Lebensdaten
1755 bis 1825
Geburtsort
Bonn
Beruf/Funktion
Publizist
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 124818226 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Eichhoff, Johann Peter
  • Eichhof, Johann Peter
  • Eichhoff, Johann Pether
  • mehr

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Eichhoff, Johann Peter, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd124818226.html [14.07.2020].

CC0

  • Genealogie

    B Joh. Jos. s. (2);
    1) Bonn 1774 Maria (1760–87), Tochter des Hofratssekretärs Clemens August Guisez, 2) Neuß 1797 Wilhelmine Axt (gestorben 1799); 2 Söhne, 1 Tochter aus 1), 2 Töchter aus 2).

  • Leben

    E. kann als einer der entschiedensten publizistischen Vertreter der Aufklärung am Niederrhein gelten. Im Auftrag eines von dem Sammler A. von Hüpsch geführten Kreises von Literaturfreunden hat er in Köln Zeitschriften herausgegeben, die freilich ebenso wie eine dann begründete „Bönnische Litteratur- und Kunstzeitung“ (1780) rasch wieder eingingen. Führendes Mitglied der Bonner Illuminaten und der nach Auflösung des Ordens von diesen begründeten Lesegesellschaft stand er seit Mitte der 80er Jahre im Mittelpunkt der gebildeten Gesellschaft der kurkölnischen Residenz, für die er bis zum Einmarsch der Franzosen das „Bönnische Intelligenzblatt“ (1785/87-94) redigierte. Zugleich hat er mit der Veröffentlichung von Materialien und Urkunden zur Geschichte Kurkölns und des niederrheinisch-westfälischen Kreises und einer „Historisch-geographischen Beschreibung des Erzstifts Köln“ (Frankfurt/Main 1783, anonym) landesgeschichtliche Vorstöße von nicht geringer Bedeutung unternommen. Wir können noch feststellen, daß die Franzosen ihn nach der Eroberung des linken Rheinufers zum Mitglied der Bonner Bezirksverwaltung, zum Kantonsverwalter in Köln, zum Präsidenten der Munizipalität in Brauweiler und zum Kommissar in Neuß ernannten, wo er 1797/98 in republikanischem Sinne zu wirken suchte. Seitdem fehlt von ihm jede Spur.

  • Werke

    Kölner Lit. Wbl., 1778; Köln. Encykloped. Journal, 1779;
    Materialien z. geist- u. weltl. Statistik d. Niederrhein, u. Westfäl. Kreises u. d. angrenzenden Länder nebst Nachrr. zum Behuf ihrer älteren Gesch., Erlangen 1781/83 (anonym); Archiv f. d. Gesch. u. Statistik d. Vaterlandes I, 1785.

  • Literatur

    zu 2 u. 3 M. Schwann, Gesch. d. Kölner Handelskammer I, 1906;
    W. Berdrow, Die Fam. Krupp in Essen v. 1587 bis 1887, 1931 (P);
    J. Hansen, Qu. z. Gesch. d. Rheinlandes im Za. d. Franz. Revolution 1780-1801, 1931/38;
    E. Ch. Zeim, Die rhein. Lit. d. Aufklärung, 1932;
    M. Braubach, Eine Jugendfreundin Beethovens, Babette Koch-Belderbusch u. ihr Kreis, 1948 (Silhouette Joh. Jos. E.s aus Stammbuch d. B. Koch);
    ders., Kurköln, Gestalten u. Ereignisse aus 2 Jhh. rhein. Gesch., 1949;
    ders., Landesgeschichtl. Bestrebungen u. hist. Vereine im Rheinland, 1954.

  • Autor/in

    Max Braubach
  • Empfohlene Zitierweise

    Braubach, Max, "Eichhoff, Johann Peter" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 375 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124818226.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA