Rühmkorf, Peter
- Lebensdaten
- 1929 – 2008
- Geburtsort
- Dortmund
- Sterbeort
- Roseburg bei Hamburg
- Beruf/Funktion
- Schriftsteller ; Lektor ; Kritiker ; Dichter ; Verlagslektor ; Lektor <Verlag> ; Lyriker ; Drehbuchautor
- Konfession
- evangelisch-lutherisch,später konfessionslos
- Normdaten
- GND: 118603957 | GND-Explorer | OGND | VIAF
- Namensvarianten
-
- Rühmkorf, Peter Hans Gustav
- Leo Doletzki / Pseudonym (1952–1958)
- Franz Draak / Pseudonym
- Harry Flieder / Pseudonym (1956/57)
- Johannes Fontara / Pseudonym (1953)
- John Frieder / Pseudonym (1955/56 mit Werner Riegel)
- Hans Hingst / Pseudonym (1957/58)
- Rühmkorf, Peter
- Rühmkorf, Peter Hans Gustav
- Leo Doletzki / Pseudonym (1952–1958)
- leo doletzki / pseudonym
- Franz Draak / Pseudonym
- Harry Flieder / Pseudonym (1956/57)
- harry flieder / pseudonym
- Johannes Fontara / Pseudonym (1953)
- johannes fontara / pseudonym
- John Frieder / Pseudonym (1955/56 mit Werner Riegel)
- john frieder / pseudonym
- Hans Hingst / Pseudonym (1957/58)
- hans hingst / pseudonym
- Doletzki, Leo
- Fontara, Johannes
- Flieder, Harry
- Frieder, John
- Hingst, Hans
- Krause, Leslie
- Lyng, Pidder
- Lyng
- Meier, Leslie
- Torborg, Peter
- Weber, Hans Werner
- Ruehmkopf, Peter
- Ruehmkorf, Peter
- Rühmkorf-Buchholz
- Ruemkorf, Peter
- b19
- b20
- b21
- b22
- b23
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- b26
- b27
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- b29
- Rühmkorf, Pether
- Rühmkorf, Pether Hans Gustav
- Torborg, Pether
- Ruehmkopf, Pether
- Ruehmkorf, Pether
- Ruemkorf, Pether
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- Barth, Karl
- Benn, Gottfried
- Bernstein, F. W.
- Borchert, Wolfgang
- Borchert, Wolfgang
- Brecht, Bertolt
- Brockes, Barthold Heinrich
- Claudius, Matthias
- Eichendorff, Joseph von
- Enzensberger, Hans Magnus
- Gernhardt, Robert
- Grass, Günter
- Grass, Günter
- Heine, Heinrich
- Hölderlin, Friedrich
- Janssen, Horst
- Janssen, Horst
- Janssen, Horst
- Kästner, Erich
- Klopstock, Friedrich Gottlieb
- Lüthje, Hermann
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- Mueller-Stahl, Armin
- Naura, Michael
- Nawrath, Johannes
- Nawrath, Johannes
- Ohlbaum, Isolde
- Reich-Ranicki, Marcel
- Riegel, Werner
- Riegel, Werner
- Röhl, Klaus Rainer
- Schindehütte, Albert
- Schlotter, Eberhard
- Schlotter, Eberhard
- Schlüter, Wolfgang
- Soergel, Albert
- Traxler, Hans
- Waldschmidt, Arno
- Walther, von der Vogelweide
- Waschk-Balz, Doris
- Waschk-Balz, Doris
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-
Rühmkorf, Peter Hans Gustav
Pseudonyme: Leo Doletzki (1952–1958); Franz Draak; Harry Flieder (1956/57); Johannes Fontara (1953); John Frieder (1955/56 mit Werner Riegel); Hans Hingst (1957/58); Leslie Krause; Lyng(i)/Lüng/Lynghi/Lynkeus/Wang Lung/Pidder Lyng (1955–1957); Leslie Meier (1953–1960); Peter Torborg; Hans-Werner Weber (1955)
1929 – 2008
Peter Rühmkorf wurde v. a. als Lyriker und Essayist bekannt. Er verfasste zudem Dramen, Märchen und 1961 eine vielbeachtete Biografie Wolfgang Borcherts (1921–1947). Sein literarisches Œuvre wird von selbstkommentierenden und autobiografischen Texten begleitet, in denen die Auseinandersetzung mit der literarischen Tradition, der Reim als zentrales Gestaltungselement sowie das bewusste Verweilen in Paradoxien, im Halten von Gegensätzen ohne Synthese zentrale Themen bilden.
Lebensdaten
Peter Rühmkorf, Imago Images (InC) -
Autor/in
→Sina Röpke (Kiel)
-
Zitierweise
Röpke, Sina, „Rühmkorf, Peter“, in: NDB-online, veröffentlicht am 01.07.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118603957.html#dbocontent
Kindheit und Jugend
Rühmkorf wurde unehelich geboren, lernte seinen Vater nie kennen und wurde – zunächst von dieser verheimlicht – 1931 von seiner Mutter adoptiert. Sein Patenonkel war der reformierte Theologe Karl Barth (1886–1968). Seit 1936 besuchte er die Volksschule in Warstade-Hemmoor bei Stade, von 1940 bis zum Abitur 1950 das Athenaeum-Gymnasium in Stade, unterbrochen von einer Kinderlandverschickung 1941 und zweimaligem Einsatz als „Hitlerjunge“ zu Schanzarbeiten an der Nordseeküste. 1945 einberufen, entzog er sich dem Kriegseinsatz durch Vortäuschung einer Krankheit.
Seit 1943 schrieb Rühmkorf Verse, darunter regimekritische Montagen und Tendenzlyrik. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er seine literarischen Bemühungen fort und verfasste Schlagertexte, Antikriegsverse und Agitationssongs. 1947/48 zeichnete er mit seinem Mitschüler Ulrich Paar für die Schülerzeitschrift „Die Pestbeule“ verantwortlich.
Studium und erste literarische Projekte
1951 übersiedelte Rühmkorf nach Hamburg und studierte hier bis 1956 Pädagogik, dann Germanistik, Kunstgeschichte, Philosophie und Psychologie, ohne einen Abschluss zu erlangen. In dieser Zeit war er an der Gründung mehrerer künstlerischer Initiativen beteiligt, darunter die Neue Studentenbühne, der arbeitskreis progressive kunst, das Wolfgang-Borchert-Theater und das Studenten-Kabarett Die Pestbeule, das 1952 sein mit Klaus Rainer Röhl (1928–2021) verfasstes Stück „Die im Dunkeln sieht man nicht“ auf die Bühne brachte. Während der Studienzeit gab er zudem mit Werner Riegel (1925–1956) im Selbstverlag die hektografierte Zeitschrift „Zwischen den Kriegen. Blätter gegen die Zeit“ heraus, deren Inhalt sie meist zu Zweit bestritten, indem beide unter Pseudonymen schrieben. In diesem Blatt formulierten Rühmkorf und Riegel ihr „finistisches“ Programm bzw. dessen stilistische Ausprägung, die von Riegel so benannte „Schizografie“ als ein von Geschichtsskepsis und Endzeitbewusstsein erfüllter Versuch, den deutschen Expressionismus und die „individuelle Ausdrucksästhetik“ – v. a. der Prägung Gottfried Benns (1886–1956) – mit einer „politischen Wirkungsästhetik“ zu verbinden („Die Jahre die Ihr kennt. Anfälle und Erinnerungen“, 1972, S. 44). Ein zu Benn konträres Leitbild der frühen Jahre Rühmkorfs war Bertolt Brecht (1898–1956). Die poetische Umsetzung des finistischen Programms findet sich u. a. in Riegels und Rühmkorfs gemeinsam veröffentlichten Band „Heiße Lyrik“ (1956). Rühmkorfs Prägung durch den Expressionismus, vermittelt v. a. über die Schriften Albert Soergels (1880–1958), zeigte sich später auch in seiner viel beachteten Lyrikanthologie „131 expressionistische Gedichte“ (1976).
Seit 1955 arbeitete Rühmkorf unter Röhl an der Zeitschrift „studentenkurier“ (seit 1957 „konkret“) mit, in der er in der Kolumne „Leslie Meiers Lyrikschlachthof“ von 1956 bis 1958 Schreibweisen der Gegenwartslyrik wie die „modernisierte“ Naturlyrik, die hermetische Lyrik und die formalen Experimente der konkreten Poesie kritisierte, denen er einen von ihm so bezeichneten sensualistisch geprägten „Experimentalrealismus“ entgegenhielt. Die Kritik der Kolumne bündelte und vertiefte er 1962 in seinem vielbeachteten Essay „Das lyrische Weltbild der Nachkriegsdeutschen“.
Konsolidierung im literarischen Feld
Von 1958 bis 1964 und erneut 1967/68 arbeitete Rühmkorf als Lektor im Rowohlt-Verlag in Hamburg. Seit den 1960er Jahren entwickelten sich Bekanntschaften und Freundschaften mit Künstlern wie Hans Magnus Enzensberger (1929–2022), Günter Grass (1927–2015), Robert Gernhardt (1937–2006) und Horst Janssen (1929–1995), die z. T. in gemeinsame Veröffentlichungen mündeten. Während seiner ersten Zeit bei Rowohlt publizierte Rühmkorf mehrere Gedichtbände, darunter die Sammlungen „Irdisches Vergnügen in g. 50 Gedichte“ (1959) und „Kunststücke. Fünfzig Gedichte nebst einer Anleitung zum Widerspruch“ (1962) mit einer Vielzahl intertextueller Bezüge, die mit dem Mittel der Parodie die literarische und bildungssprachliche Tradition hinterfragten. Dazu nutzte er auch ungewöhnliche Ausdrucksformen wie Jargon und Werbesprache. Als Auftragsarbeit und Resultat seiner fortwährenden Beschäftigung mit Wolfgang Borchert (1921–1947) legte er 1961 die mehrfach aufgelegte Biografie „Wolfgang Borchert in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten“ vor. Darüber hinaus debütierte Rühmkorf 1960 in Aschaffenburg vor der Gruppe 47, an deren Treffen er bis zu ihrer Auflösung 1967 regelmäßig teilnahm, zu der er aber in kritischer Distanz blieb.
Seit den 1960er Jahren bildete die Auseinandersetzung mit der deutschsprachigen Lyriktradition eine Konstante in Rühmkorfs Werk. Wiederholt beschäftigte er sich mit Autoren wie Barthold Heinrich Brockes (1680–1747), Matthias Claudius (1740–1815) und Friedrich Gottlieb Klopstock (1724–1803). In späteren Jahren wandte sich Rühmkorf dem Stil Heinrich Heines (1797–1856) zu, dessen Kombination aus ästhetisch-formaler Kunstfertigkeit und politischem Engagement ihm als Vorbild diente. Rühmkorf entwickelte an Heine die Überzeugung, die Poesie sei Mittel und Weg, um gesellschaftliche Wirklichkeit und subjektiven Ausdruck in einer stets bedrohten Balance zu halten. Er gab dabei immer der Seite den Vorzug, die in seinen Augen im jeweils aktuellen Diskurs vernachlässigt wurde.
Lyrik-Krise, Theater und poetische Neuorientierung
Rühmkorf engagierte sich als Atomkraftgegner und unterstützte die frühe Studentenbewegung. Mit Grass gründete er 1967/68 die Initiative „Wir arbeiten nicht für Springer-Zeitungen“, distanzierte sich aber von Positionen der radikalen Linken, insbesondere von der RAF. Ernüchtert von den Spaltungen innerhalb der Linken, setzte er seine Gesellschaftskritik fort und näherte sich der SPD an. Auch die Wiedervereinigung Deutschlands 1989/90 enttäuschte ihn, weil die von ihm erhofften positiven Wechselwirkungen der beiden Staatssysteme ausblieben.
Seine Zweifel an der gesellschaftlichen Relevanz und Wirkmächtigkeit von Lyrik, die ihm in den 1960er Jahren, v. a. während seines Stipendienaufenthalts in der Villa Massimo in Rom 1964/65, entstanden waren und zeitlich mit der Bildung der Großen Koalition zusammenfielen, führten Rühmkorf zum Theater, das ihm in der Tradition von Brecht und Borchert als Raum für politische Aufklärung interessant erschien. In seinen Parabelstücken „Was heißt hier Volsinii? Bewegte Szenen aus dem klassischen Wirtschaftsleben“ (1969), „Lombard gibt den Letzten“ (1972) und „Die Handwerker kommen. Ein Familiendrama“ (1974), die beim Publikum nicht reüssierten, operierte er mit ironischen Brechungen und Verfremdungseffekten.
Erfolgreicher war Rühmkorf mit seiner kommentierten Sammlung von Versen des „Volksmundes“ in seinem Bestseller „Über das Volksvermögen. Exkurse in den literarischen Untergrund“ (1967), in dem er das Prinzip des ironisch-spielerischen Gegengesangs aufgriff, das er bereits an Kanon-Gedichten von Klopstock, Claudius, Friedrich Hölderlin (1770–1843) und Joseph von Eichendorff (1788–1857) erprobt hatte. 1972 veröffentlichte er seine erste Autobiografie „Die Jahre die Ihr kennt. Anfälle und Erinnerungen“, eine Montage aus Textfragmenten, die als bewusst subjektive „Gegen-Erinnerung“ den Versuch darstellten, eine kritische Auseinandersetzung mit der Gesellschaft zu leisten und sich zugleich darin zu verorten.
Rühmkorfs Auseinandersetzung mit politischen Inhalten und seine gescheiterten Versuche, durch seine Texte gesellschaftspolitische Wirkung zu erzielen, führten zu einer persönlichen und v. a. poetischen Krise und ließen ihn seine Rolle als Schriftsteller defensiver interpretieren. Er kehrte zur Lyrik zurück, die er aufgrund ihres Autonomieanspruchs als „utopischen Raum“ begriff, in dem dennoch zusammenhängender gefühlt werden könne als in der „wirklichen Welt“ (Einfallskunde, in: „Haltbar bis 1999. Gedichte“, 1979, S. 110). Seine Beschäftigung mit Walther von der Vogelweide (um 1170–um 1230) beendete diese Krise, wie der Band „Walther von der Vogelweide, Klopstock und ich“ (1975) belegt, in dem Rühmkorf Essays und Übertragungen der mittelhochdeutschen Gedichte Walthers mit eigenen Gedichten vereinte. Zurückgekehrt zum Gedichteschreiben, legte er 1976 den Sammelband „Wer Lyrik schreibt ist verrückt. Gesammelte Gedichte“, vor, der Gedichte aus der Zeit von 1953 bis 1975 enthält. 1977 folgte mit „Phönix voran! Gedichte“ ein neuer Gedichtband. Seit dieser Zeit erhielt Rühmkorf viele prestigeträchtige Auszeichnungen, u. a. 1993 den Georg-Büchner-Preis.
Späte Lyrik, Märchen und Autobiografik
In Gedichtbänden seit Ende der 1970er Jahre wie „Einmalig wie wir alle“ (1989) griff Rühmkorf auf seine bevorzugten Verfahren wie Parodie, Montage, intertextuelle Anspielungen und Zitate sowie daraus resultierende Stilmischungen zurück und versuchte, poetische Grenzen zu überschreiten und die Selbstverortung in der literarischen Tradition zu erweitern, was er u. a. in „Strömungslehre I. Poesie“ (1978) literaturtheoretisch reflektierte. Der Rühmkorfs Lyrik kennzeichnende Balanceakt zwischen künstlerischem Ausdruck und aufklärerischer Absicht wurde seit 1980 auch in „aufgeklärten Märchen“ wie „Auf Wiedersehen in Kenilworth. Ein Märchen in dreizehn Kapiteln“ (1980) und „Der Hüter des Misthaufens. Aufgeklärte Märchen“ (1983) deutlich, die ein breiteres Publikum erreichten.
Rühmkorf experimentierte in seinem gesamten Werk mit dem Reim, den er in den 1970er Jahren gegen den Trend zu reimloser Lyrik verteidigte. Der Geschichte und Funktion des Reims widmete er sich 1980 in seiner Frankfurter Poetikvorlesung, die 1981 u. d. T. „agar agar – zaurzaurim. Zur Naturgeschichte des Reims und der menschlichen Anklangsnerven“ erschien. Rühmkorfs Faszination für die Intonation von Lyrik, seine Offenheit für unkonventionelle Präsentationsformen seiner Gedichte und sein Versuch, sich in eine Sängertradition, ausgehend von Walther von der Vogelweide, einzureihen, hatten sich schon in den 1960er Jahren an publikumsorientierten Lesungen gezeigt, etwa in „Lyrik auf dem Markt“ (1966) vor der Hamburger Börse mit dem Jazzpianisten Michael Naura (1934–2017) und dessen Quartett. Gemeinsam entwickelten sie das Projekt „Lyrik und Jazz“ über die nächsten Jahrzehnte stetig weiter und erreichten durch das Zusammenspiel ein großes Publikum. Die Zusammenarbeit gipfelte u. a. in der Publikation einer Kassette mit Begleitband „Phönix voran!“ (1987), an der auch Wolfgang Schlüter (1933–2018) mitwirkte. Über die Entstehung seiner Gedichte äußerte sich Rühmkorf immer wieder ausführlich, so 1989 in dem Band „Einmalig wie wir alle“, der neben Gedichten deren Vorstufen und kommentierende Aufsätze sowie Briefe enthält, und in der voluminösen Dokumentation der Entstehung eines einzelnen Gedichts mitsamt aller Umarbeitungen und Zwischenfassungen, „Selbst III/88. Aus der Fassung“ (1988). In den späten Gedichtbänden „Wenn – aber dann. Vorletzte Gedichte“ (1999) und „Paradiesvogelschiß. Gedichte“ (2008) setzte sich Rühmkorf mit den Möglichkeiten des lyrischen Sprechens auseinander und verhandelte – stets selbstreflexiv – konventionelle Themen wie Zeitkritik, Liebe, Vergänglichkeit und Tod.
Bedeutung erlangte Rühmkorf auch als Herausgeber, u. a. von Textsammlungen zu Riegel, Borchert, Klopstock und Erich Kästner (1899–1974) sowie von Anthologien. Daneben produzierte er, v. a. in seiner Frühzeit, Filme und Tondokumente. Sein vielgestaltiges Werk runden drei umfangreiche autobiografische Texte ab: „Die Jahre die Ihr kennt. Anfälle und Erinnerungen“ (1972) beschäftigt sich mit seiner Entwicklung von der Kindheit bis Anfang der 1970er Jahre; „TABU I. Tagebücher 1989–1991“ (1995) setzt sich mit der Zeit und Mitmenschen während der Wendejahre 1989–1991 auseinander; „TABU II. Tagebücher 1971–1972“ (2004) ist ein selbstreflexiver Rückblick auf sein Tagebuchschreiben.
Rezeption und Würdigung
Zu Rühmkorfs frühesten Lesern gehörte Enzensberger. Obwohl in permanenter Konkurrenzsituation stehend, blieben beide lebenslang verbunden. Gernhardt bezeichnete Rühmkorf als „Lehrer“ (Nachwort zu: Peter Rühmkorf, „Lethe mit Schuß“, 1998, S. 130). Besonders die Verbindung von Komik und Artifizialität verband die beiden Schriftsteller. Grass widmete Rühmkorf mehrere Gedichte, Matthias Politycki (geb. 1955) bezeichnete ihn als seinen „Lieblingsdichter“ und als „Meßlatte“ für die Gegenwartslyrik (Er und kein anderer!, in: Der Spiegel v. 9.6.2008). Mit Marcel Reich-Ranicki (1920–2013) pflegte Rühmkorf über mehrere Jahrzehnte eine spannungsreiche Beziehung, die sich v. a. in einem ausgeprägten Briefwechsel widerspiegelt. Ein Zerwürfnis der Beiden anlässlich von Grass’ „Ein weites Feld“ führte zu einer Unterbrechung der Beziehung zwischen 1995 und 2000.
Rühmkorfs Stellung im literarischen Betrieb war stets bedeutend, aber nie ganz etabliert. Im Verhältnis zu anderen Nachkriegsautoren und -autorinnen blieb die Rezeption in der Bundesrepublik zunächst gering, ehe sie in späte Anerkennung mündete. Auch in der DDR wurden einzelne Werke Rühmkorfs wie der Märchenband „Der Hüter des Misthaufens“ u. d. T. „Dintemann und Schindemann. Aufgeklärte Märchen“ (1985) und die „Kleine Fleckenkunde“ (1988) als Lizenzausgaben verlegt. 1986 wurde Rühmkorf zum korrespondierenden Mitglied der Akademie der Künste der DDR gewählt und damit durch die höchste DDR-Kulturinstitution anerkannt. Rühmkorfs Rezeption im Ausland setzte in den 1960er Jahren mit der Veröffentlichung von Einzeltexten in renommierten Publikationsorganen ein. In späteren Jahren erfolgten Übersetzungen in zahlreiche Weltsprachen. Seit 2022 erscheinen Rühmkorfs sämtliche Werke im Rahmen der kommentierten „Oevelgönner Ausgabe“.
| 1958 | Hugo-Jacobi-Preis |
| 1961 | Mitglied des Verbands Deutscher Schriftsteller |
| 1964 | Mitglied der Freien Akademie der Künste, Hamburg |
| 1964/65 | Stipendiat der Villa Massimo, Rom |
| 1973 | Mitglied des Deutschen PEN-Zentrums (Bundesrepublik) |
| 1976 | Stadtschreiber von Bergen-Enkheim (weiterführende Informationen) |
| 1976 | Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt |
| 1977 | Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt |
| 1979 | Erich-Kästner-Preis für Literatur der Erich Kästner Gesellschaft e. V. |
| 1979 | Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe |
| 1980 | Alexander-Zinn-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg |
| 1980 | Literaturpreis der Stadt Bremen |
| 1984 | Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft, Düsseldorf |
| 1986 | Arno Schmidt Preis der Arno Schmidt Stiftung |
| 1986–2008 | Mitglied der Akademie der Künste, Berlin(-Ost) (bis 1990 korrespondierendes Mitglied) |
| 1987 | documenta-Schreiber der Stadt Kassel und Literaturpreis der Kunstausstellung documenta |
| 1987–2008 | Mitglied der Akademie der Künste, Berlin(-West) |
| 1988 | Heinrich-Heine-Preis des Ministeriums für Kultur der DDR |
| 1989 | Dr. h. c., Universität Gießen |
| 1993 | Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt |
| 1993 | Justinus-Kerner-Preis der Stadt Weinsberg bei Heilbronn |
| 1993 | Plakette der Freien Akademie der Künste, Hamburg |
| 1994 | Medaille für Kunst und Wissenschaft der Freien und Hansestadt Hamburg |
| 1996 | Preis der SWR-Bestenliste |
| 1996 | Walter-Hasenclever-Literaturpreis |
| 1999 | Dr. h. c., Universität Göttingen |
| 2000 | Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz |
| 2000 | Hoffmann-von-Fallersleben-Preis für zeitkritische Literatur der Hoffmann-von-Fallersleben-Gesellschaft |
| 2000 | Johann-Heinrich-Voß-Preis für Literatur und Politik der Stadt Otterndorf, der Niederelbe-Zeitung und der Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln |
| 2002 | Joachim-Ringelnatz-Preis der Stadt Cuxhaven |
| 2003 | Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen |
| 2005 | Erik-Reger-Preis der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz |
| 2009 | Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor der Stiftung Brückner-Kühner und der Stadt Kassel |
Nachlass:
Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar.
Weitere Archivmaterialien:
Stadtmuseum München, Nachlass Hans Westhoff.
Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn, Nachlass Eva Rühmkorf, 1/ERAE000 001-1ERAE000 084.
Gedichte:
Werner Riegel/Peter Rühmkorf, Heiße Lyrik, 1956.
Irdisches Vergnügen in g. Fünfzig Gedichte, 1959.
Kunststücke. Fünfzig Gedichte nebst einer Anleitung zum Widerspruch, 1962.
Gemischtes Doppel. Mit acht Lithographien v. Wolff Buchholz, 1967.
Walther von der Vogelweide, Klopstock und ich, 1975.
Gesammelte Gedichte, 1976.
Haltbar bis 1999. Gedichte, 1979.
Im Fahrtwind. Gedichte und Geschichte, 1980.
Es muß doch einen zweiten Weg ums Gehirn rum geben, 1981.
Kleine Fleckenkunde, 1982.
Phönix voran! Hg. u. mit e. Nachw. versehen v. Klaus Schuhmann, 1982.
Außer der Liebe nichts. Liebesgedichte, 1986.
Selbstredend und selbstreimend. Gedichte – Gedanken – Lichtblicke. Auswahl u. Nachw. v. Peter Bekes, 1987.
Peter Rühmkorf/Michael Naura/Wolfgang Schlüter, Phönix voran! Mit Ton-Cassette, 1987.
Einmalig wie wir alle, 1989.
Selbst III/88. Aus der Fassung, 1989.
Komm raus. Gesänge, Märchen, Kunststücke, hg. v. Klaus Wagenbach, 1992.
Laß leuchten! Memos, Märchen, TaBu, Gedichte, Selbstporträt mit und ohne Hut, hg. v. Marcel Hartges, 1993.
Gedichte, 1996.
Lethe mit Schuß. Gedichte, ausgew. u. mit einem Nachw. versehen v. Robert Gernhardt, 1998.
Wenn – aber dann. Vorletzte Gedichte, 1999.
Robert Gernhardt/Peter Rühmkorf, In gemeinsamer Sache. Gedichte über Liebe und Tod, Natur und Kunst, 2000.
Ansteckendes Pfeifen. Grafik und Gestaltung Svato Zapletal, 2004.
Aufwachen und Wiederfinden. Gedichte, 2007.
Paradiesvogelschiß. Gedichte, 2008.
Autobiografisches:
Die Jahre die Ihr kennt. Anfälle und Erinnerungen, 1972.
Tabu I. Tagebücher 1989–1991, 1995.
Ich habe Lust, im weiten Feld … Betrachtungen einer abgeräumten Schachfigur, 1996.
Von mir – zu euch – für uns, 1999.
Tabu II. Tagebücher 1971–1972, 2004.
Wenn ich mal richtig ICH sag … Ein Bilder-Lesebuch, 2004.
Prosa, Essays und Poetik:
Wolfgang Borchert in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, 1961.
Über das Volksvermögen. Exkurse in den literarischen Untergrund, 1967.
Strömungslehre 1. Poesie, 1978.
Auf Wiedersehen in Kenilworth. Ein Märchen in dreizehn Kapiteln. Mit Zeichnungen v. Albrecht Schindehütte, 1980.
Agar agar – zaurzaurim. Zur Naturgeschichte des Reims und der menschlichen Anklangsnerven, 1981.
Der Hüter des Misthaufens. Aufgeklärte Märchen, 1983.
Blaubarts letzte Reise. Ein Märchen mit Zeichnungen v. Sascha Juritz, 1983.
Bleib erschütterbar und widersteh. Aufsätze – Reden – Selbstgespräche, 1984.
Dintemann und Schindemann. Aufgeklärte Märchen. Mit einem Nachw. v. Jürgen Grambow, 1985.
Dreizehn deutsche Dichter, 1989.
Deutschland, ein Lügenmärchen, 1993.
Die Last, die Lust und die List. Aufgeklärte Märchen, 1996.
[Ein Buch der Freundschaft], hg. v. Theo Rommerskirchen, 1996.
Wo ich gelernt habe, 1999.
Horst Janssen. Mein lieber Freund und Kompanjung, hg. v. Thomas C. Garbe, 1999.
„Das Lied der Deutschen“. Mit einem Essay v. Heinz Ludwig Arnold über Peter Rühmkorf, 2001.
Funken fliegen zwischen Hut und Schuh. Lichtblicke, Schweifsterne, Donnerkeile, ausgew. u. hg. v. Stefan Ulrich Meyer, 2003.
Herausgeberschaften:
Peter Rühmkorf/Werner Riegel, Zwischen den Kriegen. Blätter gegen die Zeit (bis Nr. 3, 1953, mit dem Untertitel: Blätter in die Zeit), 1952–1956.
Werner Riegel, Gedichte und Prosa. Nachw. v. Peter Rühmkorf, 1961.
Wolfgang Borcher, Die traurigen Geranien und andere Geschichten aus dem Nachlaß, hg. mit einem Nachw. v. Peter Rühmkorf, 1962.
Friedrich Gottlieb Klopstock, Gedichte, ausgew. v. Peter Rühmkorf, 1969.
Jochen Steffen/Günter Wallraff/Peter Rühmkorf/Klaus Rainer Röhl, Das da. Monatsmagazin für Kultur und Politik, 1974–1977.
Hermann Peter Piwitt/Peter Rühmkorf, Literaturmagazin 5. Das Vergehen von Hören und Sehen. Aspekte der Kulturvernichtung, 1976.
131 expressionistische Gedichte, 1976.
Erich Kästner, Gedichte. Auswahl u. Nachw. v. Peter Rühmkorf, 1981.
Bertolt Brecht, Gedichte, ausgew. v. Peter Rühmkorf, [1985].
Mein Lesebuch, 1986.
Werner Riegel, „… beladen mit Sendung Dichter und armes Schwein“, 1988.
„Lesen ist schrecklich!“ Das Arno-Schmidt-Lesebuch, hg. u. mit einem Nachw. v. Peter Rühmkorf, 1997.
Die Geschichte vom Lastkran, der eine Schiffssirene sein wollte. Prosa, Lyrik, Szenen & Essays. Texte zum 12. Würth Literaturpreis, 2002.
Dramen:
Peter Rühmkorf/Klaus Rainer Röhl, Die im Dunkeln sieht man nicht, 1952.
Was heißt hier Volsinii? Bewegte Szenen aus dem klassischen Wirtschaftsleben, 1969.
Lombard gibt den Letzten. Ein Schauspiel, 1972.
Die Handwerker kommen. Ein Familiendrama, 1974.
Korrespondenz:
Zwischen den Kriegen. Werner Riegel, Klaus Rainer Röhl und Peter Rühmkorf – Briefwechsel mit Kurt Hiller 1953–1971. Mit einem Nachw. v. Peter Rühmkorf u. Erinnerungen v. Klaus Rainer Röhl, hg. v. Rüdiger Schütt, 2009.
Marcel Reich-Ranicki/Peter Rühmkorf, Der Briefwechsel, hg. v. Christoph Hilse/Stephan Opitz. Eine Edition der Arno Schmidt Stiftung in Verbindung mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, 2015.
Des Reiches genialste Schandschnauze. Texte und Briefe zu Walther von der Vogelweide, hg. v. Stephan Opitz, 2017.
Werkausgaben:
Werke, 4 Bde., 2001–2007.
Oevelgönner Ausgabe, hg. v. Susanne Fischer/Hans-Edwin Friedrich/Stephan Opitz, seit 2022, geplant 21 Bde.
Bibliografien:
Edith Ihekweazu, Peter Rühmkorf. Bibliografie. Essay zur Poetik, 1984.
Wolfgang Rasch, Bibliographie Peter Rühmkorf, 3 Bde., 2004–2019.
Monografien und Sammelbände:
Theodor Verweyen, Eine Theorie der Parodie. Am Beispiel Peter Rühmkorfs, 1973.
Peter Bekes/Michael Bielefeld, Peter Rühmkorf, 1982.
Herbert Uerlings, Die Gedichte Peter Rühmkorfs. Subjektivität und Wirklichkeitserfahrung in der Lyrik, 1984.
Sabine Brunner, Rühmkorfs Engagement für die Kunst, 1985.
Dieter Lamping/Stephan Speicher (Hg.), Peter Rühmkorf. Seine Lyrik im Urteil der Kritik, 1987.
Heinz Ludwig Arnold, Peter Rühmkorf (Text + Kritik 97), 1988. (W, P)
Manfred Durzak/Hartmut Steinecke (Hg.), Zwischen Freund Hein und Freund Heine. Peter Rühmkorf. Studien zu seinem Werk, 1989.
Sabine Ludwig, Studien zur Sprache Peter Rühmkorfs. Zum zynischen Moment seiner Lyrik, 2009.
Jan Bürger/Stephan Opitz (Hg.), „Lass leuchten!“ Peter Rühmkorf zwischen Aufklärung, Romantik und Volksvermögen, 2010.
Verena Paul, „Schreiben mit gespaltener Feder“. Peter Rühmkorfs äshtetisch-politisches Doppelengagement, 2012.
Bernd Erhard Fischer, Angelika Fischer, Peter Rühmkorf in Altona, 2012.
Peter Bekes, Peter Rühmkorf, 2014.
Rüdiger Zymner/Hans-Edwin Friedrich (Hg.), Gedichte von Peter Rühmkorf. Interpretationen, 2015.
Hans-Edwin Friedrich/Barbara Potthast (Hg.), Peter Rühmkorfs Lyrik, 2015.
Bernd Rauschenbach (Hg.), Sämtliche Gedichte 1956–2008, mit einer Auswahl der Gedichte von 1947–1955, 2016.
Martin Kölbel (Hg.), Zwischen den Kriegen. Blätter gegen die Zeit: Eine Zeitschrift von Werner Riegel und Peter Rühmkorf. Eine Edition der Arno Schmidt Stiftung, 2019.
Deutsches Literaturarchiv Marbach (Hg.), Lass leuchten! Peter Rühmkorf – selbstredend und selbstreimend, 2020.
Susanne Fischer/Hans-Edwin Friedrich/Stephan Opitz, „Wo ich gelernt habe“. Peter Rühmkorf und die Tradition, 2021.
Barbara Potthast/Stephan Opitz (Hg.), Kunst im Restauratorium. Über Spiel- und Denkräume in den 50er Jahren, ausgehend von einem Essay Peter Rühmkorfs, 2025.
Aufsätze:
Michael Braun, Die Natur der Musen. Loreley-Gedichte von Franz Josef Czernin, Ulla Hahn, Uwe Kolbe und Peter Rühmkorf, in: Internationale Zeitschrift für Kulturkomparatistik 4 (2021), S. 111–126.
Jano Sobottka, Poetische Zeitgenossenschaft in den Wendetagebüchern von Peter Rühmkorf, Walter Kempowski und Günter Grass, in: Germanistik in Ireland 15 (2021), S. 125–142.
Andreas F. Kelletat, Übersetzen als „parteiisch sondierendes Recycling“. Peter Rühmkorfs Umgang mit Leben und Werk des Walther von der Vogelweide, in: ders., Wem gehört das übersetzte Gedicht? Studien zur Interpretation und Übersetzung von Lyrik, 2022, S. 145–178.
Stephan Opitz, „agar agar“ und das niemals auszulesende „Marionettentheater“. Peter Rühmkorf und Heinrich von Kleist, in: Ach, Kleist! Das Jahrbuch für alle, die etwas (Neues) zu sagen haben 4 (2022), S. 9–19.
Markus Neumann, „Auch sieh dir Rilke an“. Zu Peter Rühmkorfs Gedicht „Drei Arten“, in: Wirkendes Wort 73 (2023), S. 107–120.
Alexandra Juster, Peter Rühmkorfs „anderes“ Blaubart-Märchen. Eine Inszenierung der Mutter-Sohn-Beziehung, in: Märchenspiegel 35 (2024), H. 2, S. 2–12.
Anne Uhrmacher, Peter Rühmkorfs Sammlung „Über das Volksvermögen“ (1967), in: Nicole Mattern/Stefan Neuhaus (Hg.), Handbuch Literatur und Kultur der Wirtschaftswunderzeit, 2024, S. 459–474.
Lexikonartikel:
Frank Möbus, Art. „Peter Rühmkorf“, in: Ursula Heukenkamp/Peter Geist (Hg.), Deutschsprachige Lyriker des 20. Jahrhunderts, 2006, S. 460–470.
Peter Bekes, Art. „Peter Rühmkorf“, in: Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, 35./58./90. Nachlieferung, 2008, S. I–X.
Hans-Gerd Winter, Art. „Peter Rühmkorf“, in: Bernd Lutz/Benedikt Jeßing (Hg.), Metzler Lexikon Autoren, 42010, S. 655–657.
Hans-Gerd Winter, Art. „Peter Rühmkorf“, in: Franklin Kopitzsch/Dirk Brietzke (Hg.), Hamburgische Biografie, Bd. 5, 2010, S. 313–316.
Gunther Witting/Theodor Verweyen/Günter Baumann, Art. „Peter Rühmkorf“, in: Wilhelm Kühlmann (Hg.), Killy Literaturlexikon, Bd. 10, 22011, S. 95–98.
Dokumentarfilm:
Wortwechsel. Peter Rühmkorf im Gespräch mit Gabriele von Arnim, SWF 1996.
Rühmkorf Forschungsstelle, Universität Kiel.
Arno-Schmidt-Stiftung, Peter Rühmkorf. (P)
Stephan Opitz, Peter Rühmkorf, in: Literaturland SH, 24.6.2021. (P)
Peter Rühmkorf, Selbst III/88, in: peter-ruehmkorf.de.
Peter Rühmkorf, Lesungen, 1971–2003, in: dichterlesen.net.
Hans-Gerd Winter, Peter Rühmkorf, in: Hamburger Persönlichkeiten.
Peter Rühmkorf, in: Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren.
Porträts zahlreicher Künstler im Nachlass, Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar.
Fotografien v. Isolde Ohlbaum (geb. 1953), 1970er bis 1990er Jahre, Bayerische Staatsbibliothek München, Bildarchiv.
Karikatur v. Henry Meyer-Brockmann (1912–1968), 1967, Abbildung in: ders., Brockmanns gesammelte Siebenundvierziger. 100 Karikaturen literarischer Zeitgenossen, 1967, S. 81.
Illustration und Porträt v. Horst Janssen (1929–1995), Abbildung in: Peter Rühmkorf, Haltbar bis 1999. Gedichte, 1979, Umschlag u. S. 7.
Linolschnitt v. Johannes Nawrath (geb. 1955), 1986, Abbildung in: Peter Rühmkorf, Wenn ich mal richtig Ich sag. Ein Bilder-Lesebuch, 2004, S. 143.
Büste (Bronze auf Steinsockel) v. Doris Waschk (1942–2025), 1990, Abbildung in: Peter Rühmkorf, Wenn ich mal richtig Ich sag. Ein Bilder-Lesebuch, 2004, S. 140.
Gemälde (Öl/Leinwand) v. Eberhard Schlotter (1921–2014), 1995, Privatbesitz, Abbildung in: Frank Möbus/Friederike Schmidt-Möbus (Hg.), Dichterbilder. Von Walther von der Vogelweide bis Elfriede Jelinek, 2003, S. 182 f.
Zeichnung v. Hermann Lüthje v. 5.4.1998, Abbildung in: Verena Lüthje (Hg.), Geburtstagsgäste für Eckart Cordes. Kieler Schloß 18. April 1998, 1999.
Doppelporträt Horst Janssen/Peter Rühmkorf v. Horst Janssen (1929–1995), Abbildung in: Peter Rühmkorf, „Mein lieber Freund und Kompanjung“. Horst Janssen, 1999, Einband.
Lithografie v. Frithjof Schaebs, Abbildung in: ders., Literarische Drucksache 7 (2000).
zehn Zeichnungen, Radierungen, Gemälde (Öl/Leinwand) v. Eberhard Schlotter (1921–2014), 1991–1995, Abbildungen in: Irena Stiefel, Eberhard Schlotter. Autorenporträts, 2001, S. 72–81 u. S. 128 f.
Zeichnung (Tusche auf Papier) v. Armin Mueller-Stahl (geb. 1930), 2001, Abbildung in: ders., Portraits. Malerei und Zeichnung, 2006, S. 101.
Porträts v. Albert Schindehütte (geb. 1939) und Johannes Nawrath (geb. 1955), Holzschnitt v. Arno Waldschmidt (1936–2017), Karikaturen v. Hans Traxler (geb. 1929) und F. W. Bernstein (1938–2018), Abbildungen in: Peter Rühmkorf, Wenn ich mal richtig Ich sag. Ein Bilder-Lesebuch, 2004, S. 141–143.
Bronzestatue Bildhauer Thomas Duttenhoefer, 2006, Literaturarchiv Marbach.
Lithografie (Rühmkorf auf dem Totenbett) v. Günter Grass (1927–2015), 2008, Abbildung in: ders., Sechs Jahrzehnte. Ein Werkstattbericht, hg. v. G. Fritze Margull/Hilke Ohsoling, 2014, S. 546.
Terrakottafigur (Grabmal) v. Doris Waschk-Balz (1942–2025), 2008, Hauptfriedhof Hamburg-Altona.