Lebensdaten
1762 bis 1827
Geburtsort
Bonn
Sterbeort
Kessenich bei Bonn
Beruf/Funktion
Politiker ; Volkswirt
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 124818196 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Eichhoff, Johann Joseph
  • Eichhof, J. J.
  • Eichhof, Johann Joseph
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Zitierweise

Eichhoff, Johann Joseph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd124818196.html [14.07.2020].

CC0

  • Genealogie

    V August ( 1792), kurkölnischer Mundkoch;
    M Maria Magd. (1726-1803), T des Kranenmeisters Joh. Peter Farber;
    B Joh. Peter s. (3);
    Bonn 1782 Eva Grau (1751–1822), Hofsängerin;
    3 S, u. a. Joseph s. (4);
    E Wilh. (1823–93), Oberförster u. Entomologe (s. ADB 48), Bertha ( Alfred Krupp, 1887, Stahlindustrieller); Urenkel Franz Richard (siehe 1).

  • Leben

    Zunächst Mundkoch, dann Kaufmann in Bonn, wußte sich E. eine Bildung anzueignen, die ihm ermöglichte, im Gefolge seines Bruders Johann Peter eine Rolle als Illuminat in der kurkölnischen Residenz zu spielen. Nach dem Einrücken der Franzosen in Bonn 1794 wurde ihm das Amt eines Nationalagenten bei der Bezirksverwaltung übertragen, das ihn häufig zu Verhandlungen mit der Regierung nach Paris führte. Seit 1799 Mitglied der Munizipalität, wurde er 1801 als Maire von Bonn installiert. Nachdem er in einer 1802 veröffentlichten Schrift wertvolle Hinweise auf die wirtschaftlichen Verhältnisse und Möglichkeiten in den 4 linksrheinischen Departements gegeben hatte, trat er im gleichen Jahre als Unterpräfekt an die Spitze des Arrondissements Bonn. 1804 nach einem Besuch Napoleons in Bonn entlassen, fand er neue Verwendung im Rheinschiffahrts-Oktroi in Köln, zu dessen Generaldirektor er 1811 aufstieg. Auch durch Schriften als Sachverständiger für die Rheinschiffahrt ausgewiesen, wurde er zu den Verhandlungen des Wiener Kongresses zugezogen, bei denen er, letztlich ohne Erfolg, für eine einheitliche und freiheitliche Gestaltung der Stromfahrt eintrat. Nicht ohne Fehler, unruhig und geschäftig, war er bestrebt, Gutes zu wirken und dem Fortschritt die Bahn zu brechen, und sicher hat er sich um seine Vaterstadt und um das Rheinland manche Verdienste erworben. Die letzten Lebensjahre verbrachte er als Mäzen von Wirtschaft und Kunst auf seinem Landgut in Kessenich.

  • Werke

    Mémoire sur les quatre départements réunis de la rive gauche du Rhin, sur le commerce et les douanes de ce fleuve, Paris 1802; Analyt. Entwurf e. Slg. v. Abhh. u. Aufss. üb. d. Schifffahrt, Polizei u. Handlung d. Rheinstromes, 1812;
    Topograph.-statist. Darst. d. Rheines mit vorzügl. Rücksicht auf dessen Schiffahrt u. Handlung, 1814;
    Projet du réglement définitif concernant la navigation du Rhin, son administration, sa police, et les droits à y percevoir, 1817;
    Erläuternde Bemerkungen zu d. in d. 147. Sitzung v. d. Ghzgl. Bad. Bevollmächtigten gehaltenen Präsidial-Rede, 1819;
    Pragmatisch-geschichtl. Darst. d. Verhh. u. Beschlüsse d. Congreß-Comité f. d. Freiheit d. Flüsse, 1819; Betrachtungen üb. d. 21. Artikel d. Dt. Bundesakte nebst Andeutungen, wie in Gefolge desselben d. Handelsverkehr zw. d. versch. Bundesstaaten Erleichterung zu verschaffen, 1820.

  • Autor/in

    Max Braubach
  • Empfohlene Zitierweise

    Braubach, Max, "Eichhoff, Johann Joseph" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 375 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124818196.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA