Dates of Life
1920 – 1997
Place of birth
Stuttgart
Place of death
Bad Soden-Neuenhain
Occupation
Chemiker ; Unternehmer
Religious Denomination
evangelisch
Authority Data
GND: 132016702 | OGND | VIAF: 13458636
Alternate Names
  • Sammet, Rolf Herbert
  • Sammet, Rolf
  • Sammet, Rolf Herbert
  • more

Archival Sources

Relations

Outbound Links from this Person

Genealogical Section (NDB)
Life description (NDB)

The links to other persons were taken from the printed Index of NDB and ADB and additionally extracted by computational analysis and identification. The articles are linked in full-text version where possible. Otherwise the digital image is linked instead.

Places

Map Icons
Marker Geburtsort Place of birth
Marker Wirkungsort Place of activity
Marker Sterbeort Place of death
Marker Begräbnisort Place of interment

Localized places could be overlay each other depending on the zoo m level. In this case the shadow of the symbol is darker and the individual place symbols will fold up by clicking upon. A click on an individual place symbol opens a popup providing a link to search for other references to this place in the database.

Citation

Sammet, Rolf, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd132016702.html [28.11.2022].

CC0

  • Genealogy

    V Paul (1871–1929), Dr., Zahnarzt in St., württ. HR, S d. August, Kaufm. in Odessa;
    M Else Hillmann (1885–1951);
    1) Barbara Mokross (1922–49), 2) Hilde Beckerwerth (* 1927);
    1 T aus 1), 1 Stief-T aus 2), 1 S aus 2).

  • Biographical Presentation

    S. wuchs in bürgerlichen Verhältnissen auf. Der frühe Tod des Vaters 1929 und eine schwere Stirnhöhlenerkrankung 1930 prägten das Leben des jungen S. entscheidend. 1939 legte er am Stuttgarter Realgymnasium die Reifeprüfung ab. Wegen der Spätfolgen seiner Krankheit vom Militärdienst befreit, nahm er 1939 das Studium der Chemie an der TH Stuttgart auf (Dipl. Chemiker 1942). Es folgte eine Tätigkeit für das Reichsluftfahrtministerium als Assistent von →Robert Fricke am Institut für Anorganische Chemie der TH Stuttgart, bei dem er noch vor Kriegsende 1945 mit dem Thema „Spezielle Untersuchungen über Sulfide“ promoviert wurde. 1945-47 arbeitete er als Assistent und Lehrstuhlvertreter bei Erwin Ott am Institut für Organische Chemie an der TH Stuttgart, ferner kurzzeitig am Kaiser-Wilhelm- (später Max-Planck-)Institut für physikal. Chemie der Metalle und im Laboratorium von Hellmut Bredereck in Heidenheim, ehe er 1949 bei den „Farbwerken Höchst – U. S. Administration“ in Frankfurt/M. als Chemiker eintrat. Noch 1949 wechselte er hier vom Labor für Lösungsmittel und Kunststoffe in die Technische Direktionsabteilung und 1955 in die Betriebsleitung des Werkes Bobingen, wo er mit dem Aufbau der synthetischen Faserproduktion (Trevira) betraut war. 1957 wurde S. Leiter der Technischen Direktionsabteilung und damit engster Mitarbeiter des Vorstandsvorsitzenden Karl Winnacker (1903–89), Nach der Berufung in den Vorstand des Unternehmens (1962 stellv., 1964 o. Mitgl.) und der Übernahme der stellvertretenden Werksleitung des Werkes Hoechst wurde er 1969 als Nachfolger Winnackers Vorstandsvorsitzender der „Farbwerke Hoechst AG vorm. Meister Lucius & Brüning“. Trotz der Ölkrisen der 70er Jahre führte S. das seit 1974 als „Hoechst AG“ firmierende Unternehmen auf einen entschiedenen Expansionskurs. In seine Amtszeit fielen der Erwerb der Aktienmehrheit des franz. Chemie- und Pharmaunternehmens „Roussel Uclaf S.A.“ und der stetige Ausbau des USA-Geschäfts (American Hoechst Corp.). Hoechst war unter S.s Führung zeitweise der größte Pharmahersteller und eines der bedeutendsten Chemieunternehmen der Welt, der Umsatz stieg|von knapp 10 Mrd. DM bei S.s Amtsantritt auf über 42 Mrd. DM bei seinem Ausscheiden 1985. 1985-03 hatte S. den Aufsichtsratsvorsitz der Hoechst AG inne, anschließend war er Ehrenvorsitzender.|

  • Awards

    zahlr. Auszeichnungen, u. a. Honorarprof. Univ. Frankfurt/M. (1975);
    Gr. BVK (1975, mit Stern 1977); Bayerischer Verdienstorden (1977); Präs. d. Verbandes d. Chem. Ind. in Dtld. (1976/77);
    Vorstandsmitgl. (1968–75) u. Präs. d. Ges. Dt. Chemiker (1982/83);
    Rolf-Sammet-Stiftung d. Hoechst AG (1985).

  • Literature

    E. Bäumler, R. S., Eine biogr. Skizze, Hoechst AG, o. J.;
    ders., Farben, Formeln, Forscher, Hoechst u. d. Gesch. d. industr. Chemie in Dtld., 1989;
    Munzinger; |

  • Primary Sources

    Qu Hoechst Archiv in d. HistoCom GmbH, Frankfurt/M.-Höchst, Personalia R. S.

  • Author

    Wolfgang Metternich
  • Citation

    Metternich, Wolfgang, "Sammet, Rolf" in: Neue Deutsche Biographie 22 (2005), S. 407-408 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd132016702.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA