Lebensdaten
1883 bis 1948
Geburtsort
Metz
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Journalist ; Verleger
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 133784959 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Stollberg, Otto Karl
  • Stollberg, Otto
  • Stollberg, Otto Karl
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Quellen(nachweise)

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Zitierweise

Stollberg, Otto, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd133784959.html [22.09.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Benjamin;
    M Bertha Dumont;
    Magdeburg 1909 Käthe Hedwig Bertha Klüssendorf (* 1889), aus Magdeburg;
    1 S,1 T.

  • Leben

    Nach der Reifeprüfung am Lyzeum in Metz – das Jahr ist nicht bekannt – studierte S. an den Universitäten Straßburg, Nancy und München, möglicherweise ohne einen Abschluß zu erwerben. 1905 trat er als Journalist in die Redaktion der „Magdeburgischen Zeitung“ ein, 1912 wechselte er zum Verlag der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ nach Berlin. Fünf Jahre später war er als Chefredakteur zusammen mit dem Verleger Reimar Hobbing (1874–1919) maßgeblich an der Umwandlung der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ in die „Deutsche Allgemeine Zeitung“ (DAZ) beteiligt. Als Geschäftsführer der „Norddeutschen Buchdruckerei- und Verlagsanstalt AG“ übernahm S. die Leitung der DAZ; unter seiner Redaktionsführung wurde das Korrespondentennetz der Zeitung im Ausland erheblich erweitert, inhaltlich wurde der Schwerpunkt auf den Wirtschaftsteil gelegt.

    Nach dem Tod Hobbings erwarb der Großindustrielle Hugo Stinnes (1870–1924) die DAZ. S. verließ – aus nicht näher bekannten Gründen – das Unternehmen und gründete mit der Firma „Verlagsanstalt Otto Stollberg GmbH“ einen eigenen Buch- und Zeitschriftenverlag in Berlin. Hier gründete er die Tageszeitung „Der Deutsche“; 1923–28 publizierte er Vorlesungen des Historikers Hans Delbrück (1848–1929) unter dem Titel „Weltgeschichte“ (5 Bde., 21931), 1923–35 Otto v. Bismarcks „Gesammelte Werke“ (15 Bde.). Nach der Machtübernahme Hitlers 1933 paßte S., der dem „Kampfbund für deutsche Kultur“ angehörte und 1940 der NSDAP beitrat, sein Verlagsprogramm rasch den neuen politischen Gegebenheiten an. 1934/35 erschienen „Das deutsche Führerlexikon“ zur „Verwirklichung des Führergedankens in dem öffentlichen Leben Deutschlands“ mit mehr als 1400 überwiegend illustrierten Kurzbiographien sowie 1939 Axel v. Freytagh-Loringhovens „Deutschlands Außenpolitik 1933–1941“ ( 121942) als „Tornisterschrift des Oberkommandos der Wehrmacht“ (H. 30).

    Bis 1944 wurden in seinem Zeitschriftenverlag verschiedene Periodika wie „Das Archiv“ (mit den Sonderausgaben „Deutschland im Kampf“, 1933–44), das „Reichsarbeitsblatt“ sowie amtliche Veröffentlichungen zum Versicherungs- und Arbeitsschutz herausgegeben, zudem Bücher und Broschüren zu außenpolitischen Themen. Eine kritische Untersuchung der Rolle, die S. und sein Verlag während des Nationalsozialismus spielten, steht noch aus.

  • Werke

    Weitere W Dtlds. Kolonialhelden, 5 Bde., 1932–33;
    Heimatbrief, Nachrr.bl. f. d. Deutschen in aller Welt, 1935–41;
    Wir Deutsche in der Welt, hg. v. Verband Dt. Vereine im Ausland, 1935–41;
    Bücherei Länder u. Völker, hg. v. d. Ges. f. Länderkde., 1937–42;
    M. Aghte u. G. v. Pöhl, Das Judentum, d. wahre Gesicht der Sowjets, 21941;
    Völkerkarte d. Sowjetunion, bearb. v. M. Klamte, 1941.

  • Literatur

    O. Best, Die Gesch. d. „Dt. Allg. Ztg.“, in: 75 J. Dt. Allg. Ztg., Sonderbeil. d. Dt. Allg. Ztg. v. 1. 10. 1936 (P);
    Heinz-Dietrich Fischer, Dt. Allg. Ztg. (1861–1945), in: ders. (Hg.), Dt. Ztgg. d. 17. bis 20. Jh., 1972, S. 269–81;
    Rhdb. (P);
    Wi. 1935;
    Die dt.sprach. Presse, bearb. v. B. Jahn, 2005;
    Qu
    BA Berlin.

  • Autor/in

    Volker Bendig
  • Empfohlene Zitierweise

    Bendig, Volker, "Stollberg, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 25 (2013), S. 417 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd133784959.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA