Lebensdaten
1869 bis 1923
Geburtsort
Stans (Nidwalden)
Sterbeort
Zürich
Beruf/Funktion
Forstmann
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 137463561 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Engler, Arnold

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Zitierweise

Engler, Arnold, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137463561.html [22.02.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Johann (1836–1919), aus Zizers (Kt. Graubünden), Lehrer in Stans;
    M Theresia (1840–1930), T des Franz Odermatt (1794–1870), Gerichtspräsident in Stans;
    Stans 1897 Marie Odermatt ( 1948, kath.), aus alter Fam. der Urkantone;
    2 S, 1 T.

  • Leben

    E. war anfänglich im praktischen Forstdienst im Prättigau (Graubünden) und als Kantonsoberförster in Nidwalden tätig. 1897 wurde er Professor für Waldbau an der Eidgenössischen TH Zürich. E.s Bedeutung liegt darin, daß er die Gedanken K. Gayers, Broillards, Gurnauds und Cieslars wissenschaftlich und praktisch ausbaute und ihnen biologische und pflanzenphysiologische Forschungsgrundlagen schuf. Es ist weitgehend sein Verdienst, wenn die Abkehr vom Kahlschlag und Kunstforst sich in der Schweiz und Süddeutschland durchsetzte und Femel- und Plenterwald heute verbreitet sind. Seine im Versuchsgarten Adlisberg bei Zürich, bei Eglisau/Rhein, bei Samaden im Engadin und andere angelegten Kulturen von Föhren und anderen Holzarten verschiedener Herkunft wurden von Forstleuten aus allen Ländern besucht. Die von E. begründete praktische Rassenhygiene im Wald ist heute selbstverständlich. Grundlegend waren auch seine auf 20jährige Beobachtungen und Messungen im bewaldeten Sperbel- und unbewaldeten Rappengraben des Emmentals gestützten Untersuchungen über den Einfluß des Waldes auf Abfluß, Geschiebeführung, Überschwemmungen, Trockenperioden und so weiter, die in seinen Werken über den Einfluß des Waldes auf den Stand der Gewässer 1919 gründliche Darstellung fanden, den Bau weiterer Wassermeß-Stationen veranlaßten und zur Vertiefung der Ergebnisse durch seinen Nachfolger H. Burger führten.|

  • Auszeichnungen

    Ehrendoktor (Univ. Zürich 1918, Hochschule für Bodenkultur Wien 1921), Ehrenmitglied der forstwissenschaftlichen Ges. in Finnland.

  • Werke

    zahlr. Aufss., bes. in: Schweizer. Zs. f. Forstwesen 1900-16, u. Mitt. d. Schweizer. Anstalt f. forstl. Versuchswesen 7-13, 1903-24.

  • Literatur

    Th. Weber, in: Schweizer. Zs. f. Forstwesen, 1923 (W-Verz., P);
    H. Badoux, in: Journal forestier suisse, Bern 1923 (W-Verz., P);
    K. A. Meyer, in: Züricher Post v. 21.7.1923;
    Ph. Flury, in: Mitt. d. Schweizer. Anstalt f. d. forstl. Versuchswesen 13, 1924 (W-Verz., P);
    H. Burger, in: Zürcher Monats-Chronik 4, 1943.

  • Autor/in

    Karl Alfons Meyer
  • Empfohlene Zitierweise

    Meyer, Karl Alfons, "Engler, Arnold" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 532 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137463561.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA