Lebensdaten
1886 bis 1967
Geburtsort
Brixen
Sterbeort
Innsbruck
Beruf/Funktion
Geologe
Konfession
katholische Familie
Normdaten
GND: 118723413 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Klebelsberg, Raimund von
  • Klebelsberg zu Thumburg, Raimund von
  • Klebelsberg, R.
  • mehr

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Zitierweise

Klebelsberg, Raimund von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118723413.html [22.07.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Conrad (1841–1915), Dr. med., Oberbezirksarzt in B., S d. Joh. Baptist (1803–59), Richter in Klausen, u. d. Maria v. Grebmer zu Wolfsthurn aus Bruneck;
    M Johanna (1861–1930), T d. Realitätenbes. Wilhelm v. Guggenberg zu Riedhofen in Welsberg u. d. Creszenz Ofer;
    Groß-Ov Hieronymus (1800–62), Bgm. v. I., Mitgl. d. Landtags u. d. Reichstags (s. ÖBL);
    - 1) Bozen 1917 Martha (1889–1951), T d. Gotthard Ferrari u. d. Fanny Pretz v. Pretzburg, 2) 1953 Lotte (* 1910), T d. Bankdir. Friedrich v. Tschurtschenthaler in Bozen u. d. Rosa Perger;
    2 S, 2 T aus 1).

  • Leben

    K. verbrachte seine Jugend in Brixen. Anfänglich stark botanisch interessiert (mehrere einschlägige Arbeiten), studierte er seit 1906 in München Geologie und Paläontologie bei A. Rothpletz und F. Broili, seit 1908 in Wien bei V. Uhlig, O. Abel und E. Brückner und wurde dort 1910 zum Dr. phil. promoviert. Nach kurzer wissenschaftlicher Tätigkeit am Alpinen Museum in München und im Geologischen Institut der Bayerischen Akademie wirkte er bei prähistorischen Ausgrabungen der Melauner Kultur bei Brixen durch Fr. von Wieser mit. 1913 nahm er als Geologe an der Pamir-Expedition des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins teil. Nach der Rückkehr wurde er Assistent am Geologisch-paläontologischen Institut der Universität Innsbruck, mußte aber zum Kriegsdienst einrücken, war zunächst Artillerieoffizier, später leitender Heeresgeologe für den Frontabschnitt Stilfserjoch-Gardasee. Er wurde 1915 bei J. Blaas in Innsbruck habilitiert und trat im November 1921 als außerordentlicher Professor (1925 ordentlicher Professor) für Geologie und Paläontologie dessen Nachfolge in Innsbruck an (1933/34 und Ende 1942–Anfang Mai 1945 Rektor). K. wurde 1946 vom Dienst enthoben, 1948 – zunächst bedingt – wieder eingesetzt und 1958 emeritiert. – K. war wissenschaftlich vielseitig tätig und besaß hervorragende pädagogische und rhetorische Fähigkeiten. Sein umfangreiches Werk befaßt sich – mit Morphologie und Eiszeitforschung als Schwerpunkten – besonders mit der Botanik, Paläontologie, Geologie, Glazialgeologie, Gletscherkunde, mit alpinen und biographischen Themen sowie mit der Landeskunde von Tirol. K.s Verdienste liegen einmal in seinem Beitrag zur Gletscher- und Glazialgeologie, den er mit wichtigen neuen Erkenntnissen aus seinen Forschungsreisen (Luftbilderauswertung der Deutschen Antarktische Expedition 1938/39) und Feldarbeiten (jährliche Gletschermessungen in den Ostalpen und anderes mehr) leistete, zum anderen in seiner langjährigen Mitwirkung im „Alpenverein“ und seinen Schriften sowie in der Herausgabe und Gestaltung anderer einschlägiger Literatur.|

  • Auszeichnungen

    Dr. rer. nat. h. c. (Heidelberg, 1936), Vorstandsmitgl. d. Ges. Dt. Naturforscher u. Ärzte (1929-33), Senator d. Dt. Ak. (1935); korr. Mitgl. d. Bayer. Ak. d. Wiss. (1942), d. Österr. Ak. d. Wiss. (1942) u. d. Leopoldina (1956).

  • Werke

    Pamir-Expedition d. Dt. u. Österr. Alpenver. v. geolog. Standpunkt, in: Zs. d. Dt. u. Österr. Alpenver. 45, 1914, S. 52 f.;
    Btrr. z. Geol. Westturkestans, 1922;
    Geolog. Führer durch d. Südtiroler Dolomiten, 1928;
    Geol. v. Tirol, 1935;
    Hdb. d. Gletscherkde. u. Glazialgeol., 2 Bde., 1948 f.;
    Die wiss. Tätigkeit d. Alpenver., bes. 1920-35, 1936;
    dass., 1935-45, 1952 (zugl. Wiss. Alpenver.-H. 12). -
    Autobiogr.: Innsbrucker Erinnerungen 1902–52, 1953 (vollst. W-Verz.). - Hrsg. bzw. Schriftleiter: Zs. f. Gletscherkde., 1927-44;
    Zs. f. Gletscherkde. u. Glazialgeol., 1949;
    Schlern-Schrr.;
    Der Schlern;
    Jb. u. Zs. d. Dt. u. Österr. Alpenver. (mit zahlr. eigenen Btrr.).

  • Literatur

    Der Bergsteiger, 1936 (L, P);
    Veröff. d. Mus. Ferdinandeum Innsbruck 26/29, 1949;
    G. Mutschlechner, in: Der Schlern 31, 1957 (W-Verz. 1946–56);
    W. Heißel, in: Mitt. d. Geolog. Ges. in Wien 60, 1967, S. 117-24 (W, L, P);
    H. Hoinkes, in: Jb. d. Bayer. Ak. d. Wiss., 1968, S. 212-20 (P);
    Pogg. VII a.

  • Portraits

    Ölgem. v. A. Frech, 1935 (Innsbruck, Inst. f. Geol. u. Paläontol. d. Univ.).

  • Autor/in

    Werner Heißel
  • Empfohlene Zitierweise

    Heißel, Werner, "Klebelsberg, Raimund von" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 717 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118723413.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA