Zuse, Konrad

Lebensdaten
1910 – 1995
Geburtsort
Wilmersdorf
Sterbeort
Hünfeld (Hessen)
Beruf/Funktion
Bauingenieur ; Ingenieur ; Erfinder ; Unternehmer ; Computerpionier ; Maler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118637436 | OGND | VIAF: 71477130
Namensvarianten

  • Zuse, Konrad Ernst Otto
  • Zuse, Konrad
  • Zuse, Konrad Ernst Otto
  • See, Kuno
  • b4
  • Zuse, Conrad
  • Zuse, Conrad Ernst Otto
  • See, Cuno

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Zitierweise

Zuse, Konrad, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118637436.html [13.02.2026].

CC0

  • Zuse, Konrad Ernst Otto

    | Bauingenieur, Computerpionier, Unternehmer, * 22.6.1910 Deutsch-Wilmersdorf (seit 1912 Berlin-Wilmersdorf), † 18.12.1995 Hünfeld (Hessen), ⚰ Hünfeld (Hessen). (evangelisch)

  • Genealogie

    V Emil (1873–1946), aus Pribbernow b. Cammin (Pommern), Postbeamter in B., S d. August Friedrich Ferdinand (1837–1909), aus Zickercke b. Naugard (Pommern), Gendarm, u. d. Emma Wegner (1846–1920);
    M Maria (1882–1957), aus Cammin, bis 1923 Vorstandsmitgl. d. Ev. Frauenhilfe d. Diaspora Braunsberg in Ostpreußen, betreute Waisenkinder, 1918 Verdienstkreuz f. Kriegshilfe, T d. Johann Crohn (1853–1909) u. d. Emilie Volljahn (* 1859);
    1 Schw Lieselotte (1908–52);
    Berlin 1945 Gisela Brandes (1919–2013), aus B.;
    3 S Horst (* 1945), Prof. f. Informatik an FH Lausitz, Ernst Friedrich (1950–1979), Klaus-Peter (* 1961), 2 T Monika (1947–98), Hannelore Z.-Stöcker (* 1957).

  • Biographie

    Z., der als Schüler am Reform-Realgymnasium Hoyerswerda durch seine technische und künstlerische Begabung auffiel, studierte nach dem Abitur 1928 Maschinenbau und schließlich Bauingenieurwesen an der TH Berlin.

    Nach dem Vorexamen 1930 unterbrach er sein Studium für ein Jahr, um sich als Reklamezeichner auszubilden. Z. wurde durch die rechtskonservative Studentenverbindung Akademische Vereinigung Motiv (AVM) und die damit einhergehende Orientierung an Denkern wie Oswald Spengler (1880–1936) geprägt. Nach dem Studienabschluß als Dipl.-Ing. für Bauingenieurwesen seit Juli 1935 als Statiker bei den „Henschel Flugzeug-Werken“ (HFW) in Berlin-Schönefeld angestellt, entschied er sich im Mai 1936 für eine Tätigkeit als freier Erfinder. Die ihm seit dem Studium vertrauten stark formalisierten Rechenschemata der Baustatik und die umfangreichen Rechnungen der Flugzeugstatik brachten Z. auf die Idee einer automatischen „Rechenmaschine des Ingenieurs“ (1936, unveröff., Archiv d. Dt. Mus.), die derartige Rechnungen mit Hilfe eines „Rechenplans“ automatisch ausführen sollte. Mit Unterstüt|zung von Studienkollegen der AVM und finanzieller Förderung der Berliner Artillerierechner-Firma „Dr. Ing. Kurt Pannke Apparatebau“ entwickelte Z. 1936–39 in der elterlichen Wohnung eine technisch völlig neuartige, im Binärprinzip arbeitende programmgesteuerte mechanische, nicht funktionsfähige Rechenmaschine V 1 („Versuchsmodell 1“, später als Z 1 bezeichnet). 1939/40 entwarf und baute er mit dem Studienfreund und Elektroingenieur Helmut Schreyer (1912–1984) ein zweites, praktisch nicht einsetzbares Versuchsmodell V 2 mit elektromagnetischem Relaisrechenwerk und mechanischem Speicher. Zu Beginn des 2. Weltkriegs zur Infanterie einberufen, wurde Z. seit März 1940 als Statiker in der von Herbert Wagner (1900–1982) geführten geheimen „Abteilung F“ der HFW freigestellt und leitete dort bis Ende 1944 die Statikgruppe zur Entwicklung ferngesteuerter Flugkörper (Gleitbomben).

    Z.s Kontakte zur Dt. Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) in Berlin-Adlershof führten Ende 1940 zum Bau eines weiteren durch die DVL teilfinanzierten Versuchsmodells V 3 (später: Z 3) und im April 1941 neben seiner Tätigkeit für die HFW zur Gründung der Firma „Dipl.-Ing. K. Zuse Ingenieurbüro und Apparatebau“.

    Mit dem 1941/42 z. T. aus Altmaterial entwickelten Relaisrechner V 3 wurde Z. zum „Schöpfer der ersten vollautomatischen, programmgesteuerten und frei programmierbaren, in binärer Gleitpunktrechnung arbeitenden Rechenanlage“ (F. L. Bauer, 1985, S. 129), die zwar wesentliche Elemente des modernen Computers vorwegnahm, aber noch komplett schleifengesteuert war und keine bedingten Sprünge erlaubte.

    Nach Vorführung des V 3 Ende 1941 erhielt Z. von der DVL den Auftrag für den Bau eines voll einsatzfähigen Relaisrechner V 4 mit mechanischem Speicher, der für Flatterrechnungen im Flugzeugbau eingesetzt werden sollte und seit 1943 vom Reichsluftfahrtministerium (RLM) finanziert wurde. Z.s Firma mit ihren über 20 Mitarbeitern entwickelte außerdem für die HFW die Spezial-Relaisrechner S 1 (1942) und S 2 (1943/44), die bei der Produktion der Gleitbomben HS 293 und HS 294 eingesetzt wurden. Z., der weder Mitglied der NSDAP noch anderer Parteiorganisationen war, nutzte die Ressourcen des NS-Staats für die Weiterentwicklung seiner Rechner und stellte seine Expertise sowie seine Firma, die seit 1942 durch das RLM finanziell gefördert und 1944 als Wehrwirtschaftsbetrieb anerkannt wurde, in den Dienst der Rüstungswirtschaft des „Dritten Reichs“.

    Die V 4 und Teile von Z.s Firma wurden im Febr. 1945 auf Befehl des RLM an die Aerodynamische Versuchsanstalt in Göttingen verlagert, wo die V 4 erstmals lauffähig vorgeführt wurde. Der Anfang April 1945 wegen der anrückenden US-amerik. Truppen angeordneten Verlegung in das unterirdische Rüstungszentrum Mittelwerk im KZ-Lagerkomplex Mittelbau-Dora entzog sich Z., indem er sich an die von SS-Obergruppenführer Hans Kammler (1901–1945) befohlene Verlagerung von Raketenspezialisten der von Generalmajor Walter Dornberger (1895–1980) geleiteten Heeresversuchsanstalt Peenemünde in die „Alpenfestung“ anschloß.

    Z. gelangte im April 1945 mit der nicht mehr funktionsfähigen V 4 in das Allgäuer Dorf Hinterstein, wo er u. a. durch den Verkauf eigener Holzschnitte für den Lebensunterhalt seiner Familie sorgte und sich mit dem Entwurf der bereits in den letzten Kriegsjahren geplanten „logistischen Rechenmaschine“ befaßte, die die „rechnerische Lösung schematischer Denkoperationen“ ermöglichen sollte.

    Als Grundlage für diese entwickelte Z. mit dem „Allgemeinen Plankalkül“ einen Formalismus, der als ein Vorläufer der höheren Programmiersprachen gelten kann und bedeutsame Konzepte (z. B. strukturierte zusammengesetzte Objekte) antizipierte, aber von der Anwendungsreife weit entfernt war. Im Herbst 1946 gründete er mit dem Ingenieur Harro Stucken (1917–2002) das „Zuse-Ingenieurbüro, Hopferau Krs. Füssen“. Ende 1947 plante Z., in Hopferau ein Rechenbüro mit der provisorisch betriebsfähigen V 4 einzurichten, und konzipierte weitreichende, aber angesichts der Grenzen der vorhandenen Rechnertechnologie utopisch anmutende Pläne für die Anwendung seiner Maschinen („Gefolgschaftskontrolle“; „Mechanisierung e. Warenhausbetriebes“). Das finanzielle Überleben des Ingenieurbüros sicherte ein Optionsvertrag der Firma IBM auf Z.s in Kriegszeiten eingereichte Patente.

    Während die Entwicklung elektronischer Rechenanlagen im anglo-amerik. Raum voranschritt und zur Entwicklung des modernen Computers führte, baute Z. bis Mitte der 1950er Jahre weiterhin Relaisrechner und setzte teils noch auf mechanische Technologie. Ein mit der US-amerik. Büromaschinenfirma „Remington Rand“ abgeschlossener Entwicklungsauftrag und die 1949 durch den Mathematiker Eduard Stiefel (1909–1978) initiierte Ausleihe der V 4 an die ETH Zürich ermöglichten Z. und Stucken mit Alfred Eckard (1920–1992) die Gründung der „Zuse KG“ im hess. Neukirchen, wo der Umbau der V 4 zur|1950 an die ETH Zürich ausgelieferten Z 4, der Bau des 1952 fertiggestellten Relaisrechners Z 5 für die optische Firma „E. Leitz“ in Wetzlar sowie der Bau von etwa 30 Rechenlochern Z 9 (bzw. M 9) für Remington Rand die Zuse KG in der ersten Hälfte der 1950er Jahre florieren und den Umsatz 1954 bis auf 1,3 Mio. DM anwachsen ließ. Das Ende der Kooperation mit Remington Rand führte zu einer finanziellen Krise der Zuse KG und 1955/57 zum Ausscheiden Eckards und Stuckens.

    In der Folge gelang es Z., die erste Serienfertigung programmgesteuerter Rechenanlagen in Deutschland aufzunehmen und die Zuse KG von einer kleinen Zulieferfirma für Lochkartenmaschinen in ein Computerunternehmen zu transformieren. Seit 1956 verkaufte die Firma 48 Exemplare der kleinen Relais-Rechenanlage Z 11 an Vermessungsämter und die optische Industrie und entwickelte mit finanzieller Unterstützung der Dt. Forschungsgemeinschaft und in Kooperation mit dem Mathematiker Theodor Fromme (1908–1959) sowie einiger dt. Hochschulinstitute die elektronische Rechenanlage Z 22 meist für wissenschaftliche Institute. Der Umsatz der 1957 nach Bad Hersfeld verlegten Zuse KG stieg bis 1961 auf ca. 9 Mio. DM bei über 300 Mitarbeitern. Der enorme Wettbewerbsdruck auf dem sich rasant entwickelnden und durch hohes Innovationstempo gekennzeichneten Computermarkt der frühen 1960er Jahre, der große Kapitalbedarf für die Rechnerentwicklung sowie der steigende Druck, Rechenanlagen mit System- und Anwendungssoftware auszuliefern, wurde für die kleine und kapitalschwache Zuse KG zu einem Problem.

    Trotz des starken Wachstums der Firma 1962/63 und der Verdoppelung des Umsatzes führten technische Schwierigkeiten und Managementprobleme dazu, daß 1963 die „Rheinischen Stahlwerke“ als Kommanditist in Z.s Firma mit ihren 700 Mitarbeitern eintrat und 1964 die „Brown, Boveri & Cie. AG“ (BBC) das gesamte Kommanditkapital der Zuse KG übernahm. Wegen außerordentlich hoher Verluste veräußerte BBC bis 1969 ihre Kapitalanteile an die „Siemens AG“, die bis 1971 die Zuse KG in ihr Unternehmen eingliederte. Z. schied mit dem Einstieg von Siemens 1967 aus der Firma aus.

    Nach Ende seiner Unternehmerkarriere fand Z. als Privatier Zeit zum Malen und Zeichnen, betätigte sich als freier Erfinder und entwickelte Ideen aus seiner Zeit als Computerpionier weiter. Seine umfangreiche Bilderproduktion (u. a. Großstadtvisionen, abstrakte Bilder) reichte allerdings nicht an die Originalität seiner frühen künstlerischen Versuche aus den 1920/30er Jahren heran. Auch die an seine frühen mechanisch-technischen Konzeptentwürfe erinnernden Projekte einer sich selbst reproduzierenden Montagestraße SRS 72 sowie eines höhenverstellbaren Helixturms blieben folgenlos. Mit der Publikation des überarbeiteten Plankalküls (1972) erlangte Z. zwar internationale Aufmerksamkeit, nahm aber keinen Einfluß mehr auf die weitere Entwicklung der Programmiersprachen und die neue wissenschaftliche Disziplin Informatik.

    Der steigende Einfluß der Computertechnologie auf alle gesellschaftlichen Bereiche und das damit einhergehende Interesse an deren historischen Wurzeln führten dazu, daß Z. mehr und mehr zur Symbolfigur der dt. Informatik wurde. In seinen Bemühungen, das in der internationalen Computerszene vorherrschende Bild des Computers als US-amerik. Erfindung zu korrigieren, ließ Z. Anfang der 1960er Jahre einen Nachbau des im Krieg zerstörten Versuchsmodells V 3 herstellen und stellte in seiner Autobiographie „Der Computer, mein Lebenswerk“ (1970, ²1984, engl. 1993) seine Sicht auf die Erfindungsgeschichte des Computers dar. Die Bemühungen, Z. als einen der ideenreichsten und bedeutendsten Computerpioniere in einen internationalen Kontext zu stellen, führten in der dt. Öffentlichkeit zu einer zunehmenden Legendenbildung, die den seit den 1980er Jahren mit Ehrungen überhäuften Z. zum alleinigen Erfinder des Computers stilisierte. Ausgeblendet wurde dabei, daß die V 3 nicht die Universalität des 1945 von John v. Neumann (1903–57) entworfenen speicherprogrammierten Rechners besaß und daß Z. nicht zu denjenigen zählte, die „dem modernen elektronischen Computer zum Durchbruch verholfen“ (F. L. Bauer, 1996, S. 300) haben.

  • Auszeichnungen

    |Dr.-Ing. E. h. (TU Berlin 1956, Hochschule f. Architektur u. Bauwesen Weimar 1991);
    Werner-v.-Siemens-Ring (1964);
    Harry Goode Memorial Award der American Federation of Information Processing Soc. (1965);
    Hon.prof. d. Wirtsch.- u. Soz.wiss. Fak. d. Univ. Göttingen (1966);
    Diesel-Medaille in Gold (1969);
    Wilhelm-Exner-Medaille (1969);
    Ehrenmitgl. d. Ges. f. Psycho-Elektronik u. Kybernetik (1971), d. Ges. f. Informatik (1985), d. Dt. Mus. (1990), d. Berlin-Brandenburg. Ak. d. Wiss. (1995) u. d. Österr. Computer Ges. (1995);
    Mitgl. d. Leopoldina (1972);
    BVK (1972, mit Stern 1985, mit Stern u. Schulterband 1995);
    Ehrenbürger v. Hünfeld (1975) u. Hoyerswerda (1995);
    Carl-Friedrich-Gauss-Medaille d. Ak. d. Wiss. d. DDR (1977);
    Dr. rer. nat. h. c. (Univ. Hamburg 1979, TU Dresden 1981, Univ. Dortmund 1991);
    Aachener u. Münchener Preis f. Technik u. angew. Naturwiss. (1980);
    |Ehrenplakette d. Stadt Bad Hersfeld (1980);
    ausw. Mitgl. d. Nat. Ac. of Engineering, Washington D. C. (1981);
    Computer Pioneer Award d. Institute of Electrical and Electronics Engineers Computer Soc. (1981);
    Medaille Gustave Transenster d. Ass. d. Ingénieurs sortis de l’École de Liège (1981);
    K.-Z.-Medaille d. Zentralverbandes d. Dt. Baugewerbes (1981) u. d. Ges. f. Informatik f. Verdienste um d. Informatik (1987);
    Bernhard-Weiss-Plakette d. Verbands Dt. Maschinen- u. Anlagenbau e. V. (1983);
    Bayer. Maximiliansorden f. Wiss. u. Kunst (1984);
    Goldener Ehrenring d. Dt. Mus. (1984) u. d. Verbands Dt. Elektrotechniker (1986);
    Cothenius-Medaille (1985);
    Ernst-Reuter-Medaille d. Stadt Berlin (1985);
    Medaille d. Univ. Stettin (1986);
    Wilhelm-Leuschner-Medaille (1987);
    Dr. techn. h. c. (Univ. Reykjavik 1986, ETH Zürich 1991);
    Philip Morris Forschungspreis (1987);
    Dottore ad honorem in matematica d. Univ. Siena (1992);
    Dr. h. c. u. Ehrenprof. (Inst. f. Ökonom. Kybernetik u. Informatik d. Univ. Stettin 1993);
    Eduard-Rhein-Preis (1995);
    Preis d. Internat. Vereinigung f. Kybernetik (1995);
    George-Sarton-Medaille d. Hist. of Science Soc. (1995);
    – K.-Z.-Medaillen (1981 u. 1987, s. o.);
    K.-Z.-Ges. (1988);
    K.-Z.-Stadt Hünfeld (2006);
    10-Euro-Gedenkmünze (2010);
    Sonderbriefmarke d. Dt. Post (2010);
    Dt. Ind.forsch.gemeinschaft K. Z. (2015);
    zahlr. Str.- u. Inst.benennungen (u. a. K.-Z.-Schule, Hünfeld u. Berlin-Pankow;
    K.-Z.-Zentrum f. Informationstechnik Berlin (ZIB);
    K.-Z.-Computermus., Hoyerswerda).

  • Werke

    |Ansätze e. Theorie d. allg. Rechnens unter bes. Berücksichtigung d. Aussagenkalküls u. dessen Anwendung auf Relaisschaltungen, unveröff. Ms., 1944;
    Theorie d. angew. Logistik, unveröff. Ms., 1945;
    Ein neues Rechengerät f. techn. u. wiss. Rechnungen, in: Techn. Hh. 1, 1948, H. 1, S. 55–58;
    Über d. Allg. Plankalkül als Mittel z. Formulierung schemat.-kombinativer Aufgaben, in: Archiv d. Math. 1, 1948, S. 441–49;
    Die math. Voraussetzungen f. d. Entwicklung logist.-kombinativer Rechenmaschinen, in: Zs. f. angew. Math u. Mechanik 29, 1949, S. 36 f.;
    Programmgesteuerte Rechenmaschinen in Dtld., ebd. 30, 1950, S. 292 f.;
    Erfahrungen mit d. programmgesteuerten Rechengerät Z 5, in: L. Biermann (Hg.), Vortrr. über Rechenanlagen gehalten in Göttingen, 19.-21. März 1953, 1953, S. 42–46;
    Über programmgesteuerte Rechengeräte f. ind. Verwendung, in: H. Cremer (Hg.), Probleme d. Entwicklung programmgesteuerter Rechengeräte u. Integrieranlagen, 1953, S. 55–75;
    Die Feldrechenmaschine, in: MTW-Mitt. 5, 1958, S. 119–26;
    Über d. Plankalkül, in: Elektron. Rechenanlagen 1, 1959, S. 68–71;
    Über sich selbst reproduzierende Systeme, ebd. 9, 1967, S. 57–64;
    Entwicklungslinien e. Rechengeräte-Entwicklung v. d. Mechanik z. Elektronik, in: W. Hoffmann (Hg.), Digitale Informationswandler, 1962, S. 508–32;
    Rechnender Raum, 1969;
    Der Plankalkül, 1972;
    Math. Logik u. Informatik, in: GI J.tagung 5, 1975, S. 57–70;
    Petri-Nets from the Engineer’s Viewpoint Lecture, I. Net Theory and Applications, in: W. Brauer (Hg.), Proceedings of the Advanced Course on Gen. Net Theory of Processes and Systems Hamburg, 1980, S. 441–79;
    Die Rolle d. ETH b. d. Computerentwicklung, in: Zs. f. angew. Math. u. Physik 30, 1979, S. 399–403;
    Some Remarks on the Hist. of Computing in Germany, in: N. Metropolis, J. Howlett u. G.-C. Rota (Hg.), A Hist. of Computing in the Twentieth Century, 1980, S. 611–28;
    Computerentwicklung u. allg. Informationsverarbeitung, grundsätzl. Tendenzen aus persönl. Sicht, in: F. Gebhardt (Hg.), Skizzen aus d. Anfängen d. Datenverarbeitung, 1983, S. 9–22;
    Patente: Verfahren z. selbsttätigen Durchführung v. Rechnungen mit Hilfe v. Rechenmaschinen, 1936 (1940 zurückgezogen);
    Rechenmaschine, Rechenanlage, 1936 (1943 zurückgezogen);
    Rechenvorrichtung, 1941 (Aktenzeichen Z 26 476 IX/42m 1967 v. Bundespatentger. endgültig abgelehnt);
    Vorrichtung z. Ableiten v. Resultatangaben mittels Grundoperationen d. Aussagenkalküls, Österr. Patentamt, Patentschr. 172288, 1947;
    Nachlaß: Archiv d. Dt. Mus., München;
    künstler. Nachlaß: Staatl. Graph. Slg. München;
    Objekte: Dt. Mus., München;
    Dt. Technikmus., Berlin;
    HNF Heinz Nixdorf MuseumsForum, Paderborn;
    K.-Z.-Computermus. Hoyerswerda;
    Mus. f. Kommunikation, Bern;
    Computermus. d. Fachhochschule Kiel.

  • Literatur

    |R. C. Lyndon, The Zuse Computer, in: Mathematical Tables and Other Aids to Computation 2, 1947, S. 354–59;
    E. Stiefel, Rechenautomaten im Dienste d. Technik, Erfahrungen mit d. Z.-Rechenautomaten Z 4, in: Arb.gemeinschaft f. Forsch. d. Landes Nordrhein-Westfalen, 1955, S. 29–45;
    F. L. Bauer u. H. Wössner, The ‚Plankalkül‘ of K. Z., A Forerunner of Today’s Programming Languages, in: Communications of the ACM 15, 1972, S. 678–85;
    B. Randell (Hg.), The Origins of Digital Computers, Selected Papers, 1975;
    K.-H. Czauderna (Hg.), K. Z., d. Weg z. seinem Computer Z 3, 1979 (P);
    N. Metropolis, J. Howlett u. G.-C. Rota (Hg.), A Hist. of Computing in the Twentieth Century, 1980;
    H. Petzold, Die Ermittlung d. ‚Standes d. Technik‘ u. d. ‚Erfindungshöhe‘ b. Patentverfahren Z 391, 1981;
    ders., Rechnende Maschinen, e. hist. Unters. ihrer Herstellung u. Anwendung v. Ks.reich bis z. Bundesrep., 1985;
    P. E. Ceruzzi, The Early Computers of K. Z., 1935 to 1945, in: Ann. of the Hist. of Computing 3, 1981, S. 241–62;
    ders., Reckoners, The Prehist. of the Digital Computer, from Relays to the Stored Program Concept, 1935–1945, 1983;
    R. Zellmer, Die Entstehung d. dt. Computerind., Diss. Köln, 1990;
    F. L. Bauer, K. Z. 75 J., in: Elektron. Rechenanlagen 27, 1985, S. 129–31;
    ders., K. Z., Fakten u. Legenden, in: Informatik-Spektrum 19, 1996, S. 299–302;
    ders., K. Z. in Hopferau im Allgäu, Z 4 u. Plankalkül, ebd. 26, 2003, S. 354–58;
    ders., Hist. Notizen z. Informatik, 2009;
    R. Rojas (Hg.), Die Rechenmaschinen v. K. Z., 1998;
    ders. u. U. Hashagen (Hg.), The First Computers, Hist. and Architectures, 2000;
    H. D. Hellige (Hg.), Geschichten d. Informatik, 2004 (P);
    W. Füßl (Hg.), 100 J. K. Z., 2010 (P);
    R. Vollmar, K. Z.s Universum, in: Abhh. d. Braunschweig. Wiss. Ges. 63, 2011, S. 62–83;
    B. J. Copeland u. G. Sommaruga, The Stored-Program Universal Computer, in: G. Sommaruga u. T. Strahm (Hg.), Turing’s Rev., 2015, S. 43–101;
    N. Eibisch, Selbstreproduzierende Maschinen, K. Z.s Montagestr. SRS 72 u. ihr Kontext, 2016 (P);
    H. Bruderer, Meilensteine d. Rechentechnik, 2. Bd., ²2018 (P);
    Complete DSB;
    Qu BA Berlin;
    Archiv d. TU Berlin.

  • Porträts

    |K.-Z.-Denkmäler, Bad Hersfeld u. Hünfeld;
    Photogrr., 1956–93 (Archiv d. Dt. Mus., München).

  • Autor/in

    Ulf Hashagen
  • Zitierweise

    Hashagen, Ulf, "Zuse, Konrad Ernst Otto" in: Neue Deutsche Biographie 28 (2024), S. 787-791 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118637436.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA