Lebensdaten
1809 bis 1885
Geburtsort
Halberstadt
Sterbeort
Dresden
Beruf/Funktion
Buchhändler ; Verleger
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 11638915X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Avenarius, Eduard Ludwig Friedrich
  • Habermann, Eduard
  • Avenarius, Eduard
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Zitierweise

Avenarius, Eduard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11638915X.html [12.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Ludwig Johann Karl August Avenarius (1774–1838), preußischer Kammerrat, Freund und Sekretär des Prinzen Louis Ferdinand;
    M Johanna Marie Friederike Charlotte (1785–1849), T des Oberbergrats Johann August Friedrich Kleemann und der Maria Katharina Aurbach, verwitwete Drosihn;
    Gvv Johann Ludwig Avenarius (1735–1805), Kriegs- und Steuerrat in Magdeburg;
    Gmv Auguste Agnes Hertzog (1748–98); Vorfahren Matthäus Avenarius (1625–1692) und dessen S Johannes (1670–1739), beide evangelische Theologen und geistliche Liederdichter;
    Leipzig 5.3.1840 Cäcilie Auguste (1815–93), T des königlichen sächsischen Hofschauspielers und Malers Ludwig Geyer und der Johanne Rosine Pätz, verwiwete Wagner (M Richard Wagners);
    5 S, u. a. Ferdidand Avenarius (s. 2), Richard Avenarius (s. 5).

  • Leben

    A. begründete mit Friedrich (1800–65) und Heinrich Brockhaus (1804–74) die Firma Brockhaus & A., die es sich zur Aufgabe setzte, die literarischen Erzeugnisse Deutschlands und Frankreichs in beiden Ländern zu verbreiten. Um ihn, der 1837-44 in Paris die Filiale leitete, bildete sich ein Kreis junger Deutscher, dem besonders Heinrich Heine, Arnold Rüge, Heinrich Laube und August Heinrich Hoffmann von Fallersleben angehörten. 1839 trat Richard Wagner in diesen Kreis; A. unterstützte ihn in dieser schwersten Zeit seines Lebens (bis 1842). 1850 löste er die Geschäftsverbindung mit den Brüdern Brockhaus und errichtete 1853 mit Hermann Mendelssohn einen Verlag in Leipzig. Schon 1852 hatten sie den Verlag des „Meßkatalogs“ und den des „Literarischen Zentralblattes“ erworben; beides behielt er seit 1855 allein, während Mendelssohn den übrigen Verlag übernahm. 1862 gründete er in Moskau eine Filiale, mit dem Ziel, den deutsch-russischen Literaturaustausch zu fördern.

  • Literatur

    ADB XLVI;
    K. F. Pfau, Biograph. Lex. d. dt. Buchhandels d. Gegenwart, 1890;
    R. Schmidt, Dt. Buchhändler, dt. Buchdrucker I, 1901, S. 15.

  • Autor/in

    Redaktion
  • Empfohlene Zitierweise

    Redaktion, "Avenarius, Eduard" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 466 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11638915X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Avenarius: Eduard A., geboren 1809 zu Halberstadt, 1885 zu Dresden, begründete 1837 mit Fritz und Heinrich Brockhaus unter der Firma Brockhaus und Avenarius eine Buchhandlung für deutsche und ausländische Litteratur in Leipzig und Paris: das Pariser Haus wurde bis zu dessen Verkauf 1844 von ihm selbst geleitet. 1850 trat A. aus dem Geschäft aus — letzteres wurde mit der Firma Brockhaus vereinigt — und gründete 1853 in Verbindung mit Hermann Mendelssohn ein Verlagsgeschäft unter der Firma Avenarius und Mendelssohn in Leipzig. Als Grundstock hierfür diente eine Anzahl im Verlage von J. J. Weber erschienener Werke, die sie käuflich übernahmen und denen sich in der Folge eine Reihe anderer zugesellte. Von Georg Wigand erwarben sie 1852 käuflich den „Meßkatalog" — daher die Nebenfirma: „Expedition des Meßkatalogs“ — und den Verlag des „Literarischen Centralblattes“, eines noch jetzt bestehenden hervorragend kritischen Litteraturblattes, dessen Redacteur seit Anfang Professor Dr. Friedrich Zarncke war. Im J. 1855 trennten sich die beiden Inhaber. A. behielt den „Meßkatalog“ und das „Literarische|Centralblatt“ und firmirte von da ab: Eduard Avenarius, während Mendelssohn den übrigen Verlag übernahm.

  • Autor/in

    Karl Fr. Pfau.
  • Empfohlene Zitierweise

    Pfau, Karl Friedrich, "Avenarius, Eduard" in: Allgemeine Deutsche Biographie 46 (1902), S. 146-147 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11638915X.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA