Lebensdaten
1875 bis 1946
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Pichl/Mondsee
Beruf/Funktion
Paläobiologe
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116001844 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Abel, Othenio Lothar Franz Anton Louis
  • Abel, Othenio
  • Abel, Othenio Lothar Franz Anton Louis
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Zitierweise

Abel, Othenio, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116001844.html [17.10.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Lothar Paul Friedrich Karl Abel, Gartenarchitekt, Dozent der Hochschule für Bodenkultur in Wien;
    M Mathilde Franziska Antonia Schneider;
    Gvv Gottlieb August Ludwig Abel (aus Mosigkau bei Dessau), Handelsgärtner in Wien;
    Gmv Josepha Maria Anna Heller (aus Missliborschitz/Mähren);
    Gvm Anton Schneider, Hotelier in Wien;
    Gmm Franziska Johanna Friederike Herzberg, Wien;
    Wien 18.2.1901 Friedericke Dengg;
    S Wolfgang Abel, Anthropologe, ordentlicher Professor der Universität Berlin;
    T Elfriede ( Kurt Ehrenberg, ordentlicher Professor der Paläontologie und Paläobiologie der Universität Wien).

  • Leben

    A. bezog nach dem Akademischen Gymnasium in Wien auf elterlichen Wunsch zwar die juristische Fakultät der dortigen Universität, widmete sich jedoch vor allem naturwissenschaftlichen Studien. 1898 Assistent bei seinem Geologie-Lehrer E. Sueß, 1899 Dr. phil., wirkte er 1900-07 hauptamtlich an der kaiserlich- und königlichen geologischen Reichsanstalt. Schon 1900 auch Collaborateur étranger des königlich-belgischen naturhistorischen Museums, fand er hier in L. Dollo seinen eigentlichen paläontologischen Lehrer und die entscheidenden Anregungen zu seinem Lebenswerk: zur Begründung einer neuen paläontologischen Disziplin, der Paläobiologie (Biologie der Vorzeit), wodurch er, die Biologisierung der gesamten Paläontologie anbahnend, ein Reformator seiner Wissenschaft wurde. Rasch wie der Aufbau dieses durch Schaffung einer einzigartigen paläobiologischen Lehr- und Forschungssammlung, einer paläobiologischen Zeitschrift (Palaeobiologica, seit 1928), eines Forschungsinstitutes für Lebensgeschichte (Salzburg 1940) wie durch Forschungsreisen, Lehr-, Vortrags- und Volksbildungstätigkeit ergänzten Lebenswerkes erfolgte der akademische Aufstieg. 1907 außerordentlicher Professor, 1912 Titular- und 1917 wirklicher Ordinarius, lehrte er, durch viele Ehrungen ausgezeichnet (Bigsby Gold Medal der Geological Society London 1911, Elliot Gold Medal der Academy of Sciences in Washington 1921, Dr. h. c. der Universitäten Kapstadt und Athen, Mitglied der Akademie der Wissenschaften Göttingen, Halle, Leningrad, Upsala, Wien u. a. m.), bis 1934 in Wien und 1935-40 in Göttingen.

  • Werke

    u. a. Grundzüge d. Paläobiol. d. Wirbeltiere, 1912;
    Vorzeitl. Säugetiere, 1914;
    Paläobiol. d. Cephalopoden, 1916;
    Stämme d. Wirbeltiere, 1919;
    Lehrb. d. Paläozool., 1920, 21924;
    Die Methoden d. paläobiolog. F. in: Hdb. d. biolog. Arbeitsmethoden, hrsg. v. E. Abderhalden, Abt. X, 1921/30, S. 129-310;
    Lb. aus d. Tierwelt d. Vorzeit, 1922, 21927;
    Gesch. u. Methode d. Rekonstruktion vorzeitl. Wirbeltiere, 1924;
    Eroberungszüge d. Wirbeltiere in d. Meere d. Vorzeit, 1924;
    Amerikafahrt, 1926;
    Paläobiol. u. Stammesgesch., 1929;
    Die Stellung d. Menschen im Rahmen d. Wirbeltiere, 1931;
    Vorzeitl. Lebensspuren, 1935;
    Die Tiere d. Vorzeit in ihrem Lebensraum, 1939;
    Die vorzeitl. Tierreste im dt. Mythus, Brauchtum u. Volksglauben, 1939;
    vollst. Verz. (275 Nummern) im Besitz d. Vf.

  • Literatur

    E. Fischer, O. A., 1875-1946, in: Die Naturwiss. 33, H. 6, 1946;
    K. Leuchs, O. A., in: Alm. d. österr. Ak. d. Wiss., Jg. 97, 1947, Wien 1948;
    K. Ehrenberg, O. A., sein Werden u. Wirken, in: Neues Jb. f. Mineralogie, Geol. u. Palänotol., 1949, Mh. 11/12;
    ders., O. A. d. Schöpfer d. Paläobiol., in: Österr. Naturforscher u. Techniker, 1951.

  • Portraits

    Ölgem. v. P. F. Gsur, 1933 (im Besitz d. Univ. Wien);
    Phot., um 1924 (Abb. bei K. Ehrenberg, 1951).

  • Autor/in

    Kurt Ehrenberg
  • Empfohlene Zitierweise

    Ehrenberg, Kurt, "Abel, Othenio" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 13 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116001844.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA