Lebensdaten
1937 – 1979
Geburtsort
Duisburg
Sterbeort
Breese (Wendland)
Beruf/Funktion
Chemigraf (Druckplattenhersteller) ; Schriftsteller ; Librettist ; Literaturkritiker ; Lyriker
Konfession
römisch-katholisch (bis ca. 1970)
Normdaten
GND: 11851363X | OGND | VIAF: 44295820
Namensvarianten
  • Born, Klaus Jürgen
  • Born, Nicolas
  • Born, Klaus Jürgen
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Biografische Lexika/Biogramme

Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Born, Nicolas, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11851363X.html [25.04.2024].

CC0

  • Nicolas Born gilt als einer der führenden Köpfe jener literarischen Bewegung, die in den 1970er Jahren als Neue Subjektivität bezeichnet wurde. In seiner Lyrik wie auch in seiner Prosa war er ein sprachlich skrupulöser Beobachter der Weltlage, des Alltags, der Subjekte und des eigenen Ichs. Zugleich war Born ein wiederum diese Beobachtungen beobachtend Reflektierender – in der unentwegten Abwehr von zwanghaft Normativem dessen, was autoritativ Realität genannt wird, in der Suche nach und Aufmerksamkeit auf utopische, jähe Pozentiale des Glücks und der momentanen Selbstübereinkunft. Darin ist sein Werk einerseits ein besonders intensives Exempel seiner Zeit wie es andererseits überzeitliche Problemstellungen der Literatur enthält und beeindruckend beantwortet.

    Lebensdaten

    Geboren am 31. Dezember 1937 in Duisburg
    Gestorben am 7. Dezember 1979 in Breese (Wendland)
    Grabstätte Friedhof in Damnatz (Niedersachsen)
    Konfession römisch-katholisch (bis ca. 1970)
  • Lebenslauf

    31. Dezember 1937 - Duisburg

    1944 - 1949 - Emmerich-Praest (Niederrhein); Emmerich

    Schulbesuch

    Grundschule; Gymnasium

    1949 - 1952 - Essen-Altenessen

    Übersiedlung der Familie; Schulbesuch (Volksschulabschluss)

    Volksschule

    1952 - 1964 - Essen; seit 1963 Essen-Holsterhausen

    Ausbildung zum Chemigrafen; anschließende Tätigkeit in diesem Beruf

    Klischee-Anstalt Vignold; seit 1957 Krupp’sche Klischeeanstalt

    1955 - 1966

    Mitglied

    SPD

    1964 - Berlin-West

    Teilnahme am Literarischen Colloquium; Übersiedlung

    1968 - Nürtingen bei Stuttgart

    Übersiedlung

    1969 - 1970 - Iowa City (USA); weitere Orte

    Fellow des International Writing Program; Reisen

    Universität

    1971 - Berlin-Friedenau

    Übersiedlung

    1972 - 1973 - Rom

    Stipendiat

    Villa Massimo

    1973 - Langendorf (Wendland)

    Übersiedlung

    1975

    Mitherausgeber

    „Literaturmagazin“ des Rowohlt Verlag

    1975 - Essen

    Gastdozent

    Universität-Gesamthochschule

    1977 - Beirut (Libanon)

    zehnwöchiger Aufenthalt

    September 1978 - 1979 - (Frankfurt am Main-)Bergen-Enkheim

    Stadtschreiber

    1978 - Breese (Wendland)

    Übersiedlung

    7. Dezember 1979 - Breese (Wendland)
  • Genealogie

    Vater Hans-Werner Born 18.11.1905–30.10.1978 Polizeibeamter in Duisburg, Emmerich-Praest (Niederrhein) und Essen
    Mutter Helene Born, geb. Wieger Leiterin eines Lebensmittelgeschäfts in Duisburg (bis zur Heirat)
    Schwester Christa Born geb. 22.12.1939 Hausfrau
    1. Heirat 22.10.1961 in Essen
    Ehefrau Wilhelmine Christine Born, geb. Martinc Büroangestellte
    Tochter Undine Born-Marner, geb. Born geb. 24.5.1962 betreibt mit ihren Schwestern eine Internetseite über Born
    Scheidung (seit 1965 getrennt) 1966
    2. Heirat 12.11.1968 in Berlin
    Ehefrau Irmgard Born, geb. Masuhr geb. 29.7.1940 aus Riesenburg (Westpreußen, heute Prabuty, Polen); Dr. med.; Kinderärztin
    Tochter Rike-Marie Born geb. 17.11.1970 Dr. med.; Frauenärztin in Berlin-Siemensstadt; betreibt mit ihren Schwestern eine Internetseite über Born
    Tochter Anna Katharina Loix van Hooff , geb. Born geb. 27.5.1973 Journalistin, Schriftstellerin, Verlegerin in der Nähe von Paris und in Lüchow-Dannenberg (Wendland); Herausgeberin von Borns Werken; betreibt mit ihren Schwestern eine Internetseite über Born
    Diese Grafik wurde automatisch erzeugt und bietet nur einen Ausschnitt der Angaben zur Genealogie.

    Born, Nicolas (1937 – 1979)

    • Vater

      Werner Born

      18.11.1905–30.10.1978

      Polizeibeamter in Duisburg, Emmerich-Praest (Niederrhein) und Essen

    • Mutter

      Helene Born

      Leiterin eines Lebensmittelgeschäfts in Duisburg (bis zur Heirat)

    • Schwester

      Christa Born

      geb. 22.12.1939

      Hausfrau

    • 1.·Heirat

      in

      Essen

      • Ehefrau

        Christine Born

        Büroangestellte

    • 2.·Heirat

      in

      Berlin

      • Ehefrau

        Christine Born

        Büroangestellte

  • Biografie

    Born besuchte die Grundschule in Emmerich-Praest (Niederrhein) und kurzzeitig das Gymnasium in Emmerich, das er aus finanziellen Gründen verließ. Nach der Übersiedlung der Familie nach Essen 1949 war er bis 1952 Schüler der dortigen Volksschule, absolvierte danach eine Ausbildung zum Chemigrafen und arbeitete anschließend bis 1964 in diesem Beruf in Essen bei der Klischee-Anstalt Vignold; seit 1957 bei der Krupp’schen Klischeeanstalt. In dieser Zeit unternahm Born erste Schreibversuche und publizierte, gefördert von Ernst Meister (1911–1979) und seit 1962 unter dem Namen Nicolas Born, frühe Gedichte in Zeitschriften wie „Fliegende Blätter“ und „Neues Rheinland“. Im Frühjahr 1964 nahm er auf Einladung Walter Höllerers (1922–2003) am Literarischen Colloquium in Berlin-West teil, wo er Freundschaft u. a. mit Hans Christoph Buch (geb. 1944), Hermann Peter Piwitt (geb. 1935) und Friedrich Christian Delius (1943–2022) schloss und sich niederließ.

    Seit Anfang der 1960er Jahre erschienen auch Prosaarbeiten, 1965 Borns Debütroman: Geprägt vom Stil des Nouveau Roman ist „Der zweite Tag“ die ereignisarme, idiosynkratische Beobachtung des Verhältnisses eines Ichs zu seiner Umgebung im Ruhrgebiet und seiner selbst, geprägt von Detailwahrnehmungen und Fremdheitsgefühlen. Der Roman gibt sinnliche Eindrücke einer Reise wieder, die in Medienmustern gespiegelt, unablässig von Fantasien, Erinnerungen und Gefühlslagen ergänzt und bearbeitet werden. Selbstdistanzierte, meist düstere Wahrnehmungen des tristen Alltags und der Industrielandschaft im Ruhrgebiet und später Berlins wurden bleibende Charakteristika von Borns Prosa bis zu den postum veröffentlichten Erzählungen „Täterskizzen“ (1983). Auch Borns Lyrikband „Marktlage“ (1967), der von distanziert-gereizten Alltagsbeobachtungen, grüblerischen Selbstbefragungen und sensiblem Sprachbewusstsein gekennzeichnet ist, und die folgende Sammlung „Wo mir der Kopf steht“ (1970), verbinden subjektives Unbehagen mit Kritik an den gesellschaftlichen Zwängen des Alltags.

    1968 zog Born mit seiner zweiten Ehefrau nach Nürtingen bei Stuttgart, wo er, wie auch später immer wieder, für den Rundfunk (u. a. Südwestfunk, Westdeutscher Rundfunk, Sender Freies Berlin) arbeitete. Im September 1969 ging er für ein Jahr in die USA und lernte hier führende Literaten aus dem Umfeld der Beat Generation kennen, wie Allen Ginsberg (1926–1997) und Kenneth Patchen (1911–1972), sowie der New York School of Poets, wie Frank O’Hara (1926–1966) und Kenneth Koch (1925–2002), dessen Gedichte er in das Deutsche übersetzte („Vielen Dank. Gedanken und Spiele“, 1976). Von deren Lyrik beeinflusst, legte Born 1972 seinen Band „Das Auge des Entdeckers“ vor, der ein großer Erfolg wurde. Obwohl auch seine Gedichte um das Thema eines verfehlten, uneigentlichen, nichtgelebten Lebens kreisen, ist – bei aller Kritik der gesellschaftlichen Entfremdungsverhältnisse – ihr Tenor optimistischer als der der Gedichtbände zuvor und rekurriert auf Wünsche, Träume und Hoffnungen.

    In „Das Auge des Entdeckers“ deutet sich eine Tendenz an, die Borns Werk zunehmend bestimmte: die Suche nach utopischen Potenzialen des Alltags, die sich gegen das „Wahnsystem Realität“ (Die Welt der Maschine, S. 52) wehren und die Born in den Unscheinbarkeiten des Alltäglichen suchte. Die Theorie dieses Ansatzes reflektierte er in Essays, die postum als „Die Welt der Maschine“ (1983) erschienen. Sowohl seine weiteren Gedichte als auch seine Prosa kreisten um Epiphanien des Utopischen in einem Alltag, der für Born durch Kapitalverhältnisse, weltpolitische Bedrohungslagen, verhärtete Machtstrukturen sowie durch die standardisierte Sprache der Medienroutinen und Bilder zur normativen Erstarrung aller Beziehungen führe. Ein besonders eindrückliches Beispiel hierfür, gerade wegen seiner spielerischen Heiterkeit, Sprach- und Fantasielust, ist das Kinderbuch „Oton und Iton“ (1973), das Born während eines Aufenthalts als Stipendiat in der Villa Massimo in Rom 1972/73 verfasste.

    Borns Lyrik wurde zum Ausdruck eines Lebensgefühls der 1970er Jahre. Für Günter Kunert (1929–2019) war Born in dieser Zeit der „wichtigste zeitgenössische westdeutsche Dichter“ (in: Der Landvermesser, S. 41). Großes Lob, u. a. von Marcel Reich-Ranicki (1920–2013), erhielt er auch für seinen zweiten Roman „Die erdabgewandte Seite der Geschichte“ (1976), der aber zugleich teilweise von linken Kritikern (Roman Ritter, geb. 1943; Klaus Scherpe, geb. 1939) der Innerlichkeit und des Irrationalismus geziehen wurde. Wegen dieses Werk wird Born neben seinem Freund Peter Handke (geb. 1942) und Rolf Dieter Brinkmann (1940–1975) zu den führenden Vertreten der „Neuen Subjektivität“ gezählt.

    Born engagierte sich immer wieder politisch, so seit 1955 als Mitglied der SPD. 1965 engagierte er sich im Wahlkontor Deutscher Schriftsteller für Willy Brandt (1913–1962). Mit Delius, Buch, Gert Loschütz (geb. 1946) und Günter Grass (1927–2015) beteiligte er sich an regelmäßigen Treffen mit Lesungen und Diskussionen bei Hans Joachim Schädlich (geb. 1935), Günter Kunert (1929–2019), Sarah Kirsch (1935–2013) und Reiner Kirsch (1934–2015) sowie Volker Braun (geb. 1939) und Christa Wolf (1929–2011) in Berlin-Ost. 1969 trat er aus Protest gegen die Politik der Großen Koalition aus der SPD aus. Seit 1973 im Wendland lebend, zeugen hier entstandene Gedichte von seinem Kampf gegen das geplante Atommüll-Endlager Gorleben. Angeregt durch den Kriegsreporter des „Spiegel“ Kai Hermann (geb. 1938) unternahm Born 1977 eine zehnwöchige Recherchereise nach Beirut (Libanon). Seine Eindrücke verarbeitete er in dem Roman „Die Fälschung“ (1979), der eindringlich die Grausamkeiten des Bürgerkriegs wie den Alltag der dort anwesenden Journalisten schildert und die Diskrepanz zwischen dem Erlebnis der Gräuels und ihrer Darstellung in Medienberichten thematisiert. Borns erfolgreichster Roman wurde mehrfach wieder aufgelegt und in zahlreiche Sprachen übersetzt. 1981 kam Volker Schlöndorffs (geb. 1939) Verfilmung mit Bruno Ganz (1941–2019) und Hanna Schygulla (geb. 1943) in den Hauptrollen in die deutschen Kinos; 2009 produzierte der Bayerische Rundfunks eine fünfteilige Hörspielfassung unter der Regie von Michael Farin (geb. 1953). Born nahm mehrfach 1964 und 1967 an Treffen der Gruppe 47 teil. Von seiner engen Vernetzung in der bundesdeutschen Literaturszene zeugt die kritische Edition der „Briefe 1959–1979“ die seine Tochter Katharina 2007 vorlegte, die bereits 2004 Borns „Gedichte. Kritische Ausgabe“ ediert hatte. 2000 wurde in Lüchow (Wendland) die Nicolas Born-Stiftung gegründet mit dem Ziel, Materialien zu Born und seinem Werk zu archivieren sowie dessen Verbreitung und Erforschung zu fördern.

  • Auszeichnungen

    1964 Stipendium „Prosaschreiben“ des Literarischen Colloquiums, Berlin-West
    1965 Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für Literatur
    1969/70 Fellow des International Writing Program der Universität Iowa City (USA)
    1972 Mitglied des Deutschen PEN-Zentrums (Bundesrepublik)
    1972 Förderstipendiat des Kunstpreises Berlin-West
    1972/73 Stipendiat der Villa Massimo, Rom
    1975 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
    1975 Gastdozent an der Universität-Gesamthochschule Essen
    seit 1975 Jurymitglied des Petrarca-Preises der Hubert-Burda-Stiftung
    1977 Literaturpreis der Hansestadt Bremen für „Die erdabgewandte Seite der Geschichte“
    1978/79 Stadtschreiber in Bergen-Enkheim
    1978 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt
    1979 Rainer-Maria-Rilke Preis für Lyrik
    1988–1995 Nicolas-Born-Preis für Lyrik (Gedächtnispreis Hubert Burdas) (jährlich)
    seit 2000 Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen (jährlich)
    seit 2000 Nicolas Born-Stiftung, Lüchow (Wendland) (weiterführende Informationen)
    2005 Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik des Landes Baden-Württemberg und des Südwestrundfunks (postum)
    2007 Literaturpreis Ruhr des Regionalverbands Ruhr (postum mit Katharina Born)
    Nicolas Born Bibliothek, Dannenberg und Hitzacker (Elbtalaue, Wendland)
    Nicolas-Born-Schule (Oberschule), Dannenberg
  • Quellen

    Nachlass:

    Nicolas-Born-Archiv. Archiv der Akademie der Künste, Berlin. (literarischer Nachlass) (weiterführende Informationen)

    Nicolas-Born-Archiv. Niedersächsische Stipendiatenstätte Künstlerhof Schreyahn, Wustrow (Wendland). (Erst- u. fremdsprachige Ausgaben der Werke, Dokumentationen, Sekundärliteratur, Fotografien, Autografen, Tonträger, Erinnerungsstücke) (weiterführende Informationen)

    Weitere Archivmaterialien:

    Stadtschreiberarchiv Bergen-Enkheim, (Frankfurt am Main-) Bergen-Enkheim, Nicolas Born Archiv.

  • Werke

    Prosa:

    Der zweite Tag. Roman, 1965.

    Das Gästehaus. Gemeinschaftsroman des LCB, 1965.

    Oton und Iton. Kinderbuch, 1973.

    Die erdabgewandte Seite der Geschichte. Roman, 1976.

    Die Fälschung. Roman, 1979, Kinofilm, 1981, Regie: Volker Schlöndorff, Hörspiel, 5 T., Bayerischer Rundfunk 2009, Regie: Michael Farin.

    Täterskizzen. Erzählungen, hg. v. Ralf Junkereit, 1983.

    Lyrik:

    Marktlage. Lyrik, 1967.

    Wo mir der Kopf steht. Lyrik, 1970.

    Das Auge des Entdeckers. Lyrik, 1972.

    Gedichte 1967–1978, 1978.

    Nicolas Born. Gedichtauswahl, hg. v. Heidrun Löper, 1981.

    Gedichte 1967–1978. Jubiläumsausgabe, 1983.

    Ein Lied das jeder kennt. Gedichtauswahl, hg. v. Chris Hirte, DDR 1989.

    Gedichte, hg. u. mit einem Nachw. versehen v. Peter Handke, 1990.

    Gedichte, hg. v. Katharina Born, 2004.

    Liebesgedichte, hg. u. mit einem Nachw. versehen v. Tom Schulz, 2011.

    Essay:

    Die Welt der Maschine. Aufsätze und Reden, hg. v. Rolf Haufs, 1980.

    Briefe:

    Briefe 1959–1979, hg. v. Katharina Born, 2007.

    Herausgeberschaft:

    Literaturmagazin 3 u. 6–12, 1975–1979. (Mithg.)

    Übersetzungen:

    Wong May Wannsee-Gedichte, 1975.

    Kenneth Koch, Vielen Dank. Gedichte und Spiele, 1976.

  • Literatur

    Monografien und Sammelbände:

    Ton Naaijkens, Lyrik und Subjekt. Pluralisierung des lyrischen Subjekts bei Nicolas Born, Rolf Dieter Brinkmann, Paul Celan, Ernst Meister und Peter Rühmkorf, 1986.

    Heinrich Bosse/Ulrich A. Lampen, Das Hineinspringen in die Totschlägerreihe. Nicolas Borns Roman „Die Fälschung“, 1991.

    Jörg-Werner Kremp, Inmitten gehen wir nebenher. Nicolas Born. Biographie, Bibliographie, Interpretation, 1994.

    Anja Saupe, „Die erdabgewandte Seite der Geschichte“. Nicolas Borns Prosa, 1996.

    Christiane Beyer/Axel Kahrs (Hg.), Der Landvermesser. Gedenkbuch für Nicolas Born, 1999.

    Jörg Eggerts, Langsam kehrten die Farben zurück. Zur Subjektivität im Romanwerk, im lyrischen und literaturtheoretischen Werk Nicolas Borns, 2002.

    Heinz Ludwig Arnold (Hg.), Nicolas Born (text + kritik 170), 2006. (P)

    Sven Kramer/Martin Schierbaum (Hg.), Nicolas Born und die politische Literatur, 1967–1982, 2010.

    Markus Fauser/Martin Schierbaum (Hg.), Unmittelbarkeit. Brinkmann, Born und die Gegenwartsliteratur, 2016.

    Jan-Pieter Barbian/Erhard Schütz, Die Utopie des Alltäglichen. Nachdenken über Nicolas Born (1937–1979), 2019.

    Aufsätze und Beiträge:

    Alo Allkämper, „Warum sollte ich mich nicht in Widersprüche verwickeln?“. Nicolas Borns Probleme mit der Utopie, in: Zeitschrift für Deutsche Philologie 103 (1984), S. 576–603.

    Katja Stopka, „beobachtete Beobachter“. Literarische Derrealisierungstendenzen von Kriegsperspektiven. Am Beispiel der Journalistenromane „Die Fälschung“ von Nicolas Born und „Das Handwerk des Tötens“ von Norbert Gstrein, in: Carsten Gansel (Hg.), Kriegsdiskurse in Literatur und Medien nach 1989, 2011, S. 119–136.

    Nachrufe:

    Heinrich Vormweg, Die Gewißheit des Todes, in: Süddeutsche Zeitung v. 10.12.1979.

    Dieter Wellershoff, Sehnsucht nach Nähe, in: Kölner Stadt-Anzeiger v. 10.12.1979.

    Volker Hage, Aufstachelnde Melancholie und herbe Schönheit. Zum Tod des Lyrikers und Romanciers Nicolas Born, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.12.1979.

    Rolf Michaelis, Erdabgewandt. Zum Tode von Nicolas Born, in: Die Zeit v. 14.12.1979.

    Sarah Kirsch, Über Nicolas Born, in: Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung. Jahrbuch, 1979, H. 2. S. 112 f.

    Gedenkblätter für Nicolas Born, in: Martin Lüdke/Delf Schmidt (Hg.), Literaturmagazin 21: Nicolas Born zum Gedenken. Heinrich Mann heute, 1988, S. 124–14. (Beiträge v. Dieter Wellershoff, Hans Christoph Buch, Friedrich Christian Delius, Günter Grass, Peter Handke, Rolf Haufs, Bernd Jentzsch, Günter Kunert, Heinrich Maria Ledig-Rowohlt, Reinhard Lettau, Hans-Joachim Schädlich)

    Bodo Morshäuser, Temperaturen des Wollens. Eine Erinnerung an Nicolas Born, SWR 2 v. 12.7.2005.

  • Onlineressourcen

  • Porträts

    Bronzebüste v. Barbara Westphal (geb. 1942), Damnatz (Elbtalaue, Wendland).

  • Autor/in

    Erhard Schütz (Berlin)

  • Zitierweise

    Schütz, Erhard, „Born, Nicolas“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.01.2024, URL: https://www.deutsche-biographie.de/11851363X.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA