Dinter, Artur

Lebensdaten
1876 – 1948
Geburtsort
Mühlhausen (Elsass, heute Mulhouse, Département Haut-Rhin, Frankreich)
Sterbeort
Offenburg
Beruf/Funktion
Schriftsteller ; NS-Funktionär ; NSDAP-Gauleiter ; Politiker ; Nationalsozialist ; Chemiker ; Theaterregisseur ; Verleger ; Regisseur ; Dramatiker
Konfession
unbekannt
Normdaten
GND: 116137878 | GND-Explorer | OGND | VIAF
Namensvarianten

  • Dinter, Arthur
  • Dinter, Artur
  • Dinter, Arthur
  • Dinther, Artur
  • Dinther, Arthur

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Zitierweise

Dinter, Artur, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd116137878.html#indexcontent [10.07.2026].

CC0

  • Dinter, Artur (eigentlich Arthur Dinter)

    1876 – 1948

    Schriftsteller, NS-Funktionär, NSDAP-Gauleiter

    Durch seinen Bestseller „Die Sünde wider das Blut“ (1918) und seine Agitationstätigkeit für den Deutschvölkischen Schutz- und Trutz-Bund war Artur Dinter einer der einflussreichsten völkischen Autoren der 1920er Jahre. Von Adolf Hitler (1889–1945) zunächst hochgeschätzt, amtierte Dinter seit 1925 als NSDAP-Gauleiter in Thüringen, ehe seine völkisch-religiösen Umtriebe als Führer der Geistchristlichen Religionsgemeinschaft 1927 zum Bruch mit Hitler führten. 1928 wurde Dinter aus der NSDAP, 1939 aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen.

    Lebensdaten

    Geboren am 27. Juni 1876 in Mühlhausen (Elsass, heute Mulhouse, Département Haut-Rhin, Frankreich)
    Gestorben am 21. Mai 1948 in Offenburg
    Konfession römisch-katholisch; seit Februar 1931 konfessionslos
    Artur Dinter, BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Hoffmann (InC)
    Artur Dinter, BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Hoffmann (InC)
  • 27. Juni 1876 - Mühlhausen (Elsass, heute Mulhouse, Département Haut-Rhin, Frankreich)

    1882 - ca. 1886 - Felleringen (Elsass, heute Fellering, Département Haut-Rhin, Frankreich); Benfeld (Elsass, heute Département Bas-Rhin, Frankreich)

    Schulbesuch

    Volksschule; Bürgerschule

    ca. 1886 - 1895 - Mühlhausen (Elsass, heute Mulhouse, Département Haut-Rhin, Frankreich); Saargemünd (Lothringen, heute Sarreguemines, Département Moselle, Frankreich)

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    humanistisches Gymnasium

    1895 - 1896 - Saargemünd

    einjährig-freiwilliger Militärdienst

    Lothringisches Infanterie-Regiment Nr. 130

    Herbst 1896 - 1902 - München; seit Herbst 1897 Straßburg (Elsass, heute Strasbourg, Frankreich)

    Studium der Naturwissenschaften, Philosophie und des Ingenieurwesens (Schwerpunktfach Chemie) (Abschluss: Staatsexamen als Oberlehrer)

    Universität

    Frühjahr 1900 - Oktober 1902 - Straßburg

    Vorlesungsassistent

    Chemisches Institut der Universität

    1902 - Straßburg

    Promotion (Dr. phil. et rer. nat.)

    Universität

    1903 - 1904 - Straßburg

    Direktor

    Botanische Schulgärten

    1904 - 1904 - Konstantinopel (heute Istanbul)

    Oberlehrer

    Deutsche Schule

    1904 - 1905 - Kleinasien; Europa

    Reise

    1905 - 1906 - Tann (Elsass, heute Thann, Département Haut-Rhin, Frankreich)

    Direktor

    Theater

    1906 - 1907 - Rostock

    Regisseur; Dramaturg

    Stadttheater

    1907 - 1908 - Charlottenburg bei Berlin

    Regisseur

    Schillertheater

    1908 - 1917

    Mitgründer; Mitglied; Ausschluss

    Verband Deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten

    1909 - Juni 1914 - Berlin

    Direktor; Entlassung

    Verlag Deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten

    vor 1914

    Mitglied

    Alldeutscher Verband

    August 1914 - 1916 - Westfront

    Kriegsdienst; Verwundung; Erkrankung

    4. Lothringisches Infanterie-Regiment Nr. 136

    seit 1917 - Dörrberg (heute Gräfenroda, Ilm-Kreis); Weimar

    freier Schriftsteller

    Landhaus Waldruh

    1918 - 1918 - Westfront

    Kriegsdienst (zuletzt Hauptmann); Erkrankung

    1919 - 1922

    Mitgründer; Vorstandsmitglied

    Deutscher (seit Oktober 1919 Deutschvölkischer) Schutz- und Trutz-Bund

    Dezember 1922 - Dezember 1924

    Mitgründer; Mitglied; Ausschluss aufgrund des Engagements für die NSDAP

    Deutschvölkische Freiheitspartei

    Februar 1924 - Dezember 1929 - Erfurt

    Abgeordneter des Völkisch-Sozialen Blocks (Wahlbündnis, bis Sommer 1924 Fraktionsvorsitzender); seit 1925 Abgeordneter der NSDAP

    Thüringer Landtag

    17.4.1925 - 11.10.1928

    Mitglied; Parteiausschluss

    NSDAP

    März 1925 - September 1927 - Gau Thüringen

    Gauleiter; Absetzung auf Weisung Adolf Hitlers (1889–1945)

    NSDAP

    November 1927 - Mai 1937 - Nürnberg; seit 1931 Dörrberg

    Gründer; Leiter

    Geistchristliche Religionsgemeinschaft. Kampfbund zur Vollendung der Reformation e. V. (seit Ende 1933 Deutsche Volkskirche e. V.)

    April 1933

    Antrag auf Wiederaufnahme (abgelehnt)

    NSDAP

    Juni 1937

    Gnadengesuch zur Wiederaufnahme (abgelehnt)

    NSDAP

    1937 - Zell am Harmersbach bei Offenburg

    Übersiedlung; Rückzug aus der Öffentlichkeit

    1939

    Ausschluss

    Reichsschrifttumskammer

    1945 - 1947 - Offenburg

    Entnazifizierungsverfahren; Verurteilung zu 1000 Reichsmark Geldstrafe

    Spruchkammer

    21. Mai 1948 - Offenburg

    alternativer text
    Artur Dinter (rechts), BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Hoffmann (InC)

    Nach dem Abitur am humanistischen Gymnasium in Saargemünd (Lothringen, heute Sarreguemines, Département Moselle, Frankreich) studierte Dinter seit Herbst 1896 Naturwissenschaften, Philosophie und Ingenieurwesen an der Universität München. Unter Adolf von Baeyers (1835–1917) Einfluss konzentrierte er sich auf das Fach Chemie und wechselte im Herbst 1897 an die Universität Straßburg (Elsass, heute Strasbourg, Frankreich), wo er u. a. bei Friedrich Rose (1839–1925), Johannes Thiele (1865–1918) und v. a. Rudolph Fittig (1835–1910) hörte. 1897 veröffentlichte Dinter den bis 1921 mehrfach aufgelegten Briefroman „Jugenddrängen“ und arbeitete seit 1900 als Vorlesungsassistent am Chemischen Institut der Universität Straßburg, an der er 1902 zum Dr. phil. et rer. nat. promoviert wurde.

    Anschließend als Direktor der Botanischen Schulgärten in Straßburg sowie als Lehrer einer deutschen Schule in Konstantinopel (heute Istanbul) tätig, arbeitete Dinter 1905/06 als Theaterdirektor in Tann (Elsass, heute Thann, Département Haut-Rhin, Frankreich) und wirkte danach bis 1908 als Regisseur am Stadttheater Rostock sowie am Schillertheater in Charlottenburg bei Berlin. 1906 veröffentlichte er mit der Komödie „Die Schmuggler“ sein erstes Bühnenwerk, das u. a. in Bielefeld, Halle an der Saale, Köln und Lübeck inszeniert wurde. Er trat in dieser Zeit mit den antisemitischen Schriftstellern Adolf Bartels (1862–1945) und Friedrich Lienhard (1865–1929) in Verbindung. 1908 zählte Dinter mit Max Dreyer (1862–1946) und Heinrich Lilienfein (1879–1952) zu den Gründern des Verbands deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten (VDB) und war seit 1909 Direktor des verbandseigenen Verlags in Berlin. Im Juni 1914 verlor er diesen Posten, nachdem er die Aufführung eines Theaterstücks unter der Regie Max Reinhardts (1873–1943) durch eine antisemitische Rede gestört hatte; 1917 folgte sein Ausschluss aus dem VDB.

    Seit August 1914 leistete Dinter als Oberleutnant der Reserve Kriegsdienst an der Westfront, wurde 1914 in den Vogesen verwundet, erkrankte 1915 an Cholera und schied 1916 aus dem Militärdienst aus. Sein Denken wurde in dieser Zeit stark durch Houston Stewart Chamberlain (1855–1927) beeinflusst. 1917 ließ sich Dinter als freier Schriftsteller in einem Landhaus nahe Dörrberg (heute Gräfenroda, Ilm-Kreis) nieder und veröffentlichte den Roman „Die Sünde wider das Blut“ (1918), der ihn deutschlandweit bekannt machte. In dem z. T. autobiografischen, von pseudowissenschaftlichen Einlassungen durchzogenen Werk enthüllt der Protagonist („Hermann Kämpfer“) eine Verschwörung jüdischer Männer mit dem Ziel, die biologischen Grundlagen des deutschen Volks durch gezielte Sexualkontakte mit „arischen“ Frauen zu zersetzen; deren Erbsubstanz werde, so das zentrale Theorem, schon durch einen einzigen Geschlechtsverkehr mit Juden irreversibel geschädigt (Imprägnationstheorie). Diese maßgeblich von Dinter popularisierte Vorstellung wurde fester Bestandteil der NS-Ideologie, u. a. von Julius Streicher (1885–1946) sowie von Adolf Hitler (1889–1945) in „Mein Kampf“ (2 Bde., 1925/26) rezipiert und diente 1935 als eine Legitimationsgrundlage für das „Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ im Rahmen der Nürnberger Gesetze.

    Die etablierte Literaturkritik der Weimarer Republik ignorierte „Die Sünde wider das Blut“ weitgehend, während bildungsbürgerliche Leser, u. a. Thomas Mann (1875–1955) und Joseph Roth (1894–1939), auf das Werk scharf ablehnend bzw. höhnisch reagierten; 1921 veröffentlichte Hans Reimann (1889–1969) eine satirische Replik u. d. T. „Die Dinte wider das Blut. Ein Zeitroman, 39. wildgewordene und vermasselte Auflage“. Dessen ungeachtet fand Dinters Roman v. a. im mittleren und unteren Bürgertum bis 1922 mit rund 200 000 verkauften Exemplaren große Verbreitung. Dinters nachfolgende Romane „Die Sünde wider den Geist“ (1921) und „Die Sünde wider die Liebe“ (1922) hatten keinen vergleichbaren Erfolg.

    1919 war Dinter Gründungsmitglied und bis 1922 einer der prominentesten Agitatoren des Deutschen (seit Oktober 1919 Deutschvölkischen) Schutz- und Trutz-Bunds. Ende 1922 beteiligte er sich an der Gründung der Deutschvölkischen Freiheitspartei und zog im Februar 1924 als Fraktionsvorsitzender des Wahlbündnisses Völkisch-Sozialer Block in den Thüringer Landtag ein. Im April 1925 trat er der NSDAP bei und wurde auf Weisung Hitlers, dem er 1923 erstmals begegnet war, Gauleiter in Thüringen. In dieser Funktion setzte Dinter, dem die (partei-)politische Arbeit fremd blieb, kaum Impulse. Stattdessen fokussierte er sich auf sein zentrales ideologisches Anliegen: die Etablierung eines von jüdischen Traditionen „gereinigten“ Christentums. Hierzu veröffentlichte er 1926 das Buch „179 Thesen zur Vollendung der Reformation“ und gründete im November 1927 die Geistchristliche Religionsgemeinschaft. Als deren Führungsfigur agitierte Dinter gegen die etablierten christlichen Kirchen und vertrat den bereits im Kaiserreich v. a. von Paul de Lagarde (1827–1891) und Julius Langbehn (1851–l907) verbreiteten Mythos, Jesus sei kein Jude, sondern „Arier“ gewesen.

    Dinters Aktivitäten führten zu einem scharfen Konflikt mit Hitler, der religiösen Streitigkeiten innerhalb der NSDAP ablehnte und 1927 aus wahltaktischen Motiven Angriffe auf Religionsgemeinschaften grundsätzlich untersagte. Da Dinter dies ignorierte, wurde er im September 1927 von Hitler als Gauleiter abgesetzt und im Oktober 1928 aus der NSDAP ausgeschlossen. In der Folgezeit griff Dinter Hitler wiederholt öffentlich an, konzentrierte sich mit Erfolg auf die Popularisierung der Geistchristlichen Religionsgemeinschaft (seit 1934 Deutsche Volkskirche), die es um 1936 auf rund 300 000 Mitglieder brachte, und positionierte sich im Wahljahr 1932 gegen die NSDAP.

    Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 stand Dinter unter Beobachtung der Gestapo. 1937 wurde die Deutsche Volkskirche auf Weisung Heinrich Himmlers (1900–1945) verboten und ein Gnadengesuch Dinters um Wiederaufnahme in die NSDAP von Hitler abgelehnt. 1939 folgte Dinters Ausschluss aus der Reichsschrifttumskammer. Gesellschaftlich und politisch marginalisiert, zog sich Dinter aus der Öffentlichkeit zurück und arbeitete an einer unvollendet gebliebenen Neufassung seiner erstmals 1923 veröffentlichten, kommentierten Übersetzung der vier Evangelien des Neuen Testaments.

    1915 Eisernes Kreuz II. Klasse

    Nachlass:

    Stanford University, Hoover Institution Library & Archives, Artur Dinter Papers. (weiterführende Informationen)

    Privatbesitz.

    Weitere Archivmaterialien:

    Bundesarchiv, Berlin-Lichterfelde, R 1507 (Reichskommissar für Überwachung der öffentlichen Ordnung); R 9361 (personenbezogene Unterlagen der NSDAP und Reichskulturkammer).

    Kalliope-Verbund, Briefe von Artur Dinter, 1898–1947. (Onlineressource)

    Kalliope-Verbund, Briefe an Artur Dinter, 1912–1924. (Onlineressource)

    Literarische Werke:

    Jugenddrängen. Briefe und Tagebuchblätter eines Jünglings, 1897 (Onlineressource), 31919 u. d. T. Jugenddrängen. Roman eines Jünglings, 41921.

    Die Schmuggler. Elsässische Komödie in vier Akten, [1905].

    Der Dämon. Schauspiel in fünf Akten, [1908].

    Das eiserne Kreuz. Volksstück in fünf Akten, [1913], 31923.

    Die Sünde wider das Blut. Ein Zeitroman, 1918, 161921, Nachdr. 1927, 1929 u. 1934, estn. 1921. (Onlineressource)

    Die Sünde wider den Geist. Ein Zeitroman, 1921. (Onlineressource)

    Die Sünde wider die Liebe. Ein Zeitroman, 1922, Nachdr. 1928.

    Völkisch-religiöse Schriften:

    Lichtstrahlen aus dem Talmud. Offener Brief an den Landes-Rabbiner von Sachsen-Weimar-Eisenach, 1919, 5. erw. Aufl. 1920. (Onlineressource)

    Der Kampf um die Geistlehre, 1921. (Onlineressource)

    179 Thesen zur Vollendung der Reformation. Die Wiederherstellung der reinen Heilandslehre, 1926, engl. 1937.

    Die Entjudung der christlichen Religion. Ziele und Aufgaben der geistchristlichen Reformationsbewegung, 1932.

    Die Beseelung des Deutschen Reiches, [1933].

    War Jesus Jude? Nachweis auf Grund der Geschichte Galiläas, der Zeugnisse der Evangelien und Jesu eigener Lehre, 1934.

    Wie sah Jesus aus? Eine Quellenstudie, 1934.

    Unser Ziel, 1934.

    Politische Schriften:

    Weltkrieg und Schaubühne, 1916.

    Mein Ausschluß aus dem Verbande Deutscher Bühnenschriftsteller, 1917.

    Ursprung, Ziel und Weg der deutschvölkischen Freiheitsbewegung. Das völkisch-soziale Programm, 1924.

    Naturwissenschaftliche Schriften:

    Herbariumschlüssel umfassend die Gefässpflanzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Nach neueren natürlichen Systemen, 1899.

    Die Anlagerung von Ammoniak an die Muconsäure u. [2.] die Oxydation der [Delta]-[Beta]-[Gamma]-Hydromuconsäure, 1902. (Diss. phil. et rer. nat.)

    Herausgeberschaften:

    Albert Borée, „...weil noch das Lämpchen glüht“. Ernstes und Heiters aus dem Bühnenleben, [1910].

    Das Evangelium unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. Nach den Berichten des Johannes, Markus, Lukas und Matthäus im Geiste der Wahrheit, 1923.

    Der Nationalsozialist, 1925–1927. (Wochenzeitung)

    Das Geistchristentum. Monatsschrift zur Vollendung der Reformation durch Wiederherstellung der reinen Heilandslehre, 1928–1933.

    Die Deutsche Volkskirche. Monatsschrift zur Vollendung der Reformation durch Wiederherstellung und Ausbreitung der reinen Lehre Jesu, 1933–1936.

    Die religiöse Revolution. Kampfblatt der Deutschen Volkskirche e. V., 1934–1937.

    Monografien:

    Uwe Lohalm, Völkischer Radikalismus. Die Geschichte des Deutschvölkischen Schutz- und Trutz-Bundes, 1970. (Onlineressource)

    Rodler F. Morris, German Nationalist Fiction and the Jewish Question. 1918–1933, 1979.

    Stefan Rohrbacher/Michael Schmidt, Judenbilder. Kulturgeschichte antijüdischer Mythen und antisemitischer Vorurteile, 1991, bes. S. 376–391.

    Cornelia Essner, Die „Nürnberger Gesetze“ oder die Verwaltung des Rassenwahns. 1933–1945, 2002, bes. S. 32–40, 165 u. 221. (Onlineressource)

    Hubert Beyer, Dr. phil. nat. Artur Dinter. Auch ein Teil der Geschichte Gräfenrodas, 2013. (Qu, P)

    Florian Ulrich Krobb, Streiflichter zur deutsch-jüdischen Literaturgeschichte. Selbstbild – Fremdbild – Dialog, 2018, S. 197–212.

    Aufsätze:

    George M. Kren/Rodler F. Morris, Race and Spirituality. Arthur Dinter’s Theosophical Antisemitism, in: Holocaust and Genocide Studies 6 (1991), S. 233–252.

    James M. Ritchie, Artur Dinters antisemitische Trilogie, in: Fernand Hoffmann/Joseph Kohnen (Hg.), Festschrift für Albert Schneider, 1992, S. 179–194.

    Claudia Witte, Artur Dinter. Die Karriere eines professionellen Antisemiten, in: Barbara Danckwortt (Hg.), Historische Rassismusforschung. Ideologen, Täter, Opfer, 1995, S. 113–151.

    Günter Hartung, Artur Dinter. Erfolgsautor des frühen Nationalsozialismus, in: ders., Deutschfaschistische Literatur und Ästhetik. Gesammelte Studien, 2001, S. 99–124.

    Volker Dotterweich, Von der „Brunnen-“ zur „Rassenvergiftung“. Transformation einer antijüdischen Legende. Zum Beispiel A. Dinter und H. St. Chamberlain, in: ders. (Hg.), Mythen und Legenden in der Geschichte, 2004, S. 203–241.

    Uwe Hirschauer, Arthur Dinter. Der antisemitische Spiritist, in: Rolf Düsterberg (Hg.), Dichter für das „Dritte Reich“. Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie, Bd. 1, 2009, S. 49–73.

    Volker Roelcke, Roman der rassischen Reinheit. „Die Sünde wider das Blut“ von Artur Dinter (1917/1918), in: Dirk van Laak (Hg.), Literatur, die Geschichte schrieb, 2011, S. 165–181.

    Martin Leutzsch, Karrieren des arischen Jesus zwischen 1918 und 1945, in: Uwe Puschner/Clemens Vollnhals (Hg.), Die völkisch-religiöse Bewegung im Nationalsozialismus. Eine Beziehungs- und Konfliktgeschichte, 2012, S. 195–217, bes. S. 195–198.

    Lexikonartikel:

    Andreas Schulz/Matthias Wolfes, Art. „Dinter, Artur“, in: Traugott Bautz (Hg.), Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. 18, 2001, Sp. 350–360.

    Elke Kimmel, Art. „Dinter, Artur“, in: Wolfgang Benz (Hg.), Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Bd. 2/1, 2009, S. 176 f.

    Hermann Weiß, Art. „Dinter, Artur“, in: ders. (Hg.), Biographisches Lexikon zum Dritten Reich, 22011, S. 90–92.

    Fotografie, ca. 1925, Digitales Bildarchiv des Bundesarchivs, Bild 119-1416. (Onlineressource)

    Bronzebüste, ca. 1933, u. Gemälde (Öl/Leinwand), 1943 v. Elsa Pfister-Kaufmann (1893–1955), Abbildungen in: Hubert Beyer, Dr. phil. nat. Artur Dinter. Auch ein Teil der Geschichte Gräfenrodas, 2013, S. 33 u. 9.

  • Autor/in

    Thomas Vordermayer (München)

  • Zitierweise

    Vordermayer, Thomas, „Dinter, Artur“, in: NDB-online, veröffentlicht am 01.07.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd116137878.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA