Lebensdaten
1708 bis 1780
Geburtsort
Potsdam
Sterbeort
Sankt Petersburg
Beruf/Funktion
Arzt
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 100826784 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Lerche, Jakob Johann
  • Lerch, Johann Jakob
  • Lerche, Johann Jakob
  • mehr

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Zitierweise

Lerche, Jakob Johann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd100826784.html [19.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Gottfried, Kaufm. u. Tuchhändler in d. Lausitz;
    M Regina, T d. Pfarrers Georg Neumann in Friedland; Astrachan 1733 Olympe (* 1714), T d. Pierre Vincent Possiet de Roussier, Dir. d. kaiserlichen Weingärten in Astrachan, u. d. Olympe Chiron;
    16 K (12 früh †), u. a. Christoph Casimir (1749–1825), Dr. med., Gen.stabsarzt u. Leibarzt d. Zaren Alexander I.

  • Leben

    L. wurde 1724 an der Univ. Halle immatrikuliert und schloß sein Studium 1730 mit der Promotion ab. Nach kurzem Aufenthalt in Wien trat er als Feldmedikus in russ. Dienste; im Sept. 1731 traf er in Moskau ein und wurde in Astrachan und in Persien eingesetzt. Bis August 1734 hielt er sich in Baku auf und reiste anschließend nach Derbent zur Behandlung des grusin. Zaren. 1735-40 war L. Generalstabsarzt in der Armee des Generalfeldmarschalls v. Lacy im Krieg gegen die Türken. 1738/39 war er maßgeblich an der Bekämpfung und Eindämmung der Pest in Südrußland beteiligt. Für diese Verdienste wurde er 1739 mit dem Titel „Hofrat“ ausgezeichnet.

    1741 wurde L. der Armee Lacy im Russ.-schwed. Krieg zugeteilt. 1745-47 begleitete er als Arzt eine russ. Gesandtschaft nach Persien. 1750/51 wurde er zum Stadtphysikus von Moskau ernannt, und seit 1751 war er Stadtphysikus in St. Petersburg. Gleichzeitig wurde er zum Medicus consiliarius beim Direktor der Medizinischen Kanzlei in Petersburg berufen. Das Amt des Stadtphysikus behielt er bis zu seinem Tode. Seit 1760 verwaltete L. vertretend das Amt des obersten Medizinalbeamten in Rußland. Die administrative Tätigkeit fand höchste Anerkennung: 1764 wurde er zum Kollegienrat ernannt. – Neben seiner ärztlichen Tätigkeit beschäftigte sich L. mit mineralogischen, meteorologischen und botanischen Studien.|

  • Auszeichnungen

    Mitgl. d. Leopoldina (1758).

  • Werke

    u. a. Oryctographia Halensis, sive fossilium et mineralium in agro Halensi descriptio, Diss. Halle 1730;
    Extrait des observations Météorologiques de Mr. le Doct. L. faites à Astracan pendant l'hiver de 1745 et 1746, in: Mémoires de l'Ac. Royale des Sciences et Belles-lettres, Berlin, 1746, math. Kl., Nr. 6;
    Lebens- u. Reise-Gesch., hrsg. v. A. F. Büsching, 1791.

  • Literatur

    W. M. v. Richter, Gesch. d. Med. in Russland, 3. T., 1817, S. 292 f.;
    J. Čistovič, Istorija pervych medicinskich škol' v Rossii (Gesch. d. ersten med. Schulen in Rußland), 1883, S. CC f.;
    Russkij biograf. slovar' X, 1914, S. 316 f.;
    Pogg. I;
    BLÄ.

  • Autor/in

    Heinz Müller-Dietz
  • Empfohlene Zitierweise

    Müller-Dietz, Heinz, "Lerche, Jakob Johann" in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 311 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100826784.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA