Lebensdaten
1852 bis 1928
Geburtsort
Bergedorf
Sterbeort
Travemünde
Beruf/Funktion
Erzählerin
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118662473 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Boy-Ed, Ida Cornelia Ernestine
  • Ed, Ida (geborene)
  • Boy-Ed, Ida
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie
Personen im NDB Artikel
Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Boy-Ed, Ida, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118662473.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    Familie stammt aus Schweden;
    V Christoph Marquard Ed (1809–85), Verleger und Buchdrucker in Lübeck, S des Carl Ed, Königlicher Werb.-Sergeant, und der Christina Augusta Witkoff;
    M Friedericia Amalia Pauline Seltzam (1810–69);
    Lübeck 1870 Carl Johann Boy (1845–1900), Kaufmann in Lübeck, S des Carl Johann, Kaufmann in Lübeck, und der Elise Amalia Magd. Pantonius; 4 K, u. a. Karl Boy-Ed (1872–1930), Kapitän zur See, als deutscher Marineattaché 1915 zusammen mit dem Militärattaché Franz von Papen aus den USA ausgewiesen (Verfasser von „Die Vereinigten Staaten von Amerika und der U-Boot-Krieg“, 1918, „Verschwörer? … Erinnerrungen“, 1920).

  • Leben

    B. verbrachte seit 1865, abgesehen von einem kurzen Berliner Aufenthalt, ihr ganzes Leben in Lübeck. Sie war im dieser von ihr als „unkünstlerisch“ empfundenen Stadt als Kritikerin der „Eisenbahnzeitung“ tätig und wies als eine der ersten auf die Bedeutung von Thomas Mann und dessen „Buddenbrooks“ hin. Ihre vorwiegend in Kreisen des hanseatischen Bürgertums spielenden Romane (besonders der lübische Roman „Ein königlicher Kaufmann“, 1910) erweisen sich als typisch kultivierte Frauenliteratur, als literarisch gehobene Abwandlungen der Motive der Marlitt und ihrer Nachfolgerinnen, gekennzeichnet durch Schwanken zwischen Konservativismus der Moralregeln und Liberalismus des Handelns. Nicht unbedeutend sind die drei Bücher über Frauenschicksale der klassischen Zeit. - Ihr Lübecker Haus war ein Sammelplatz des geistigen Lebens; ihre „Erinnerungen“ sind nur zum Teil gedruckt.

  • Werke

    Geschichten aus d. Hansestadt, 1909;
    Charlotte v. Kalb, 1912;
    Stille Helden, 1914;
    Das Martyrium d. Charlotte v. Stein, 1916;
    Germaine v. Staël, 1922;
    Gestern u. morgen, 1926;
    Erinnerungen (Nachlaß), mitget. v. R. Bottler, in: Velhagen &
    Klasings Mhh. 43, 1928, S. 457-59;
    s. a. Nekrolog zu Kürschner, Lit.-Kal. 1901–35, 1936.

  • Literatur

    J. Havemann, Gesch. d. schönen Lit. in Lübeck, 1926;
    H. Heyen, I. B.-E., die Hanseatin, in: Der Volksbote, Ill. Sonmtagsbl. d. Lübecker Volksboten, 9.5.1936;
    F. Endres, in: DBJ X, S. 24 (u. Totenliste 1928, L);
    Kosch, Lit.-Lex. I.

  • Portraits

    Holzschnitt in: LIZ 87, 1886, S. 47.

  • Autor/in

    Ernst Alker
  • Empfohlene Zitierweise

    Alker, Ernst, "Boy-Ed, Ida" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 495 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118662473.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA