Lebensdaten
1892 – 1965
Geburtsort
Jersitz (Posen, heute Jeżyce, Polen)
Sterbeort
Mainz-Bretzenheim
Beruf/Funktion
Anthropologe ; Ethnologe ; Hochschullehrer
Konfession
evangelisch-lutherisch
Normdaten
GND: 105237698 | OGND | VIAF: 76773860
Namensvarianten
  • Eickstedt, Egon Rudolf Ernst Adolf Hans Dubslaff Freiherr von
  • Eickstedt, Egon von
  • Eickstedt, Egon Rudolf Ernst Adolf Hans Dubslaff Freiherr von
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Zitierweise

Eickstedt, Egon von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd105237698.html [17.04.2024].

CC0

  • Egon von Eickstedt war eine prägende Figur der deutschsprachigen Anthropologie nach 1918 mit Schwerpunkt auf „rassenkundlicher“ Forschung. Seit 1921 für vier Jahrzehnte an mehreren Universitäten und Forschungseinrichtungen tätig, vertrat er v. a. einen morphognostischen Ansatz. Mehrjährige Forschungsreisen führten ihn in den 1920er und 1930er Jahren nach Indien und Ostasien.

    Lebensdaten

    Geboren am 10. April 1892 in Jersitz (Posen, heute Jeżyce, Polen)
    Gestorben am 20. Dezember 1965 in Mainz-Bretzenheim
    Grabstätte Hauptfriedhof in Mainz
    Konfession evangelisch-lutherisch
  • Lebenslauf

    10. April 1892 - Jersitz (Posen, heute Jeżyce, Polen)

    1911 - 1913 - Dresden

    Schulbesuch

    Städtische Oberrealschule

    1913 - 1919 - Berlin

    Studium der Erdkunde und Philosophie

    Universität

    1914 - 1918

    Kriegsdienst; Untersuchung von Kriegsgefangenen

    1920 - Frankfurt am Main

    Promotion (Dr. phil. nat.)

    Universität

    1920 - 1920 - Berlin

    Volontärassistent

    Institut für Meereskunde

    1921 - 1922 - Freiburg im Breisgau

    Geographisches Institut, später Anatomisches Institut der Universität

    1922 - 1923 - Freiburg im Breisgau

    Geographisches Institut, später Anatomisches Institut der Universität

    1924 - 1926 - Wien

    Museumsanthropologe

    Naturhistorisches Museum

    1926 - München

    Anthropologisch-prähistorische Staatssammlung; Anthropologisches Institut

    1926 - 1929 - Indien

    Expedition

    1928 - 1945 - Breslau (heute Wrocław, Polen)

    Dozent für Anthropologie und Ethnologie, seit 1933 außerordentlicher Professor (1934 verbeamtet)

    Universität

    1929 - 1945 - Breslau

    Direktor

    Anthropologisches Institut der Universität

    1932 - 1945 - Breslau

    Direktor

    Ethnographische Sammlung der Universität

    1937 - 1939 - Ceylon (heute Sri Lanka); Indien; Laos; China; Philippinen

    Expedition

    1945 - 1946 - Leipzig

    Vertreter des Lehrstuhls für Anthropologie und Ethnologie

    Universität

    1946 - 1960 - Mainz

    Professor für Anthropologie

    Universität

    20. Dezember 1965 - Mainz-Bretzenheim
  • Genealogie

    Vater Hans Carl Adolf Dubslaff Freiherr von Eickstedt 4.8.1860–1898 königlich-preußischer Distriktskommissar in Borek (Preußen, heute Borek Wielkopolski, Polen)
    Großvater väterlicherseits Adolf Wilhelm Aribert Dubslaff von Eickstedt 12.2.1820–4.6.1893 aus Stettin (Westpommern, heute Szczecin, Polen); Königlich-Preußischer Oberst, zuletzt Brigadier der 2. Gendarmerie-Brigade
    Großmutter väterlicherseits Emmeline Mathilde von Eickstedt, geb. von Heineccius geb. 19.7.1832 aus Löwenberg (Schlesien, heute Lwówek Śląski, Polen); Hausfrau
    Mutter Elisabeth Agnes Dorette Martha Freifrau von Eickstedt, geb. Pauer 27.7.1871–1945 aus Dresden; Hausfrau
    Bruder Kurt Hans Dubslaff von Eickstedt 8.2.1893–26.7.1893 im Säuglingsalter verstorben
    Bruder Wolfgang Gerd Dubslaff von Eickstedt geb. 5.1.1894
    Bruder Lothar Alexander Dubslaff von Eickstedt 22.12.1894–1.7.1895 im Säuglingsalter verstorben
    Heirat 19.4.1918 in Bukarest
    Ehefrau Enjo Freifrau von Eickstedt, geb. da Costa Macedo 1893–1965 aus Rio de Janeiro (Brasilien)
    Kinder eine Tochter, ein Sohn
    Diese Grafik wurde automatisch erzeugt und bietet nur einen Ausschnitt der Angaben zur Genealogie.

    Eickstedt, Egon von (1892 – 1965)

    • Vater

      Hans Carl Adolf Dubslaff Freiherr von Eickstedt

      4.8.1860–1898

      königlich-preußischer Distriktskommissar in Borek (Preußen, heute Borek Wielkopolski, Polen)

      • Großvater väterlicherseits

        Adolf Wilhelm Aribert Dubslaff von Eickstedt

        12.2.1820–4.6.1893

        aus Stettin (Westpommern, heute Szczecin, Polen); Königlich-Preußischer Oberst, zuletzt Brigadier der 2.·Gendarmerie-Brigade

      • Großmutter väterlicherseits

        Emmeline Mathilde von Eickstedt

        geb. 19.7.1832

        aus Löwenberg (Schlesien, heute Lwówek Śląski, Polen); Hausfrau

    • Mutter

      Elisabeth Agnes Dorette Martha Freifrau von Eickstedt

      27.7.1871–1945

      aus Dresden; Hausfrau

      • Großvater mütterlicherseits

      • Großmutter mütterlicherseits

    • Bruder

      Kurt Hans Dubslaff von Eickstedt

      8.2.1893–26.7.1893

      im Säuglingsalter verstorben

    • Bruder

      Wolfgang Gerd Dubslaff von Eickstedt

      geb. 5.1.1894

    • Bruder

      Lothar Alexander Dubslaff von Eickstedt

      22.12.1894–1.7.1895

      im Säuglingsalter verstorben

    • Heirat

      in

      Bukarest

      • Ehefrau

        Enjo Freifrau von Eickstedt

        1893–1965

        aus Rio de Janeiro (Brasilien)

  • Biografie

    Eickstedt besuchte Schulen in Berlin, Halberstadt und Dresden, wo er im Februar 1913 die Reifeprüfung ablegte. Anschließend immatrikulierte er sich an der Universität Berlin für Erdkunde und Philosophie, legte den Schwerpunkt seines Studiums aber auf die von seinem akademischen Lehrer Felix von Luschan (1854–1924) vertretene Physische Anthropologie. 1914 meldete sich Eickstedt kriegsfreiwillig, wurde als Sanitätsunteroffizier eingesetzt und führte 1916/17 in zahlreichen Lagern anthropologische Untersuchungen an Kriegsgefangenen durch. Die dabei erhobenen Daten wurden zur Grundlage der Arbeit „Rassenelemente der Sikh“, mit der Eickstedt 1920 an der Universität Frankfurt am Main bei dem Geografen Norbert Krebs (1876–1947) und Luschan zum Dr. phil. nat. promoviert wurde.

    Nach Stationen am Institut für Meereskunde in Berlin und am Geographischen, später Anatomischen Institut der Universität Freiburg im Breisgau als Assistent von Krebs und Eugen Fischer (1874–1967) arbeitete Eickstedt seit 1924 am Naturhistorischen Museum in Wien, ehe er 1926 an das Anthropologische Institut unter Theodor Mollison (1874–1952) in München wechselte. Im Dezember desselben Jahres brach Eickstedt im Auftrag des Staatlichen Instituts für Völkerkunde in Leipzig zu einer Indien-Expedition auf, die ihn bis 1929 rund 31 000 km durch den Subkontinent führte. Neben seiner ethnografischen Sammlungstätigkeit erhob Eickstedt hierbei anthropologische Daten zu über 3500 Menschen. Dass er keine statistische Auswertung publizierte, brachte ihm wiederholt Kritik ein, u. a. von Emil Breitinger (1904–2004), Biraja Sankar Guha (1894–1961) und Siegfried Passarge (1866–1958). 1928 wurde Eickstedt als Dozent für Anthropologie und Ethnologie an die Universität Breslau berufen und leitete, zunächst stellvertretend, das dortige Anthropologische Institut sowie die Ethnographische Sammlung.

    In seinen „rassenkundlichen“ Forschungen vertrat Eickstedt v. a. einen morphognostischen Ansatz, bei dem die postulierten unterschiedlichen Menschentypen bzw. deren sog. Rassenelemente primär durch den Beobachter „erschaut“ und erst sekundär ggf. durch die Auswertung metrischer Daten abgesichert werden. Obgleich sich Eickstedt der nationalsozialistischen Regierung seit 1933 durch stärker rassistisch und antisemitisch geprägte Schriften andiente, blieb ihm eine ordentliche Professur verwehrt, ebenso wie eine Aufnahme in die NSDAP, da ihm – u. a. aufgrund persönlicher Querelen mit seinem ehemaligen Assistenten Walter Jankowsky (1890–1974) – abgesprochen wurde, überzeugter Nationalsozialist zu sein. Dennoch wurden Eickstedt und das Breslauer Anthropologische Institut bis 1944 von der Reichsstelle für Sippenforschung (später Reichssippenamt) wiederholt mit erb- und „rassenkundlichen“ Gutachten beauftragt.

    1935 gründete Eickstedt die „Zeitschrift für Rassenkunde“, die er bis 1944 herausgab. Sie gilt als „Hauszeitschrift“ der Breslauer Anthroplogie, die sich von nationalsozialistischer Instrumentalisierung freihielt. Eickstedts vielbeachteter Monografie „Rassenkunde und Rassengeschichte der Menschheit“ (1934) folgte seit 1937 das dreibändige Lehrbuch „Die Forschung am Menschen“, das mit einem „ganzheitsanthropologischen“ Ansatz Morphologie, Physiologie und Psychologie zusammenführte. Von 1937 bis 1939 unternahm Eickstedt eine weitere, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Auswärtigen Amt und der Indian Science Congress Association finanzierte Expedition nach Asien, deren Ergebnisse er 1944 in der Schrift „Rassendynamik von Ostasien“ veröffentlichte. Unterstützt u. a. von der DFG und der US-amerikanischen Rockefeller Foundation führte Eickstedt zudem seit 1934 eine große Bevölkerungsstudie in Schlesien durch, in deren Rahmen bis 1944 rund 70 000 Personen „rassenkundlich“ erfasst und eingeordnet wurden.

    Im Januar 1945 floh Eickstedt von Breslau nach Dresden. Unterstützt von Hans-Georg Gadamer (1900–2002) versuchte er anschließend vergeblich, den Lehrstuhl Otto Reches (1879–1966) am Ethnologisch-Anthropologischen Institut der Universität Leipzig zu übernehmen. Im Juni 1946 wurde er für drei Wochen durch das sowjetische Innenministerium (NKWD) inhaftiert und vernommen. Anschließend ging er mit seiner Assistentin und wichtigsten Schülerin Ilse Schwidetzky (1907–1997) sowie weiteren ehemaligen Breslauer Mitarbeitern als ordentlicher Professor für Anthropologie an die Universität Mainz, wo er 1950 eine planmäßige Professur auf Lebenszeit erhielt. Eickstedt gab – als Folgeprojekt der „Zeitschrift für Rassenkunde“ – von 1949 bis 1955 „Homo. Internationale Zeitschrift für die vergleichende Forschung am Menschen“ heraus. Weitere Forschungsreisen führten ihn zwischen 1951 und 1961 nach Spanien, Frankreich und in den Nahen Osten. Obgleich er mehrere führende Funktionen wahrnahm, darunter den Vorsitz der Deutschen Gesellschaft für Anthropologie, wurden Eickstedts ganzheitsanthropologische (und psychologische) Ansätze nach dem Zweiten Weltkrieg kaum mehr rezipiert.

  • Auszeichnungen

    1913 ordentliches Mitglied der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte
    1924 wirkliches Mitglied der Anthropologischen Gesellschaft, Wien (1931 korrespondierendes Mitglied, 1965 Ehrenmitglied)
    1926 Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Physische Anthropologie (1965 Ehrenmitglied)
    1929 Fellow of the Royal Anthropological Institute of Great Britain and Ireland
    nach 1929 Mitglied der Deutschen Akademie, München (Indischer Ausschuss)
    1930 korrespondierendes Mitglied der Anthropologischen und Ethnologischen Gesellschaft Oporto bzw. der Portugiesischen Gesellschaft für Anthropologie und Ethnologie
    1931 korrespondierendes Mitglied der Italienischen Gesellschaft für Anthropologie und Ethnologie, Florenz (1951 Ehrenmitglied)
    1936 Ehrenmitglied der Frankfurter Gesellschaft für Anthropologie, Ethnographie und Urgeschichte
    1936 Bernhard-Hagen-Medaille der Gesellschaft für Anthropologie, Ethnographie und Urgeschichte, Frankfurt am Main
    1939 Dr. med. h. c., St. Kliment von Ohridski Universität Sofia
    1941/42 Ehrenmitglied der spanischen Gesellschaft für Anthropologie, Ethnographie und Vorgeschichte
    1943 Ehrenmitglied der Anthropologischen Gesellschaft, München
    vor 1945 Mitglied des Deutschen Auslandsinstituts, Stuttgart
    1951 Ehrenmitglied des Anthropologischen Nationalinstituts, Tucuman (Argentinien)
    1955 Ehrenmitglied der International Academy of Jaina Wisdom and Culture, Agra (Indien)
    1960 Membre Associé der Société d‘Anthropologie de Paris
    Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
  • Quellen

    Nachlass:

    Universitätsarchiv Mainz, NL 56. (weiterführende Informationen)

    Weitere Archivmaterialien:

    Uniwersytet Wrocławski Archiwum, S220. (Personalakte)

    Universitätsarchiv Leipzig, PA21. (Personalakte)

    Universitätsarchiv Mainz, S 64/22. (Personalakte)

    Staatliche Ethnographische Sammlungen Sachsens, Dresden. (Expeditionstagebücher und Fotografien der Indien-Expedition)

  • Werke

    Monografien:

    Rassenkunde und Rassengeschichte der Menschheit, 1934.

    Die rassischen Grundlagen des deutschen Volkstums, 1934, 21939.

    Grundlagen der Rassenpsychologie, 1936.

    Die Forschung am Menschen, T. 1: Geschichte und Methoden der Anthropologie, 1937–1940.

    Die Forschung am Menschen, T. 2: Physiologische und morphologische Anthropologie, 1940–1944.

    Rassendynamik von Ostasien. China und Japan, Tai und Kmer von der Urzeit bis heute, 1944.

    Atom und Psyche. Ein Deutungsversuch, 1954.

    Die Forschung am Menschen, T. 3: Psychologische und philosophische Anthropologie, 1954–1963.

    Türken. Kurden und Iraner seit dem Altertum. Probleme einer anthropologischen Reise, 1961.

    Herausgeberschaften:

    Zeitschrift für Rassenkunde, 1935–1944.

    Rasse, Volk, Erbgut in Schlesien, 1939–1942.

    Homo. Internationale Zeitschrift für die vergleichende Forschung am Menschen, 1949–1955.

    Aufsätze/Artikel/Bildveröffentlichungen:

    Rassenelemente der Sikh. Mit einem Anhang über biometrische Methoden, in: Zeitschrift für Ethnologie 52/53 (1920/21), S. 317–394. (Diss. phil. nat.)

    Menschenkundliche Zeitforderungen, in: Deutsche Politik 6 (1921), S. 572–576.

    A Comparative Anthropometry of 144 Punjabis, in: Man in India 3 (1923), S. 149–172.

    Results of Descriptions and Measurements of 68 Muhammadans from the Punjab. (Supplement), in: Man in India 3 (1923), S. 167–172.

    Eine Ergänzung der Weichteile auf Schädel- und Oberkörperskelett eines Neanderthalers, in: Zeitschrift für Anatomie und Entwicklungsgeschichte 77 (1925), S. 363–380.

    Variationen am Axillarrand der Scapula. (Sulcus axillaris teretis und Sulcus axillaris subscapularis), in: Anthropologischer Anzeiger 2 (1925), S. 217–228.

    Anthropologisch-klinische Maßtafel. Ein Hilfsmittel bei Rassen- und Körperbauuntersuchungen für den Arzt, Konstitutionsforscher und Anthropologen, 1926.

    Eine Studie über menschliche Körperproportionen und die Ursachen ihrer Variabilität, in: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien 56 (1926), S. 139–172.

    Beiträge zur Rassenmorphologie der Weichteilnase, in: Zeitschrift für Morphologie und Anthropologie 25 (1926), S. 171–220.

    Zur Technik und Bedeutung der Rumpflängenmessung, in: Anthropologischer Anzeiger 4 (1927), S. 62–74.

    1. Anthropologischer Bericht. Ceylon, in: Anthropologischer Anzeiger 4 (1927), S. 208–219.

    Die Indien-Expedition des Staatlichen Forschungsinstituts für Völkerkunde zu Leipzig. I. Ethnographischer Bericht. (Ceylon), in: Ethnologischer Anzeiger 1 (1928), S. [277]–[141].

    Überblick über Verlauf und Arbeiten der Deutschen Indien-Expedition 1926–1929, in: Tagungsberichte der Gesellschaft für Völkerkunde 1 (1930), S. 63–84.

    Der Zentral-Dekkan und die Rassengliederung Indiens. (Zugleich 7. und letzter anthropologischer Bericht der Deutschen Indien-Expedition), in: Anthropologischer Anzeiger 8 (1931/32), S. 89–103.

    Untersuchungen an philippinischen Negrito-Skeletten. Ein Beitrag zum Pygmäenproblem und zur osteomorphologischen Methodik, in: Zeitschrift für Morphologie und Anthropologie 29 (1931), S. 307–464.

    Die Rassengeschichte von Indien mit besonderer Berücksichtigung von Mysore, in: Zeitschrift für Morphologie und Anthropologie 32 (1933), S. 77–124.

    Rassenkunde und Rassenpflege im Unterricht, in: Deutsches Philologen-Blatt 41 (1933), S. 389–392.

    Qualitative Rassenhygiene, in: Volk und Rasse, Beilage der Schlesischen Zeitung v. 18.11.1933 zur ersten schlesischen Gautagung des NS-Ärztebunds.

    Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses, in: Reich und Länder (1933), H. 12, S. 3–16.

    Anlage und Durchführung von rassenkundlichen Gauuntersuchungen, in: Zeitschrift für Rassenkunde 2 (1935), S. 1–32.

    Ganzheits-Anthropologie, in: Zeitschrift für Rassenkunde 3 (1936), S. 1–10.

    Rassenuntersuchung Deutschlands, in: ebd., S. 162–171.

    Können Rassendiagnosen überhaupt exakt gestellt werden?, in: Zeitschrift für Rassenkunde 4 (1936), S. 145–157.

    Hormone und Boden. Die Stellung eines Problems, in: Landeskundliche Forschung. Festschrift Norbert Krebs, 1936, S. 67–82.

    Forschung in Süd- und Ostasien. I. Travancore, Cochinchina und Kambodscha, in: Zeitschrift für Rassenkunde 8 (1938), S. 294–333.

    Rechnen oder Sehen? Bemerkungen zur Methode der Rassensystematik, in: Zeitschrift für Rassenkunde 10 (1939), S. 189–198.

    Rassen im schlesischen Raum. Sinn und Ergebnisse der Rassenuntersuchung Schlesiens, in: Raumforschung und Raumordnung 3 (1939), S. 424–436.

    The history of anthropological research in India. Introduction, in: Lakshminarayanapuram Ananthakrishna Krishna Iyer (Hg.), The Travancore Tribes and Castes, Bd. 2, 1939, S. 15–55.

    Untersuchungen bei der indochinesischen Urbevölkerung der Moi, in: Zeitschrift für Rassenkunde 11 (1940), S. 115–153.

    Stadtanthropologie als bevölkerungsbiologische Aufgabe, in: Zeitschrift für Rassenkunde 12 (1941), S. 144–177.

    Völkerbiologische Probleme der Sahara. Die Anthropologie der Tuareg und Tebu und die Rassengeschichte der antiken West-Äthiopier, in: Beiträge zur Kolonialforschung, 1943, S. 169–240.

    Die Träger der afrikanischen Kulturen, in: Hugo Adolf Bernatzik (Hg.), Afrika. Handbuch der angewandten Völkerkunde, Bd. 1, 1947, S. 107–143.

    Menschheitsgedanke gegen Rassenwahn, in: Deutsche medizinische Rundschau 2 (1948), S. 518.

    Vom Wesen der Anthropologie. Eine Einführung. (Vortrag beim ersten Nachkriegstreffen der deutschen Anthropologen in Weinheim am 16. Oktober 1948), in: Homo 1 (1949/50), S. 1–13.

    Menschen und Menschendarstellungen der steinzeitlichen Höhlenkunst in Frankreich und Spanien, in: Zeitschrift für Morphologie und Anthropologie 44 (1952), S. 15–50 u. 295–344.

    Der Motor der ostasiatischen Völkerdynamik, in: Zeitschrift für Geopolitik 24 (1953), S. 69–78.

    Stammesgeschichte des Seelischen (Paläopsychologie), in: Gerhard Heberer (Hg.), Die Evolution der Organismen. Ergebnisse und Probleme der Abstammungslehre, Bd. 2, 21959, S. 1192–1242.

    Bibliografie:

    Dirk Preuß, Anthropologe und Forschungsreisender. Biographie und Anthropologie Egon Freiherr von Eickstedts (1892–1965), 2009, S. 365–375.

  • Literatur

    Manfred Schäfer, Egon von Eickstedt. Aspekte der Ganzheitsanthropologie, der Rassenkunde und der Indienforschung in seinem Werk, unveröff. Magisterarbeit, Universität Mainz, 1986.

    Andreas Lüddecke, Rassen, Schädel und Gelehrte. Zur politischen Funktionalität der anthropologischen Forschung und Lehre in der Tradition Egon von Eickstedts, 2000.

    Katja Geisenhainer, „Rasse ist Schicksal“. Otto Reche (1879–1966). Ein Leben als Anthropologe und Völkerkundler, 2002, bes. S. 325–346.

    Dirk Preuß, „Zeitenwende ist Wissenschaftswende“. Egon Freiherr von Eickstedt und die Neuanfänge der „Breslauer Schule“ in Leipzig und Mainz 1945–1950, in: Dirk Preuß/Uwe Hoßfeld/Olaf Breidbach (Hg.), Anthropologie nach Haeckel, 2006, S. 102–124.

    Dirk Preuß, Die „erste vorwiegend physisch-anthropologische Expedition überhaupt“? Die Deutsche Indien-Expedition 1926–1929, in: Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie 13 (2007), S. 119–133.

    Dirk Preuß, Anthropologe und Forschungsreisender“. Biographie und Anthropologie Egon Freiherr von Eickstedts (1892–1965), 2009.

    Dirk Preuß, „1933 brachte die Wandlung“. Rassen, Volkskörper und Anthropologie des „Deutschen Ostens“ bei Egon Freiherr von Eickstedt, in: Michael Fahlbusch/Ingo Haar (Hg.) Völkische Wissenschaften und Politikberatung im 20. Jahrhundert. Expertise und „Neuordnung“ Europas, 2010, S. 235–250.

    Katja Müller, Die Eickstedt-Sammlung aus Südindien. Differenzierte Wahrnehmungen kolonialer Fotografien und Objekte, 2015.

    Dirk Preuß, Egon Freiherr von Eickstedt, in: Michael Fahlbusch/Ingo Haar/Alexander Pinwinkler (Hg.), Handbuch der völkischen Wissenschaften. Akteure, Netzwerke, Forschungsprogramme, Bd. 1, 22017, S. 186–191.

  • Onlineressourcen

  • Autor/in

    Dirk Preuß (Hildesheim)

  • Zitierweise

    Preuß, Dirk, „Eickstedt, Egon von“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.04.2023, URL: https://www.deutsche-biographie.de/105237698.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA