Lebensdaten
1880 bis 1956
Geburtsort
Lügde (Westfalen)
Sterbeort
Rom
Beruf/Funktion
Jesuit ; Theologe ; Philosoph
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116076364 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Pelster, Franz
  • Pelster, Franciscus

Quellen(nachweise)

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Zitierweise

Pelster, Franz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116076364.html [17.07.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Gerhard (um 1840–85), Stadtsekr. in Warendorf (Münsterland), seit 1871 Bgm. in L., S d. Heinrich, Weber in Warendorf u. Harsewinkel, u. d. Elisabeth|Windau;
    M Gertrud Uhlmann;
    B Hermann Ferdinand Georg (1875–1934), Privatlehrer in L.

  • Leben

    P. trat 1897 in Blyenbeck (niederl. Limburg) in die deutsche Provinz des Jesuitenordens ein und empfing nach dem Philosophie- und Theologiestudium in Valkenburg (Holland) 1911 die Priesterweihe. Als Mitarbeiter des späteren Jesuitenkardinals Franz Ehrle (1845–1934), damals Schriftleiter der „Stimmen der Zeit“, kam P. 1915 nach München, wo er bei Hermann v. Grauert (1850–1924) und Paul Lehmann (1884–1964) studierte und 1918 mit der Dissertation „Kritische Studien zum Leben und zu den Schriften Alberts des Großen“ promoviert wurde. An der Pontificia Università Gregoriana in Rom begann P. 1920 über die Geschichte der mittelalterlichen Theologie zu dozieren und lehrte als Professor seit 1930 auch Geschichte der Moraltheologie. Für seine Studien benutzte er die wertvolle Materialsammlung Ehrles, dessen Programm für die Erforschung der Scholastik er sich verpflichtet wußte und dessen Schriften „Die Scholastik und ihre Aufgaben in unserer Zeit“ (21933) sowie „Zur Enzyklika ‚Aeterni Patris'“ (21954) er neu herausgab. Hauptarbeitsgebiet P.s war die Hochscholastik in Oxford und Paris von etwa 1230 bis 1330. Von seinen Veröffentlichungen über die engl. Scholastik sind besonders die über Richard Fishacre, Thomas von Sutton und Johannes Duns Scotus hervorzuheben. Mit Andrew George Little edierte P. 1934 eine Sammlung Oxforder Universitätspredigten. Die Kenntnis der Pariser Hochscholastik erweiterte P. mit Publikationen über Albertus Magnus, Thomas von Aquin, Johannes von Paris, Richard von Mediavilla, Petrus Aureoli und Nikolaus von Lyra. Sein Interesse an der Frühscholastik dokumentieren Arbeiten über Gilbert von Poitiers, Petrus Lombardus, Robert von Melun und Joachim von Fiore. P. war Mitbegründer und erster Redakteur der seit 1926 erscheinenden Jesuitenzeitschrift „Scholastik“; mit Martin Grabmann (1875–1949) gab er die „Beiträge zur Geschichte der Philosophie und Theologie des Mittelalters“ sowie die „Opuscula et textus historiam ecclesiae eiusque vitam atque doctrinam illustrantia“ heraus.|

  • Auszeichnungen

    Dr. theol. h. c. (Münster 1955); BVK (1955).

  • Werke

    W-Verz.: A. Schönmetzer, Verz. d. v. F. P. S. J. verfaßten Aufss. u. Bücher, in: Scholastik 31, 1956, S. 487-95;
    Pontificia Universitas Gregoriana. Liber Annualis, Anno 1957, 1957, S. 113-31;
    Dict. de Theologie Catholique, Tables Générales, 1972, Sp. 3551 f.

  • Literatur

    J. Koch, in: Scholastik 31, 1956, S. 481-86;
    A. M. Landgraf, in: HJb. 76, 1957, S. 629-31;
    G. F. Rossi, Il Compianto P. F. P. e l'autenticità delle „Concordanze“ di S. Tommaso d'Aquino, in: Divus Thomas 60, 1957, S. 218-20;
    C. Balic, in: Mitt. aus d. dt. Prov. 18, 1957-60, S. 85-87;
    LThK.

  • Portraits

    Foto (auf Todesanz., in: Archivum Monacense SJ).

  • Autor/in

    Julius Oswald SJ
  • Empfohlene Zitierweise

    Oswald SJ, Julius, "Pelster, Franz" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 167 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116076364.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA