Lebensdaten
1883 – 1968
Geburtsort
Hittisau (Vorarlberg)
Sterbeort
Götzens bei Innsbruck
Beruf/Funktion
Historiker ; Volkskundler ; Ethnologe
Konfession
römisch-katholisch, 1934–1941 evangelisch, 1941–1945 „gottgläubig“, nach 1945 wieder römisch-katholisch
Normdaten
GND: 119507064 | OGND | VIAF: 89854679
Namensvarianten
  • Helbok, Johann Anton Adolf
  • Pseudonym: Candaries
  • Helbok, Adolf
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Helbok, Adolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119507064.html [18.04.2024].

CC0

  • Geprägt von der Vorarlberger Heimatbewegung, avancierte Adolf Helbok in den 1930er Jahren zu einem einflussreichen, völkisch-rassisch orientierten Kulturwissenschaftler, dessen Arbeiten dazu beitrugen, „Kulturwissen“ für den Nationalsozialismus nutzbar zu machen. Trotz NS-Karriere fand er nach 1945 einen Platz im Wissenschaftsbetrieb der Zweiten Republik und wirkte u. a. am „Österreichischen Volkskundeatlas“ mit.

    Lebensdaten

    Geboren am 2. Februar 1883 in Hittisau (Vorarlberg)
    Gestorben am 29. Mai 1968 in Götzens bei Innsbruck
    Konfession römisch-katholisch, 1934–1941 evangelisch, 1941–1945 „gottgläubig“, nach 1945 wieder römisch-katholisch
  • Lebenslauf

    2. Februar 1883 - Hittisau (Vorarlberg)

    - u. a. Mals (Südtirol); Nauders; Landeck; Reutte (alle Tirol)

    Schulbesuch

    Volksschule

    - 1904 - Feldkirch; Bregenz (beide Vorarlberg)

    Schulbesuch (Abschluss: Matura)

    humanistisches Staatsgymnasium

    Oktober 1904 - Oktober 1905

    Militärdienst (1905 Reserveoffizier des 60. Infanterieregiments Kaschau)

    Tiroler Kaiserjäger

    1904

    Mitglied

    Deutschfreiheitliche Partei

    1905 - 1910 - Innsbruck

    Studium der Geschichtswissenschaft und Klassischen Philologie

    Universität

    1910

    Promotion (Dr. phil.)

    1911 - 1926

    Schriftleiter

    Archiv für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs (seit 1917 Vierteljahresschrift für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs)

    Januar 1911 - April 1912 - Rom

    zwei Studienaufenthalte mit Stipendium des Istituto Austriaco di studi storici

    30.4.1912 - Innsbruck

    Praktikant

    Universitätsbibliothek

    August 1914 - August 1918 - Vorarlberg

    Mitarbeiter

    Klinik für das Rote Kreuz

    30.4.1915 - Innsbruck

    Assistent

    Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek

    7.4.1919 - Innsbruck

    Habilitation für Österreichische Geschichte und allgemeine Wirtschaftsgeschichte

    Universität

    1919 - 1924

    Mitglied der Tiroler Parteileitung

    Großdeutsche Volkspartei Österreichs

    1920 - 1934

    Gründer; Redakteur und Schriftleiter

    Heimat. Volkstümliche Beiträge zu Kultur und Naturkunde Vorarlbergs (seit 1927 mit dem Untertitel Vorarlberger Monatshefte)

    1923 - 1924 - Innsbruck

    Mitarbeiter; seit 31.8.1923 Titularprofessor

    Institut für Siedlungs- und Heimatkunde der Alpenländer der Universität

    31.7.1924 - Innsbruck

    außerordentlicher Professor für Österreichische Geschichte und Wirtschaftsgeschichte (18.9.1924 verbeamtet)

    Universität

    1925 - 1944

    Mitherausgeber

    Volk und Rasse (Zeitschrift)

    1927 - 1928

    vorbereitende Mitarbeit

    Atlas der deutschen Volkskunde (ADV)

    1929 - Innsbruck

    Gründer der Innsbrucker Geschäftsstelle

    ADV

    23.7.1932 - Frühjahr 1933 - Berlin

    wissenschaftlicher Leiter der Zentralstelle

    ADV

    12.4.1933 - 1945

    Mitglied

    NSDAP

    30.1.1934

    Hausdurchsuchung; eintägige Inhaftierung aufgrund des Besuchs einer „Reichsgründungsfeier“

    27.4.1934

    Suspendierung vom akademischen Dienst

    1.6.1934 - Ende Juni 1935

    Beurlaubung gegen Wartegeld

    Juni 1934 - April 1935 - Berlin

    Gastprofessor für Kultur- und Siedlungsgeschichte

    Universität

    April 1935 - Oktober 1935 - Leipzig

    Verwalter des Lehrstuhls für sächsische Geschichte

    Universität

    10.7.1935

    Aberkennung der österreichischen Staatsbürgerschaft

    1.10.1935

    deutscher Staatsbürger

    1.10.1935 - 1941 - Leipzig

    ordentlicher Professor für deutsche Landes- und Volksgeschichte; Leiter

    Institut für deutsche Landes- und Volksgeschichte der Universität

    1.10.1935 - 1938

    Mitglied

    Deutsche Volkskundekommission

    1.8.1937 - Paris

    Leiter der deutschen Delegation

    Congrès International de Folklore

    1.5.1941 - 1.10.1941 - Innsbruck

    Vertreter des Lehrstuhls für Österreichische Geschichte und Wirtschaftsgeschichte

    Deutsche Alpen-Universität

    1.10.1941 - 23.7.1945 - Innsbruck

    ordentlicher Professor für Volkskunde (1945 aufgrund der NSDAP-Mitgliedschaft entlassen)

    Deutsche Alpen-Universität

    1.8.1946

    Versetzung in den dauernden Ruhestand

    30.9.1949

    österreichischer Staatsbürger

    1.12.1949 - Götzens bei Innsbruck

    Einstufung als „minderbelastet“

    Bürgermeisteramt

    1.3.1950

    Pensionierung als außerordentlicher Professor ohne finanzielle Einbußen

    November 1953 - Frühjahr 1959

    Präsident

    Kommission für den Volkskundeatlas in Österreich, hg. unter dem Patronat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

    1961 - 1968

    Präsident der österreichischen Sektion

    Deutsches Kulturwerk Europäischen Geistes

    29. Mai 1968 - Götzens bei Innsbruck
  • Genealogie

    Vater Johann Adolf Helbok gest. 1912 aus bäuerlicher Familie; zuletzt Finanzwache-Oberkommissär und k. u. k. Sektionsleiter des Bezirks Bregenz (Vorarlberg)
    Großvater väterlicherseits N. N. Helbok Bauer und Sticker in Bregenz
    Mutter Friederika (Frieda) Helbok, geb. Wagenhäuser gest. 1927
    Großvater mütterlicherseits N. N. Wagenhäuser Tierarzt in Ottobeuren (Oberschwaben)
    Heirat 28.5.1919 in Bregenz (Abteikapelle des Stiftes Mehrerau)
    Ehefrau Theodora (Dora) Josef(in)a Helbok, geb. Flossmann 4.8.1886–20.9.1966 Hausfrau; seit 12.4.1933 Mitglied der NSDAP
    Schwiegervater Benedikt Floßmann (Flossmann) aus einer Münchner Familie; Gärtner; später Stadtrat von Bregenz
    Kinder keine
    Diese Grafik wurde automatisch erzeugt und bietet nur einen Ausschnitt der Angaben zur Genealogie.

    Helbok, Adolf (1883 – 1968)

    • Vater

      Adolf Helbok

      gest. 1912

      aus bäuerlicher Familie; zuletzt Finanzwache-Oberkommissär und k.·u.·k. Sektionsleiter des Bezirks Bregenz (Vorarlberg)

      • Großvater väterlicherseits

        Helbok

        Bauer und Sticker in Bregenz

      • Großmutter väterlicherseits

    • Mutter

      Frieda Helbok

      gest. 1927

      • Großvater mütterlicherseits

        Wagenhäuser

        Tierarzt in Ottobeuren (Oberschwaben)

      • Großmutter mütterlicherseits

    • Heirat

      in

      Bregenz (Abteikapelle des Stiftes Mehrerau)

      • Ehefrau

        Dora Helbok

        4.8.1886–20.9.1966

        Hausfrau; seit 12.4.1933 Mitglied der NSDAP

  • Biografie

    Helbok besuchte aufgrund zahlreicher beruflicher Versetzungen des Vaters mehrere Schulen in Westösterreich, legte 1904 die Matura am humanistischen Staatsgymnasium in Bregenz (Vorarlberg) ab und absolvierte danach ein Freiwilligenjahr bei den Tiroler Kaiserjägern. Seit 1905 studierte er v. a. bei Hermann Wopfner (1876–1963) Geschichtswissenschaft und Klassische Philologie an der Universität Innsbruck, wo er der schlagenden Burschenschaft Corps-Athesia beitrat und 1910 bei Wilhelm Erben (1864–1933) mit der Dissertation „Die Verfassung und Verwaltung der Stadt Bregenz am Bodensee bis ins 18. Jahrhundert“ zum Dr. phil. promoviert wurde. Seit 1912 an der Universitätsbibliothek Innsbruck tätig, engagierte sich Helbok in der Vorarlberger Heimatbewegung und wurde – kriegsuntauglich aufgrund von Herzproblemen – im Ersten Weltkrieg in einem Spital des Roten Kreuzes eingesetzt.

    Im April 1919 auf der Grundlage einer überarbeiteten und erweiterten Fassung seiner Dissertation für Österreichische Geschichte und allgemeine Wirtschaftsgeschichte habilitiert, war Helbok seit 1919 Mitglied der Tiroler Parteileitung der Großdeutschen Volkspartei Österreichs. 1920 gründete und gab er die Zeitschrift „Heimat. Volkstümliche Beiträge zur Kultur und Naturkunde Vorarlbergs“ heraus, von 1927 bis zu ihrer Einstellung im August 1934 das Organ des Vorarlberger Landesmuseumsvereins. Seit Juli 1924 außerordentlicher Professor an der Universität Innsbruck, entwarf Helbok das Programm einer „ganzheitlichen Volkstumsforschung“, die Landesgeschichte als „Symbiose von Erde und Volkstum“ verstand. Für sein Denken prägend waren in dieser Zeit die mit Otto Brunner (1898–1982) propagierte „kartographische Methode“ sowie die „rassenkundlichen“ Schriften Hans F. K. Günthers (1891–1968).

    1927/28 gehörte Helbok u. a. mit dem Historiker Hermann Aubin (1885–1969) zu den Initiatoren des „Atlas der deutschen Volkskunde“ (ADV) – eines auf der Auswertung umfangreicher Fragebögen basierenden Großprojekts der Kulturraumforschung, das die Verbundenheit Deutschlands und Österreichs belegen sollte. Helbok gründete 1929 eine Geschäftsstelle des ADV in Innsbruck und fungierte 1932/33 als wissenschaftlicher Leiter von dessen Berliner Zentralstelle als Stellvertreter von Fritz Böhm (1880 –1943), ehe er sich 1935 aufgrund interner Zerwürfnisse aus dem Projekt zurückzog. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme in Deutschland trat er im April 1933 der NSDAP bei, was seine Beurlaubung und im April 1934 seine Suspendierung von der Universität Innsbruck zur Folge hatte. Kurz darauf wurde Helbok Gastprofessor für Kultur- und Siedlungsgeschichte an der Universität Berlin, wo er in engem Austausch mit dem Rassenforscher und Leiter des Instituts für Anthropologie und Eugenik, Eugen Fischer (1874–1967), stand, der sein Denken ebenfalls prägte.

    Nach der Emeritierung des Siedlungsforschers Rudolf Kötzschke (1867–1949) an der Universität Leipzig übernahm Helbok 1935 dessen Lehrstuhl für sächsische Geschichte sowie die Leitung des Instituts für Landesgeschichte und Siedlungskunde, das auf seine Initiative in Institut für deutsche Landes- und Volksgeschichte umbenannt wurde. Im selben Jahr veröffentlichte er – unter Bezug auf das „weltgeschichtliche Verdienst“ Adolf Hitlers (1889–1945) – die Broschüre „Was ist deutsche Volksgeschichte?“, der er die Aufgabe zuwies, die „Entwicklungsgeschichte des Volksleibes als Organismus“ zu untersuchen und „das in uns fortlebende Germanische, aber auch das Artfremde“ zu zeigen. Trotz der hier und in anderen Schriften (v. a. Deutsche Geschichte auf rassischer Grundlage, 1939) evidenten Anleihen an die NS-Rassenideologie sah sich Helbok im „Dritten Reich“ Angriffen offizieller NS-Stellen, u. a. von Seiten des Amtes Rosenberg, ausgesetzt, wobei Helboks Kontakte zu Exponenten der katholischen Kirche, etwa zu dem Kirchenhistoriker und Prälaten Georg Schreiber (1882–1963), eine Rolle spielten. Helboks Konversion zum evangelischen Glauben 1934 hing mit seinem Stellenantritt an der Universität Leipzig zusammen, die dieses Bekenntnis voraussetzte.

    Im Oktober 1941 übernahm Helbok den neu geschaffenen Lehrstuhl für Volkskunde an der Universität Innsbruck, wo er sich im Besonderen mit der Geschichte der „Ostmark“ seit dem 17. Jahrhundert beschäftigte und diese als „Begabungslandschaft“ mit einer ungewöhnlich hohen Anzahl an „Genialen“ deutete. Obgleich er im Zuge der Entnazifizierung der Universität am 23. Juli 1945 vorzeitig pensioniert wurde und seine rassenideologischen Positionen nach dem Zweiten Weltkrieg nie revidierte, blieb er – etwa durch Initiativen des Innsbrucker Volkskundlers Karl Ilg (1913–2000) – weiterhin in volkskundliche Netzwerke eingebunden. Im Wissenschaftsbetrieb der Zweiten Republik trat Helbok v. a. durch seine Mitwirkung an dem von Richard Wolfram (1901–1995) herausgegebenen „Österreichischen Volkskundeatlas“ hervor. Zu seinen Schülerinnen und Schülern zählen u. a. Margit Gröhsl und Friedrich Ranzi (1909–1977).

  • Auszeichnungen

    1905 Mitglied des Corps-Athesia Innsbruck
    1916 Mitglied des Ausschusses des Vorarlberger Landesmuseums
    1915/17 Gründung und Vorsitz der Historischen Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein
    ca. 1918 Ehrenzeichen 1. Klasse des Roten Kreuzes mit Kriegsdekoration
    1918 Korrespondent der k. k. Zentralkommission für Denkmalpflege
    1929 geschäftsführender Obmann des österreichischen Ausschusses des Atlas der Volkskunde
    1932 Mitglied des Rotary Clubs für Deutschland und Österreich
    1938 Ostmark-Medaille für Verdienste bei der Eingliederung Österreichs in das „Dritte Reich“
    1955 Gründungsmitglied und Mitherausgeber des Österreichischen Volkskunde-Atlas
    1961 Mitglied der Kommission für den Volkskundeatlas in Österreich
    1962 Tiroler Ehren- und Wanderkrug für Volkstumsarbeit des Deutschen Kulturwerks Europäischen Geistes
  • Quellen

    Nachlass:

    nicht bekannt.

    Weitere Archivmaterialien:

    Universitätsarchiv Innsbruck, PA AH. (Personalakten) (auszugsweise Onlineressource)

    Universitätsarchiv Leipzig, Adolf Helbok 561. (Personalakte)

    Bundesarchiv, Berlin-Lichterfelde, Akte Nr. 1482 des SS-Ahnenerbes zu Helbok; Akt. Z. 16 857 v. 15.5.1939. (Betr. Antrag Helbok-Leipzig)

  • Werke

    Monografien und Herausgeberschaften:

    Die Verfassung und Verwaltung der Stadt Bregenz am Bodensee bis ins 18. Jahrhundert, Diss. phil, Univ. Innsbruck, 1912, in überarb. u. erw. Fassung veröffentlicht u. d. T. Die Bevölkerung der Stadt Bregenz am Bodensee vom 14. bis zum Beginne des 18. Jahrhunderts, 1912. (Habilitationsschrift)

    Aufbau einer deutschen Landesgeschichte aus einer gesamtdeutschen Siedelungsforschung, 1925.

    Geschichte Vorarlbergs von der Urzeit bis zur Gegenwart, 1925.

    Volkskunde Vorarlbergs, 1927.

    Heimatkunde von Vorarlberg, 12 Bde., 1927–1935. (Hg.)

    Siedelungsgeschichte und Volkskunde, 1928.

    Was ist deutsche Volksgeschichte? Ziele, Aufgaben und Wege, 1935.

    Vorarlberger Heimatforschung. Ihre Aufrichtung und ihr Sinn, 1935.

    Adolf Helbok/Heinrich Marzell, Deutsches Volkstum. Haus und Siedlung im Wandel der Jahrtausende, 1937.

    Deutsche Siedlung. Wesen, Ausbreitung und Sinn, 1938.

    Deutsche Geschichte auf rassischer Grundlage, 1939.

    Adolf Helbok/Emil Lehmann, Heimgekehrte Grenzlande im Südosten. Ostmark, Sudetengau, Reichsprotektorat Böhmen und Mähren, 1939.

    Die Ortsnamen im Deutschen. Siedlungs- und kulturgeschichtlich betrachtet, 1939, durchges. Neuausg. 1944.

    Der Österreichische Volkskundeatlas. Seine wissenschaftliche, volks- und staatspolitische Bedeutung, 1955.

    Erinnerungen. Ein lebenslanges Ringen um volksnahe Geschichtsforschung, 1962. (P)

    Deutsche Volksgeschichte. Wesenszüge und Leistungen des deutschen Volkes, 2 Bde., 1964/67.

    Aufsätze und Artikel:

    Über das Heimatmuseum, in: Tiroler Heimat 2 (1922), S. 54–61.

    Zur Soziologie und Volkskunde des Alpenraums, in: Zeitschrift für Volkskunde 41 (1931), S. 101–112.

    Der Problemkreis von Volkskunde und Volksgeschichte, in: Zeitschrift für Volkskunde 43 (1933), S. 1–15.

    Wesen und Aufgaben der deutschen Volkstumsgeschichte, in: Zeitschrift für Deutsche Bildung 12 (1936), H. 9, S. 417–424.

    Volk und Staat der Germanen, in: Historische Zeitschrift 154 (1936), S. 229–240.

    Zur Methode der Volkscharakterforschung, in: Folk-Liv 19 (1953/54), S. 71–80.

    Große Männer aus der Nordostschweiz, in: Der Schweizer Familienforscher – Le généalogiste suisse 28 (1961), Nr. 3/5, S. 25–35.

  • Literatur

    Anneliese Garschagen, Universitäts-Professor Doktor Adolf Helbok, in: Jahrbuch des Vorarlberger Landesmuseumsvereins, 1957, S. 360–374. (W)

    Gerhard Oberkofler, Die geschichtlichen Fächer an der Philosophischen Fakultät der Universität Innsbruck 1850–1945, 1969, bes. S. 146–150.

    Wolfgang Meixner, „…eine wahrhaft nationale Wissenschaft der Deutschen…“. Der Historiker und Volkskundler Adolf Helbok (1883–1968), in: Michael Heider (Hg.), Politisch zuverlässig – rein arisch – deutscher Wissenschaft verpflichtet. Die Geisteswissenschaftliche Fakultät in Innsbruck 1938–1945, 1990, S. 126–133. (P)

    Willi Oberkrome, Volksgeschichte. Methodische Innovation und völkische Ideologisierung in der deutschen Geschichtswissenschaft, 1993, S. 37–40, 71–75, 84–86, 92 f., 130–133, 181 f. u. 206–208.

    Reinhard Johler, Geschichte und Landeskunde: Innsbruck, in: Wolfgang Jacobeit/Hannjost Lixfeld/Olaf Bockhorn (Hg.), Völkische Wissenschaft. Gestalten und Tendenzen der deutschen und österreichischen Volkskunde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, 1994, S. 449–462.

    Reinhard Johler, „Volksgeschichte“. Adolf Helboks Rückkehr nach Innsbruck, in: ebd., S. 541–547.

    Peter Goller, „…natürlich immer auf wissenschaftlicher Ebene!“ Mystifikationen. Die geisteswissenschaftlichen Fächer an der Universität Innsbruck im Übergang von Nazifaschismus zu demokratischer Republik nach 1945. Dokumentation einer Kontinuität, 1999.

    Klaus Fehn, Volksgeschichte im Dritten Reich als fächerübergreifende Wissenschaftskonzeption am Beispiel von Adolf Helbok. Ein Beitrag zur interdisziplinären Wissenschaftsgeschichte vor allem der Fächer Volkskunde, Landesgeschichte und Historische Geographie, in: Gunther Hirschfelder/Dorothea Schnell/Adelheid Schrutka-Rechtenstamm (Hg.), Kulturen – Sprachen – Übergänge. Festschrift für H. L. Cox zum 65. Geburtstag, 2000, S. 567–580.

    Konrad Köstlin, Volkskunde: Pathologie der Randlage, in: Karl Acham (Hg.), Geschichte der österreichischen Humanwissenschaften. Geschichte und fremde Kulturen, 2000, S. 369–414.

    Peter Goller/Gerhard Oberkofler, Universität Innsbruck. Entnazifizierung und Rehabilitation von Nazikadern (1945–1950), 2003, bes. S. 72–80.

    Johannes Moser, Art. „Adolf Helbok“, in: Sächsische Biografie, hg. v. Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., 2004. (Onlineressource)

    Martina Pesditschek, Adolf Helbok (1883–1968). „Ich war ein Stürmer und Dränger“, in: Karel Hruza (Hg.), Österreichische Historiker. Lebensläufe und Karrieren 1900–1945, 2019, S. 185–312.

    Konrad J. Kuhn/Anna Larl, Denkkontinuitäten, Austrifizierung und Modernisierungskritik. Adolf Helbok und die Volkskunde in Österreich nach 1945, in: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde 122 (2019), Nr. 2, S. 241–273.

  • Onlineressourcen

  • Porträts

    Porträt (Öl/Leinwand) v. Rudolf Wernicke (1898–1963), 1931, Vorarlberg Museum, Bregenz, Inventar-Nr.: Gem 0850.

    Fotografie, ca. 1935, Universitätsarchiv Leipzig, N01 143.

    Gemälde (Öl/Hartfaserplatte) v. Hans Strobl (1913–1974), ca. 1955, Vorarlberg Museum, Bregenz, Inventar-Nr.: Gem 1063.

    Büste (Bronzeguss mit Sockel) v. Kurt Schmid-Ehmen (1901–1968), 1964, Vorarlberg Museum, Bregenz, Inventar-Nr.: N 0674.

  • Autor/in

    Konrad J. Kuhn (Innsbruck) / Anna Larl (Innsbruck)

  • Zitierweise

    Kuhn, Konrad J. / Larl, Anna, „Helbok, Adolf“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.01.2024, URL: https://www.deutsche-biographie.de/119507064.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA