Lebensdaten
1840 bis 1915
Geburtsort
Stuttgart
Sterbeort
Berlin-Charlottenburg
Beruf/Funktion
Eisenhüttenmann
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 137629397 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Holz, Emil

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Zitierweise

Holz, Emil, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137629397.html [22.09.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Andreas Heinrich (1798–1880). Oberlehrer, S d. Chirurgen Joh. Andreas u. d. Elisabeth Eberhardina Gauß;
    M Christiana Louise (* 1811), T d. Bäckers Chrstn. Salomo Kögel in Derdingen u. d. Luise Friederike Leistner;
    Stuttgart 1870 Elise Pauline (* 1842), T d. Prof. Wilh. Frdr. Eisenmann in St. u. d. Charl. Friederike Christine Kübler;
    K;
    Schwieger-S Martin Boekker (1854–1915), Gen.dir. d. Friedenshütte b. Beuthen, Wilh. Hegenscheidt (1861–95), Fabrikbes. in Ratibor.

  • Leben

    Nach Besuch des Polytechnikums in Stuttgart studierte H. an der Bergakademie in Leoben (1861) und legte die Staatsprüfungen für Berg-, Hütten- und Salinenwesen in Stuttgart ab. Anschließend war er unter anderem bei der Prager Eisenindustriegesellschaft in Kladno, den von Rollschen Eisenwerken in Solothurn, der Jünkerather Gewerkschaft in Düsseldorf und 1870 bei der Dortmunder Hütte tätig. 1875 wurde er Leiter der Adolfhütte in Dillenburg, 1878 erfolgte die Berufung zum Chef der Hochofenanlage des Witkowitzer Eisenwerks in Mährisch-Ostrau. Später war er stellvertretender Generaldirektor, seit 1893 als Nachfolger von Paul Kupelwieser Generaldirektor. H. galt in seiner Zeit als einer der fortschrittlichsten Vertreter des Eisenhüttenwesens. Die Witkowitzer Anlage wurde unter seiner Leitung zum größten Industrieunternehmen der österreichisch-ungarischen Monarchie mit mehr als 10 000 Beschäftigten. Zur Erweiterung der Erzgrundlage erfolgte 1895 die Erwerbung und Aufschließung der Bergbaue Kotterbach in Oberungarn und Koskullskulle-Gellivara in Schweden. H. erzeugte Kiesabbrände („blue bylli“), entschwefeltes Eisen- und Kupferoxyd für die Hochöfen, das bisher in chemischen Fabriken bei der Schwefelsäuregewinnung als Nebenprodukt angefallen war, in einer Nebenanlage des Eisenwerks als Hauptprodukt. Dazu kamen Gewinnung von Ammoniak und Benzol aus den Abgasen, rationelle Umgestaltung der Stahlgewinnungsprozesse durch Modernisierung der Hochöfen und Gewinnung der Nebenprodukte bei Koksofenbetrieb. H. wirkte an Handelsvertragsverhandlungen mit. Erfolgreich war auch sein Wirken auf dem Gebiet der Wohlfahrtseinrichtungen und der Fürsorge für Arbeiter und Beamte. 1902 in den Ruhestand getreten, hat er sich noch bis zu seinem Lebensende als beratender Ingenieur in einer Reihe von Gesellschaften einflußreich betätigt.|

  • Auszeichnungen

    Dr.-Ing. E. h. (Stuttgart 1910).

  • Literatur

    v. Gutmann, in: Montanist. Rdsch. 7, 1915 (P);
    Kohle u. Erz 12, 1915;
    W. Tafel, in: Stahl u. Eisen 35, 1915 (P);
    75 J. Ver. Dt. Eisenhüttenleute, ebd. 55, 1935 (P);
    W. Wilczek, Werden u. Wachsen d. Eisenwerkes Witkowitz, in: Beskiden-Post, 1953, Nr. 11;
    A. Perlick. Oberschles. Berg- u. Hüttenleute, 1953, S. 180 f., 277 (L, P).

  • Autor/in

    Alfons Perlick
  • Empfohlene Zitierweise

    Perlick, Alfons, "Holz, Emil" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 567 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137629397.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA