Lebensdaten
1791 bis 1847
Geburtsort
Trautenstein am Harz
Sterbeort
Sankt Petersburg
Beruf/Funktion
Augenarzt
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 11766815X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Lerche, Theodor Heinrich Wilhelm von
  • Lerche, Theodor (bis 1836)
  • Lerche, Theodor Heinrich Wilhelm (bis 1836)
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Zitierweise

Lerche, Theodor von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd11766815X.html [26.09.2017].

CC0

  • Genealogie

    V Wilhelm (1761–1816), Pfarrer in T., seit 1800 in Hüttenrode, S d. Joh. Nikolaus (1718–85), Konsistorialassessor u. Stadtprediger in Blankenburg, u. d. Sidonia Sophie Maria Rosenthal; M Karoline (1761–1811), T d. Ratskämmerers Heinrich Georg Ellisen in Blankenburg u. d. Catharina Augusta Christiana Bötticher; Riga 1815 Pauline Auguste (1797–1876), T d. Ludwig Christoph Mercklin, Musiker, aus Ludwigsburg, seit ca. 1799 in Riga, u. d. Dorothea Elisabeth Steigert; Schwager Eugen Mercklin (1792–1873), Arzt in Riga (s. Dt.-Balt. Biogr. Lex., 1970); 6 S, 6 T, u. a. Wilhelm Ludwig (1817–63), Dr. med., Staatsrat, Dir. d. Augenheilanstalt in St. P.

  • Leben

    L. besuchte das Gymnasium in Blankenburg (Harz); 1808-12 studierte er Medizin in Dorpat (Dr. med. 1812). Er trat anschließend als Arzt in den Dienst der Kaiserl. Deutsch-Russ. Legion und nahm am Krieg gegen Frankreich teil. 1814/15 hielt er sich zur Fortbildung in Paris, den Niederlanden, Wien (bei Joseph Beer) und in Deutschland auf. Sein eigenes Schicksal (er war als Kind auf einem Auge erblindet) führte dazu, daß er sich besonders für die Augenheilkunde interessierte und sich um die Versorgung armer Kranker bemühte. Nachdem er sich 1815 in St. Petersburg niedergelassen hatte, gehörte er zu den Mitbegründern des exklusiven (15, später 25 Mitglieder) Deutschen Ärztlichen Vereins, des ältesten Ärztevereins des Russ. Reiches, und war 1819-22 dessen Sekretär. L. übernahm als Herausgeber die Redaktion der „Vermischten Abhandlungen aus dem Gebiete der Heilkunde von einer Gesellschaft praktischer Aerzte zu St. Petersburg“. Seit 1816 war er als leitender Arzt einer Augen-Heilanstalt tätig, die 1806 auf Initiative der „Medizinisch-philanthropischen Gesellschaft“ eingerichtet worden war, aber 1823 aus finanziellen Gründen die Arbeit einstellen mußte. L. gründete daraufhin 1824 die St. Petersburger Augen-Heilanstalt, die sich 1827 mit staatlichen Mitteln auch ein kleines Krankenhaus einrichten konnte. Als Direktor dieser Institution war L. bis zu seinem Tode tätig. Er war Leibokulist am Zarenhof und Wirkl. Staatsrat.

  • Werke

    Weitere W Klin. u. experimentelle Aufsätze z. Augenheilkde.

  • Literatur

    E. Blessig, Aus d. Leben d. St. Petersburger dt. Aerztekreise, in: Dt. Leben im alten St. Petersburg, hrsg. v. H. Pantenius u. O. Grosberg, 1930, S. 114-40; J. Hirschberg, Gesch. d. Augenheilkde. VII u. VIII, in: Hdb. d. ges. Augenheilkde., hrsg. v. Th. Axenfeld u. A. Elschnig, 21915-18, S. 179-86 (P); Russkij biograf. slovar' X, 1914, S. 316; Dt.GB 158.

  • Autor

    Heinz Müller-Dietz
  • Empfohlene Zitierweise

    Müller-Dietz, Heinz, "Lerche, Theodor von" in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 312 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd11766815X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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