Loest, Erich
- Lebensdaten
- 1926 – 2013
- Geburtsort
- Mittweida bei Chemnitz
- Sterbeort
- Leipzig
- Beruf/Funktion
- Schriftsteller ; Journalist ; Drehbuchautor
- Konfession
- evangelisch-lutherisch
- Normdaten
- GND: 11857390X | GND-Explorer | OGND | VIAF
- Namensvarianten
-
- Hans Walldorf / Pseudonym
- Waldemar Naß / Pseudonym
- Bernd Diksen (Zuschreibung nicht gesichert) / Pseudonym
- Loest, Erich
- Hans Walldorf / Pseudonym
- Waldemar Naß / Pseudonym
- Bernd Diksen (Zuschreibung nicht gesichert) / Pseudonym
- bernd diksen / pseudonym
- Nass, Waldemar
- Naß, Waldemar
- Walldorf, Hans
- Diksen, Bernd
- Lʹost, Erich
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-
Loest, Erich
Pseudonyme: Hans Walldorf; Waldemar Naß; Bernd Diksen (Zuschreibung nicht gesichert)
1926 – 2013
Schriftsteller
Erich Loest, anfangs überzeugter Sozialist, orientierte sich in seinen frühen Erzählungen und Romanen an den Vorgaben des Sozialistischen Realismus. Nach einer Haft aus politischen Gründen (1957–1964) veröffentlichte er v. a. Unterhaltungsprosa, ehe er einen zunehmend kritischen Blick auf die DDR-Gesellschaft warf. 1981 übersiedelte er in die Bundesrepublik und setzte sich in Romanen wie „Völkerschlachtdenkmal“ (1984) und „Sommergewitter“ (2005) mit deutscher und speziell DDR-Geschichte auseinander. Sein bekanntestes Werk, der Roman „Nikolaikirche“ (1995), behandelt die Zeit vor der Wende 1989 in Leipzig.
Lebensdaten
Erich Loest, Imago Images (InC) -
Autor/in
→Thomas Diecks (Berlin)
-
Zitierweise
Diecks, Thomas, „Loest, Erich“, in: NDB-online, veröffentlicht am 01.07.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd11857390X.html#dbocontent
Kindheit, Jugend und Tätigkeit als Journalist in der SBZ/DDR
Loest besuchte seit 1932 die Volksschule, seit 1936 die Oberschule in Mittweida bei Chemnitz. 1936 trat er der Hitler-Jugend bei; 1944 wurde er Mitglied der NSDAP und als Reserve-Offiziersbewerber zur Infanterie-Ausbildung eingezogen. Bei Kriegsende mit der Organisation Werwolf in Westböhmen eingesetzt, geriet er im Mai 1945 in Bischofteinitz (heute Horšovský Týn, Tschechien) kurzzeitig in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft. 1945/46 holte Loest an der Oberschule in Mittweida das Abitur nach und arbeitete danach für die „Leipziger Volkszeitung“ als Lokaljournalist, seit 1947 als Redakteur; seit 1948 im Kulturressort; 1947 trat er der SED bei.
Nach einer Rezension in der Ost-Berliner Zeitung „Tägliche Rundschau“, in der ihm vorgeworfen worden war, in seinem ersten Roman „Jungen, die übrigblieben“ (1950), „standpunktlos“ über seinen Kriegsdienst geschrieben zu haben, verlor Loest 1950 wegen „mangelnder ideologischer Klarheit“ seine Anstellung und arbeitete fortan als freier Schriftsteller. 1955/56 gehörte er zu den ersten Studenten am neu gegründeten Institut für Literatur in Leipzig. Infolge seiner Kritik an der SED-Führung nach der Niederschlagung des Aufstands am 17. Juni 1953 und Forderungen, dass in der DDR politische Konsequenzen aus der 1956 begonnenen Entstalinisierung in der Sowjetunion zu ziehen seien, wurde Loest 1957 aus der SED ausgeschlossen, verhaftet und im Folgejahr wegen „konterrevolutionärer Gruppenbildung“ zu einer Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt. Während dieser Zeit war er mit Schreibverbot belegt.
Schriftstellerische Tätigkeit in der DDR
Loest hatte nach dem Zweiten Weltkrieg begonnen, autobiografisch grundierte Erzählungen zu schreiben, die seit 1947 in Zeitungen der Sowjetischen Besatzungszone veröffentlicht wurden. Die Erzählungsbände „Liebesgeschichten“ (1951, ²1955) und „Sportgeschichten“ (1953, ²1954), der Roman „Das Jahr der Prüfung“ (1954) sowie v. a. sein in Berlin angesiedelter Kolportageroman „Die Westmark fällt weiter“ (1952, 61955), von dem er sich später distanzierte, zeigen Loest als staatstreuen Sozialisten. Mit der eigenen Vergangenheit vor 1945 setzte er sich in seinem Debütroman „Jungen, die übrigblieben“ (1950) und in dem vor der Inhaftierung 1957 begonnenen Kriegsroman „Der Abhang“ (1968) auseinander.
Nach seiner Haftentlassung 1964 veröffentlichte Loest unter Pseudonym zahlreiche Kriminal- und Abenteuergeschichten, die dem Lebensunterhalt dienten, aber auch literarisch anspruchsvollere Werke wie die unter anderem Pseudonym veröffentlichte NS-Satire „Ich war Dr. Ley“ (1966, 41980) sowie die die DDR-Realität aus kritischer Distanz beleuchtenden Romane „Der elfte Mann“ (1969, erweitert ³1980) und „Schattenboxen (1973). Noch in der DDR erschien mit „Swallow, mein wackerer Mustang“ (1980) ein gründlich recherchierter biografischer Roman über Karl May (1842–1912), in dem Loest in der Darstellung von Mays Flucht in literarische Traumwelten seine Situation in der DDR reflektierte.
Literarischer Chronist der Leipziger Geschichte und des DDR-Alltags
Nach Versuchen von staatlicher Seite, seinen Gegenwartsroman „Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene“ (1977) in zweiter Auflage zu zensieren, trat Loest 1980 aus dem Schriftstellerverband der DDR aus. Von 1978 bis 1981 wurde seine Wohnung vom Ministerium für Staatssicherheit abgehört. Nach der Wende verarbeitete Loest die aus der Einsicht in seine Stasi-Akte gewonnenen Erkenntnisse in dem autobiografischen Text „Der Zorn des Schafes“ (1990) und in der Dokumentation „Die Stasi war mein Eckermann“ (1991).
1981 übersiedelte Loest in die Bundesrepublik, lebte in Osnabrück, seit 1987 in Bonn-Bad Godesberg, ehe er 1998 seinen ständigen Wohnsitz wieder in Leipzig nahm. Mit seinem Sohn Thomas Loest (geb. 1950) und dessen Ehefrau Elke Loest gründete er 1987 den Linden-Verlag, in dem von 1989 bis 2004 Ausgaben seiner Werke erschienen.
Loest arbeitete in seiner Autobiografie „Durch die Erde ein Riß“ (1981) und seinen Romanen vornehmlich die deutsche, speziell die Leipziger Geschichte auf. In „Völkerschlachtdenkmal“ (1984, erweiterte Neuausgabe u. d. T. „Löwenstadt“, 2009) erzählte er mit schelmischem Witz sächsische Geschichte rund um das titelgebende Denkmal. Ebenfalls in Leipzig angesiedelt sind die Romane „Zwiebelmuster“ (1985, 1989 verfilmt) und „Nikolaikirche“ (1995, im selben Jahr verfilmt), sein erfolgreichstes Buch, in dem aus der Perspektive eines überzeugten Stasi-Mitarbeiters, von dessen Schwester und Mitgliedern staatskritischer Kirchengruppen die Atmosphäre kurz vor der Wende handlungs- und figurenreich nachgezeichnet wird. Während in „Reichsgericht“ (2001) in einer Mischung aus Realität und Fiktion einhundert Jahre deutscher Justizgeschichte behandelt werden, stehen in „Sommergewitter“ (2005) die Ereignisse rund um den 17. Juni 1953 im Mittelpunkt, die aus der Sicht fiktiver Zeitzeugen beleuchtet werden.
Loest wurde aufgrund seines realistischen Erzählens, das durch präzise Alltagsbeobachtung und pointierte Figurenschilderung charakterisiert ist, mit Hans Fallada (1893–1947) verglichen und von der Kritik als bedeutender literarischer Chronist v. a. der DDR-Geschichte gewürdigt. Auch nach der Wende bezog er öffentlich Stellung: So setzte er sich dafür ein, Kunstwerke des Sozialistischen Realismus aus dem öffentlichen Raum zu entfernen und plädierte für die Wiedererrichtung der 1968 zerstörten gotischen Paulinerkirche in Leipzig.
| um 1950–1980 | Mitglied des Deutschen Schriftstellerverbands (seit 1977 Schriftstellerverband der DDR) (seit 1952 Vorsitzender, seit 1953 stellvertretender Vorsitzender des Bezirks Leipzig; 1980 Austritt) |
| 1981 | Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster |
| 1982 | Mitglied des Deutschen PEN-Zentrums (Bundesrepublik) |
| 1984 | Marburger Literaturpreis |
| 1984 | Künstlerstipendium des Landes Niedersachsen |
| 1984–1986 | 2. Vorsitzender des Verbands Deutscher Schriftsteller der Bundesrepublik |
| 1986 | Förderpreis Niedersachsen |
| 1987 | Jakob-Kaiser-Fernsehpreis des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen |
| 1989 | Turmschreiber von Deidesheim (abgebrochen) |
| 1991 | Freiheitspreis des Bundesverbands der Freien Berufe |
| 1992 | Karl-Hermann-Flach-Preis der Friedrich-Naumann-Stiftung |
| 1992 | Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1999 Großes Verdienstkreuz) |
| 1992 | Ehrenbürger von Mittweida bei Chemnitz |
| 1994–1997 | Bundesvorsitzender des Verbands Deutscher Schriftsteller |
| 1995 | Stern des Jahres, Abendzeitung München |
| 1996 | Ehrenbürger der Stadt Leipzig |
| 1996 | DAG-Fernsehpreis in Silber der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (für das Drehbuch von „Nikolaikirche“) |
| 1997 | Komturkreuz des Verdienstordens der Republik Polen |
| 1997 | Doctor of Letters, Hampden-Sydney College, Hamden Sydney (Virginia, USA) |
| 1998 | Stadtschreiber der Stadt Mainz |
| 2001 | Dr. h. c., TU Chemnitz |
| 2002 | Karl-Preusker-Medaille der Deutschen Literaturkonferenz |
| 2009 | Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung |
| 2009 | Dr. h. c., Universität Gießen (weiterführende Informationen) |
| 2010 | Kulturgroschen des Deutschen Kulturrats |
| 2012 | Hohenschönhausen-Preis des Fördervereins der Gedenkstätte Hohenschönhausen, Berlin |
| 2016 | Bibliothek Gohlis Erich Loest, Leipzig |
| 2017 | Erich Loest-Literaturpreis der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig (zweijährlich) |
| 2018 | Gedenktafel am ehemaligen Wohnhaus, Kasseler Straße 23, Leipzig (weiterführende Informationen) |
| 2023 | Stadtbibliothek Erich Loest, Mittweida |
Nachlass:
Erich-Loest-Archiv der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig, Villa Ida, Leipzig. (Manuskripte, Notizen, Rezensionen, Fotografien, Korrespondenz)
Prosa und Autobiografisches:
Jungen, die übrigblieben, 1950, revidiert u. erw. 21954, Frankfurt am Main 1985, Nachausg. 1991, 1996, 2006, 2013, 22016.
Nacht über dem See und andere Kurzgeschichten, 1950.
Liebesgeschichten, 1951, Neuausg. 1955, 31957.
Die Westmark fällt weiter, 1952, 61955, tschech. 1954, russ. 1957.
Sportgeschichten, 1953, 41954.
Das Jahr der Prüfung, 1954.
Ich war Dr. Ley, 1966, überarb. u. erw. Ausg. 21971, 41980, Neuausg. unter eigenem Namen u. d. T. „Die Mäuse des Dr. Ley“, Olten 1984, 21985, Taschenbuchausg. 1987, 1992, ukrain. 1977, franz. 1995, 2006. (zunächst unter dem Pseudonym Waldemar Naß)
Der Mörder saß im Wembley-Stadion, 1967, 41975, Taschenbuchausg. 1973, Frankfurt am Main 1985, neubearb. 2006, tschech. 1970, unter eigenem Namen 2006. (unter dem Pseudonym Hans Walldorf)
Der Abhang, 1968.
Das Waffenkarussell, 1968, 51972, Frankfurt am Main 1986, unter eigenem Namen 2016. (unter dem Pseudonym Hans Walldorf)
Der elfte Mann, 1969, erw. Ausg. 1979, 31980, 1992, Taschenbuchausg. 2006, 2018.
Schattenboxen, 1973, 31975, Taschenbuchausg. 1976, 1979, Olten 1985, Taschenbuchausg. 1988, 1993.
Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene, 1977, Stuttgart 1978, Neuausg. 1979, 1990, Taschenbuchausg. 1990, 1998, 2003, 2012, schwed. 1981, franz. 2025.
Swallow, mein wackerer Mustang, Karl-May-Roman, 1980, Hamburg 1980, Taschenbuchausg. 1983, 21987 u.1992, 1996, 2012, ²2016.
Durch die Erde ein Riß, Hamburg 1981, Neuausg. 1983, Taschenbuchausg. 1984, 1990, 1996, 2016.
Völkerschlachtdenkmal, Hamburg 1984, 1986, Nachdr. 1989, 1990, Taschenbuchausg. 1987, 41998, erw. Neufassung u. d. T. „Löwenstadt“, 2009, überarb. 22013, 2024.
Zwiebelmuster, 1985, Taschenbuchausg. 1988, 1994, als Spielfilm u. d. T. „Zwiebelmuster oder Wenn einer eine Reise tut“, ZDF 1989, Drehbuch: Jochen Ziem, Regie: Claudia Holldack.
Froschkonzert, 1987, Taschenbuchausg. 1990.
Der Zorn des Schafes, Autobiographische Aufzeichnungen, 1990, Taschenbuchausg. 1993.
Die Stasi war mein Eckermann, 1991.
Katerfrühstück, 1992, 1994, Taschenbuchausg. 1995.
Nikolaikirche, 1995, 62000, Taschenbuchausg. 1998, 2004, 2026, poln. 1997, niederl. 2003, als Spielfilm WDR/MDR/ORF/Arte u. kürzere Kinofassung, beide 1995, Drehbuch: Frank Beyer/Eberhard Görner/Erich Loest, Regie: Frank Beyer.
Gute Genossen, 1999, Taschenbuchausg. 2001.
Reichsgericht, 2001, Taschenbuchausg. 2004.
Sommergewitter, 2005, 2021.
Das halbvolle Glas. Erich-Loest-Lesebuch, hg. v. Regine Möbius/Michael Hametner, 2012.
Gelindes Grausen. Tagebuch 2011–2013, mit e. Nachtrag v. Linde Rotta, 2014.
Werkausgabe:
Werkausgabe, 6 Bde., 1991–2004. (nicht abgeschlossen)
Werke in broschierten Neuausgaben, 7 Bde., 2012–2026.
Theaterstücke:
Froschkonzert, Regie: Helmut Maßel, UA Stadttheater Osnabrück 1987.
Die Prahlerin, Regie: Volker Dirkes; UA theatrale Halle an der Saale 2006.
Ratzel speist im „Falco“, UA Volkspark Halle an der Saale 2009.
Drehbücher:
Ein recht seriöser Herr, Regie: Vera Loebner, Fernsehfunk der DDR, 1980.
Tatort. Spuk aus der Eiszeit, Regie: Stanislav Barabas, ARD 1988.
Übersetzungen:
James Fenimore Cooper, Wildtöter und Große Schlange, Alle fünf Lederstrumpf-Erzählungen, 1972, 31976, Freiburg im Breisgau u. d. T. „Lederstrumpf“, 1973, rumän. 1974 in 2 Bdn.
Briefe:
„Mensch, was haben wir alles hinter uns“. Briefe 1953–2013, hg. v. Thomas Mayer, 2026.
Monografien und Sammelbände:
Patricia E. Buckley,The Major Works of Erich Loest 1950–1985, 1989.
Andrea Sahlmen, „Das Vehikel der Imagination“. Loests Erzählwerk als Reflexion innerdeutscher Diskrepanzen, 1992.
Es ging seinen Gang. Erich Loest zum 70. Geburtstag, hg. v. Wolfram Dorn, 1996.
Gudrun Schneider-Nehls, Grenzgänger in Deutschland. Untersuchung einer intellektuellen Verhaltensmöglichkeit in unserem Jahrhundert. Eine biographische Studie dreier Generationsgestalten der Jahrgänge 1895–1926. Arnolt Bronnen – Eberhard Koebel – Erich Loest, 1997.
Sabine Brandt, Vom Schwarzmarkt nach St. Nikolai. Erich Loest und seine Romane, 1998. (W)
Bert Sander (Hg.), Erich Loest. Eine deutsche Biographie, 2007. (P)
Regine Möbius, Wortmacht und Machwort. Der politische Loest, 2009.
Geschichte, die noch qualmt. Erich Loest und sein Werk, hg. v. Carsten Gansel, 2011.
Hans-Hermann Kestel, Erich Loest. Lebensthema DDR, 2 Bde., 2026. (W, L)
Aufsätze und Beiträge:
Christa Schollmier, Erich Loest. „Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene“, in: Literatur in Wissenschaft und Unterricht 17 (1984), S. 319–338.
Liz Wieskerstrauch, Erich Loest, in: dies., Schreiben zwischen Unbehagen und Aufklärung, 1988, S. 11–31.
N. N., „Die Stasi war mein Eckermann“. Wie und warum der Schriftsteller Erich Loest in Leipzig jahrelang überwacht wurde, in: Der Spiegel, Nr. 38 v. 17.9. 1990, S. 240–258.
Marie-Geneviève Gerrer, Erich Loest, écrivain de RDA. Les pièces de l’espace et du temps, in: Le texte et l’ideé 6 (1991), S. 203–233.
Rüdiger Steinlein, Romanstruktur und Wendeproblematik. Erich Loests „Nikolaikirche“ (1995), in: Produktivität des Gegensätzlichen. Studien zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Festschrift für Horst Denkler zum 65. Geburtstag, hg. v. Julia Bertschik, 2000, S. 289–305, Wiederabdr. in: Rüdiger Steinlein, Erkundungen. Aufsätze zur deutschen Literatur (1975–2008), 2009, S. 92–111.
Martina Ölke, Die Vergangenheit, eine Baustelle. Autobiographie/-fiktion in der Literatur der DDR vor und nach der Wende (Stephan Hermlin, Monika Maron, Erich Loest), in: Autobiographisches Schreiben nach 1989, hg. v. Herbert Heckmann, 2003, S. 127–159.
Stefan Bodo Würffel, Der Eckermann der Wende. Erich Loest und sein Roman „Nikolaikirche“, in: Der „gesamtdeutsche“ Roman seit der Wiedervereinigung, hg. v. Hans-Jörg Knobloch, 2003, S. 63–76.
Hans-Gerd Winter, „Helm ab, wir haben verloren“. Darstellung und Reflexion des Krieges in der Literatur der „Jungen Generation“ unmittelbar nach 1945 (W. Borchert, A. Andersch, E. Loest), in: Imaginäre Welten im Widerstreit. Krieg und Geschichte in der deutschsprachigen Literatur seit 1900, hg. v. Lars Koch/Marianne Vogel, 2007, S. 78–96.
Manuela Lück, „...ein zu großes Wort“. Erich Loest und das Exil, in: Deutsch-deutsches Literaturexil. Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus der DDR in der Bundesrepublik, hg. v. Walter Schmitz/Jörg Bernig, 2009, S. 582–605.
Manuel Maldonado Alemán, Semantisierte Raumkonstellationen. Zur Sedimentierung der Geschichte bei Christoph Ransmayr und Erich Loest, in: Deutsche Gegenwarten in Literatur und Film. Tendenzen nach 1989 in exemplarischen Analysen, hg. v. Olivia C. Díaz Pérez/Ortrud Gutjahr/Rolf Günther Renner/Marisa Siguan, 2017, S.161–177.
Ilse Nagelschmidt, Die Stimme wurde ihm nicht genommen. Erich Loest (1926–2013), in: L’Est à l’Ouest. Trajectoires, expériences et modes d’expression des intellectuels, écrivains et artistes émigrés hors de RDA, hg. v. Emmanuelle Aurenche-Beau/ Sibylle Goepper/Anne Lemonnier-Lemieux/Ralf Zschachlitz, 2023, S. 221–232.
Karikatur v. Harald Kretzschmar (1931–2024), 1970er Jahre, Abbildung in: Bert Sander, Erich Loest. Eine deutsche Biographie, 2007, S. 16.
Fotografien v. Isolde Ohlbaum (geb. 1953), ca. 1990, Bayerische Staatsbibliothek München, Bildarchiv.
Gemälde (Öl/Leinwand) v. Johannes Heisig (geb. 1953), 2005, Abbildung in: Bert Sander, Erich Loest. Eine deutsche Biographie, 2007, S. 39.
Zeichnung (Tusche auf Bütten) v. Reinhard Minkewitz (geb. 1957), 2006, Abbildung in: Bert Sander, Erich Loest. Eine deutsche Biographie, 2007, S. 7.
Büste (Bronzeguss) v. Reinhard Minkewitz (geb. 1957), 2022 (2023 enthüllt), Stadtbibliothek Mittweida bei Chemnitz.