Lebensdaten
1790 bis 1867
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Hofschauspielerin ; dramatische Künstlerin ; Verlobte Theodor Körners
Konfession
katholische Tante
Normdaten
GND: 118646915 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Arneth, Antonie von (verheiratete)
  • Adamberger, Antonie
  • Arneth, Antonie von (verheiratete)
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie
Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Adamberger, Antonie, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118646915.html [12.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Valentin Adamberger (1743–1804), Opernsänger in Italien und Wien (s. MGG Suppl.);
    M Maria Anna (Nanny) Margaretha Barbara Jacquet (1752–1804), Schauspielerin in Wien;
    Gvv Isaak Adamberger, Musiker in Rohr;
    Gmv Anna Maria Neumayr, Bierbrauerstochter;
    1817 Joseph Calasanza Ritter von Arneth, Numismatiker und Archäologe (s. NDB I);
    S Franz von Arneth, Mediziner, Alfred von Arneth, Historiker.

  • Leben

    A. wurde nach dem Tode der Mutter von dem Dichter Heinrich von Collin ausgebildet. Sie war als Tragikerin - Clemens Brentano beschreibt sie als „Braut von Messina“ - eine der ersten Künstlerinnen Deutschlands, sowohl wegen ihrer Schönheit und ihres Talents als auch wegen ihrer Sittenreinheit berühmt. Bis 1817 gehörte sie dem Hoftheater an. Als Braut Theodor Körners gewann sie auch für die deutsche Literatur Bedeutung, da ihr Körner mehrere Lieder widmete, das Drama „Toni“ sowie die Rolle der Hedwig in „Zriny“ für sie schrieb. Seit 1830 stand sie in freundschaftlichen Beziehungen zur Kaiserin Caroline Auguste von Österreich. 1832 wurde sie Vorsteherin eines Erziehungsinstitutes für Töchter verheirateter Soldaten. Nach ihrer Verheiratung trat sie nur noch gelegentlich als Rezitatorin und Kirchensängerin hervor. - E. Steffen und P. Knepler behandelten A. in ihrem Singspiel „Die Toni aus Wien“ (1931).

  • Literatur

    ADB I (unter A. v. Arneth;
    Eltern s. a. ADB I);
    F. L. W. Meyer, F. L. Schröder I, 1819, S. 367-68 (z. Val. A. u. Nanny Jaquet);
    A. v. Arneth, Aus meinem Leben I, 1891, S. 12-49;
    H. Zimmer, Th. Körners Braut, ein Lebens- u. Charakterbild A. A.s, 21918 (P);
    W. Kosch, Das dt. Theater u. Drama im 19. u. 20. Jh., 31939;
    H. Kindermann, Theatergesch. d. Goethezeit, Wien 1948 (P).

  • Portraits

    Ölgem. (Miniatur) v. Monsorno (Dresden, Körner-Mus.).

  • Autor/in

    Walter Kunze
  • Empfohlene Zitierweise

    Kunze, Walter, "Adamberger, Antonie" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 54 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118646915.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Arneth: Antonie von A., dramatische Künstlerin, geb. 30. Dec. 1790 zu Wien, ebenda 25. Dec. 1867, Tochter des Tenoristen Adamberger und der in naiven Rollen berühmten Hofschauspielerin Maria Anna, geb. Jaquet, bei deren Abschiedsvorstellung am 22. Februar 1804 sie selbst zum ersten Male die Bühne betrat. Nach dem bald darauf (5. Nov. 1804) erfolgten Tode der Mutter leitete der Dichter Heinrich von Collin die weitere Ausbildung des ebenso durch Schönheit und Talent als durch fleckenlose Tugend ausgezeichneten Mädchens, das im tragischen Fache bald eine der ersten Künstlerinnen Deutschlands wurde und bis 1817 dem Hofburgtheater in Wien angehörte. Eine besondere Bedeutung für die deutsche Litteratur erlangte sie durch ihre Beziehung zu Theodor Körner, der ihr als seiner Braut mehrere reizende Dichtungen widmete, das Drama „Toni“ nach ihr benannte, die Rolle der Hedwig im „Zriny“ für sie schrieb und seinem eigenen Geständnisse nach ihr die höchste sittliche Veredlung verdankte. Ihre Heldenseele stimmte bei, als er von ihr weg in den heiligen Kampf zog, aus dem er nicht wiederkehrte. Erst vier Jahre später vermählte sie sich mit einem andern Freiwilligen aus den Freiheitskriegen, Josef Arneth, damals Custos des kaiserlichen Münz- und Antikencabinets; Dr. med. Franz und Alfred, Director des kaiserlichen Staatsarchivs in Wien sind ihre Söhne. Seit 1830 stand die hochgebildete Frau auch im näheren geistigen Verkehr mit der Kaiserin Karoline Auguste, welche ihr zugleich die Ausführung vieler ihrer Liebeswerke anvertraute.

  • Autor/in

    Hoffinger.
  • Empfohlene Zitierweise

    Hoffinger, "Adamberger, Antonie" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 554 unter Arneth, Antonie von [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118646915.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA