Lebensdaten
1883 – 1969
Geburtsort
Wiedlisbach Kanton Bern
Sterbeort
Horgen Kanton Zürich
Beruf/Funktion
Forstwissenschaftler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 142974110 | OGND | VIAF: 160736003
Namensvarianten
  • Meyer, Karl Alphons
  • Meyer, Karl Alfons
  • Meyer, K. A.
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie
Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Meyer, Karl Alphons, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd142974110.html [25.06.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Alphons Maria (1847–1916), Lehrer in W. u. Stellvertreter d. Staatsschreibers in Solothurn, S d. Urs Jakob u. d. Anna Maria Huber;
    M Maria Theresia gen. Rosalia (1852–1929), T d. Johann Josef Meyer u. d. Elisabeth Aebi;
    Zürich 1916 Ida Helene (* 1883), T d. Johann Jakob Hasenfratz u. d. Luise Denzler;
    2 T.

  • Biographie

    M. schloß 1902 in Solothurn das Literaturgymnasium ab und studierte darauf an der ETH Zürich Forstwirtschaft und an der Univ. Neuenburg Geschichte und Literatur, ohne jedoch einen der beiden Studiengänge abzuschließen. Vorübergehend bei der Schweizer. Zollverwaltung in Basel beschäftigt, wurde er von Arnold Engler 1908 an die Schweizer. Centralanstalt für das forstliche Versuchswesen in Zürich (heute Eidgenöss. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft) geholt, um als Mitarbeiter von Philipp Flury an der 1903 von der IUFRO (International Union of Forestry Research Organisations) beschlossenen „Allgemeinen forstlichen Bibliographie“ mitzuarbeiten. Das Projekt kam wegen des Weltkrieges in Verzug und wurde erst 1923 wieder aufgenommen. M. besorgte dann vor allem die deutsche Fassung der „Forstlichen Bibliographie des Internationalen Verbandes forstlicher Forschungsanstalten“, die 1934 erschien. Dieses System wurde weiterentwickelt zum „Oxford-System der Dezimalklassifikation für Forstwesen“ (1956).

    Da die eigentliche Aufgabe, für die M. an die forstliche Forschungsanstalt geholt worden war, immer wieder unterbrochen werden mußte, konnte er sich neben seiner Arbeit als Kanzleileiter und Rechnungsführer der Versuchsanstalt forstgeschichtlichen Arbeiten zuwenden, wozu er sowohl von seiner Ausbildung wie auch von seiner literarischen Tätigkeit her prädestiniert war. Seine forstgeschichtlichen Arbeiten befassen sich vor allem mit der auf Quellenstudium basierenden Darstellung des Waldzustandes und seiner Veränderungen im Laufe der Geschichte, aber auch mit der Entwicklung forstlicher Institutionen, vor allem der Versuchsanstalt. 1949 trat M. in den Ruhestand, arbeitete aber an seinen forstgeschichtlichen Untersuchungen weiter. Im Mittelpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit stehen seine Arbeiten über die Verbreitungs- und Kulturgeschichte verschiedener Baumarten, vor allem der Eiche im schweizer. Mittelland.

    Daneben war M. ein bekannter Literat, dessen Feuilletons jahrzehntelang in zahlreichen Schweizer Blättern zu lesen waren (Neue Zürcher Zeitung, Bund, Basler Nachrichten usw.). Einige davon wurden gesammelt in Buchform herausgegeben: „Von Frau Haselin zu Freund Hein“ (1957), „Atmende Erde“ (1968).|

  • Auszeichnungen

    Dr. d. techn. Wiss. h. c. (ETH Zürich);
    Ehrenmitgl. d. Schweizer. Forstvereins.

  • Werke

    Geschichtliches v. d. Eichen in d. Schweiz, in: Mitt. d. Eidgenöss. Anstalt f. d. forstl. Versuchswesen 16/2, 1930, S. 231-451;
    Holzartenwechsel u. frühere Verbreitung d. Eiche in d. Westschweiz, I: Kanton Neuenburg, ebd. 20/1, 1937, S. 115-242, II: Berner Jura, ebd. 20/2, 1938, S. 445-511, III: Einzugsgebiet d. Thiele, Broye, Sense, Sarine, Kantone Freiburg u. Waadt, ebd. 21/2, 1940, S. 349-420, IV: Kanton Waadt: Vom Jura z. Jorat, ebd. 22, 1941, S. 63-141;
    Frühere Verbreitung d. Holzarten u. einstige Waldgrenze im Kanton Wallis, 1. Unterwallis, linkes Rhoneufer, ebd. 26/2, 1950,|S. 683-750, 2. Mittelwallis, ebd. 27, 1951, S. 287-347, 3. Im Rhoneknie u. Landschaften d. rechten Rhoneufers v. Mont Rosel bis Eggerberg, ebd. 28, 1952, S. 157-208, 4. Oberwallis, ebd. 31/3, 1953, S. 563-668;
    Holzarten u. früherer Forstbetrieb im „Bernischen“ Mittelland, ebd. 43/2, 1967, S. 73-283;
    Aufsätze vor allem in d. Schweizer. Zs. f. Forstwesen.

  • Literatur

    H. Grossmann, Ehrung f. K. A. M., in: Forstarchiv 1964, S. 214 (P);
    Schweizer. Zs. f. Forstwesen 121, 1970, S. 107-09 (P);
    F. X. Erni, Der Wald als Kulturgut, Ein Btr. zu Werk u. Persönlichkeit d. Forstwissenschaftlers u. Literaten K. A. M. (1883-1969), J.gabe d. Verschönerungsver. Zürich, H. 2, 1980 (P).

  • Autor/in

    Anton Schuler
  • Zitierweise

    Schuler, Anton, "Meyer, Karl Alphons" in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 359-360 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd142974110.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA