Bollnow, Otto Friedrich

Lebensdaten
1903 – 1991
Geburtsort
Stettin (Pommern, heute Szczecin, Polen)
Sterbeort
Tübingen
Beruf/Funktion
Philosoph ; Pädagoge ; Physiker ; Pädagoge ; Hochschullehrer
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118513079 | OGND | VIAF: 100184362
Namensvarianten

  • Bollnow, Otto Friedrich Karl Julius
  • Bollnow, Otto Friedrich
  • Bollnow, Otto Friedrich Karl Julius
  • Bollnow, Otto-Friedrich
  • Bol'nov, Otto Fridrich
  • Bollnow, Otto Fr.
  • Bollnow, Otto F.
  • Bollnow, O. F.
  • Bollnow, O.F.
  • Bollnow, Friedrich Otto
  • Bollnow, Friedrich
  • Borunō, O. F.
  • Borunō
  • Borunō, O.F.
  • Borunoo, O. F.
  • Borunoo
  • Borunoo, O.F.
  • ボルノウ, O. F.
  • ボルノー, オットー・フリードリッ
  • Bollnow, Otto Friedrich Carl Julius

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Zitierweise

Bollnow, Otto Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118513079.html [09.02.2026].

CC0

  • Bollnow, Otto Friedrich Karl Julius

    1903 – 1991

    Philosoph, Pädagoge, Physiker

    Otto Friedrich Bollnow war ein einflussreicher akademischer Lehrer und Autor zahlreicher, vielfach in andere Sprachen übersetzter Publikationen. Für ihn waren Fragen der Erziehung philosophische Fragen, weil sich in ihnen das menschliche Leben in seinen Bindungen und Gefährdungen erkennen, formen und übersteigen könne. Hierin sah Bollnow das zentrale Thema seines Schaffens und entwickelte vor diesem Hintergrund eine weithin wirkende Pädagogische Philosophie.

    Lebensdaten

    Geboren am 14. März 1903 in Stettin (Pommern, heute Szczecin, Polen)
    Gestorben am 7. Februar 1991 in Tübingen
    Grabstätte Friedhof in Tübingen-Lustnau
    Konfession evangelisch
  • 14. März 1903 - Stettin (Pommern, heute Szczecin, Polen)

    1912 - 1921 - Stettin (Pommern, heute Szczecin, Polen); seit 1941 Anklam (Vorpommern)

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    Gymnasium

    1921 - 1925 - Berlin-Charlottenburg; seit Winter 1921 Berlin; seit 1923 Greifswald; seit 1924 Göttingen

    Studium der Architektur (Sommersemester 1921) sowie der Mathematik und Physik

    Technische Hochschule; seit Winter 1921 Universität

    29.7.1925 - Göttingen

    Promotion (Dr. phil.)

    Universität

    11.1.1926 - 26.3.1926 - Oberhambach bei Heppenheim

    Oberlehrer (vertretungsweise)

    Odenwaldschule

    1925 - 1927 - Göttingen

    Studium der Philosophie und Pädagogik (Abschluss: Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Höheren Schulen)

    Universität

    1927 - 15.7.1931 - Göttingen

    wissenschaftlicher Assistent; Habilitation für Philosophie und Pädagogik

    Universität

    1931 - 1938 - Göttingen

    wissenschaftlicher Assistent und Privatdozent für Philosophie und Pädagogik

    Universität

    1938 - 1945

    Mitglied

    SA

    1938 - 1943 - Gießen

    Vertretungsprofessor; seit 1939 ordentlicher Professor für Psychologie und Pädagogik

    Universität

    1940 - 1945

    Mitglied

    NSDAP

    1943 - 1944 - Jüterbog (Brandenburg); Zinna (Nordsachsen); Groß-Born (Pommern, heute Borne Sulinowo, Polen); Oberpfaffenhofen bei München

    Kriegsdienst (Gefreiter)

    Kraftfahrer; Beobachtende Artillerie; Flugfunk-Forschungsinstitut

    1944 - 1945 - Gießen; zeitweise ausgelagert nach Eibach bei Dillenburg

    Physiker (dienstverpflichtet)

    Institut für theoretische Physik der Universität

    1945 - 1946 - Kiel

    Vertretungsprofessor für Philosophie

    Universität

    1946 - 1953 - Mainz

    ordentlicher Professor für Philosophie

    Universität

    1953 - 1970 - Tübingen

    ordentlicher Professor für Philosophie und Pädagogik

    Universität

    7. Februar 1991 - Tübingen

    Jugend- und Studienjahre

    Nach dem Abitur am Gymnasium in Anklam (Vorpommern) 1921 studierte Bollnow Mathematik und Physik in Berlin, seit 1923 in Greifswald und seit 1924 in Göttingen. Hier wurde er 1925 mit einer Arbeit über die Gittertheorie der Kristalle bei Max Born (1882–1970) zum Dr. phil. promoviert. Die Jugendbewegung (Mitglied des Alt-Wandervogels und der Studentenverbindung St. Georg) und Vorlesungen bei Eduard Spranger (1882–1963) prägten Bollnow. Bestärkt durch einen zwischenzeitlichen Aufenthalt an der Odenwaldschule in Oberhambach bei Heppenheim 1926, wo er Paul Geheeb (1870–1961) und Martin Wagenschein (1896–1988) kennenlernte, wandte er sich seit 1925 an der Universität Göttingen, v. a. bei Georg Misch (1878–1965) und Herman Nohl (1879–1960), der Philosophie und Pädagogik zu und habilitierte sich dort 1931 in diesen Disziplinen mit einer Schrift über Friedrich Heinrich Jacobi (1743–1819).

    Heideggers Impuls, Heidegger-Kritik und Nationalsozialismus

    Beeindruckt von Martin Heideggers (1889–1976) „Sein und Zeit“ (1927) hatte Bollnow Göttingen 1928 für drei Semester verlassen, um dessen Vorlesungen an den Universitäten in Marburg an der Lahn und Freiburg im Breisgau zu hören. In der Davoser Disputation zwischen Heidegger und Ernst Cassirer (1874–1945) war er 1929 einer der Protokollanten. Zwar erkannte Bollnow die systematische Kraft und Radikalität, in der durch die ontisch-ontologische Differenz hindurch bei Heidegger nach dem Sinn von Sein gefragt wird. Gleichwohl wurde er (schon 1933 in seinem Habilitationsvortrag) zum Kritiker Heideggers, weil ihm die Auszeichnung der Sorgestruktur des Daseins als seines eigentlichen Wesens logisch und sachlich fragwürdig erschien: als Hervorhebung eines Modus der Existenz, dem gegenüber alle anderen als uneigentlich erscheinen. Im Gegensatz zu Heidegger wandte sich Bollnow konkreten Lebensphänomenen zu, ohne sie auf einen Dualismus von „Wesen“ und (Ver-)Fall zu reduzieren, aber auch nicht ohne das Fordernde an ihnen zu zeigen. Die Rückkehr nach Göttingen 1929 besiegelte die Distanz zu Heidegger, dessen Pathos der heroischen Entschlossenheit Bollnow fremd blieb.

    Am 11. November 1933 gehörte Bollnow zu den Unterzeichnern des „Bekenntnisses der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat“. Er trat um 1933 dem Kampfbund für deutsche Kultur, 1934 dem NS-Lehrerbund und 1938 der SA bei und war seit 1940 Mitglied der NSDAP. Weder seine Publikationen und Vorlesungsthemen der Jahre von 1933 bis 1945 noch die Stellungnahmen in Berufungsverfahren, die ihn politisch uninteressiert oder unzuverlässig nennen, weisen ihn als überzeugten Parteigänger des Regimes aus. Bollnow erkannte in der „nationalen Revolution“ Bestrebungen, die dem lebensphilosophischen Impuls naheständen. 2019 erstellte der Historiker Paul Kahl (geb. 1975) im Auftrag der Otto-Friedrich-Bollnow-Gesellschaft ein Gutachten, in dem Bollnows Haltung in der NS-Zeit differenziert untersucht wurde.

    Stationen des akademischen Lebens

    Nach Jahren der Tätigkeit als Nohls Assistent und als Privatdozent erhielt Bollnow 1938 eine Vertretungsprofessur für Psychologie und Pädagogik an der Universität Gießen, wo sein Werk „Das Wesen der Stimmungen“ (1941) entstand und er den Plan zu einer vierbändigen Geschichte der Pädagogik entwickelte, von der nur ein Band (1952) und kleinere Arbeiten realisiert wurden. Nach Kriegsdienst 1943/44 und einer Tätigkeit als Physiker am Institut für theoretische Physik der Universität Gießen übernahm Bollnow 1945 für ein Semester eine Vertretungsprofessur an der Universität Kiel und folgte 1946 einem Ruf an die neu gegründete Universität Mainz. 1953 wechselte er als Sprangers Nachfolger auf den Lehrstuhl für Philosophie und Pädagogik in Tübingen, wo er zum Lehrer u. a. für Klaus Giel (1927–2023), Werner Loch (1928–2010), Frithjof Rodi (1930–2025) und Friedrich Kümmel (1933–2021) wurde und weit über die Emeritierung 1970 hinaus lehrte.

    Themen und Einsätze seiner Philosophie und Pädagogik

    Bollnows Werk ist ein Versuch, die Lebensphilosophie mit dem Geist der Aufklärung in einer hermeneutischen Philosophie zusammenzuführen, die ethisch, aber nicht normativ orientiert ist. An jedem gegebenen Phänomen könne durch Analyse und Beschreibung sein „Sitz im Leben“ herausgearbeitet und gezeigt werden, wie es in das Lebensverständnis im Ganzen integriert und zugleich einer besonneneren Lebensführung überliefert werden kann. „Können“ wurde zum Grundbegriff seiner Philosophie. Es könne seiner Unverbürgtheit in einer „Natur“ nur durch das Üben abgerungen werden. Erst in diesem Ausmessen seiner Möglichkeit könne das menschliche Leben Formen finden, in denen es sich vorbehaltlos bejahen kann.

    In diesem pädagogischen Einsatz, der vorgefundenes In-der-Welt-Sein in das Können-Sein steigern will, sind Bollnows Schriften gehalten, etwa „Einfache Sittlichkeit“ (1947), „Wesen und Wandel der Tugenden“ (1958), „Mensch und Raum“ (1963) zum Wohnen-Können und zur Räumlichkeit, „Pädagogische Atmosphäre“ (1964), „Sprache und Erziehung“ (1966), „Krise und neuer Anfang“ (1966) über Krisen im Lebenslauf, „Philosophie der Erkenntnis“ (2 T., 1970/75), „Das Verhältnis zur Zeit“ (1972) und „Vom Haus-halten“ (1976) zur Ökonomik.

    Im Richtungsstreit von Erziehungswissenschaft versus Pädagogik wird Bollnow eher der geisteswissenschaftlichen Tendenz zugerechnet, wenngleich er sich weniger der Auslegung der klassischen Bildungstheorie und kanonischer Texte als vielmehr der Deutung alltäglicher Erziehungsphänomene in anthropologischer Absicht zuwandte. Kritisch hinterfragt wurde z. B. von Klaus Prange (1939–2019), ob er die gesellschaftlich-politischen Bedingungen genug berücksichtigt habe. Gegenüber empirisch vorgehenden Erziehungswissenschaftlern wie Wolfgang Brezinka (1928–2020) berief sich Bollnow auf einen gehaltvollen Begriff von Erfahrung, demzufolge diese Erwartungen und Gewohnheiten durchkreuze und unterbreche. Erfahrungen in diesem Sinn, wie sie die Erziehung selbst bereitet, auf die sie reagieren muss und in denen sie ihr Scheitern realisiert, widmete er intensive Betrachtungen in „Existenzphilosophie und Pädagogik“ (1959).

    Rezeption

    In den ersten Jahrzehnten der Nachkriegszeit erreichte Bollnow auch über die Wissenschaft hinaus zahlreiche Leserinnen und Leser, was ihm z. B. von Theodor W. Adorno (1903–1969) als banale Anpassung an den Zeitgeist zum Vorwurf gemacht wurde. Gleichwohl brachten seine Werke den Weltbegriff der Philosophie wieder zur Geltung, sodass ihre Impulse bis heute auch in anderen Fachbereichen wie der Architektur, Medizin, Psychiatrie und Geografie aufgenommen werden. Bollnow gilt in den internationalen zeitgenössischen Geistes- und Sozialwissenschaften als Anreger des Spatial Turn. Auch in anderen Teilgebieten der philosophischen und pädagogischen Forschung (Emotionen, Lebenskunst) ist seine Rezeption nicht abgebrochen. Bollnows späte Texte zum Naturverhältnis („Der Mensch und die Natur als pädagogisches Problem“ 1988) und „Studien zur hermeneutischen Logik“ (1983), die den Primat der Aussage bestreiten und sie durch die Aufdeckung ästhetischer und dialogischer Dimensionen erweitern wollten, fanden jedoch wenig Resonanz.

    In Korea und Japan, die Bollnow mehrmals zwischen 1966 und 1986 länger bereiste, wird er bis heute hoch geschätzt. Einige seiner Schriften erschienen zuerst in koreanischer und japanischer Übersetzung und führten Hörer zu seinen Vorlesungen nach Tübingen. Zeugnis dieser interkulturellen Begegnung ist Bollnows Buch „Vom Geist des Übens“ (1978).

    1949 Ehrenmitglied der Nationalen Universitäten der Republik Argentinien
    1964–1970 Vorstand (bis 1968 Vorsitzender) der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft
    um 1973 Dr. h. c., Universität Tamagawa, Tokio
    1975 Dr. h. c., Universität Strasbourg
    1980 Kulturpreis der Deutschen Freimaurer
    1985 Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
    1986 Orden der aufgehenden Sonne am Halsband, Goldene Strahlen, Japan
    2004 Otto Friedrich Bollnow-Gesellschaft e. V. (weiterführende Informationen)

    Nachlass:

    Otto Friedrich Bollnow-Gesellschaft e. V., Tübingen. (unveröffentlichte Dokumente, Kopien der Akten des Bundesarchivs Berlin 1933–1945, BArch R 4901/13 259) (weiterführende Informationen)

    Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Cod. Ms. G. Misch 94. (15 Briefe Bollnows an Georg Misch, 1928–1965)

    Gedruckte Quellen:

    Otto Friedrich Bollnow, in: Pädagogik in Selbstdarstellungen, hg. v. Ludwig J. Pongratz, 1975, S. 95–144.

    Otto Friedrich Bollnow im Gespräch mit Klaus Giel mit anschließendem Rundgespräch; in: Kontinuität und Traditionsbrüche in der Pädagogik, im Auftrag des Comenius-Instituts hg. v. Hans Bernhard Kaufmann, 1987, S. 24–47.

    Zur Gittertheorie der Kristalle des Titanoxyds, Rutil und Anatas, in: Zeitschrift für Physik 33 (1925), S. 741–759. (Diss. phil.)

    Die Lebensphilosophie F. H. Jacobis, 1933, ²1966. (Habilitationsschrift)

    Dilthey. Eine Einführung in seine Philosophie, 1936, ⁴1980.

    Das Wesen der Stimmungen, 1941, ⁸1995 nach der 3. durchges. u. erw. Aufl. 1956, franz. 1953.

    Existenzphilosophie, in: Nicolai Hartmann (Hg.), Systematische Philosophie, 1942, S. 313–430, ⁹1984 nach der 4. erw. Aufl. 1955.

    Die Ehrfurcht, 1947, ²1958.

    Einfache Sittlichkeit. Kleine philosophische Aufsätze 1947, ⁴1968.

    Rilke, 1951, 21956, span. 1963.

    Die Pädagogik der deutschen Romantik. Von Arndt bis Fröbel (Geschichte der Pädagogik, Bd. 4), 1952, 31977.

    Neue Geborgenheit. Das Problem einer Überwindung des Existentialismus, 1955, ⁴1979, niederl. 1967.

    Die Lebensphilosophie, 1958.

    Wesen und Wandel der Tugenden, 1958, span. 1960.

    Existenzphilosophie und Pädagogik. Versuch über unstetige Formen der Erziehung, 1959, ⁶1984 nach der 5. durchges. Aufl. 1977, norweg. 1969.

    Maß und Vermessenheit des Menschen. Philosophische Aufsätze. Neue Folge, 1962.

    Mensch und Raum, 1963, ⁷1994.

    Die pädagogische Atmosphäre. Untersuchungen über die gefühlsmäßigen zwischenmenschlichen Voraussetzungen der Erziehung, 1964, ⁴1970, engl. 1989.

    Die Macht des Wortes. Sprachphilosophische Überlegungen aus pädagogischer Perspektive, 1964, ³1971.

    Französischer Existentialismus, 1965.

    Die anthropologische Betrachtungsweise in der Pädagogik, 1965, ³1975.

    Krise und neuer Anfang. Beiträge zur pädagogischen Anthropologie, 1966, engl. 1989.

    Sprache und Erziehung, 1966, ³1979, span. 1974.

    Philosophie der Erkenntnis, 2 T., 1970/75, T. 1 ²1981, korean. 1981, span. 2001; T. 2 korean. 1981.

    Anthropologische Pädagogik, 1971, 31983, neugriech. 1986.

    Das Verhältnis zur Zeit. Ein Beitrag zur pädagogischen Anthropologie, 1972, neugriech. 1996.

    Vom Geist des Übens. Eine Rückbesinnung auf elementare didaktische Erfahrungen, 1978, 31991, neugriech. 1993.

    Die Ehrfurcht vor dem Leben. Erläutert v. K. Suzuki, 1979.

    Über die Tugenden des Erziehers. Sammelband in Japan gehaltener Vorträge, 1982.

    Studien zur Hermeneutik, 2 Bde., 1982/83.

    Zwischen Philosophie und Pädagogik. Vorträge und Aufsätze, 1988.

    Studienausgabe:

    Otto Friedrich Bollnow, Schriften. Studienausg. in 12 Bdn., hg. v. Ursula Boelhauve/Gudrun Kühne-Bertram/Hans-Ulrich Lessing/Frithjof Rodi, 2009–2021.

    Aufsätze und Beiträge:

    Über Heideggers Verhältnis zu Kant (Habilitationsvortrag), in: Neue Jahrbücher (1933), Drittes Heft, S. 222–231.

    Vom Haus-Halten (1976), in: Reflektierte Schulpraxis. Versuche, Materialien, Diskussion zur Unterrichtsvorbereitung (Loseblattwerk ohne Paginierung), hg. v. R. Ebinger/Klaus Giel/W. Popp/H. Schaal, 1978.

    Der Mensch und die Natur als pädagogisches Problem, in: Richard Brinkmann (Hg.), Natur in den Geisteswissenschaften I. Erstes Blaubeurer Symposion vom 23. bis 26. September 1987, 1988, S. 75–88.

    Herausgeberschaften:

    Otto Friedrich Bollnow/Frithjof Rodi (Hg.), Wilhelm Dilthey, Gesammelte Schriften, Bd. 10, 1935, ⁴1986.

    Erziehung und Leben. Vier Beiträge zur pädagogischen Bewegung des frühen 20. Jahrhunderts von K. H. Günther, H. Roche, K. Mohr, A. Stenzel, 1960.

    Neue Aspekte der Reformpädagogik. Studien zur Anthropologie und Pädagogik bei Kerschensteiner, Dewey und Montessori von Th. Hagemaier, W. Correll, B. v. Veen-Bosse, 1964, ²1968.

    Sprache und Erziehung. Bericht über die Arbeitstagung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft vom 7. bis 10. April 1968 in Göttingen, 1968.

    Erziehung in anthropologischer Sicht. Mit Beiträgen von O. F. Bollnow, G. Bräuer, K. Giel, E. Heller, F. Kümmel, W. Loch, F. Loser, W. Maier, H. Schaal, A. Stenzel, 1969.

    Otto Friedrich Bollnow/Frithjof Rodi (Hg.), Herman Nohl. Die deutsche Bewegung. Vorlesungen und Aufsätze zur Geistesgeschichte von 1770–1830, 1970.

    Otto Friedrich Bollnow/Gottfried Bräuer (Hg.), Eduard Spranger. Gesammelte Schriften, Bd. 2, 1973.

    Dilthey-Jahrbuch für Philosophie und Geschichte der Geisteswissenschaften, Bd. 1–7, 1983–1991. (Mitherausgeber)

    Bibliografien:

    Dino Larese, Otto Friedrich Bollnow. Eine Lebensskizze, 1975, S. 25–59.

    Hans-Peter Göbbeler/Hans-Ulrich Lessing (Hg.), Otto Friedrich Bollnow im Gespräch. Mit einem Vorw. v. Frithjof Rodi, 1983, S. 91–264. (Onlineressource)

    Ursula Boelhauve, in: Verstehende Pädagogik. Die pädagogische Theorie Otto Friedrich Bollnows aus hermeneutischer, anthropologischer und ethischer Sicht im Kontext seiner Philosophie. Mit einer Bibliographie der deutschsprachigen Schriften O. F. Bollnows, 1997, S. 465–515.

    Hideakira Okamoto, Studie über die pädagogische Anthropologie O. F. Bollnows mit seinen Schülern, 1971.

    Ursula Boelhauve, Verstehende Pädagogik. Die pädagogische Theorie Otto Friedrich Bollnows aus hermeneutischer, anthropologischer und ethischer Sicht im Kontext seiner Philosophie. Mit einer Bibliographie der deutschsprachigen Schriften O. F. Bollnows, 1997.

    Friedrich Kümmel (Hg.), O. F. Bollnow. Hermeneutische Philosophie und Pädagogik, 1997.

    Christian Tilitzki, Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich, 2002, v. a. S. 698–705.

    Ralf Koerrenz, Otto Friedrich Bollnow. Ein pädagogisches Porträt, 2004.

    Klaus Prange, Otto Friedrich Bollnow. Die anthropologische Betrachtungsweise in der Pädagogik, in: ders., Schlüsselwerke der Pädagogik, Bd. 2, 2009, S. 179–189.

    Friedrich Kümmel (Hg.), Otto Friedrich Bollnow. Rezeption und Forschungsperspektiven, 2010.

    Festschriften:

    Johannes Schwartländer (Hg.), Verstehen und Vertrauen. Otto Friedrich Bollnow zum 65. Geburtstag, 1968.

    Johannes Schwartländer (Hg.), Die Verantwortung der Vernunft in einer friedlosen Welt. Philosophisch-Pädagogisches Kolloquium aus Anlass des 80. Geburtstages von Otto Friedrich Bollnow. 1983.

  • Autor/in

    Reinhard Müller (Ostfildern)

  • Zitierweise

    Müller, Reinhard, „Bollnow, Otto Friedrich“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.01.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118513079.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA