Freund Alfons Neukirchen (1908–1993), den Feuilletonleiter der „Düsseldorfer Nachrichten“, neben Rezensionen kurze Kommentare zu zeitgeschichtlichen Trends verfasst. Zu dieser Form von Öffentlichkeitswirksamkeit kehrte er in den 1980er Jahren zurück, indem er einige seiner „Unerlaubten Fragmente“ in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, der „Neuen Zürcher Zeitung“ und in „Akzente“ publizierte. Persönlich zog er sich nach 1985 vollständig aus der Öffentlichkeit zurück, verließ sein Haus kaum noch und stellte nach einem erneuten Streit mit Unseld 1989 die Publikation von Büchern ein. Stattdessen begann er mit dem Sichten und Ordnen seines Nachlasses, aus dem bald nach Blumenbergs Tod 1996 die ersten Bände erschienen. Bis zu seinem 100. Geburtstag 2020 wurden 18 Bände postum publiziert. Eine größere Zahl weiterer Publikationen ist für die kommenden Jahre geplant.

    Blumenberg hat sich nie um eine Schülerschaft im engeren Sinn bemüht; dazu war sein Werk auch zu heterogen. Seine Assistenten – darunter Günter Gawlick (1930–2022), Malte Hossenfelder (1935–2011), Wolfgang Breidert (geb. 1937), Ferdinand Fellmann (1939–2019), Ahlrich Meyer (geb. 1941), Manfred Sommer (geb. 1945) und Heinrich Niehues–Pröbsting (geb. 1946) – knüpften an unterschiedlichen Stellen seines Denkens an und entwickelten weitestgehend eigene Ansätze. Mehr noch als in der Philosophie wirkt sein Werk in anderen Fächern, etwa den Literatur- und Kulturwissenschaften oder der Theologie, nach. 2017 gründete sich eine Hans Blumenberg-Gesellschaft.

  • Auszeichnungen

    1960 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Literatur zu Mainz
    1962–1967 Mitglied des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft
    1974 Kuno-Fischer-Preis der Universität Heidelberg
    1980 Sigmund-Freud-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt
    1982 Dr. phil. h. c., Universität Gießen
    2016 Hans-Blumenberg-Gastprofessur für Religion und Politik, Universität Münster
  • Quellen

    Nachlass:

    Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar.

  • Werke

    Werke zu Lebzeiten:

    Beiträge zum Problem der Ursprünglichkeit der mittelalterlich-scholastischen Ontologie, 2020. (Diss. phil. Kiel 1947)

    Die ontologische Distanz, 2022. (Habilitationsschrift 1950)

    Paradigmen zu einer Metaphorologie, in: Archiv für Begriffsgeschichte 6 (1960), S. 5–142, Buchfassung 1997, mit Kommentar v. Anselm Haverkamp, 2013.

    Die kopernikanische Wende, 1965.

    Die Legitimität der Neuzeit, 1966, erw. Ausg. in 3 Bdn., 1973–1976.

    Die Genesis der kopernikanischen Welt, 1975.

    Arbeit am Mythos, 1979.

    Schiffbruch mit Zuschauer, 1979.

    Die Lesbarkeit der Welt, 1981.

    Wirklichkeiten in denen wir leben, 1981.

    Lebenszeit und Weltzeit, 1986.

    Das Lachen der Thrakerin, 1987.

    Die Sorge geht über den Fluß, 1987.

    Matthäuspassion, 1988.

    Höhlenausgänge, 1989.

    Aus dem Nachlass:

    Die Vollzähligkeit der Sterne, 1997.

    Ein mögliches Selbstverständnis, 1997, erw. Neuausg. u. d. T. Ein mögliches Selbstverständnis. Lebensthemen, 2022.

    Gerade noch Klassiker. Glossen zu Fontane, 1998.

    Lebensthemen, 1998, erw. Neuausg. u. d. T. Ein mögliches Selbstverständnis. Lebensthemen, 2022.

    Begriffe in Geschichten, 1998.

    Goethe zum Beispiel, 1999.

    Die Verführbarkeit des Philosophen, 2000.

    Löwen, 2001.

    Zu den Sachen und zurück, 2002.

    Beschreibung des Menschen, 2006.

    Theorie der Unbegrifflichkeit, 2007.

    Geistesgeschichte der Technik, 2009.

    Theorie der Lebenswelt, 2010.

    Quellen, Ströme, Eisberge, 2012.

    Schriften zur Literatur, 2017.

    Phänomenologische Schriften 1981–1988, 2018.

    Die nackte Wahrheit, 2019.

    Realität und Realismus, 2020.

    Briefe:

    Hans Blumenberg/Carl Schmitt, Briefwechsel 1971–1978 und weitere Materialien, 2007.

    Hans Blumenberg/Jacob Taubes, Briefwechsel 1961–1981 und weitere Materialien, 2013.

    Hans Blumenberg/Hans Jonas, Briefwechsel 1954–1978 und weitere Materialien, 2022.

    Hans Blumenberg/Reinhart Koselleck, Briefwechsel 1965–1994, erscheint 2023.

    Bibliografie:

    Rüdiger Zill, Der absolute Leser. Hans Blumenberg – Eine intellektuelle Biographie, 2020, S. 725–749.

  • Literatur

    Franz Josef Wetz, Hans Blumenberg zur Einführung, 1993, überarb. Fassungen 2004, 2020. (P)

    Franz Josef Wetz/Hermann Timm (Hg.), Die Kunst des Überlebens. Nachdenken über Hans Blumenberg, 1999.

    Jürgen Goldstein, Nominalismus und Moderne. Zur Konstitution neuzeitlicher Subjektivität bei Hans Blumenberg und Wilhelm von Ockham, 1998.

    Philipp Stoellger, Metapher und Lebenswelt. Hans Blumenbergs Metaphorologie als Lebenswelthermeneutik und ihr religionsphänomenologischer Horizont, 2000.

    Felix Heidenreich, Mensch und Moderne bei Hans Blumenberg, 2005. (P)

    Oliver Müller, Sorge um die Vernunft. Hans Blumenbergs phänomenologische Anthropologie, 2005.

    Sibylle Lewitscharoff, Blumenberg, 2011. (Roman)

    Cornelius Borck (Hg.), Hans Blumenberg beobachtet, 2013.

    Robert Buch/Daniel Weidner (Hg.), Blumenberg lesen. Ein Glossar, 2014.

    Angus Nicholls, Myth and the Human Sciences. Hans Blumenberg’s Theory of Myth, 2014.

    Christian Köhler/Michael Heidgen/Matthias Koch (Hg.), Permanentes Provisorium. Hans Blumenbergs Umwege, 2015.

    Melanie Möller (Hg.), Prometheus gibt nicht auf. Antike Welt und modernes Leben in Hans Blumenbergs Philosophie, 2015.

    Paolo Caloni, Hans Blumenberg. Realtà metaforiche e fenomenologia della distanza, 2016.

    Kurt Flasch, Hans Blumenberg. Philosoph in Deutschland. Die Jahre 1945–1966, 2017.

    Anselm Haverkamp, Metapher – Mythos – Halbzeug, 2018.

    Anselm Haverkamp/Jean-Claude Monod, Philosophie de la métaphore. Penser avec Blumenberg, 2017.

    Nicola Zambon, Das Nachleuchten der Sterne. Konstellationen der Moderne bei Hans Blumenberg, 2017.

    Benjamin Dober, Ethik des Trostes. Hans Blumenbergs Kritik des Unbegrifflichen, 2019.

    Wolfgang Müller-Funk/Matthias Schmidt (Hg.), Blumenbergs Schreibweisen. Methodische und kulturanalytische Perspektiven im Ausgang von Hans Blumenberg, 2019.

    Alberto Fragio/Martina Philippi/Josefa Ros Velasco (Hg.), Metaphorologie, Anthropologie, Phänomenologie. Neue Forschungen zum Nachlass Hans Blumenbergs, 2019.

    Jürgen Goldstein, Hans Blumenberg. Ein philosophisches Porträt, 2020.

    Felix Heidenreich, Politische Metaphorologie. Hans Blumenberg heute, 2020. (P)

    Rüdiger Zill, Der absolute Leser. Hans Blumenberg – Eine intellektuelle Biographie, 2020. (P)

    Hannes Bajohr/Eva Geulen (Hg.), Blumenbergs Verfahren. Neue Zugänge zum Werk, 2022. (P)

    Oliver Müller/Rüdiger Zill, Blumenberg-Handbuch. Leben, Werk, Wirkung, 2023. (P)

    Dokumentarfilme:

    Zwischen Himmel und Höhle. Das Werk von Hans Blumenberg, Regie: Burghard Schlicht u. Franz Josef Wetz, 1995. (Onlineressource)

    Hans Blumenberg – der unsichtbare Philosoph, Regie: Christoph Rüter, 2018, DVD 2020. (mit O-Tönen aus Blumenbergs Vorlesungen)

  • Porträts

    Fotografien v. Peter Zollna (1930–1986) und anderen, Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar.

  • Autor/in

    Rüdiger Zill (Potsdam)

  • Zitierweise

    Zill, Rüdiger, „Blumenberg, Hans“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.10.2022, URL: https://www.deutsche-biographie.de/118664123.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA