Lebensdaten
1905 bis 1985
Geburtsort
Unterwüsten/Lippe
Sterbeort
Detmold
Beruf/Funktion
Getreidewissenschaftler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 139888926 | OGND | VIAF: 102723967
Namensvarianten
  • Pelshenke, Paul Friedrich
  • Pelshenke, Paul
  • Pelshenke, Paul Friedrich
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Zitierweise

Pelshenke, Paul, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139888926.html [19.01.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Fritz (1868–1928), Bauer in U.;
    M Johanne Thiesmeyer (* 1869);
    B Albrecht (* 1890);
    1938 Erna Dalimann (* 1917);
    1 S Hermann (* 1939), Chemiker in Münster, 1 T Annette (* 1943), Ärztin in Hensted-Ulzburg.

  • Leben

    Nach dem Schulbesuch in Bad Salzuflen und Detmold studierte P. an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin und an der Univ. Halle Landwirtschaft und Naturwissenschaften. 1930 wurde er bei Theodor Römer (1883–1951) am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Univ. Halle mit der Arbeit „Beiträge zur Bestimmung der Backfähigkeit von Weizen und Weizenmehl“ promoviert. Nach einer Assistententätigkeit in Halle und einem einjährigen Studienaufenthalt bei C. H. Bailey an der Univ. St. Paul (Minnesota) wurde er 1935 als Nachfolger von Max Paul Neumann (1874–1937) zum Leiter des Instituts für Bäckerei der Versuchsanstalt für Getreideverarbeitung in Berlin ernannt. 1941 habilitierte sich P. an der Univ. Halle mit der Arbeit „Studien zur Backfähigkeit von Roggensorten“. 1942 wurde er Direktor der „Reichsanstalt für Getreideverarbeitung“ (Tit.-prof.). Im selben Jahr gründete er die „Arbeitsgemeinschaft zur Förderung von Wissenschaft und Technik in der Getreideverarbeitung“ und übernahm eine Dozentur an der Univ. Berlin. 1943 verlagerte er sein Institut teilweise nach Rahden in Westfalen, wo er es seit 1945 neu aufbaute. 1946 wurde auf P.s Initiative die „Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung“ in Detmold gegründet, deren Geschäftsführung er übernahm (1957 Vize-, 1977 Ehrenpräs.). 1947 konnte die Reichsanstalt (seit 1948 Zentralanstalt, seit 1950 Bundesforschungsanstalt) für Getreideverarbeitung in Detmold ihre Arbeit aufnehmen, die P. bis zu seinem Ruhestand 1968 leitete.

    In über 400 Veröffentlichungen beschäftigte sich P. mit der Getreidezüchtung und -Verarbeitung. Unter seiner Leitung wurde die Bundesforschungsanstalt nach dem Krieg zu einem der weltweit bedeutendsten Institute für Getreideverarbeitung. Im Auftrag der „Food and Agriculture Organization“ (FAO) der Vereinten Nationen beriet er die Regierungen Ägyptens, Indiens, der Türkei und des Libanon in Fragen der Getreideverarbeitung. 1947-78 war P. Schriftleiter der von der „Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung“ herausgegebenen Zeitschriften „Getreide, Mehl und Brot“, „Getreide und Mehl“ sowie „Brot und Gebäck“. Seit 1972 verleiht die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft eine nach P. benannte Medaille.|

  • Auszeichnungen

    Ehrenpräs. d. Internat. Ges. f. Getreidechemie (1958);
    Julius-Kühn-Preis (1930);
    Max-Paul-Neumann-Preis (1948);
    Hermann-Hertz-Preis (1950);
    Tho-mas-Burr-Osborne-Medal d. AACC (1967);
    Silberne Max-Eyth-Denkmünze (1967);
    Verdienstmedaille d. Japan. Ges. f. Stärkewiss. (1973);
    Römer-Medaille d. Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung, Detmold (1982)

  • Werke

    u. a. Gebäck aus dt. Gauen, 1936, 21949;
    Unters.methoden f. Brotgetreide, Mehl u. Brot, 1938;
    Die Backhilfsmittel, 1941;
    Hdb. d. neuzeitl. Bäckerei 1950, 21952;
    Die Unters. v. Getreide u. Mehl (Hdb. d. landwirtschaftl. Versuchs- u. Unters.methodik Bd. 15), 1953 (mit G. Hampel u. W. Schäfer). – Hg.: Vollkornbrot, Herstellung u. Anerkennung, 1940;
    M. P. Neumann, Brotgetreide u. Brot, 41943, 51954.

  • Literatur

    A. Rotsch, A. Schulz u. H. Bolling, in: Brot u. Gebäck 19, 1965, S. 225 f. (P);
    Getreide, Mehl u. Brot 39, 1985, S. 67 (P);
    75 J. Bundesforsch.anstalt f. Getreide- u. Kartoffelverarbeitung, 1982;
    Bibliogr. aus d. Bundesforsch.anstalt f. Getreideverarbeitung 1907-58;
    Pogg. VII a.

  • Autor/in

    Ludwig Wassermann
  • Empfohlene Zitierweise

    Wassermann, Ludwig, "Pelshenke, Paul" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 167 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139888926.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA