Ardenne, Manfred von

Lebensdaten
1907 – 1997
Geburtsort
Hamburg
Sterbeort
Dresden-Weißer Hirsch
Beruf/Funktion
Erfinder ; Forscher ; Wissenschaftsunternehmer ; Physiker ; Wissenschaftler
Konfession
evangelisch-lutherisch
Normdaten
GND: 11850388X | OGND | VIAF: 40169486
Namensvarianten

  • Ardenne, Manfred Baron von
  • Ardenne, Manfred von
  • Ardenne, Manfred Baron von
  • Ardenne, Manfred, Baron von
  • Ardenne, M. von
  • Von Ardenne, Manfred

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Zitierweise

Ardenne, Manfred von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11850388X.html [16.01.2026].

CC0

  • Ardenne, Manfred von (eigentlich Baron von Ardenne)

    1907 – 1997

    Erfinder, Forscher, Wissenschaftsunternehmer

    Manfred von Ardenne erlangte als Forscher und Erfinder in der Rundfunk- und Fernsehtechnik, der Elektronenmikroskopie und Kernphysik internationale Anerkennung, während seine Arbeiten zur Krebsforschung umstritten sind. Seine wissenschaftlichen Projekte waren während der NS-Zeit, der Internierung in der UdSSR und in der DDR erheblich von staatlichen Mitteln abhängig.

    Lebensdaten

    Geboren am 20. Januar 1907 in Hamburg
    Gestorben am 26. Mai 1997 in Dresden-Weißer Hirsch
    Grabstätte Waldfriedhof Weißer Hirsch in Dresden
    Konfession evangelisch-lutherisch
  • 20. Januar 1907 - Hamburg

    1913 - Berlin

    Übersiedlung der Familie

    1913 - 1923 - Berlin-Kreuzberg

    Schulbesuch (Abschluss: Primareife)

    Friedrich-Realgymnasium

    Oktober 1923 - 1924 - Berlin

    Praktikant

    feinmechanische Werkstatt

    April 1924 - 1926 - Berlin

    Studium der Physik, Chemie und Mathematik (ohne Abschluss)

    Universität

    seit 1923 - Berlin-Friedenau

    Entwicklung von Mehrfachröhren mit Siegmund Loewe (1885–1962)

    Labor Radiofrequenz GmbH der Gebrüder Loewe

    1926 - Berlin-Friedenau

    Entwicklung von Ortsempfänger mit Dreifachröhre 3NF (mit Siegmund Loewe)

    Labor Loewe-Radio GmbH

    Juli 1926 - England

    Reise

    Juli-August 1927 - USA

    Reise; Besuch bei Lee de Forest (1873–1961) in New York City

    1.2.1928 - 1945 - Berlin-Lichterfelde

    Gründer; Leiter

    Laboratorium für Elektronenphysik

    1930 - Berlin-Lichterfelde

    Entwickler des Leuchtfleckabtasters (Flying Spot Scanner)

    Laboratorium für Elektronenphysik

    1934 - Berlin; Köln

    Gründer; Leiter

    Leybold-von-Ardenne-Oszillographen-Gesellschaft

    1934 - Berlin

    Erfinder des elektronen-optischen Bildwandlers

    Laboratorium für Elektronenphysik

    1937 - Berlin

    Entwickler des Raster-Elektronenmikroskops

    Laboratorium für Elektronenphysik

    1941 - Berlin

    Entwickler des 200 kV-Universal-Elektronenmikroskops

    Laboratorium für Elektronenphysik

    1942 - Berlin

    Entwickler des 1-MeV-van-de-Graff-Neutronengenerators

    Laboratorium für Elektronenphysik

    1943 - Berlin

    Konstrukteur und Erbauer des 60-Tonnen-Zyklotrons

    Laboratoriums für Elektronenphysik

    1943 - 1945 - Berlin

    Dozent für Physik

    Universität

    2.1.1945 - Berlin

    Mitglied

    Reichsforschungsrat

    1945 - Berlin

    Entwickler des L-Trenners mit Ringmagnetfeld und Plasma-Ionenquelle

    Laboratoriums für Elektronenphysik

    Mai 1945 - März 1955 - Sinop bei Suchumi (UdSSR)

    Internierung als Forscher

    Direktor des Instituts A (Atombombenprojekt)

    1948 - Suchumi, UdSSR

    Erfinder der Duoplasma-Ionenquelle

    Institut für industrielle Isotopentrennung

    1955 - 1990 - Dresden

    Gründer; Direktor

    Institut Manfred von Ardenne (eigenes Forschungsinstitut)

    1955 - Berlin-Ost

    Mitglied

    Wissenschaftlicher Rat für friedliche Anwendung der Atomenergie und der Sektion Physik der Deutschen Akademie der Wissenschaften

    Juni 1956 - Dresden

    nebenamtlicher Professor für elektrotechnische Sonderprobleme der Kerntechnik

    TH (seit 1961 TU)

    1957 - Dresden

    Entwickler des verschluckbaren Intestinalsenders

    Institut Manfred von Ardenne

    1991 - 1997 - Dresden

    Geschäftsführer

    Von Ardenne Institut für Angewandte Medizinische Forschung GmbH

    26. Mai 1997 - Dresden-Weißer Hirsch

    Arbeiten zur Funktechnik

    Nach der Übersiedlung von Hamburg nach Berlin 1913 besuchte Ardenne hier das Friedrich-Realgymnasium, das er 1923 mit der Primareife verließ. Bereits während seiner Schulzeit betrieb Ardenne radiotechnische Arbeiten in einem im Hause seiner Eltern befindlichen Laboratorium. Seit Dezember 1922 arbeitete er mit dem Unternehmer und Ingenieur Siegmund Loewe (1885–1962) in dessen Laboratorium und half diesem im März 1923 mit Eugen Nesper (1879–1961) und Otto Kappelmayer (1894–1971) bei einer Radiovorführung in Anwesenheit des Reichspräsidenten Friedrich Ebert (1871–1925). Sein erstes Patent erhielt Ardenne im Oktober 1923; 1924 verfasste er seinen ersten Artikel über Radiotechnik und veröffentlichte sein „Funk-Ruf-Buch“.

    1928 richtete sich Ardenne ein Laboratorium für Elektronenphysik in einer Villa in Berlin-Lichterfelde ein. Als selbstständiger Erfinder und Unternehmer griff er häufig bekannte, aber nicht genutzte Konzepte auf und setzte sie erfolgreich in Prototypen um. Ein erster Erfolg gelang ihm auf Anregung Loewes mit dem Konzept der Widerstandsverstärker mit RC-Kopplung, dessen Breitbandeigenschaften zwar bekannt, aber aufgrund der damals verfügbaren Widerstände schwierig zu realisieren waren. Ardenne war damit an der Entwicklung des erfolgreichen Loewe-Radios OE333 beteiligt, das auf der Loewe-Dreifachröhre basierte, an deren Entwicklung Ardenne nicht beteiligt war. Auch wenn die Radiotechnik Ardennes Hauptarbeitsgebiet blieb, entwickelte er mit seinen Mitarbeitern die zugehörige Messtechnik.

    Ardennes Interesse am Fernsehen wurde möglicherweise während seiner Studienreise in die USA geweckt, wo Philo Farnsworth (1906–1971) und Vladimir Zworykin (1888–1982) bei der Radio Corporation of America Fernsehversuche durchführten. Der Artikel „Radio Aerials Create No Lightning Hazard“ von Hugo Gernsback (1884–1967) erschien 1928 im Juli-Heft von „Radio News“, in dem auch Beiträge über das elektronische Fernsehen und dessen Schwächen enthalten waren. Seit 1929 entwickelte Ardenne mit der Firma E. Leybold’s Nachfolger Oszillografen, die auf einer von ihm verbesserten Braunschen Röhre basierten. Die neue Röhre war Bestandteil seines Konzepts für ein vollelektronisches Fernsehen, das er am 14. Dezember 1930 erstmals dem Staatssekretär August Kruckow (1874–1939) im Reichspostministerium vorführte. Am 16. August 1931 erschien Ardennes Flying Spot Scanner (Lichtpunktabtaster) auf der Titelseite der „New York Times“, und sein Fernsehempfänger, den die Radio A. G. der Gebrüder Loewe produzierte, war der weltweit erste Empfänger mit Braunscher Röhre, der auf der 8. Großen Funkausstellung in Berlin präsentiert wurde. Nach der Trennung von Loewe 1932 arbeitete Ardenne weiterhin an fernsehtechnischen Problemen, wenn auch seine Monografie „Die Kathodenstrahlröhre“ (1933) einen gewissen Abschluss dieser Arbeiten markierte. Mit der Realisierung des Fernsehsystems in Deutschland hatte er nichts mehr zu tun.

    Arbeiten zur Elektronenmikroskopie und Kernphysik

    Seit 1933 wandte sich Ardenne der aufkommenden Elektronenoptik und Elektronenmikroskopie zu, was 1937 zu seiner Erfindung des Rasterelektronenmikroskops führte; dafür übernahm er vom Fernsehen die Idee der zeilenweisen Abtastung. Das Patent verkaufte er an die Siemens & Halske AG und entwickelte das Universal-Elektronenmikroskop mit einer bis dahin unerreichten hohen Auflösung. In dem Werk „Elektronen-Übermikroskopie“ (1940) fasste er die Fortschritte auf dem Gebiet der Elektronenmikroskopie zusammen.

    Nach Entdeckung der Kernspaltung wandte sich Ardenne der Kernphysik zu und erweiterte seinen 1937 geschlossenen Vertrag mit dem von Wilhelm Ohnsorge (1872–1962) geführten Reichspostministerium 1940 auf die Erforschung der Atomzertrümmerung. Er baute einen Linearbeschleuniger mit einem van de Graff-Generator, der jedoch zu geringe Energien lieferte, weshalb er sich 1940 zum Bau eines bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs nicht fertiggestellten Zyklotrons entschloss, das in einem Bunker platziert wurde und bei dessen Errichtung auch Häftlinge des KZ-Außenlagers Lichterfelde des KZ Sachsenhausen zum Einsatz kamen. Unterstützt wurde Ardenne durch den Kernphysiker Friedrich Houtermans (1903–1966), der seit 1941 in seinem Laboratorium arbeitete und die geheime Mitteilung „Zur Auslösung von Kern-Kettenreaktionen“ verfasste, in der auf die Erzeugung des Transurans Plutonium hingewiesen wurde, welches sich neben dem Uranisotop 235 als atomarer Sprengstoff eignen könnte. Weiterhin entwickelte Ardenne einen elektromagnetischen Isotopentrenner, um die natürlich vorkommenden Isotope Uran-235 und Uran-238 voneinander zu trennen, da nur erstere zu einer selbst erhaltenden Kettenreaktion fähig sind. Im sog. Uranverein wirkte Ardenne nicht mit. Seine kernphysikalischen Forschungen publizierte er in dem Buch „Die physikalischen Grundlagen der Anwendung radioaktiver oder stabiler Isotope als Indikatoren“ (1944).

    Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Ardenne im Rahmen der Aktion Ossawakim in die UdSSR verbracht, wo er hauptsächlich an dem Isotopentrenner für die Extraktion von Uran-235 arbeitete. Auch wenn dieses ineffiziente Verfahren nicht zum Einsatz kam, gehörte Ardenne zum inneren Zirkel des Netzwerks von Wissenschaftlern, die das Atombombenprojekt der UdSSR förderten, wofür er 1953 den Stalinpreis 2. Klasse erhielt.

    Forschungen zur Medizintechnik in Dresden

    Anfang der 1950er Jahre transferierte Ardenne Teile seines in der UdSSR erworbenen Vermögens auf ein Konto in der DDR und erwarb in Dresden Immobilien. Nach seiner Ankunft in der DDR 1955 gründete er hier mit seinem Institut Manfred von Ardenne das einzige größere private Forschungsinstitut der DDR (1989: ca. 500 Mitarbeitende), wobei ihm Kontakte zu Walter Ulbricht (1893–1973) gute Bedingungen verschafften. Basierend auf seinen Arbeiten in der UdSSR ließ er 1956 sein Duoplasmatron, eine leistungsstarke Ionenquelle, patentieren. Seit 1956 lehrte Ardenne als nebenamtlicher Professor für elektrotechnische Sonderprobleme der Kerntechnik an der TH Dresden (seit 1961 TU).

    Ende der 1950er Jahre wurde die Medizintechnik Ardennes neuer Schwerpunkt, in dem er mit einem verschluckbaren Intestinalsender und der Entwicklung einer Herz-Lungen-Maschine auf sich aufmerksam machte. Nach einem Treffen 1959 mit dem Nobelpreisträger Otto Warburg (1883–1970), mit dem er bereits 1933/34 in der medizinischen Messtechnik zusammengearbeitet hatte und der ihm über seine Arbeiten in der Krebsforschung berichtete, entwickelte er seine Krebs-Mehrschritt-Therapie, deren therapeutischer Nutzen bis heute nicht belegt ist, und darauf basierend später die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie. Im Sinne der Kybernetik stellte Ardenne Warburgs heute als überholt geltende Hypothese des Stoffwechsels von Krebszellen in Analogie zu rückgekoppelten Systemen dar.

    Ardenne war Mitglied wissenschaftlicher Gremien, die dem Ministerrat der DDR zugeordnet waren und dort teilweise in leitender Position. Von 1963 bis 1989 war er für den Kulturbund Abgeordneter in der Volkskammer der DDR. Nach 1990 teilte Ardenne sein Institut in verschiedene Unternehmen auf, wobei er bis 1997 als Geschäftsführer des Von Ardenne Institut für Angewandte Medizinische Forschung GmbH fungierte.

    Ardenne gehört mit seinen mehr als 600 Patenten, über 700 Publikationen und 31 Büchern zu den produktivsten deutschen Erfindern des 20. Jahrhunderts. Trotz fehlenden formalen wissenschaftlichen Abschlusses war er als Wissenschaftsunternehmer auf den Gebieten der Elektrophysik, Kernphysik und Medizintechnik erfolgreich, indem er frühzeitig das Potenzial neuartiger wissenschaftlicher Entwicklungen erkannte und diese in technische Innovationen umsetzte. Geschickt verstand er es, sich an die jeweilige politische Situation anzupassen und diese für seine Zwecke zu nutzen, ohne sich vollständig an das jeweilige Regime zu binden (kein Mitglied in der NSDAP bzw. SED). So war er sowohl in der Zeit des Nationalsozialismus als auch in der Sowjetunion und DDR etabliert, u. a. indem er Kontakte zu den Herrschenden pflegte und von staatlichen Aufträgen profitierte. Die Nähe zu den diktatorischen Regimen brachte ihm auch Kritik ein, die u. a. in dem Film „Manfred von Ardenne – Der wendige Baron“ (2010) thematisiert wird.

    1941 Silberne Leibniz-Medaille der Akademie der Wissenschaften, Berlin (mit Bodo von Borries, Max Knoll und Ernst Ruska)
    1947 Stalinpreis der UdSSR (1953 Stalinpreis 2. Klasse)
    1957 Ernst-Moritz-Arndt-Medaille
    1958 Dr. rer. nat. h. c., Universität Greifswald
    1958 Nationalpreis der DDR I. Klasse
    1965 Mitglied der internationalen astronautischen Akademie, Paris
    1970 Lenin-Medaille der UdSSR
    1973 Hans-Bredow-Medaille
    1978 Dr. med. h. c., Medizinische Akademie Dresden
    1981 Barkhausen-Medaille der TH Dresden
    1982 Dr. paed. h. c., Pädagogische Hochschule Dresden
    1986 Wilhelm-Ostwald-Medaille der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, Leipzig
    1986 Richard-Theile-Medaille der Deutschen Fernsehtechnischen Gesellschaft, Mainz
    1986 Ernst-Abbe-Medaille der Kammer der Technik der DDR
    1987 Medaille für Kunst und Wissenschaft des Senats der Stadt Hamburg
    1987 Ernst-Krokowski-Preis der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr, Heidelberg
    1988 Ernst-Haeckel-Medaille der Urania
    1988 Friedrich-Schiller-Preis der Stadt Hamburg
    1988 Rudolf-Diesel-Medaille in Gold
    1989 Ehrenbürger der Stadt Dresden
    1993 Colani Design France Preis
    2006 Manfred von Ardenne Gymnasium, Berlin (weiterführende Informationen)
    Straßenbenennungen, z. B. Manfred-von-Ardenne-Straße, Kölleda; Von-Ardenne-Straße, Stadtlohn; Manfred-von-Ardenne-Ring, Dresden

    Nachlass:

    im Familienbesitz.

    Gedruckte Quellen:

    Eugen Nesper, Ein Leben für den Funk. Wie der Rundfunk entstand, 1950.

    Unvollständige Quellenübersicht:

    Gerhard Barkleit, Manfred von Ardenne. Selbstverwirklichung im Jahrhundert der Diktaturen, 2006, S. 359 f.

    Monografien und Herausgeberschaften:

    Funk-Ruf-Buch, 1924.

    Die Wirkungsweise der Rundfunkempfänger, 1926.

    Der Bau von Widerstandsverstärkern, 1926.

    Mehrfachröhren-Empfänger, 1927.

    Die Kathodenstrahlröhre und ihre Anwendung in der Schwachstromtechnik, 1933.

    Elektronen-Übermikroskopie, 1940.

    Die physikalischen Grundlagen der Anwendung radioaktiver oder stabiler Isotope als Indikatoren, 1944.

    Eine glückliche Jugend im Zeichen der Technik, 1962. (P)

    Grundlagen Krebs-Mehrschritt-Therapie. In-Vivo-Theorie Gärungsstoffwechsel Krebs, 1967.

    Ein glückliches Leben für Forschung und Technik, 1972. (W)

    Physiologische und technische Grundlagen der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie, 1978.

    Arbeiten zur Elektronik, Ostwalds Klassiker der Exakten Wissenschaften, Bd. 264, 1984, 21998.

    Manfred von Ardenne/ Paul Gerhard Reitnauer, Systemische Krebs-Mehrschritt-Therapie, 1997.

    Erinnerungen fortgeschrieben. Ein Forscherleben im Jahrhundert des Wandels der Wissenschaften und der politischen Systeme, 1997.

    Effekte der Physik und ihre Anwendungen, 1988, 32005 mit Gerhard Musiol/Uwe Kleinradt. (Hg.)

    Artikel:

    Manfred von Ardenne/H. Heinert, Über Widerstandsverstärker, in: Jahrbuch der drahtlosen Telegraphie und Telephonie 26 (1926), H. 2, S. 52–54.

    A Braun Tube for Direct Photographic Recording. Experimental Wireless & The Wireless Engineer 7 (1930), Nr. 77, S. 66–70.

    Electron Brush Paints Image on End of Tube, by A Distortion-Less Television Amplifier, in: Television News 1 (1931), Nr. 2, S. 90–92.

    Untersuchungen über achromatische Elektronenlinsen, in: Zeitschrift für Physik 86 (1933), S. 802–809.

    Das Elektronen-Rastermikroskop. Theoretische Grundlagen, in: Zeitschrift für Physik 109 (1938), S. 553–572.

    Über ein 200 kV-Universal-Elektronenmikroskop mit Objektabschattungsvorrichtung, in: Zeitschrift für Physik 117 (1941), S. 657–688.

    Patente:

    Verfahren zur Erzielung einer Tonselektion, insbesondere für die Zwecke der drahtlosen Telegraphie DE000000427342, angemeldet 14.10.1923, veröffentlicht 1.4.1926.

    Widerstandsgekoppelter Hochfrequenzverstärker AT131276, angemeldet 4.5.1929, veröffentlicht 10.1.1933

    Verfahren zum Fernsehempfang mit Braunschen Röhren CH000000168297, angemeldet 23.2.1933, veröffentlicht 16.6.1934.

    Improvements in Electron Microscopes GB000000511204A, angemeldet 18.2.1938, veröffentlicht 15.8.1939.

    Elektronenoptische Vorrichtung zur Betrachtung sehr kleiner Gegenstände AT000000159262B, angemeldet am 3.2.1938, veröffentlicht am 10.8.1940.

    Ionenquelle DD000000015875A1, angemeldet 11.5.1955, veröffentlicht 10.12.1958.

    Device for Performing an Extreme Hyperthermia Treatment US000003404678A, angemeldet 13.8.1965, veröffentlicht 8.10.1968.

    Monografien und Sammelbände:

    Walter Bruch, Kleine Geschichte des deutschen Fernsehens, 1967, S. 34–36.

    Friedrich Herneck, Manfred von Ardenne, 1972.

    Jost Herbig, Kettenreaktion. Das Drama der Atomphysiker, 1976, S. 124–127.

    Ekkehard Höxtermann/Ulrich Sucker, Otto Warburg, 1989, S. 100 f.

    Ulrich Albrecht/Andreas Heinemann-Grüder/Arend Wellmann, Die Spezialisten. Deutsche Naturwissenschaftler und Techniker in der Sowjetunion nach 1945, 1992.

    Klaus Hentschel (Hg.), Physics and National Socialism. An Antology of Primary Sources, 1996, S. 346.

    Kilian J. L. Steiner, Ortsempfänger, Volksfernseher und Optaphon. Die Entwicklung der deutschen Radio- und Fernsehindustrie und das Unternehmen, 1923–1962, 2005.

    Wilhelm Herbst (Hg.), Manfred von Ardenne. Eine Anthologie. Auswahl-Dokumentation historischer Fachartikel 1925–1938, 2007.

    Gerhard Barkleit, Manfred von Ardenne. Selbstverwirklichung im Jahrhundert der Diktaturen, 2006. (Qu)

    Franz Pichler, Hugo Gernsback und seine technischen Magazine, 2014, S. 69 f.

    Gerhard Eisenbarth, Die Loewe Mehrfachröhren, Ein High-Tech-Produkt aus der Anfangszeit der Röhrentechnik, 2022.

    Artikel:

    J. C. Poggendorffs biographisch-literarisches Handwörterbuch der exakten Naturwissenschaften, Bd. 6, 1936, S. 72, Bd. 7a, 1956, S. 50–52, Bd. 8, 1996, S. 130–132.

    Charles W. Oatley, The Early History of the Scanning Electron Microscope, in: Journal of Applied Physics 53 (1982), S. R1–R13.

    Sigfrid von Weiher (Hg.), Ardenne, Manfred von, in: ders. (Hg.), Männer der Funktechnik, 1983, S. 14–16. (P)

    Herbert Börner, Prof. Dr. mult. h. c. Manfred von Ardenne 80 Jahre. Die frühe Rundfunktechnik war Startbasis für eine ungewöhnliche Karriere, in: Funkgeschichte 10 (1987), H. 52, S. 3–6.

    Bruno Wienecke, Die Loewe-Dreifachröhre, in: ebd., H. 57, S. 29–32.

    Herbert Börner, Vom RC-Verstärker zur Mehrfachröhre. Aus der Geschichte des Widerstandsverstärkers, in: Funkgeschichte 12 (1989), H. 66, S. 4–12.

    Gottfried Möllenstedt, Zum 90. Geburtstag von Manfred von Ardenne, in: Optik 105 (1997), H. 4, S. 137 f.

    Peter Nötzold/Bernd-Rainer Barth, Art. „Ardenne, Baron Manfred von“, in: Helmut Müller-Engbergs/Jan Wielgohs/Dieter Hoffmann (Hg.), Wer war wer in der DDR? Ein biographisches Lexikon, 2000, S. 28 f. (Onlineressource)

    Gerhard Barkleit, Akteur im Ausnahmezustand. Manfred von Ardenne und das Konzept der Mehrschritt-Therapien, in: Dresdener Beiträge zur Geschichte der Technikwissenschaften 30 (2005), S. 31–60.

    Gerhard Barkleit, Art. „Ardenne, Manfred von“, in: Kurt Jäger/Friedrich Heilbronner (Hg.), Lexikon der Elektrotechniker, 22010, S. 24 f.

    Horst Kant, Die radioaktive Forschung am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie von den Anfängen bis zum deutschen Uranprojekt, in: ders./Carsten Reinhardt (Hg.), 100 Jahre Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Institut für Chemie (Otto-Hahn-Institut), 2012, S. 53–99.

    Staff IEEE History Center, Proceedings of the IEEE Through 100 Years. 1930–1939, in: Proceedings of the IEEE 100 (2012), H. 4, S. 1004–1010. (Onlineressource)

    Heinz Wollenhaupt, Manfred von Ardenne (1907 bis 1997). Erfinder, Wissenschaftler und erfolgreicher Unternehmer und seine Beziehungen zu Backnang, in: Backnanger Jahrbuch 16 (2023), S. 135–146.

    Fotografien, 1930–1990, Digitales Bildarchiv des Bundesarchivs.

    Gemälde (Öl/Leinwand) v. Gerda Lepke (geb. 1939), 1980/81, Galerie Neue Meister, Albertinum, Dresden. (Onlineressource)

    Gemälde (Öl/Leinwand) v. Wilhelm Rudolph (1889–1982), 1969, Deutsche Fotothek. (Onlineressource)

  • Autor/in

    Wolfgang Mathis (Wolfenbüttel)

  • Zitierweise

    Mathis, Wolfgang, „Ardenne, Manfred von“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.01.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd11850388X.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA