Loest, Erich

Lebensdaten
1926 – 2013
Geburtsort
Mittweida bei Chemnitz
Sterbeort
Leipzig
Beruf/Funktion
Schriftsteller ; Journalist ; Drehbuchautor
Konfession
evangelisch-lutherisch
Normdaten
GND: 11857390X | GND-Explorer | OGND | VIAF
Namensvarianten

  • Hans Walldorf / Pseudonym
  • Waldemar Naß / Pseudonym
  • Bernd Diksen (Zuschreibung nicht gesichert) / Pseudonym
  • Loest, Erich
  • Hans Walldorf / Pseudonym
  • Waldemar Naß / Pseudonym
  • Bernd Diksen (Zuschreibung nicht gesichert) / Pseudonym
  • bernd diksen / pseudonym
  • Nass, Waldemar
  • Naß, Waldemar
  • Walldorf, Hans
  • Diksen, Bernd
  • Lʹost, Erich
  • b8
  • b9
  • b10
  • b11

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Zitierweise

Loest, Erich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd11857390X.html#indexcontent [15.08.2026].

CC0

  • Loest, Erich

    Pseudonyme: Hans Walldorf; Waldemar Naß; Bernd Diksen (Zuschreibung nicht gesichert)

    1926 – 2013

    Schriftsteller

    Erich Loest, anfangs überzeugter Sozialist, orientierte sich in seinen frühen Erzählungen und Romanen an den Vorgaben des Sozialistischen Realismus. Nach einer Haft aus politischen Gründen (1957–1964) veröffentlichte er v. a. Unterhaltungsprosa, ehe er einen zunehmend kritischen Blick auf die DDR-Gesellschaft warf. 1981 übersiedelte er in die Bundesrepublik und setzte sich in Romanen wie „Völkerschlachtdenkmal“ (1984) und „Sommergewitter“ (2005) mit deutscher und speziell DDR-Geschichte auseinander. Sein bekanntestes Werk, der Roman „Nikolaikirche“ (1995), behandelt die Zeit vor der Wende 1989 in Leipzig.

    Lebensdaten

    Geboren am 24. Februar 1926 in Mittweida bei Chemnitz
    Gestorben am 12. September 2013 (Suizid) in Leipzig
    Grabstätte Friedhof in Mittweida
    Konfession evangelisch-lutherisch
    Erich Loest, Imago Images (InC)
    Erich Loest, Imago Images (InC)
  • 24. Februar 1926 - Mittweida bei Chemnitz

    1932 - 1944 - Mittweida bei Chemnitz

    Schulbesuch

    Volksschule; seit 1936 Oberschule

    1936

    Mitglied (1942 Fähnleinführer)

    Hitler-Jugend

    1944 - 1945

    Mitglied

    NSDAP

    1944 - Mai 1945 - Weißenfels bei Halle an der Saale; Zeithain bei Meißen; Böhmen

    Kriegsdienst als Infanterist; dreiwöchiger Fronteinsatz als „Werwolf“; kurze US-amerikanische Kriegsgefangenschaft

    1945 - 1946 - Leuna bei Halle an der Saale

    Arbeiter in der Landwirtschaft und chemischen Industrie

    u. a. Leunawerke

    1946 - Mittweida

    Abitur

    Oberschule

    1946 - 1950 - Rochlitz; seit 1948 Leipzig

    Volontär; seit 1947 Redakteur

    Leipziger Volkszeitung (Tageszeitung)

    1947 - 1957

    Mitglied (Parteiausschluss)

    SED

    1950 - Leipzig

    freiberuflicher Schriftsteller

    1955 - 1956 - Leipzig

    Studium

    Institut für Literatur (seit 1959 Institut für Literatur „Johannes R. Becher“)

    1957 - 1964 - Leipzig; Halle an der Saale; Bautzen

    Verhaftung wegen „konterrevolutionärer Gruppenbildung“; 1958 Verurteilung; 1964 Amnestierung anlässlich des 15. Jahrestags der DDR-Gründung

    Gefängnisse des Ministeriums für Staatssicherheit; seit 1959 Strafanstalt Bautzen II

    1980

    Austritt (Mitglied seit ca. 1950)

    Schriftstellerverband der DDR

    1981 - Osnabrück; seit 1987 Bonn-Bad Godesberg

    Übersiedlung

    1987 - Künzelsau; später Leipzig

    Mitgründer mit Thomas Loest (geb. 1950) und Elke Loest

    Linden-Verlag

    April 1990 - Berlin-Ost

    vollständige juristische Rehabilitierung

    Oberstes Gericht der DDR

    1998 - Leipzig

    Übersiedlung (seit 1990 Zweitwohnsitz)

    12. September 2013 (Suizid) - Leipzig

    alternativer text
    Erich Loest, Imago Images (InC)

    Kindheit, Jugend und Tätigkeit als Journalist in der SBZ/DDR

    Loest besuchte seit 1932 die Volksschule, seit 1936 die Oberschule in Mittweida bei Chemnitz. 1936 trat er der Hitler-Jugend bei; 1944 wurde er Mitglied der NSDAP und als Reserve-Offiziersbewerber zur Infanterie-Ausbildung eingezogen. Bei Kriegsende mit der Organisation Werwolf in Westböhmen eingesetzt, geriet er im Mai 1945 in Bischofteinitz (heute Horšovský Týn, Tschechien) kurzzeitig in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft. 1945/46 holte Loest an der Oberschule in Mittweida das Abitur nach und arbeitete danach für die „Leipziger Volkszeitung“ als Lokaljournalist, seit 1947 als Redakteur; seit 1948 im Kulturressort; 1947 trat er der SED bei.

    Nach einer Rezension in der Ost-Berliner Zeitung „Tägliche Rundschau“, in der ihm vorgeworfen worden war, in seinem ersten Roman „Jungen, die übrigblieben“ (1950), „standpunktlos“ über seinen Kriegsdienst geschrieben zu haben, verlor Loest 1950 wegen „mangelnder ideologischer Klarheit“ seine Anstellung und arbeitete fortan als freier Schriftsteller. 1955/56 gehörte er zu den ersten Studenten am neu gegründeten Institut für Literatur in Leipzig. Infolge seiner Kritik an der SED-Führung nach der Niederschlagung des Aufstands am 17. Juni 1953 und Forderungen, dass in der DDR politische Konsequenzen aus der 1956 begonnenen Entstalinisierung in der Sowjetunion zu ziehen seien, wurde Loest 1957 aus der SED ausgeschlossen, verhaftet und im Folgejahr wegen „konterrevolutionärer Gruppenbildung“ zu einer Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt. Während dieser Zeit war er mit Schreibverbot belegt.

    Schriftstellerische Tätigkeit in der DDR

    Loest hatte nach dem Zweiten Weltkrieg begonnen, autobiografisch grundierte Erzählungen zu schreiben, die seit 1947 in Zeitungen der Sowjetischen Besatzungszone veröffentlicht wurden. Die Erzählungsbände „Liebesgeschichten“ (1951, ²1955) und „Sportgeschichten“ (1953, ²1954), der Roman „Das Jahr der Prüfung“ (1954) sowie v. a. sein in Berlin angesiedelter Kolportageroman „Die Westmark fällt weiter“ (1952, 61955), von dem er sich später distanzierte, zeigen Loest als staatstreuen Sozialisten. Mit der eigenen Vergangenheit vor 1945 setzte er sich in seinem Debütroman „Jungen, die übrigblieben“ (1950) und in dem vor der Inhaftierung 1957 begonnenen Kriegsroman „Der Abhang“ (1968) auseinander.

    Nach seiner Haftentlassung 1964 veröffentlichte Loest unter Pseudonym zahlreiche Kriminal- und Abenteuergeschichten, die dem Lebensunterhalt dienten, aber auch literarisch anspruchsvollere Werke wie die unter anderem Pseudonym veröffentlichte NS-Satire „Ich war Dr. Ley“ (1966, 41980) sowie die die DDR-Realität aus kritischer Distanz beleuchtenden Romane „Der elfte Mann“ (1969, erweitert ³1980) und „Schattenboxen (1973). Noch in der DDR erschien mit „Swallow, mein wackerer Mustang“ (1980) ein gründlich recherchierter biografischer Roman über Karl May (1842–1912), in dem Loest in der Darstellung von Mays Flucht in literarische Traumwelten seine Situation in der DDR reflektierte.

    Literarischer Chronist der Leipziger Geschichte und des DDR-Alltags

    Nach Versuchen von staatlicher Seite, seinen Gegenwartsroman „Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene“ (1977) in zweiter Auflage zu zensieren, trat Loest 1980 aus dem Schriftstellerverband der DDR aus. Von 1978 bis 1981 wurde seine Wohnung vom Ministerium für Staatssicherheit abgehört. Nach der Wende verarbeitete Loest die aus der Einsicht in seine Stasi-Akte gewonnenen Erkenntnisse in dem autobiografischen Text „Der Zorn des Schafes“ (1990) und in der Dokumentation „Die Stasi war mein Eckermann“ (1991).

    1981 übersiedelte Loest in die Bundesrepublik, lebte in Osnabrück, seit 1987 in Bonn-Bad Godesberg, ehe er 1998 seinen ständigen Wohnsitz wieder in Leipzig nahm. Mit seinem Sohn Thomas Loest (geb. 1950) und dessen Ehefrau Elke Loest gründete er 1987 den Linden-Verlag, in dem von 1989 bis 2004 Ausgaben seiner Werke erschienen.

    Loest arbeitete in seiner Autobiografie „Durch die Erde ein Riß“ (1981) und seinen Romanen vornehmlich die deutsche, speziell die Leipziger Geschichte auf. In „Völkerschlachtdenkmal“ (1984, erweiterte Neuausgabe u. d. T. „Löwenstadt“, 2009) erzählte er mit schelmischem Witz sächsische Geschichte rund um das titelgebende Denkmal. Ebenfalls in Leipzig angesiedelt sind die Romane „Zwiebelmuster“ (1985, 1989 verfilmt) und „Nikolaikirche“ (1995, im selben Jahr verfilmt), sein erfolgreichstes Buch, in dem aus der Perspektive eines überzeugten Stasi-Mitarbeiters, von dessen Schwester und Mitgliedern staatskritischer Kirchengruppen die Atmosphäre kurz vor der Wende handlungs- und figurenreich nachgezeichnet wird. Während in „Reichsgericht“ (2001) in einer Mischung aus Realität und Fiktion einhundert Jahre deutscher Justizgeschichte behandelt werden, stehen in „Sommergewitter“ (2005) die Ereignisse rund um den 17. Juni 1953 im Mittelpunkt, die aus der Sicht fiktiver Zeitzeugen beleuchtet werden.

    Loest wurde aufgrund seines realistischen Erzählens, das durch präzise Alltagsbeobachtung und pointierte Figurenschilderung charakterisiert ist, mit Hans Fallada (1893–1947) verglichen und von der Kritik als bedeutender literarischer Chronist v. a. der DDR-Geschichte gewürdigt. Auch nach der Wende bezog er öffentlich Stellung: So setzte er sich dafür ein, Kunstwerke des Sozialistischen Realismus aus dem öffentlichen Raum zu entfernen und plädierte für die Wiedererrichtung der 1968 zerstörten gotischen Paulinerkirche in Leipzig.

    um 1950–1980 Mitglied des Deutschen Schriftstellerverbands (seit 1977 Schriftstellerverband der DDR) (seit 1952 Vorsitzender, seit 1953 stellvertretender Vorsitzender des Bezirks Leipzig; 1980 Austritt)
    1981 Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster
    1982 Mitglied des Deutschen PEN-Zentrums (Bundesrepublik)
    1984 Marburger Literaturpreis
    1984 Künstlerstipendium des Landes Niedersachsen
    1984–1986 2. Vorsitzender des Verbands Deutscher Schriftsteller der Bundesrepublik
    1986 Förderpreis Niedersachsen
    1987 Jakob-Kaiser-Fernsehpreis des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen
    1989 Turmschreiber von Deidesheim (abgebrochen)
    1991 Freiheitspreis des Bundesverbands der Freien Berufe
    1992 Karl-Hermann-Flach-Preis der Friedrich-Naumann-Stiftung
    1992 Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1999 Großes Verdienstkreuz)
    1992 Ehrenbürger von Mittweida bei Chemnitz
    1994–1997 Bundesvorsitzender des Verbands Deutscher Schriftsteller
    1995 Stern des Jahres, Abendzeitung München
    1996 Ehrenbürger der Stadt Leipzig
    1996 DAG-Fernsehpreis in Silber der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (für das Drehbuch von „Nikolaikirche“)
    1997 Komturkreuz des Verdienstordens der Republik Polen
    1997 Doctor of Letters, Hampden-Sydney College, Hamden Sydney (Virginia, USA)
    1998 Stadtschreiber der Stadt Mainz
    2001 Dr. h. c., TU Chemnitz
    2002 Karl-Preusker-Medaille der Deutschen Literaturkonferenz
    2009 Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung
    2009 Dr. h. c., Universität Gießen (weiterführende Informationen)
    2010 Kulturgroschen des Deutschen Kulturrats
    2012 Hohenschönhausen-Preis des Fördervereins der Gedenkstätte Hohenschönhausen, Berlin
    2016 Bibliothek Gohlis Erich Loest, Leipzig
    2017 Erich Loest-Literaturpreis der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig (zweijährlich)
    2018 Gedenktafel am ehemaligen Wohnhaus, Kasseler Straße 23, Leipzig (weiterführende Informationen)
    2023 Stadtbibliothek Erich Loest, Mittweida

    Nachlass:

    Erich-Loest-Archiv der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig, Villa Ida, Leipzig. (Manuskripte, Notizen, Rezensionen, Fotografien, Korrespondenz)

    Prosa und Autobiografisches:

    Jungen, die übrigblieben, 1950, revidiert u. erw. 21954, Frankfurt am Main 1985, Nachausg. 1991, 1996, 2006, 2013, 22016.

    Nacht über dem See und andere Kurzgeschichten, 1950.

    Liebesgeschichten, 1951, Neuausg. 1955, 31957.

    Die Westmark fällt weiter, 1952, 61955, tschech. 1954, russ. 1957.

    Sportgeschichten, 1953, 41954.

    Das Jahr der Prüfung, 1954.

    Ich war Dr. Ley, 1966, überarb. u. erw. Ausg. 21971, 41980, Neuausg. unter eigenem Namen u. d. T. „Die Mäuse des Dr. Ley“, Olten 1984, 21985, Taschenbuchausg. 1987, 1992, ukrain. 1977, franz. 1995, 2006. (zunächst unter dem Pseudonym Waldemar Naß)

    Der Mörder saß im Wembley-Stadion, 1967, 41975, Taschenbuchausg. 1973, Frankfurt am Main 1985, neubearb. 2006, tschech. 1970, unter eigenem Namen 2006. (unter dem Pseudonym Hans Walldorf)

    Der Abhang, 1968.

    Das Waffenkarussell, 1968, 51972, Frankfurt am Main 1986, unter eigenem Namen 2016. (unter dem Pseudonym Hans Walldorf)

    Der elfte Mann, 1969, erw. Ausg. 1979, 31980, 1992, Taschenbuchausg. 2006, 2018.

    Schattenboxen, 1973, 31975, Taschenbuchausg. 1976, 1979, Olten 1985, Taschenbuchausg. 1988, 1993.

    Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene, 1977, Stuttgart 1978, Neuausg. 1979, 1990, Taschenbuchausg. 1990, 1998, 2003, 2012, schwed. 1981, franz. 2025.

    Swallow, mein wackerer Mustang, Karl-May-Roman, 1980, Hamburg 1980, Taschenbuchausg. 1983, 21987 u.1992, 1996, 2012, ²2016.

    Durch die Erde ein Riß, Hamburg 1981, Neuausg. 1983, Taschenbuchausg. 1984, 1990, 1996, 2016.

    Völkerschlachtdenkmal, Hamburg 1984, 1986, Nachdr. 1989, 1990, Taschenbuchausg. 1987, 41998, erw. Neufassung u. d. T. „Löwenstadt“, 2009, überarb. 22013, 2024.

    Zwiebelmuster, 1985, Taschenbuchausg. 1988, 1994, als Spielfilm u. d. T. „Zwiebelmuster oder Wenn einer eine Reise tut“, ZDF 1989, Drehbuch: Jochen Ziem, Regie: Claudia Holldack.

    Froschkonzert, 1987, Taschenbuchausg. 1990.

    Der Zorn des Schafes, Autobiographische Aufzeichnungen, 1990, Taschenbuchausg. 1993.

    Die Stasi war mein Eckermann, 1991.

    Katerfrühstück, 1992, 1994, Taschenbuchausg. 1995.

    Nikolaikirche, 1995, 62000, Taschenbuchausg. 1998, 2004, 2026, poln. 1997, niederl. 2003, als Spielfilm WDR/MDR/ORF/Arte u. kürzere Kinofassung, beide 1995, Drehbuch: Frank Beyer/Eberhard Görner/Erich Loest, Regie: Frank Beyer.

    Gute Genossen, 1999, Taschenbuchausg. 2001.

    Reichsgericht, 2001, Taschenbuchausg. 2004.

    Sommergewitter, 2005, 2021.

    Das halbvolle Glas. Erich-Loest-Lesebuch, hg. v. Regine Möbius/Michael Hametner, 2012.

    Gelindes Grausen. Tagebuch 2011–2013, mit e. Nachtrag v. Linde Rotta, 2014.

    Werkausgabe:

    Werkausgabe, 6 Bde., 1991–2004. (nicht abgeschlossen)

    Werke in broschierten Neuausgaben, 7 Bde., 2012–2026.

    Theaterstücke:

    Froschkonzert, Regie: Helmut Maßel, UA Stadttheater Osnabrück 1987.

    Die Prahlerin, Regie: Volker Dirkes; UA theatrale Halle an der Saale 2006.

    Ratzel speist im „Falco“, UA Volkspark Halle an der Saale 2009.

    Drehbücher:

    Ein recht seriöser Herr, Regie: Vera Loebner, Fernsehfunk der DDR, 1980.

    Tatort. Spuk aus der Eiszeit, Regie: Stanislav Barabas, ARD 1988.

    Übersetzungen:

    James Fenimore Cooper, Wildtöter und Große Schlange, Alle fünf Lederstrumpf-Erzählungen, 1972, 31976, Freiburg im Breisgau u. d. T. „Lederstrumpf“, 1973, rumän. 1974 in 2 Bdn.

    Briefe:

    „Mensch, was haben wir alles hinter uns“. Briefe 1953–2013, hg. v. Thomas Mayer, 2026.

    Monografien und Sammelbände:

    Patricia E. Buckley,The Major Works of Erich Loest 1950–1985, 1989.

    Andrea Sahlmen, „Das Vehikel der Imagination“. Loests Erzählwerk als Reflexion innerdeutscher Diskrepanzen, 1992.

    Es ging seinen Gang. Erich Loest zum 70. Geburtstag, hg. v. Wolfram Dorn, 1996.

    Gudrun Schneider-Nehls, Grenzgänger in Deutschland. Untersuchung einer intellektuellen Verhaltensmöglichkeit in unserem Jahrhundert. Eine biographische Studie dreier Generationsgestalten der Jahrgänge 1895–1926. Arnolt Bronnen – Eberhard Koebel – Erich Loest, 1997.

    Sabine Brandt, Vom Schwarzmarkt nach St. Nikolai. Erich Loest und seine Romane, 1998. (W)

    Bert Sander (Hg.), Erich Loest. Eine deutsche Biographie, 2007. (P)

    Regine Möbius, Wortmacht und Machwort. Der politische Loest, 2009.

    Geschichte, die noch qualmt. Erich Loest und sein Werk, hg. v. Carsten Gansel, 2011.

    Hans-Hermann Kestel, Erich Loest. Lebensthema DDR, 2 Bde., 2026. (W, L)

    Aufsätze und Beiträge:

    Christa Schollmier, Erich Loest. „Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene“, in: Literatur in Wissenschaft und Unterricht 17 (1984), S. 319–338.

    Liz Wieskerstrauch, Erich Loest, in: dies., Schreiben zwischen Unbehagen und Aufklärung, 1988, S. 11–31.

    N. N., „Die Stasi war mein Eckermann“. Wie und warum der Schriftsteller Erich Loest in Leipzig jahrelang überwacht wurde, in: Der Spiegel, Nr. 38 v. 17.9. 1990, S. 240–258.

    Marie-Geneviève Gerrer, Erich Loest, écrivain de RDA. Les pièces de l’espace et du temps, in: Le texte et l’ideé 6 (1991), S. 203–233.

    Rüdiger Steinlein, Romanstruktur und Wendeproblematik. Erich Loests „Nikolaikirche“ (1995), in: Produktivität des Gegensätzlichen. Studien zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Festschrift für Horst Denkler zum 65. Geburtstag, hg. v. Julia Bertschik, 2000, S. 289–305, Wiederabdr. in: Rüdiger Steinlein, Erkundungen. Aufsätze zur deutschen Literatur (1975–2008), 2009, S. 92–111.

    Martina Ölke, Die Vergangenheit, eine Baustelle. Autobiographie/-fiktion in der Literatur der DDR vor und nach der Wende (Stephan Hermlin, Monika Maron, Erich Loest), in: Autobiographisches Schreiben nach 1989, hg. v. Herbert Heckmann, 2003, S. 127–159.

    Stefan Bodo Würffel, Der Eckermann der Wende. Erich Loest und sein Roman „Nikolaikirche“, in: Der „gesamtdeutsche“ Roman seit der Wiedervereinigung, hg. v. Hans-Jörg Knobloch, 2003, S. 63–76.

    Hans-Gerd Winter, „Helm ab, wir haben verloren“. Darstellung und Reflexion des Krieges in der Literatur der „Jungen Generation“ unmittelbar nach 1945 (W. Borchert, A. Andersch, E. Loest), in: Imaginäre Welten im Widerstreit. Krieg und Geschichte in der deutschsprachigen Literatur seit 1900, hg. v. Lars Koch/Marianne Vogel, 2007, S. 78–96.

    Manuela Lück, „...ein zu großes Wort“. Erich Loest und das Exil, in: Deutsch-deutsches Literaturexil. Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus der DDR in der Bundesrepublik, hg. v. Walter Schmitz/Jörg Bernig, 2009, S. 582–605.

    Manuel Maldonado Alemán, Semantisierte Raumkonstellationen. Zur Sedimentierung der Geschichte bei Christoph Ransmayr und Erich Loest, in: Deutsche Gegenwarten in Literatur und Film. Tendenzen nach 1989 in exemplarischen Analysen, hg. v. Olivia C. Díaz Pérez/Ortrud Gutjahr/Rolf Günther Renner/Marisa Siguan, 2017, S.161–177.

    Ilse Nagelschmidt, Die Stimme wurde ihm nicht genommen. Erich Loest (1926–2013), in: L’Est à l’Ouest. Trajectoires, expériences et modes d’expression des intellectuels, écrivains et artistes émigrés hors de RDA, hg. v. Emmanuelle Aurenche-Beau/ Sibylle Goepper/Anne Lemonnier-Lemieux/Ralf Zschachlitz, 2023, S. 221–232.

    Karikatur v. Harald Kretzschmar (1931–2024), 1970er Jahre, Abbildung in: Bert Sander, Erich Loest. Eine deutsche Biographie, 2007, S. 16.

    Fotografien v. Isolde Ohlbaum (geb. 1953), ca. 1990, Bayerische Staatsbibliothek München, Bildarchiv.

    Gemälde (Öl/Leinwand) v. Johannes Heisig (geb. 1953), 2005, Abbildung in: Bert Sander, Erich Loest. Eine deutsche Biographie, 2007, S. 39.

    Zeichnung (Tusche auf Bütten) v. Reinhard Minkewitz (geb. 1957), 2006, Abbildung in: Bert Sander, Erich Loest. Eine deutsche Biographie, 2007, S. 7.

    Büste (Bronzeguss) v. Reinhard Minkewitz (geb. 1957), 2022 (2023 enthüllt), Stadtbibliothek Mittweida bei Chemnitz.

  • Autor/in

    Thomas Diecks (Berlin)

  • Zitierweise

    Diecks, Thomas, „Loest, Erich“, in: NDB-online, veröffentlicht am 01.07.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd11857390X.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA