Lebensdaten
1878 bis 1964
Geburtsort
Rheydt
Sterbeort
Hamburg
Beruf/Funktion
Jurist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 11878756X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Raape, Leo

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Zitierweise

Raape, Leo, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11878756X.html [09.04.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Johann Leonhard, Güter-Expedient;
    M Sophia Charlotte Graebke;
    Ilse Rockstroh;
    2 K.

  • Leben

    Nach dem Abitur 1896 in Krefeld studierte R. Rechtswissenschaft in Bonn, u. a. bei Ernst Zitelmann (1852–1923). 1899 bestand er das Referendarexamen, 1901 folgte die Promotion, 1903 die große jurist. Staatsprüfung und 1906 die Habilitation. Sein erster Ruf führte ihn 1908 auf eine ao. Professur nach Halle. Hier widmete er sich zunächst dem röm. und griech. Recht und veröffentlichte 1912 eine bedeutsame Schrift über das griech.-ägypt. Pfandrecht (Der Verfall d. griech. Pfandes, bes. d. griech.-ägypt.). Da er 1913 als Professor der Rechte für die Univ. Tokio vorgesehen war, bereitete er sich mit einem Aufenthalt in London darauf vor; der Kriegsausbruch verhinderte diese Aufgabe. In der Masurenschlacht verwundet, wurde R. im Mai 1915 in das Kriegsministerium versetzt und im Dez. 1916 als Kriegsgerichtsrat nach Bukarest abgeordnet. Noch 1915 war er in Halle zum o. Professor ernannt worden. 1924 folgte er einem Ruf an die Univ. Hamburg (1932/33 Rektor); Rufe nach Jena (1929) und Göttingen (1932) lehnte er ab.

    R. war ein herausragender Lehrer insbesondere des röm. Rechts; seine letzte Digestenexegese hielt er im Sommersemester 1963 mit 85 Jahren ab. Bleibende Bedeutung gewann er mit der Aufarbeitung des Internationalen Privatrechts (IPR), dessen führender Vertreter er in den 30er und 40er Jahren in Deutschland wurde. R.s Hauptwerke sind die Kommentierung des IPR im Staudinger Kommentar (1931) und sein IPR-Lehrbuch. In ihnen folgte er strikt dem Staatsangehörigkeitsprinzip.|

  • Auszeichnungen

    Dr. iur. h. c. (Saloniki 1961).

  • Werke

    Weitere W H. Dernburg, Das Bürgerl. Recht d. Dt. Reiches u. Preußens, II/2, 41914;
    Internat. Privatrecht, in: Staudingers Kommentar z. BGB, VI/2, 1931;
    Dt. Internat. Privatrecht, 1938/39, 51961.

  • Literatur

    G. Kegel, L. R. u. d. IPR d. Gegenwart, in: RabelsZ 30, 1966, S. 1-16;
    K. Zweigert, in: Lb. Hamburg. Rechtslehrer, 1969, S. 77-82 (P);
    H. P. Ipsen (Hg.), FS f. L. R., 1948 (W-Verz.);
    ders., Professoren d. Univ. Hamburg, in: Recht u. Juristen in Hamburg, hg. v. J. Albers u. a., 1994, S. 309.

  • Autor/in

    Ulrich Magnus
  • Empfohlene Zitierweise

    Magnus, Ulrich, "Raape, Leo" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 58-59 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11878756X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA