Lebensdaten
1892 bis 1967
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Schauspielerin ; Sängerin
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 118704257 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hesterberg, Gertrud (eigentlich)
  • Schönherr, Trude (verheiratete)
  • Schönherr, Gertrud (verheiratete)
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie
Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Hesterberg, Trude, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118704257.html [17.09.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Wilhelm, Kaufm.;
    M Emilie Freund;
    Dr. Fritz Schönherr ( 1945), Bankdir.

  • Leben

    Nach Gesangs- und Schauspielunterricht am Sternschen Konservatorium in Berlin debütiert H. 1912 am Deutschen Theater in Molières „Georges Dandin“, im selben Jahr erfolgt auch ihr Filmdebüt „Im goldenen Käfig“. Seit 1913 ist sie als Operettensängerin tätig. Im Kabarett hat sie 1914 mit Klabunds Chanson „Die Kriegsfreiwilligen“ ihren ersten großen Erfolg. Ihre „Wilde Bühne“ (1921-23) wird durch die literarische Qualität der Texte (Autoren unter anderem M. Schiffer, W. Mehring, Klabund, Tucholsky), die künstlerische Form des Vortrags und die durch konsequente Regiearbeit erzielte Stileinheit von Vortrag, Musik und Kostüm zum führenden literarisch-politischen Kabarett Berlins. 1924 geht sie zu Operette und Revue zurück (unter anderem Metropol-Theater, Haller-Revuen, Scala, Gastspiele). Nach dem 2. Weltkrieg in München ansässig, rückt dort die Schauspiellätigkeit mehr in den Vordergrund („Kleine Komödie“ und „Kammerspiele“), daneben arbeitet sie für Funk, Film und Fernsehen.

    Die Bedeutung der H. liegt hauptsächlich in ihrer Kabarettarbeit. Als Chansonsängerin entwickelt sie auf der Grundlage der vollendeten Beherrschung von Gesang und Darstellung zusammen mit ihrer virtuosen Ironie einen eigenen, zwischen Soubrette und Diseuse liegenden, von charakteristischen schauspielerischen Gesten begleiteten Vortragsstil. Sie wird als die bedeutendste deutsche Chansonsängerin, als die deutsche Guilbert angesehen. Als Operettensängerin stand sie im Schatten von Fritzi Massary, die Filmtätigkeit beschränkte sich auf Nebenrollen. Die Schauspielarbeit litt unter der Vielseitigkeit der H. und kam erst in München zur eigentlichen Entfaltung. Ihre Leokadja (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny) und Mrs. Peachum (Dreigroschenoper) gelten als die besten Verkörperungen dieser Gestalten. – Der von der H. für die jeweils beste deutschsprachige Chansonsängerin testamentarisch gestiftete Hesterberg-Ring wurde erstmalig 1967 an Topsy Küppers verliehen.|

  • Auszeichnungen

    Bundesfilmpreis 1962 (Filmband in Gold).

  • Literatur

    H. E. Weinschenk, Schauspieler erzählen, 1941, S. 131-40 (P);
    K. Budzinski, Die Muse mit d. scharfen Zunge, 1961, S. 135-43;
    R. Hösch, Kabarett v. gestern I, 1967, S. 216-25 (P);
    E. Mühsam u. S. Jacobson, Lex. d. Films, 1926;
    Glenzdorfs|Internat. Film-Lex. II, 1960. Eigene Archivstudien.

  • Portraits

    Gem. v. M. Padua, 1962.

  • Autor/in

    Rolf Burgmer
  • Empfohlene Zitierweise

    Burgmer, Rolf, "Hesterberg, Trude" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 26-27 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118704257.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA