Lebensdaten
1902 – 1969
Geburtsort
Osnabrück
Sterbeort
Zürich
Beruf/Funktion
Schauspieler ; Rezitator ; Hörspielsprecher ; Musiker ; Sprecher
Konfession
Johannisfriedhof (Familiengrabstätte)
Normdaten
GND: 118767828 | OGND | VIAF: 76515022
Namensvarianten
  • Wieman, Mathias Carl Heinrich Franz
  • Wieman, Mathias
  • Wieman, Mathias Carl Heinrich Franz
  • mehr

Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Wieman, Mathias, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118767828.html [18.04.2024].

CC0

  • Wieman war ein im deutschsprachigen Raum gefragter, vielseitiger Theater- und Filmschauspieler, der auch als literarischer Rezitator im Hörfunk Bekanntheit erlangte. In der Weimarer Republik eher auf Außenseiterrollen festgelegt, gehörte er zu den populären Vorzeigekünstlern des „Dritten Reichs“; in mehreren NS-Propagandafilmen spielte er Autorität und Pathos verkörpernde Schlüsselfiguren. Nach 1945 trat er als Gastschauspieler an zahlreichen Theatern in klassischen Charakterrollen auf, v. a. als Goethes „Faust“.

    Lebensdaten

    Geboren am 23. Juni 1902 in Osnabrück
    Gestorben am 3. Dezember 1969 in Zürich
    Grabstätte Johannisfriedhof (Familiengrabstätte) in Osnabrück
    Mathias Wieman, Imago Images (InC)
    Mathias Wieman, Imago Images (InC)
  • Lebenslauf

    23. Juni 1902 - Osnabrück

    ca. 1908 - ca. 1911 - Berlin

    Schulbesuch

    Vorschule

    - 1920 - Berlin-Lichterfelde

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    Schiller-Gymnasium

    1918

    Brief- und Telegrammbote

    militärischer Hilfsdienst

    1920 - 1922 - Berlin

    Studium der Philosophie und Kunstgeschichte (ohne Abschluss)

    Universität

    1922 - Berlin

    Schauspielausbildung (abgebrochen)

    Deutsches Theater

    1922 - 1924 - Berlin

    Ensemblemitglied

    Der Maskenwagen der Holtorf-Truppe (Wanderbühne)

    1924 - 1929 - Berlin

    Schauspieler mit festem Engagement

    Deutsches Theater

    1925 - 1927 - Berlin

    Schauspieler in Matineevorstellungen

    Junge Bühne

    1929 - 1931 - Berlin-Tiergarten

    Schauspieler mit festem Engagement

    Deutsches Künstlertheater

    1931/32 - 1945 - u. a. Berlin; Zürich; Hamburg; Wien

    Gastschauspieler

    u. a. Deutsches Theater; Berliner Volksbühne; Zürcher Schauspielhaus; Schauspielhaus Hamburg; Staatliches Schauspielhaus Berlin; Wiener Theater in der Josefstadt

    1947 - 1969 - u. a. Stuttgart; Berlin-West; Recklinghausen; Zürich; Hamburg

    Gastschauspieler

    u. a. Württembergisches Staatstheater; Schlossparktheater; Ruhrfestspiele; Schauspielhaus Zürich; Thalia-Theater

    3. Dezember 1969 - Zürich
  • Genealogie

    Vater Carl Anton Philipp Wieman 2.8.1866–12.12.1905 aus Osnabrück; Gerichtsassessor in Osnabrück; zuletzt Hildesheim
    Großvater väterlicherseits Carl Philipp Wieman 20.11.1827–21.1.1908 aus Osnabrück; Lohgerber und Lederhändler in Osnabrück
    Großmutter väterlicherseits Maria Anna Antonia Clementine Wieman, geb. Thüssing 17.1.1838–23.11.1902 aus Münster
    Mutter Louise Elise Helene Wieman, geb. Altmann 4.2.1878–1950 aus Wiesbaden; vor 1902 in Winsen an der Luhe; in 2. Ehe 1906 verh. mit Hans Mackowsky (1871–1938), Kunsthistoriker in Berlin
    Großvater mütterlicherseits Heinrich Altmann 1846–1898
    Großmutter mütterlicherseits Sophie Altmann, geb. Herber
    Onkel Bernard Johann Florenz Wieman 31.5.1872–10.2.1940 aus Osnabrück; Dr. jur; Schriftsteller
    Heirat 11.1.1926
    Ehefrau Friederike Anna Hedwig Wieman, geb. Erbersdobler (Künstlername: Erika Meingast) 12.5.1901–7.10.1972 aus Frankenmarkt (Oberösterreich); Schauspielerin, seit 1929 am Renaissance-Theater, Berlin
    Schwiegervater Michael Meingast 5.3.1870–1946 aus Gries bei Vocklamarkt (Oberösterreich); Restaurantbesitzer in Ebelsberg (Oberösterreich, heute Stadtteil von Linz)
    Schwiegermutter Anna Meingast, geb. Erbersdobler gest. 1929 zuletzt in München
    Schwägerin Michaela Anna Caecilia Laubenthal, geb. Meingast 28.9.1902–Juni 1983 verh. mit Heinz Laubenthal (1905–nach 1979), Schauspieler und Rundfunkjournalist
    Diese Grafik wurde automatisch erzeugt und bietet nur einen Ausschnitt der Angaben zur Genealogie.

    Wieman, Mathias (1902 – 1969)

    • Vater

      Carl Wieman

      2.8.1866–12.12.1905

      aus Osnabrück; Gerichtsassessor in Osnabrück; zuletzt Hildesheim

      • Großvater väterlicherseits

        Carl Wieman

        20.11.1827–21.1.1908

        aus Osnabrück; Lohgerber und Lederhändler in Osnabrück

      • Großmutter väterlicherseits

        Anna Wieman,

        17.1.1838–23.11.1902

        aus Münster

    • Mutter

      Elise Wieman

      4.2.1878–1950

      aus Wiesbaden; vor 1902 in Winsen an der Luhe; in 2.·Ehe 1906 verh. mit Hans Mackowsky (1871–1938), Kunsthistoriker in Berlin

      • Großvater mütterlicherseits

        Heinrich Altmann

        1846–1898

      • Großmutter mütterlicherseits

        Sophie Altmann

    • Heirat

  • Biografie

    alternativer text
    Mathias Wieman, Imago Images (InC)

    Nach dem Tod seines Vaters wuchs Wieman in Wiesbaden auf, nach der Wiederverheiratung seiner Mutter in Berlin, wo er das Schiller-Gymnasium in Lichterfelde besuchte. Gegen Ende des Ersten Weltkriegs als Brief- und Telegrammbote zum militärischen Hilfsdienst eingezogen, legte er 1920 das Abitur ab. Im Anschluss studierte er an der Berliner Universität bis 1922 Kunstgeschichte und Philosophie, ohne einen Abschluss zu erlangen, ehe er eine Schauspielausbildung am Deutschen Theater begann, die er nach drei Monaten abbrach. 1922 schloss Wiemann sich in Heide (Holstein) einer Wanderbühne, der Holtorf-Truppe, an und nahm Unterricht bei deren Prinzipal Hans Holtorf (1899–1984) sowie bei Hubert Heinrich (erw. 1919–1924), Oberspielleiter am Berliner Lessing-Theater. Von Max Reinhardt (1873–1943) an das Deutsche Theater in Berlin verpflichtet, gab er im September 1924 sein Bühnendebüt als Moritz Stiefel in Frank Wedekinds (1864–1918) „Frühlings Erwachen“. Zunächst auf die Rolle orientierungssuchender Jugendlicher festgelegt, feierte Wieman seinen schauspielerischen Durchbruch als Arnold Kramer in Gerhart Hauptmanns (1862–1946) Drama „Michael Kramer“ (Premiere, Deutsches Theater Berlin, 26.9.1924), in dem er einen Außenseiter verkörperte, der das Genialische mit dem Verschrobenen verbindet.

    Weitere Rollen übernahm Wieman an der 1922 von Moriz Seeler (1896–1942) gegründeten Jungen Bühne, einem avantgardistischen Matineetheater, das an Berliner Schauspielhäusern auftrat. Gefördert von Heinz Hilpert (1890–1967), wechselte er 1929 an das Deutsche Künstlertheater, wo er u. a. als Stanhope in Robert Cedric Sherriffs (1896–1975) Schauspiel „Die andere Seite“ (Premiere, 29.8.1929) auffiel. Auch überzeugte seine Darstellung des Reformators Jan Hus (um 1370–1415) in Julius Hays (1900–1975) Schauspiel „Gott, Kaiser und Bauer“ unter der Regie von Karlheinz Martin (1886–1948) (Premiere, Deutsches Theater, 23.12.1932). Seit 1932 ohne festes Engagement, war er als Gastschauspieler an Berliner und Wiener Bühnen tätig, zuweilen auch als Regisseur.

    Als Filmschauspieler debütierte Wieman 1925 in der Rolle eines Lehrers in Martin G. Bergers (1871–1935) prorepublikanischem Drama „Freies Volk“. 1928 spielte er in Gerhard Lamprechts (1897–1974) Milieufilm „Unter der Laterne“ (1928) einen Proletarier, dessen große Liebe in die Prostitution abrutscht, während er den Aufstieg in ein kleinbürgerliches Glück schafft. Künstlernaturen, einen Organisten und einen Maler, verkörperte Wieman an der Seite Leni Riefenstahls (1902–2003) in „Stürme über dem Montblanc“ (1930) und „Das blaue Licht“ (1932). 1933 spielte er in „Der Schimmelreiter“ nach Theodor-Storm (1817–1888) den als tragische Herrscherfigur angelegten Deichgrafen Hauke Haien. In zwei Filmen von Werner Hochbaum (1899–1946), „Vorstadtvarieté“ (1934) und „Die ewige Maske“ (1935), verkörperte er den Typus des melancholischen Einzelgängers und Idealisten.

    In der Zeit des Nationalsozialismus stieg Wieman zu einem Vorzeigeschauspieler des Regimes auf, 1937 wurde er von Adolf Hitler (1889–1945) zum Staatsschauspieler ernannt. Mit dem Spielleiter des Deutschlandsenders Werner Pleister (1904–1982) inszenierte er im Rahmen der Olympischen Spiele in Berlin 1936 mit „Das Frankenburger Würfelspiel“ von Eberhard Wolfgang Möller (1906–1972) ein sog. Thingspiel, in dem er die Rolle des Geharnischten übernahm, die unverkennbar als eine Allegorie auf Hitler angelegt war. 1940 spielte er den Hephaistos in dem von Gustaf Gründgens (1899–1963) inszenierten Drama „Alexander“ von Hans Baumann (1914–1988), der theatralisch überzogene Versuch, ein Historiendrama als Thingspiel, in dem Hitlerjungen die Chöre sprachen, zeitgebunden aufzuwerten. In pathetischen und autoritätsstarken Rollen besetzt, wirkte er in NS-Propagandafilmen Karl Ritters (1888–1977), „Patrioten“ (1937), „Unternehmen Michael“ (1937) und „Kadetten“ (1941), mit. In „Ich klage an“ (1941) machte er sich in der Rolle des Arztes Dr. Bernhard Lang zum Propagandisten der NS-„Euthanasie“. Künstlerisch herausragend war seine Interpretation Robert Schumanns (1810–1856) in Harald Brauns (1901–1960) „Träumerei“ (1944). An Riefenstahls mit aus Lagern zwangsrekrutierten Sinti und Roma als Komparsen gedrehtem Film „Tiefland“ (1940/44, uraufgeführt 1954) war Wieman als künstlerischer Berater beteiligt.

    Zur Paraderolle Wiemans am Theater wurde Johann Wolfgang von Goethes (1749–1832) Faust, den er vielfach interpretierte, u. a. 1937 und 1940 unter der Regie von Leopold Lindtberg (1902–1984) am Zürcher Schauspielhaus und 1940 inszeniert von Karl Wüstenhagen (1893–1950) am Schauspielhaus Hamburg. In den 1940er Jahren trat Wieman wiederholt an Gründgens Staatlichem Schauspielhaus in Berlin auf und gastierte unter Hilperts Regie am Wiener Theater in der Josefstadt. Während des Zweiten Weltkriegs zog er sein Publikum mit Hörfunk-Lesungen deutscher Dichtung in den Bann, v. a. mit der sonntäglichen Sendung „Unser Schatzkästlein“. Wieman unterstützte durch Rollenwahl wie durch öffentliche Äußerungen den NS-Staat über bloßen Opportunismus hinaus. Eine Mitgliedschaft in der NSDAP ist nicht nachweisbar.

    Nach Kriegsende versuchte Wieman mit Lesungen vor Kriegsgefangenen und in Flüchtlingslagern von seiner Popularität als Rezitator zu profitieren. Dem Hörfunk blieb er auch in der Nachkriegszeit verbunden. 1947 gastierte er unter der Regie von Paul Riedy (geb. 1904) in seiner Paraderolle des Faust am Württembergischen Staatstheater in Stuttgart. Weitere Theaterauftritte hatte er u. a. am Schlosspark-Theater in Berlin-West, am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und am Zürcher Schauspielhaus. 1969 beendete er seine Bühnenkarriere am Thalia-Theater in Hamburg.

    Der bundesdeutsche Film bot Wieman nur wenige nennenswerte Rollen. Harald Braun gab ihm als Alfred Nobel (1833–1896) in „Herz der Welt“ (1952), als Drehbuchautor Paul in „Solange Du da bist“ (1953), als Lehrer Dr. Raoul Übelbein in „Königliche Hoheit“ (1953), v. a. aber in „Der letzte Sommer“ (1954) als Präsident Tolemainen, die Chance, sich dem Publikum als Gefühlsschauspieler zu präsentieren. In „Angst“ (La paura, 1954) von Roberto Rossellini (1906–1977) spielte er den boshaften und gefühlskalten Arzt Albert Wagner, der seine Frau, gespielt von Ingrid Bergman (1915–1982), durch Psychoterror fast in den Tod treibt. Wiemans Rolle im „Dritten Reich“ blieb bis zu seinem Tod ohne kritische Resonanz in der Öffentlichkeit; bruchlos konnte er seine Karriere fortsetzen und profitierte von seiner auch im Nationalsozialismus erworbenen Prominenz.

  • Auszeichnungen

    1937 Staatsschauspieler, ernannt von Adolf Hitler (1889–1945)
    1937 Aufsichtsratsmitglied der UFA
    1942 Mitglied im Ehrenrat des deutschen Films
    1944 Aufnahme in die „Gottbegnadeten-Liste“ des Ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, Berlin
    1958 Justus-Möser-Medaille der Stadt Osnabrück
    1965 BAMBI Burda-Medienpreis, München
    Wiemansweg, Osnabrück
  • Quellen

    Nachlass:

    nicht bekannt.

    Weitere Archivmaterialien:

    Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar, B: Wieman, Mathias – Einzelautographen (Briefe). (weiterführende Informationen)

    Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek Kiel, u. a. Cb 184.56:32,01-03. (Briefe) (weiterführende Informationen)

    Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf, Dumont-Lindemann-Archiv, Nachlass Karl Heinz Stroux (Briefe, Vertrag). (weiterführende Informationen)

  • Werke

    Schriften:

    Der Maskenwagen der Holtorf-Truppe, in: Künstlermaske. Illustriertes und Kunstgewerbliches für das Maskenwesen im Theater und Film, 1925, Nr. 5.

    Heinrich Ohlendorf/Mathias Wieman (Hg.), Unser Schatzkästlein aus ewigem deutschen Besitz, 1940, 41944.

    Der Mensch im Film, in: Heinz W. Siska (Hg.), Wunderwelt Film. Künstler und Werkleute einer Weltmacht, 1943, S. 65–73. (P)

    Kleine Memoria für Harald Braun, in: Kurt Ihlenfeld/Mathias Wiemann/Dietmar Schmidt/Hans Abich/Werner Hess, Harald Braun. Ein Buch des Gedenkens, 1961, S. 16 f.

    Rezitationen:

    Sprecher, in: Sergej S. Prokofiew, Peter und der Wolf. Ein musikalisches Märchen, 1950. (Onlineressource)

    Matthias Claudius, Abendlied, 1955. (Onlineressource)

    Mathias Wiemans kleine Diskothek, 1961/62. (Schallplattenreihe mit Lesungen deutscher Lyrik, Lieder und Prosa)

    Die Weihnachtsgeschichte, 1967. (Onlineresource)

    Theaterrollen:

    Moritz Stiefel, in: Frühlings Erwachen, Deutsches Theater Berlin, 1924, Regie: Max Reinhardt.

    Arnold Kramer, in: Michael Kramer, Deutsches Theater Berlin, 1924, Regie: Richard Gerner.

    Billy Kirby, in: Pankraz erwacht oder Die Hinterwäldler, Deutsches Theater Berlin, 1925, Regie: Heinz Hilpert.

    Oberlehrer Bruck, in: Die Geburt der Jugend, Lessing-Theater Berlin, 1925, Regie: Friedrich Neubauer.

    Schüler Roelle, in: Fegefeuer in Ingolstadt, Deutsches Theater Berlin, 1926, Regie: Paul Bildt.

    Titelrolle, in: Tim O'Mara, Theater in der Königgrätzer Straße, 1927, Regie: Lothar Müthel.

    Stanhope, in: Die andere Seite, Deutsches Künstlertheater, 1929, Regie: Heinz Hilpert.

    Jan Hus, in: Gott, Kaiser und Bauer, Deutsches Theater, 1932, Regie: Karl Heinz Martin.

    Filmrollen:

    Lehrer, in: Freies Volk (Stummfilm), 1925, Regie: Martin Berger.

    Wahnsinniger, in: Feme (Stummfilm), 1927, Regie: Richard Oswald.

    König Friedrich Wilhelm III. von Preußen, in: Königin Luise (Stummfilm), 1927/28, Regie: Karl Grune.

    Hans Grote, in: Unter der Laterne (Stummfilm), 1928, Regie: Gerhard Lamprecht.

    Organist Walter Petersen, in: Stürme über dem Montblanc, 1930, Regie: Arnold Fanck.

    Maler Vigo, in: Das blaue Licht, 1932, Regie: Béla Balázs/Leni Riefenstahl.

    Hauke Haien, in: Der Schimmelreiter, 1933/34, Regie: Hans Deppe/Curd Oertel.

    Mathias Testa, in: Anna und Elisabeth, 1933, Regie: Frank Bentick Wisbar.

    Bauzeichner Josef Kernthaler, Vorstadtvarieté, 1934/35, Regie: Werner Hochbaum.

    Dr. Dumartin, in: Die ewige Maske, 1935/36, Regie: Werner Hochbaum.

    Peter Geis, in: Togger, 1936/37, Regie: Jürgen von Alten.

    Flieger Peter Thomann, in: Patrioten, 1937, Regie: Karl Ritter.

    Major zur Linden, in: Unternehmen Michael, 1937, Regie: Karl Ritter.

    Sprecher, in: Michelangelo. Das Leben eines Titanen, 1938/40, Regie: Curt Oertel.

    Rittmeister von Tzülow, in: Kadetten, 1939/41, Regie: Karl Ritter.

    Martin Wuellner, in: Das andere Ich, 1941, Regie: Wolfgang Liebeneiner.

    Dr. Bernhard Lang, in: Ich klage an, 1941, Regie: Wolfgang Liebeneiner.

    Ulrich von Hutten, in: Paracelsus, 1942/43, Regie: Georg Wilhelm Pabst.

    Robert Schumann, in: Träumerei, 1943/44, Regie: Harald Braun.

    Martin Ehrling, in: Melodie des Schicksals, 1950, Regie: Hans Schweikart.

    Dr. Alfred Nobel, in: Herz der Welt, 1952, Regie: Harald Braun.

    Fritz von Fredersdorff, in: Eine Liebesgeschichte, 1953/54, Regie: Rudolf Jugert.

    Prof. Albert Wagner, in: Angst (La paura), 1954, Regie: Roberto Rosselini.

    König Georg II., in: Robinson soll nicht sterben, 1956/57, Regie: Josef von Báky.

    Richter, in: Der Sittlichkeitsverbrecher, 1963, Regie: Franz Schnyder.

    Pfarrer, in: Geld und Geist, 1964, Regie: Franz Schnyder.

  • Literatur

    Zeitschriftenartikel, Beiträge und Aufsätze:

    N. N., Mathias Wieman. Gebraucht Eure Macht erbarmungslos zum Guten. Vom Wunschbild zum Menschenbild, in: Film-Kurier, Nr. 55 v. 6.3.1927.

    dr. loh. [Lohmann], Mathias Wieman. Der Wind weht nach den neu zu entdeckenden Inseln hin, in: Film-Kurier, Nr. 44 v. 20.2.1934.

    N. N., Mathias Wieman. Diesseits und Jenseits des Erreichten, in: Film-Kurier, Nr. 99 v. 29.4.1937.

    N. N., Mathias Wieman in Hamburg. „Der Film ruft die Jugend“, in: Film-Kurier, Nr. 236 v. 11.10.1937.

    Harry Erwin Weinschenk, Wir von Bühne und Film, 1939, S. 368–383.

    I. Deyk, Der Schauspieler Mathias Wieman, in: Film-Kurier, Nr. 224 v. 24.9.1941.

    J. Günther, Große deutsche Schauspieler. Mathias Wieman, in: Film-Kurier, Nr. 68 v. 25.8.1944.

    Herbert Ihering, Von Reinhardt bis Brecht. Vier Jahrzehnte Theater und Film, Bd. 3, 1961, S. 23.

    Ulrich Kurowski, Ein bedeutender deutscher Filmschauspieler, in: Film-Korrespondenz, Nr. 6 v. 31.5.1977.

    Marcus Bier, Schauspielerportraits. 24 Schauspieler um Max Reinhardt, 1989, S. 301–331. (P)

    Oliver Rathkolb, Führertreu und gottbegnadet. Künstlereliten im Dritten Reich, 1991, S. 168, 178 u. 234.

    Reinhard Krollage, Mathias Wieman – Bühnen- und Filmschauspieler, Rezitator, in: Heimat-Jahrbuch für das Osnabrücker Land, 2002, S. 85–95. (P)

    Annette Wittboldt, Hans Holtorf und der Maskenwagen der Holtorf-Truppe, 2008, S. 32–37 u. 93.

    Nachrufe:

    I. Nagel, Mathias Wieman gestorben, in: Süddeutsche Zeitung v. 5.12.1969.

    W. Drews, Der versonnene Grübler, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 6.12.1969.

    Carl Zuckmayer, Abschied von Mathias Wieman, in: Neue Zürcher Zeitung v. 25.11.1969.

    Lexikonartikel:

    Herbert Holba, Art. "Wieman, Mathias (Carl Heinrich Franz)", in: ders., Günter Knorr, Peter Spiegel, Reclams deutsches Filmlexikon, 1984, S. 407 f. (P)

    N. N., Art. „Wieman, Mathias“, in: C. Bernd Sucher (Hg.), Theaterlexikon. Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner, Kritiker, 21999, S. 765 f.

    N. N., Art. „Mathias Wieman“, in: Kay Weniger, Das große Personenlexikon des Films, Bd. 8, 2001, S. 372 f.

    Thomas Blubacher, Art. „Mathias Wieman“, in: Andreas Kotte (Hg.), Theater-Lexikon der Schweiz, Bd. 3, 2005, S. 2298 f. (Onlineressource)

    Ernst Klee, Art. „Wiemann, Mathias“, in: ders., Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, 2007, S. 663.

    N. N., Art. „Wieman, Mathias“, in: Ingrid Bigler-Marschall (Hg.), Deutsches Theater-Lexikon, Bd. 6, 2008, S. 3342.

  • Onlineressourcen

  • Porträts

    Büste v. Willi Kauer (1898–1976), Dokumentarplastik in der Maske des Empedokles, 1943/44, Archiv und Sammlungen des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien. (weiterführende Informationen)

    Büste v. Gertrud Beinling (1898–1988), Porträtbüste des Staatsschauspielers, 1942, Kunsthalle Mannheim. (weiterführende Informationen)

    Fotografie v. Liselotte Strelow (1908–1981), 1959, LVR-LandesMuseum Bonn, Sammlung Fotografie. (weiterführende Informationen)

    Fotografie, Abbildung in: Marcus Bier, Schauspielerportraits. 24 Schauspieler um Max Reinhardt, 1989, S. 311.

    Fotografien, Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin.

  • Autor/in

    Wolfgang Jacobsen (Berlin)

  • Zitierweise

    Jacobsen, Wolfgang, „Wieman, Mathias“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.01.2024, URL: https://www.deutsche-biographie.de/118767828.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA