Grauert, Hermann von
- Lebensdaten
- 1850 – 1924
- Geburtsort
- Pritzwalk (Brandenburg)
- Sterbeort
- München
- Beruf/Funktion
- Historiker ; Mediävist ; Hochschullehrer ; Philosoph
- Konfession
- römisch-katholisch
- Normdaten
- GND: 102128065 | OGND | VIAF: 32380222
- Namensvarianten
-
- Grauert, Hermann Heinrich / seit 1914 Ritter von Grauert
- Grauert, Hermann Heinrich
- Grauert, Hermann von
- Grauert, Hermann Heinrich / seit 1914 Ritter von Grauert
- Grauert, Hermann Heinrich
- Grauert, Hermann
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- Grauert, H.
- Grauert, Hermann Heinrich / seit 1914 Ritther von Grauert
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- Hertling, Georg von
- Hüffer, Georg
- Jansen, Max
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- Ludwig I., Heiliges Römisches Reich, Kaiser
- Ludwig IV., der Bayer, Heiliges Römisches Reich, Kaiser
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- Schrötter, Georg
- Waitz, Georg
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Grauert, Hermann Heinrich (seit 1914 Ritter von Grauert)
1850 – 1924
Historiker, Mediävist
Hermann Grauert war einer der prominentesten katholischen Intellektuellen des Wilhelminischen Kaiserreichs. Er engagierte sich in der Görres-Gesellschaft und warb bereits vor dem Ersten Weltkrieg für den Weltfrieden und einen internationalen Staatenbund. Als Historiker leistete er grundlegende Beiträge zur mittelalterlichen Verfassungs-, Kirchen- und Bildungsgeschichte, zu politischen Theorien und Ideen sowie zum Werk und zur Rezeption Dante Alighieris (1265–1321).
Lebensdaten
Hermann Grauert, Universitätsarchiv München (InC) -
Autor/in
→Claudia Märtl (München)
-
Zitierweise
Märtl, Claudia, „Grauert, Hermann von“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.01.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd102128065.html#dbocontent
Nach dem Abschluss der Realschule 1868 und einer kaufmännischen Tätigkeit im Manufakturwarengeschäft seines Vaters 1868 bis 1872 holte Grauert 1873 das Abitur nach und studierte von 1873 bis 1876 Geschichtswissenschaft an der Universität Göttingen. Von Georg Waitz (1813–1886) wurde er 1876 mit einer verfassungsgeschichtlichen Dissertation zum Dr. phil. promoviert, in der er Urkunden zur Herzogsgewalt in Westfalen nach dem Sturz Heinrichs des Löwen (um 1129−1195) 1180 auswertete. Anschließend betrieb er juristische und historische Studien in Berlin, München und Straßburg (Elsass, heute Strasbourg, Frankreich).
1877 wurde Grauert als Praktikant am Reichsarchiv in München angestellt, wo er 1882 die Staatsprüfung für den Archivdienst absolvierte. Mit Sigmund Riezler (1843–1927) unternahm er 1882/83 im Auftrag der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften eine zehnmonatige Reise nach Rom, um im Vatikanischen Archiv Dokumente zu Ludwig IV. dem Bayern (1282/86–1347) zu sammeln. 1883 habilitierte er sich für Geschichte an der Universität München mit einer Abhandlung über die Konstantinische Schenkung, in der er die Ansicht vertrat, diese Fälschung sei nicht, wie meist angenommen, im 8. Jahrhundert an der Kurie in Rom, sondern in der Zeit Ludwigs des Frommen (778–840) im Westfrankenreich entstanden. Obwohl die Hauptthese überwiegend abgelehnt wurde, sicherten die überlieferungsgeschichtlichen Erkenntnisse Grauerts dieser Arbeit anhaltende Beachtung.
Grauert trat 1877 der Görres-Gesellschaft bei, die im Vorjahr unter Beteiligung Georg von Hertlings (1843–1919) in Koblenz gegründet worden war. Als 1884 in München der Lehrstuhl für Geschichte in der Nachfolge Wilhelm von Giesebrechts (1814–1889) neu besetzt wurde, intervenierte von Hertling bei Kultusminister Johann von Lutz (1826–1890), um gegen Widerstände in der Universität die Ernennung Grauerts durchzusetzen. Die umstrittene Berufung, die in der Öffentlichkeit als Sieg des Ultramontanismus galt, überschattete Grauerts Ansehen. Grauert positionierte sich jedoch als Vertreter eines liberalen Katholizismus, indem er in zahlreichen Wortmeldungen für die Teilhabe der Katholiken an Gesellschaft, Politik und Kultur des Kaiserreichs eintrat, den Wert von Verständigung und Zusammenarbeit unterstrich und eine religiös parteiische Geschichtsforschung ablehnte. Er wurde deshalb von ultramontanen Kreisen, u. a. von Ludwig von Pastor (1854–1928), kritisiert und in der katholischen Kampagne für eine konfessionell paritätische Besetzung der Lehrstühle um 1900 angefeindet.
Grauert lehrte und publizierte vornehmlich über das Mittelalter, daneben über die Neuzeit bis zur Zeitgeschichte. Thematische Schwerpunkte waren die Entwicklung der Papstwahl, Vorstellungen von Kaiser und Kaisertum, politische Theoretiker des Spätmittelalters, Geisteswelt und Rezeption Dante Alighieris (1265–1321) und die Idee des Weltfriedens. Durch die tiefschürfende und umfassende Untersuchung ungedruckter Quellen leistete er innovative Beiträge zur Geschichte der Kurie, der Bildung und des Humanismus.
Unter Grauerts Schülern, die v. a. hoch- und spätmittelalterliche sowie frühneuzeitliche Themen bearbeiteten, waren Max Buchner (1881–1941), Albert Büchi (1864–1930), Fritz Gerlich (1883–1934), Max Halbe (1865–1944), Max Jansen (1871–1912), Paul Joachimsen (1867–1930), Franz Kampers (1868–1929) und Georg Schrötter (1870–1949).
Grauert war in zahlreichen katholischen Institutionen aktiv. 1901 initiierte er in München die Gründung eines Albertus Magnus-Vereins zur Unterstützung katholischer Studierender. In der Görres-Gesellschaft übernahm er organisatorische Aufgaben, u. a. als Herausgeber der Zeitschrift „Historisches Jahrbuch“. Den Vorsitz der Gesellschaft (1920–1924) führte er repräsentativ und moderierend, was den Missmut von Mitgliedern weckte, die stärkere inhaltliche Anstöße forderten. Im Ausschuss zur Vorbereitung des fünften internationalen Kongresses katholischer Gelehrter, der 1900 in München stattfand, arbeitete er als Stellvertreter des Präsidenten Georg Hüffer (1851–1922) mit. Als 1907 der 16. Weltfriedenskongress von der Deutschen Friedensgesellschaft in München ausgerichtet wurde, beteiligte er sich am lokalen Organisationskomitee unter dem Vorsitzenden Ludwig Quidde (1858–1941). In seiner politischen Haltung eher großdeutsch und weltoffen, schlug er im Ersten Weltkrieg patriotische Töne an, vertrat jedoch weiterhin seine Vorstellung einer Kulturgemeinschaft der Völker und eines Staatenbunds als Gegengewicht zum Machtstreben einzelner Nationen. Nach dem Krieg engagierte er sich in der Bayerischen Volkspartei.
Grauert war zu seiner Zeit einer breiten Öffentlichkeit als politisch engagierter Historiker bekannt. Diese Seite seiner Tätigkeit geriet außerhalb der Görres-Gesellschaft nach seinem Tod rasch in Vergessenheit. Aus seinem wissenschaftlichen Œuvre entfalteten v. a. die mediävistischen Publikationen dank ihrer methodischen Akribie eine langanhaltende Wirkung. Dazu trug auch bei, dass Grauert häufig Themen behandelte, die in der Mediävistik von grundsätzlicher Bedeutung sind, wie Papst- und Kaisertum, oder die in der späteren Entwicklung des Fachs durch die Hinwendung zu neuen Fragestellungen, etwa der Mentalitätsgeschichte, wichtig wurden.
| 1875 | Mitglied der Katholischen Studentenverbindung Winfridia Göttingen |
| 1876 | Mitglied des Katholischen Lesevereins Berlin |
| 1877 | Mitglied der Görres-Gesellschaft (seit 1884 Vorstandsmitglied, seit 1889 stellvertretender Vorsitzender) |
| 1877 | Mitglied der Katholischen Studentenverbindung Ottonia München |
| 1891 | Ritterkreuz des päpstlichen St. Gregorius-Ordens, 1903 Komturkreuz |
| 1894 | Ritterkreuz III. Klasse des preußischen Kronenordens |
| 1896 | Verdienstorden vom hl. Michael IV. Klasse, 1902 III. Klasse, 1911 Ehrenkreuz |
| 1898 | außerordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München (seit 1899 ordentliches Mitglied) (weiterführende Informationen) |
| 1900 | Kaiserlich Österreichischer Orden der Eisernen Krone III. Klasse |
| 1901 | ordentliches Mitglied der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München (weiterführende Informationen) |
| 1906 | Ritterkreuz des preußischen Roten Adlerordens III. Klasse |
| 1907 | Königlicher Geheimer Hofrat |
| 1909 | Dr. h. c., Universität Löwen |
| 1914 | Ritterkreuz des Verdienstordens der Bayerischen Krone; persönlicher Adel |
| 1914 | Vorstandsmitglied der Neuen Deutschen Dante-Gesellschaft |
| 1916 | bayerischer Königlicher Geheimer Rat |
| 1917 | Luitpoldkreuz |
| 1919 | Vertreter der Bayerischen Akademie in der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica (weiterführende Informationen) |
| 1919 | Vizepräsident (seit 1920 Präsident) der Görres-Gesellschaft |
| 1920 | erster Vorsitzender der Mittwochsvereinigung der Geistesarbeiter in der Bayerischen Volkspartei |
| 1959 | Grauertstraße, München (weiterführende Informationen) |
Teilnachlässe:
Bayerische Staatsbibliothek München, Grauertiana. (Vorlesungs-, Rede- und Druckmanuskripte, Vorlesungsmitschriften, Literaturexzerpte, Briefe an Grauert)
Universitätsarchiv München, NL-2, Nachlass Hermann von Grauert. (Unterlagen zu Publikationen und öffentlichen Auftritten, Korrespondenz, Fotografien, persönliche und familiäre Dokumente)
Universitätsbibliothek München, Nachlass Hermann Ritter von Grauert. (Vorlesungsskripte)
Historisches Archiv des Erzbistums Köln, 6410 Archiv der Görres-Gesellschaft, 02.01 Vorstand, 02.02 Hermann von Grauert (Korrespondenz), 02.05 Generalversammlungen, 02.07 Geschäftsstelle, 09.02 Sektionen und Institute u. 13 Verschiedenes. (u. a. Korrespondenz, Gutachten)
Weitere Archivmaterialien:
Archiv der Bayerischen Akademie der Wissenschaften München, Personalakt Hermann von Grauert u. Karl Theodor von Heigel 2. (Gedicht auf Grauert)
Archiv der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München, 1858 bis 1961, Bd. 91 (Plenarversammlung 1900/01), 113 (1924/25), 189 (Wahlen 1901–1961) u. 252. (Vatikanische Akten)
Archiv der Monumenta Germaniae Historica München, 338/46, 338/50 (Onlineressource) (Sitzungsprotokolle der Zentraldirektion); 338/9, 338/14, 338/15 (Onlineressource), A 35, A 197, B 635 (Onlineressource) u. B 683. (Korrespondenz)
Historisches Archiv des Erzbistums Köln, 6410 Archiv der Görres-Gesellschaft, 02.01 Georg Graf von Hertling. (Korrespondenz)
Monacensia im Hildebrandhaus. Literaturarchiv und Bibliothek, München, Nachlass Max Halbe, L 3120/16. (Prolog für Professor Dr. Hermann von Grauert zur Feier seines 70. Geburtstages, 1920)
Universitätsarchiv München, D-II-15, Bd. 1 (Wahlen zum Studienjahr 1915/16), E-II-593 (Personalakt), I-VII-27 (König Ludwig II.-Stipendium), O-I-74, O-I-80, O-I-89 (Dekanatsakten der Philosophischen Fakultät), O-III-1, O-III-2 (Sitzungsprotokolle der Philosophischen Fakultät), O-VII-104 (Habilitation), Y-XVII-14 (Institute und Fächer der Philosophischen Fakultät, Geschichte), Y-XVIII-9, Bd. 1 (Senatsakten) u. Nachlass Heinrich Günter 2. (Korrespondenz)
Gedruckte Quellen:
Grauert, Hermann Heinrich von, in: Wilhelm Zils (Hg.), Geistiges und künstlerisches München in Selbstbiographien, 1913, S. 117–124. (Onlineressource)
Georg von Hertling, Erinnerungen aus meinem Leben, Bd. 2, 1920, S. 85−89, 131–136, 151, 272 u. 288. (Onlineressource)
Max Halbe, Scholle und Schicksal. Geschichte meines Lebens, 1933, S. 380‒382. (Onlineressource)
Ludwig Freiherr von Pastor, Tagebücher – Briefe – Erinnerungen, hg. v. Wilhelm Wühr, 1950, S. 92, 214, 227, 270, 288 u. 445 f.
Karl Alexander von Müller, Aus Gärten der Vergangenheit. Erinnerungen. 1882−1914, 1951, S. 369 u. 405 f.
Hubert Schiel, Ludwig von Pastors Briefwechsel mit Franz Xaver Kraus, in: Rheinische Vierteljahrsblätter 19 (1954), S. 191–233, hier Nr. 45, S. 224–226. (Onlineressource)
Antonio Olivieri (Hg.), Il carteggio tra Luigi Schiaparelli e Carlo Cipolla (1894–1916), 2020, Nr. 8−19, S. 48−62. (Onlineressource)
Monografien:
Die Herzogsgewalt in Westfalen seit dem Sturze Heinrich’s des Löwen. 1. Theil, Die Herzogsgewalt in den nordwestfälischen Bisthümern Münster, Osnabrück und Minden, 1877. (Onlineressource) (Diss. phil.)
Dante und Houston Stewart Chamberlain, ²1904. (Onlineressource)
Magister Heinrich der Poet in Würzburg und die römische Kurie, in: Abhandlungen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bd. 27, Abh. 1–2 (1912). (Onlineressouce)
Editionen:
Codex traditionum Garzensis, hg. v. Hermann Grauert, in: Drei bayerische Traditionsbücher aus dem XII. Jahrhundert. Festschrift zum 700jährigen Jubiläum der Wittelsbacher Thronbesteigung, hg. v. d. Accessisten am Kgl. Bayerischen Allgemeinen Reichsarchive, 1880, S. 45–85. (Onlineressource)
Vatikanische Akten zur deutschen Geschichte in der Zeit Kaiser Ludwigs des Bayern, hg. v. d. Historischen Commission bei der Königlichen Academie der Wissenschaften, 1891. (Onlineressource) (die mit G. bezeichneten Texte wurden durch Grauert bearbeitet)
Aufsätze:
Die Konstantinische Schenkung, in: Historisches Jahrbuch 3 (1882), S. 3–30 (Onlineressource); 4 (1883), S. 45–95, 525–617, 674–680 (Onlineressource) u. 5 (1884), S. 117–120. (Onlineressource) (Habilitationsschrift)
Zur deutschen Kaisersage, in: Historisches Jahrbuch 13 (1892), S. 100–143 (Onlineressource) u. Nachtrag, ebd., S. 513 f. (Onlineressource)
Dante in Deutschland, in: Historisch-politische Blätter für das katholische Deutschland 120 (1897), S. 81‒100, 173‒189, 321‒356, 512‒536, 633‒652 u. 789–822. (Onlineressource)
Papstwahlstudien I, in: Historisches Jahrbuch 20 (1899), S. 236–325. (Onlineressource)
Die Kaisergräber im Dome zu Speyer. Bericht über ihre Öffnung im August 1900, in: Sitzungsberichte der philosophisch-philologischen und der historischen Classe der k. b. Akademie der Wissenschaften zu München (1900), S. 539–617. (Onlineressource)
Meister Johann von Toledo, in: Sitzungsberichte der philosophisch-philologischen und der historischen Classe der k. b. Akademie der Wissenschaften zu München (1901), S. 111–325. (Onlineressource)
Jourdain d’Osnabrück et la „Noticia saeculi“, in: Mélanges Paul Fabre. Études d’histoire du Moyen Âge (1902), S. 330–352. (Onlineressource)
Aus der kirchenpolitischen Traktatenliteratur des 14. Jahrhunderts, in: Historisches Jahrbuch 29 (1908), S. 497–536. (Onlineressource)
Auf dem Wege zur Universität Erfurt, in: Historisches Jahrbuch 31 (1910), S. 249–289.
Zur Geschichte des Weltfriedens, des Völkerrechts und der Idee einer Liga der Nationen, in: Historisches Jahrbuch 39 (1919), S. 115–243 u. 667–673.
Reden:
Dante und die Idee des Weltfriedens. Festrede, gehalten in der K. Akademie der Wissenschaften am 14. Dezember 1907, 1909. (Onlineressource)
Schwarz-rot-goldene und schwarz-rot-weiße Gedanken an deutschen Universitäten. Rede, gehalten bei der Stiftungsfestfeier in der großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität zu München am 1. Juli 1916, in: Historisches Jahrbuch 38 (1917), S. 1–40.
Dr. Georg Friedrich Graf von Hertling (Auszug aus seiner [Grauerts] Rede am offenen Grabe), in: Historisches Jahrbuch 39 (1919), S. 423–432.
Monografien:
Heinrich Finke, Internationale Wissenschaftsbeziehungen der Görres-Gesellschaft. Vier Briefe. Bäumker und Scheler an Hertling, Korrespondenz Grauert – Heigel 1901, 1932.
Heinrich von Srbik, Geist und Geschichte vom deutschen Humanismus bis zur Gegenwart, Bd. 2, 1951, S. 64 f.
Hedwig Dickerhof-Fröhlich, Das historische Studium an der Universität München im 19. Jahrhundert. Vom Bildungsfach zum Universitätsstudium, 1979, S. 104 f. u. 108.
Winfried Becker (Hg.), Georg von Hertling (1843–1919), Bd. 1, 1981, S. 5 f., 12 u. 263. (Onlineressource)
Gunda C. Häring, Fünf internationale katholische Gelehrtenkongresse. Paris 1888 und 1891, Brüssel 1894, Freiburg/Ch 1897, München 1900, Bd. 1, 1994, S. 95, 97, 106, 121, 130 u. 145–152. (Magisterarbeit Frankfurt am Main) (Onlineressource)
Gregor Klapczynski, Katholischer Historismus? Zum historischen Denken in der deutschsprachigen Kirchengeschichte um 1900. Heinrich Schrörs. Albert Ehrhard. Joseph Schnitzer, 2013, S. 22 f., 283 f. u. 300−304.
Matthias Berg, Karl Alexander von Müller. Historiker für den Nationalsozialismus, 2014, S. 35, 47, 64, 66, 105, 110 u. 245.
Otto Weiß, Kulturkatholizismus. Katholiken auf dem Weg in die deutsche Kultur, 2014, S. 159, 169, 171 u. 214.
Rudolf Morsey, Fritz Gerlich (1883–1934). Ein früher Gegner Hitlers und des Nationalsozialismus, 2016, S. 25 f.
Jonas Schuster, Karl Theodor von Heigel (1842–1915). Geschichtswissenschaft in Bayern zwischen Politik und Öffentlichkeit, 2024, S. 54–57, 107 f., 162–166 u. 171–174.
Aufsätze:
Karl Alexander von Müller, Hermann von Grauert, in: ders., Zwölf Historikerprofile, 1935, S. 80−87.
Walter Goetz, Die bayrische Geschichtsforschung im 19. Jahrhundert, in: ders., Historiker in meiner Zeit. Gesammelte Aufsätze, hg. v. Herbert Grundmann, 1957, S. 112–174, hier S. 162 f. u. 167–172. (Onlineressource)
Christoph Weber, Der „Fall Spahn“, die „Weltgeschichte in Karakterbildern“ und die Görres-Gesellschaft I, in: Römische Quartalschrift 73 (1978), S. 47–110, hier S. 72; II, in: ebd. 74 (1979), S. 186–268, hier S. 198–211 u. 267. (Onlineressource) (Onlineressource)
Rudolf Morsey, Die Görres-Gesellschaft unter ihrem Präsidenten Hermann von Grauert (1919/20−1924), in: ders., Die Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft. Streiflichter ihrer Geschichte, 2009, S. 121–159. (zugangsbeschränkte Onlineressource)
Claudius Stein, Franz Xaver Kraus und Hermann Grauert in ihrem Briefwechsel. Bausteine zur Geschichte der Görres-Gesellschaft, in: Kurtrierisches Jahrbuch 45 (2005), S. 247−274.
Winfried Becker, Hermann von Grauert (1850–1924), in: Jürgen Aretz/Rudolf Morsey/Anton Rauscher (Hg.), Zeitgeschichte in Lebensbildern, Bd. 12: Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts, 2007, S. 10−21. (Onlineressource)
Thomas Meier, Eine Grabung als Politikum. Die Untersuchung der Herrschergräber im Speyerer Dom im Sommer 1900 und ihre Geschichte, in: Historisches Museum der Pfalz Speyer, Des Kaisers letzte Kleider. Neue Forschungen zu den organischen Funden aus den Herrschergräbern im Dom zu Speyer, 2011, S. 40−51, hier S. 43, 45 f. u. 49 f. (Onlineressource)
Katharina Weigand, Münchner Rektorats- und Universitätsreden 1871–1918, in: Claudius Stein (Hg.), Der rhetorische Auftritt. Redekultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Rektorats- und Universitätsreden 1826–1968, 2016, S. 105–117, hier S. 105, 113 u. 115.
Herman Paul, The Virtues of a Good Historian in Early Imperial Germany. Georg Waitz’s Contested Example, in: Modern Intellectual History 15 (2018), S. 681–709. (zugangsbeschränkte Onlineressource)
Lexikonartikel:
Rudolf Reinhardt, Art. „Grauert, Hermann“, in: Dictionnaire d’histoire et de géographie ecclésiastiques, Bd. 21, 1986, Sp. 1257 f.
Wolfgang Weber, Art. „Grauert, Hermann“, in: ders. (Hg.), Biographisches Lexikon zur Geschichtswissenschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz, ²1987, S. 183 f.
Manfred Eder, Art. „Grauert, Hermann“, in: Konrad Baumgartner/Horst Bürkle/Klaus Ganzer (Hg.), Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 4, ³1995, Sp. 991.
Sigfried Koß/Wolfgang Löhr, Art. „Grauert, Hermann“, in: dies. (Hg.), Biographisches Lexikon des KV, Bd. 5, 1998, S. 59–62.
Rainer A. Müller, Art. „Grauert, Hermann“, in: Rüdiger vom Bruch/ders. (Hg.), Historikerlexikon. Von der Antike bis zur Gegenwart, ³2002, S. 114.
Ansgar Frenken, Art. „Grauert, Hermann“, in: Traugott Bautz (Hg.), Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. 30, 2009, Sp. 518–522. (W)
Festschrift:
Hermann Grauert zur Vollendung des 60. Lebensjahres. Festgabe zum 7. September 1910, gewidmet von seinen Schülern, hg. v. Max Jansen, 1910. (P). (Onlineressource)
Würdigungen und Nachrufe:
Max Buchner, Hermann v. Grauerts wissenschaftliche Bedeutung. Ein Gedenkblatt zu seinem vierzigjährigen Wirken im bayerischen Staatsdienst, in: Allgemeine Rundschau. Wochenschrift für Politik und Kultur 14, Nr. 35 v. 1.9.1917, S. 582 f. (Onlineressource)
Richard Stoll, Hermann von Grauert †, in: Allgemeine Rundschau. Wochenschrift für Politik und Kultur 21, Nr. 14 v. 3.4.1924, S. 210–212. (Onlineressource)
Michael Doeberl, in: Jahrbuch der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (1924), S. 45−49.
Heinrich Günter, in: Historisches Jahrbuch 44 (1924), S. 169−196. (W)
Karl Wenck, Hermann Grauert. † 12. März 1924, in: Historische Zeitschrift 131 (1925), S. 263−267. (Onlineressource)
Fotografie, 1895, Stadtarchiv München, FS-CHR Chronik-Bildbände (1854−1917), Abbildung in: Erinnerungsblatt zum 42. Deutschen Katholikentag in München. (Onlineressource)
Fotografie, 1900, Abbildung in: Thomas Meier, Eine Grabung als Politikum. Die Untersuchung der Herrschergräber im Speyerer Dom im Sommer 1900 und ihre Geschichte, in: Historisches Museum der Pfalz Speyer, Des Kaisers letzte Kleider. Neue Forschungen zu den organischen Funden aus den Herrschergräbern im Dom zu Speyer, 2011, Abb. 1, S. 40. (Grabungskommission im Dom zu Speyer, Grauert ist die zweite Person von oben) (Onlineressource)
Fotografie, 1906, Abbildung in: Festschrift zum 25jährigen Gründungsjubiläum der Katholischen Studentenverbindung Alemania. (Onlineressource)
Gruppenfotografie von Teilnehmern des 16. Weltfriedenskongresses, 1907. (Grauert steht links außen) (Onlineressource)
Fotografie v. Theodor Hilsdorf (1868–1944), 1910/18, Stadtarchiv München, FS-NL-HIL Hilsdorf, Theodor.
Fotografie, um 1915, Stadtarchiv München, DE-1992-FS-PER-G-0244–01. (Onlineressource)
Bronzebüste v. August Weckbecker (1888–1939), 1920, Universitätsarchiv München, Abbildung in: Joseph Kreitmeier, August Weckbecker, in: Die Christliche Kunst. Monatsschrift für alle Gebiete der christlichen Kunst u. der Kunstwissenschaft sowie für das gesamte Kunstleben 21 (1924/25), S. 48. (Onlineressource)